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Neurodermitis & Co: Ekzeme bei Kindern erkennen und behandeln

Neurodermitis & Co: Ekzeme bei Kindern erkennen und behandeln

Viele Kinder leiden unter trockener oder rissiger Haut. Wie erkennt man aber ein Ekzem und wann muss man etwas dagegen unternehmen? Und was ist eigentlich Neurodermitis?


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Voraussichtliche Lesedauer: 7 Minuten

Natürlich machen wir uns als Eltern Sorgen, wenn mit der Haut unserer Kinder etwas nicht stimmt. Es könnte ja jederzeit mehr dahinter stecken. An unserer Haut können wir physische, aber auch psychische Probleme ablesen. Wann müssen wir uns aber wirklich Sorgen machen und wann müssen wir aktiv werden?


Ekzeme bei Kindern


Ekzeme bei Kindern erkennen und richtig behandeln

Fast jeder Mensch ist im Laufe seines Lebens von einer Ekzemerkrankung betroffen. Das Jucken oder Nässen ist natürlich sehr unangenehm. Da Ekzeme aber oft an gut sichtbaren Stellen auftreten, ist auch die psychische Belastung nicht zu unterschätzen.


#1 Was sind Ekzeme und wie entstehen sie?

Ekzeme sind Entzündungen der Haut, die unterschiedlichste Ursachen haben können. Typische Symptome sind Jucken, Rötungen und kleine Knötchen. Manche Ekzeme nässen zudem. Je nach Art der Ekzem-Erkrankung liegen unterschiedliche Ursachen zugrunde.


#2 Arten von Ekzemen:

a. Atopisches Ekzem – besser bekannt als Neurodermitis

Neurodermitis tritt oft schon im Kindesalter auf – verschwindet dann häufig in der Pubertät um dann im Erwachsenenalter wieder zurückzukehren. Oft treten die Symptome bei 3-6 Monate alten Babys auf und 10-15 % der Kinder leiden unter Neurodermitis. Meist sind eine Kombi aus genetisch vererbten Faktoren, Umwelteinflüssen, Infekten und Allergien wie Hausstaubmilben, Pollen, Nickel, etc. der Auslöser.

Bei Kindern sollte man stets darauf achten, ob es einen konkreten Auslöser für einen Ausbruch der Erkrankung gibt. Häufig sind es ein bestimmtes Kleidungsstück (z.B. kratzende Wolle), ein bestimmtes Lebensmittel, Hitzestau und Schwitzen, Infektionen oder psychische Belastungen (z.B. Stress). So gut es geht, kann man diese Trigger dann vermeiden und so entgegenwirken.


b. Seborrhoisches Ekzem

Von dieser chronischen Erkrankung sind Kinder nur äußerst selten betroffen. Dazu neigen hauptsächlich Männer zwischen 30 und 60 Jahren. Als Auslöser werden hier vor allem Stress, Bakterien- oder Pilzinfektionen und eine Überproduktion der Talgdrüsen vermutet.


c. Allergische Ekzeme

Besonders häufig tritt das allergische Ekzem bei Nickelallergien und speziellen Duftstoffen auf. Das Ekzem tritt meist erst 12-48 Stunden nach dem Hautkontakt auf und wird daher oft nicht mehr mit dem Allergen in Verbindung gebracht.


#3 Hat mein Kind Neurodermitis?

Als häufigstes Ekzem bei Kindern tritt also die so genannte Neurodermitis auf. Bei Säuglingen ist dabei schon häufig der Milchschorf im Gesicht und auf der Kopfhaut besonders stark ausgeprägt. Dabei bilden sich teilweise sogar richtig dicke gelbe Krusten und die Stellen sind gerötet und nässen sogar. Bei älteren Kindern sind oft die Beugeseiten der Gelenke betroffen, weil sich die Haut an diesen Stellen besonders stark ausdehnen muss. Hierbei kommt es teilweise sogar zu richtigen Wunden mit leichten Blutungen.

Wenn man derartige Symptome bei seinem Kind beobachten kann, sollte man schnellstmöglich einen Arzt konsultieren. Dies geht auch online beispielsweise über Fernarzt.com. Da dieses Krankheitsbild so verbreitet ist, kann ein guter Arzt meist sofort eine Diagnose stellen. Häufig gehen Ekzeme mit Allergien einher – es empfiehlt sich daher auch einen Allergietest durchführen zu lassen.


#4 Wie kann man Neurodermitis behandeln?

VORBEUGEN UND AKUT BEHANDELN

Da Neurodermitis-Ausbrüche meist einen „Trigger“ brauchen, kann man versuchen diese Auslöser zu vermeiden. (Siehe oben: Kratzige Wollpullover, schwitzen, Stress, etc.) Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man außerdem auf viel Sonnenlicht achten sollte. Natürlich ist das im Winter an vielen Stellen nicht so einfach.

Viele Patienten reagieren auch stark auf große Kälte oder eine zu hohe/niedrige Luftfeuchtigkeit. Nach dem Sport unbedingt duschen (Schweiß auf der Haut begünstigt Ekzeme) und danach Pflege auftragen. Beim Kleidungskauf auf gute Materialien achten. Reine Baumwolle ist für Neurodermitis-Betroffene besonders gut geeignet.

Ist die Haut nur sehr trocken (Stadium 1) reicht es seine Haut gut zu pflegen. Es gibt spezielle Lotions und Badezusätze. So kann ein weiteres Austrocknen der Haut verhindert werden. Empfehlenswerte Inhaltsstoffe: Urea, Paraffin und Glycerin.

Ist es bereits zu einem kleinen Ekzem gekommen, kann man eine niedrig dosierte Cortisoncreme auf die betroffenen Stellen schmieren. Außerdem ist eine Lichttherapie empfehlenswert. Auch hier unbedingt vorbeugen und Trigger vermeiden!

Wenn mittelschwere Ekzeme schon stark jucken, kann die Cortisondosis erhöht werden und zusätzlich können Salben gegen den Juckreiz eingesetzt werden.

In Stadium 4 hat der Betroffene schon stark schmerzende und lang andauernde Ekzeme. Leidet der Patient enorm unter den Schmerzen oder auch bereits psychisch durch das veränderte Erscheinungsbild, kann Cortison in Tablettenform oder sogar über die Vene verabreicht werden. Diesen Schritt sollte man allerdings gut abwägen, weil es dabei natürlich zu – für Cortison – typischen Nebenwirkungen kommen kann.


#5 Eigene Erfahrungen

Seit meiner Kindheit leide ich immer mal wieder unter Neurodermitis-Schüben. Diese Krankheit tritt wellenartig auf und ich kenne mittlerweile meine Trigger. Bei besonders viel Stress bekomme ich leichte Ekzeme an Armen und Beinen. Im Winter fehlt meiner Haut das Sonnenlicht – extrem trockene Haut und leichte Ekzeme am Rücken, an den Armen und an den Beinen sind die Folge. Diese trockene Haut verschwindet im Sommer und kehrt erst im Winter wieder zurück.

Als Kind wurde ich teilweise mit Cortison-Salben an den stark betroffenen Stellen behandelt. Das vermeide ich allerdings seit meiner späteren Jugend. Ich verwende Duschgels ohne Zusatzstoffen oder ein rückfettendes Duschöl. (Ein „schlechtes“ Duschgel bemerke ich schon nach einer Dusche – ich bin feuerrot nach nur einmaliger Verwendung.) Außerdem creme ich mich nach jedem Duschen am gesamten Körper mit einer Lotion für extrem trockene Haut ein. Kommt es trotzdem zu leichten Ekzemen verwende ich eine ganz normale Wund- und Heilsalbe und versuche mich in den folgenden Tagen etwas mehr zu entspannen. Den Faktor Stress darf man bei diesem Krankheitsbild wirklich nicht unterschätzen!

Mein Hautarzt hat mir in meiner Jugend geraten im Winter ab und zu ins Solarium zu gehen. Diese Maßnahme hat auch tatsächlich immer etwas gebracht. Auf Dauer halte ich es nur nicht für sehr gesund – auch hier sollte man den Nutzen und das Risiko (in diesem Fall wohl Hautkrebs) immer gut abwägen. Es kommt dabei natürlich immer auf die Schwere der Symptome an.


Fazit: Unbedingt VORBEUGEN und das Ganze gar nicht so weit kommen lassen, dass man starke Medikamente braucht. (Das ist natürlich nicht bei allen Formen von Ekzemen möglich.) Außerdem sollte man den psychischen Leidensdruck, dem ein betroffenes Kind ausgesetzt ist, nicht unterschätzen. Hier kann man sich professionelle Hilfe holen und das sollte man auch in Anspruch nehmen.


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