Ehrlichkeit auf Social Media ist wundervoll für Follower bzw. Leser! Aber sollte und kann man wirklich ganz ehrlich sein? Wem schadet oder nutzt diese Ehrlichkeit?
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Social Media für Mütter
Das ist mein 200. Blogbeitrag hier. Davor gab es wenige Artikel auf einem anderen Blog und ein paar Monate zuvor startete ich „Mama-Accounts“ auf Instagram und Facebook. Ein guter Zeitpunkt um über Mamablogger auf diversen Social Media Plattformen und meinen persönlichen Weg hier nachzudenken.
Warum ich blogge, ist leicht zu beantworten: Ich liebe es Sachverhalte zu recherchieren und ich schreibe gerne. Da das in Festanstellung neben vier Kids und einem eigenen Unternehmen in einer anderen Branche nicht mehr gut machbar ist und ich in meinem Unternehmen einen „Allrounder-Job“ erfüllen muss, bietet sich das Bloggen einfach an. Es macht Spaß die verschiedensten Themen, die Mütter und generell Frauen betreffen in Beiträgen einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Instagram, Facebook und Pinterest gehören einfach dazu, weil man hier andere Menschen erreicht und diese Social Media Plattformen für Eltern schon lange Erziehungs- und Lebensratgeber Nummer 1 geworden sind. Das klassische Buch – der Elternratgeber – wurde abgelöst. Rat und Ideen sucht man als Elternteil heute wohl Großteils online.
Diese Plattformen sind für mich zwei völlig unterschiedliche Welten. Dieser Blog ist eine Serviceseite, in der man Ratschläge und Inspiration zu einer unglaublich vielfältigen Bandbreite an Themen findet. Viel qualitativ hochwertiger informativer Inhalt – nicht viel Persönliches! Auf Instagram, TikTok &Co. sieht das aber ganz anders aus!
Scheinwelt Instagram vs. Reality-TV
Gerade auf Instagram kann man als junge Mutter sehr schnell dem Irrglauben an die gezeigte Scheinwelt verfallen. Top gestylte Mamas mit immer gut gelaunten Kindern im Partnerlook-Outfit. Trotzanfälle gibt es zwar (man will ja dem Hashtag #fürmehrrealitätaufinstagram entsprechen) – dank eines genialen Online-Kurses hat man die aber natürlich im Griff. Schulische Probleme gibt es wegen der Onlinenachhilfe nicht! Für Sport und ausreichend Me-Time (Modewort Nummer 1) hat man natürlich immer ausreichend Zeit – muss man sich eben nehmen – kann ja nicht so schwer sein! Geld spielt ja Gott sei Dank keine Rolle – das hat man einfach in Mengen rumliegen – wie könnte es auch anders sein! Wer solchen Accounts folgt, fühlt sich sehr schnell einfach mies. Warum klappt das nur bei mir nicht? – Diese Frage geistert wohl in vielen Köpfen herum!
Es gibt natürlich auch gnadenlos ehrliche Accounts! Mütter geben offen zu, dass sie es bereuen Mutter geworden zu sein. Sie erzählen von ernsthaften Krankheiten und tiefgreifenden Problemen ihrer Kinder. Zeigen alle kleinen Erfolge (Juhu – sie geht endlich aufs Töpfchen!), aber weinen auch öffentlich, wenn etwas schief läuft im Leben (z.B. bei Streitigkeiten mit dem Partner, oä.)! Diese Influencer sprechen auch unangenehme Dinge an und thematisieren Blasenschwäche, Hämorrhoiden & Co.! Folgt man solchen Accounts fühlt man sich eindeutig besser verstanden und es entsteht nicht so ein enormer Druck perfekt sein zu müssen! Diese Form von Reality-TV auf Instagram schadet – wenn man seine Postings nicht ganz genau abwägt – jemand ganz anderem!
Zu viel Ehrlichkeit auf Social Media?
Diese zweite – vollkommen ehrliche – Gruppe an Mamabloggern tut ihren Followern wirklich gut! Ich persönlich folge ihnen sehr gerne! ABER: Diese Blogger bedenken die Folgen teilweise nicht oder nehmen sie des Geldes wegen einfach in Kauf! Durch diese Offenheit macht man sich leicht angreifbar. Viele Hater-Nachrichten (die dann natürlich auch thematisiert werden) sind der Beweis dafür. Auf keinen Fall möchte ich hier die Absender solcher Nachrichten in Schutz nehmen – natürlich sind sie die Täter und niemand hat das Recht jemand anderen zu beleidigen oder anzugreifen. ABER: Auch wenn man selbst vielleicht gut damit umgehen kann – können es die eigenen Kinder wirklich? Zu Beginn sind die Kinder noch klein – man ist stolz auf die ersten windelfreien Nächte und verkündet dies lauthals – am besten gibt es dazu noch ein Video, in dem das Kind am Töpfchen sitzt! Macht ja nichts – das Kind ist ja noch nicht online und seine Freunde auch nicht. Ganz abgesehen davon, dass ein nicht vollständig bekleidetes Kind aus bekannten Gründen nichts im Internet verloren hat, wird dieses Kind tatsächlich mal größer. Schon jetzt sehen die Eltern der Freunde die Videos – so etwas ist schnell abgespeichert. Spätestens mit 12 Jahren haben dann auch alle Freunde Social Media Accounts und dem Kind wird alles unter die Nase gerieben, was Mama mal wieder losgelassen hat.
Selbst wenn man seine Kinder online nicht zeigt oder nicht über Dinge spricht, die ihnen später oder jetzt peinlich oder unangenehm sein könnten, kann man seine Kids mit zu viel Ehrlichkeit auf Social Media leicht in Verlegenheit bringen. Zeigt sich die Mama zu freizügig, finden das die „Freunde“ in der Schule sicher amüsant, aber ob es das eigene Kind so lustig findet? Spricht die Mama online ganz offen über ihre Depressionen, Probleme im „Schlafzimmer“ oder schimpft sie mal ganz gerne über den Papa? Sicher ein total nettes Thema im Gymnasium am nächsten Tag!
Den goldenen Mittelweg finden
Zu Beginn wollte ich auf allen Kanälen schonungslos ehrlich sein und war es teilweise auch. Ich wollte ja eine Hilfe und eine digitale Begleiterin für Mütter sein. Wollte zeigen, dass wir alle mit den gleichen Problemen zu kämpfen haben und jede von uns lernen kann die schönen Seiten des Mamalebens trotz aller Widrigkeiten und äußeren Umstände zu genießen. Aber nicht um jeden Preis! Für mehr Klicks und Follower meine Kinder blamieren und in peinliche Situationen bringen – NEIN!
Die Antwort ist wohl wie immer DER GOLDENE MITTELWEG bzw. AUTHENTIZITÄT MIT KÖPFCHEN! Man muss ja wirklich nicht eine Online-Scheinwelt erschaffen, in der man rund um die Uhr in die Kamera grinst und behauptet immer alles mit Leichtigkeit zu schaffen. Ist man aber ehrlich, sollte man sich immer vor dem Posten Gedanken machen, ob das einem Kind peinlich sein oder ihm sonst irgendwie schaden könnte.
Es gibt einige Beispiele an Mama-Accounts, die diesen Spagat gut hinbekommen! Vielleicht haben sie weniger Follower – dafür aber ein reines Gewissen!
Ja – es wäre schön und auch wirklich wichtig, wenn man sich über alles austauschen könnte, manches sollte man aber trotzdem im Privatbereich belassen sobald man die Verantwortung für Kinder trägt. Oder Themen, die uns alle beschäftigen einfach auf sachlicher Ebene anhand Fachliteratur oder Recherchen ohne persönlichem Hintergrund bearbeiten und besprechen! So schadet man niemandem und es hilft den Betroffenen sogar noch mehr!
Welche Accounts bevorzugst du? Wo suchst du nach Ratschlägen, Unterhaltung oder einfach Verständnis?
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