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Erfahrungsbericht Glamping mit Familie: Vor- und Nachteile

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Erfahrungsbericht Glamping mit Familie: Vor- und Nachteile

Ferien im Zelt, im Wohnmobil oder Wohnwagen boomt wieder. Was früher für den Familienurlaub gang und gäbe war, ist jetzt wieder en vogue. Für alle Skeptiker bietet „Glamping“ eine wunderbare und durchaus leistbare Alternative mit deutlich mehr Komfort. Unsere Erfahrungen:

Als ich ein Kind war, war Camping gang und gäbe. Im Wohnmobil nach Kroation – damals noch Jugoslawien – oder nach Grado: An die Adria ging’s prinzipiell mit Anhänger. Auch als junge Erwachsene sind wir so viel durch die Gegend gereist. Einmal zum Beispiel bis südlich von Neapel, geschlafen wurde im Mini-Igluzelt im Schlafsack auf einer Luftmatratze. Es war heiß, es war unbequem – aber wir waren jung und wollten etwas von  der Welt sehen.

Camping liegt im Trend

Heute will ich immer noch etwas von der Welt sehen – aber bei Camping denk ich zuallererst an mein armes Kreuz! Dabei ist Camping wieder voll im Trend: Die Neuzulassungen für Wohnmobile und Wohnwägen steigt seit Jahren an. Laut Statistik Austria stieg die Anzahl der Übernachtungen auf österreichischen Campingplätzen 2018 um 7,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Unsere bisherigen Camping-Erfahrungen als Familie beschränkten sich auf einzelne Abenteuer-Nächte im heimischen Garten. Da kann fast nichts schief gehen – außer, dass höchstwahrscheinlich Nachbars‘ Kater ans Außenzelt pinkelt. Zeit also, mal etwas Neues auszuprobieren:

Glamping als Alternative

Aus „Glamour“ (Prunk, Eleganz) und „Camping“ wird „Glamping“. Glamping ist ein neuer Trend: Campingplätze werden immer besser ausgestattet, man residiert vielerorts in perfekt ausgestatteten Mobilheimen. Wir waren in den Osterferien neun Tage lang “glamping” am Gardasee am Campingplatz Bella Italia in Peschiera del Garda. Mit der Agentur Eurocamp ging’s an den beliebten Campingplatz in Peschiera del Garda.

Erstes Fazit vom Sohnemann:

„Ich kann mir schon vorstellen, länger in so einem Häuschen zu leben.
Nur der Fernseher fehlt.
Und WLAN.“

Die Ansprüche der heutigen Jugend haben sich eben verändert …

Glamping im Eurocamp Mobilheim: Vor- und Nachteile

Die Vorteile liegen auf der Hand: Alles da! Das Mobilheim ist ausgestattet mit allen, das das Herz begehrt – sogar ein Geschirrspüler ist vorhanden! Unser Mobilheim hatte drei Zimmer – ein Schlafzimmer für die Eltern und zwei getrennte Zimmer für die Kids. Das ist echt Goldes wert bei meinen Streithähnen!

Das war in unserem Eurocamp Avant Mobilheim alles vorhanden:

  • 3 Schlafzimmer: Herrlich für rückzugs- und privatspharebedürftige Teenager. In jedem Schlafzimmer waren zwei Betten – wir hätten also noch zwei weiter Kinder mitnehmen können. Alle Fenster sind mit Fliegengittern, Verdunkelungsrollos und Vorhängen ausgestattet.
  • Gemütliches, funktionales Wohnzimmer mit überraschend großzügiger und bequemer Sitzecke. Da kann man perfekt essen, spielen oder auch mal die Nachbarn zu einem Gläschen Wein einladen.
  • Badezimmer – klein, aber oho und sehr sauber: Dusche, WC, Waschbecken. Eine eigene Gastherme sorgt für Warmwasser on demand – man ist also unabhängig von Tageszeiten und/oder den Duschgewohnheiten der Mitcamper. Sogar ein Fön war vorhanden.
  • Voll ausgestattete Küche mit Gasherd, Backofen, Wasserkocher, Toaster, Kaffeemaschine, Kühl-/Gefrierschrank, Geschirrspüler (!) – auch Geschirrspül-Tabs waren vorhanden.
  • Große Terrasse mit ansprechendem Mobiliar: Tische, Sessel (=Stühle), 2 Liegen, Wäscheständer
  • Eigener Gasgriller samt Gasflasche und Grillbesteck
  • Heizstrahler in jedem Zimmer, Aircondition, ausreichend Steckdosen
  • Bettwäsche (zugebucht)
  • Handtücher (zugebucht)
  • Willkommenspaket: sichert das erste Überleben vor Ort (Spülmittel, Spülschwamm, Zucker, Salz usw.) (zugebucht)

Auch der Campingplatz hatte einiges zu bieten, darunter:

  • Direkter Zugang zum Gardasee mit Kiesstrand und Steg
  • Riesengroße Poolanlage – hier wird keinem Kind fad! Und es gibt auch keine Mittagspause am Pool. Daher: Sunblocker nicht vergessen!
  • Kurzer Spaziergang ins Städchen Peschiera: Peschiera hat einiges zu bieten: Bike & E-Bike-Verleih, kleiner Markt, mehrere Bootsverleihe, nette Restaurants und Bars, feines Shopping, Bahnhof mit direktem Zug nach Verona oder Mailand, Linienschiff (auf das man auch Fahrräder mitnehmen kann);
  • Wer dennoch nicht marschieren will: Bummelzug vom Campingplatz nach Peschiera (kostet ein paar Euro)
  • Schnellstraßen-Anschluss direkt zum Campingplatz (man muss also nicht durch das Örtchen stauen)

Was nicht ganz so toll war:

  • Die Mobilheime stehen sehr eng. Teilweise sieht man direkt ins „Wohnzimmer“ der Nebencamper – außer einer zieht die Vorhänge zu. Wir hatten auch keine Möglichkeit, den eigenen PKW in der Nähe des Mobilheims zu parken – zu dicht standen die Hütten.
  • WLAN fehlt leider ganz … ja, ich weiß, das klingt jetzt nach einem Luxusproblem in Zeiten der abgeschafften Roaminggebühren, aber besonders abends ging teilweise gar nichts mehr. Da hingen wohl hunderte, wenn nicht tausende Camper am gleichen Mobilfunkmast. Aber wahrscheinlich ginge in einem freien WLAN auch nichts mehr.
  • Morgens gehen alle zur gleichen Zeit frische Brötchen kaufen. (Und der Campingplatz ist RIESIG!) Da sind Warteschlangen beim Supermarkt vorprogrammiert, denn einen Bäcker oder eine andere Alternative gibt es fußläufig leider nicht. Aber wir haben uns – dank Toaster – mit Toastbrot eingedeckt und konnten daher schon unser Frühstück knuspern, während andere noch Schlange standen.
  • Es ist und bleibt Camping – daher darf man bei der einen oder anderen Ameise im Häuschen nicht zu zimperlich sein.

Niemals vergessen werden sollte:

  • Ladekabel für das Handy bzw. die Switch (!)
  • Badelatschen oder Schlappen, damit man nicht mit dreckigen Schuhen ins Häuschen stapft, denn ja!, auch in Italien kann es regnen.
  • Tischtennisschläger bzw. Fußball/Volleyball (Angebot vor Ort vorhanden; aber die Zutaten sollte man besser selbst mit bringen)
  • Badekappe (!): Das Sportbecken war tatsächlich nur mit Badekappe zu benutzen; in den anderen Becken nicht.

Muttis Fazit:

Da können eingefleischte Normalo-Camper noch so mit der Nase rümpfen – Glamping ist eine echte Alternative für alle, die auf Komfort am Campingplatz nicht verzichten wollen. Echt überrascht hat mich, dass es nachts erstaunlich ruhig war im Mobilheim. Kein Lärmen, kein Schnarchen war zu hören – nur jenes der eigenen Bettgenossen.

Eine der besten Ideen war, die Fahrräder mitzunehmen. So waren wir herrlich unabhängig, konnten das Auto am Parkplatz in Ruhe Auto sein lassen und sind an so manchem Stau am See einfach vorbeigeradelt.

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Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Eurocamp.
Herzlichen Dank für Unterstützung!

Muttis Nähkästchen

Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter. Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

Dieser Beitrag hat 5 Kommentare

  1. Naja, unter Glamping versteht man eigentlich etwas anderes.
    Das gezeigte Mobilheim sollte eigentlich inzwischen unterster Standart sein – wie wir aber im letzten Sommer festellen mussten, könnte man das hier gezeigte tatsächlich als Luxus verkaufen ;)

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