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Tipps für Eltern: Mit Kindern Fahrrad fahren lernen

Tipps für Eltern: Mit Kindern Fahrrad fahren lernen

Ehe es gemeinsam auf die Straße geht, müssen Kinder das Radfahren gut beherrschen.
Wertvolle Tipps zu Vorübungen, Ausrüstung und Übungen:


Unser erstes Kind (4,5 Jahre) zeigt Anzeichen, unter die Fahrradfahrer gehen zu wollen. Und wie bei so vielen Dingen funktioniert’s eben nur, wenn es das Kind selbst will. Weil wir die Ambitionen des Kindes nicht durch eine falsche Herangehensweise gefährden wollen:
Hier ein paar Tipps, wie das Kind am besten Fahrrad fahren lernt.

Radfahren lernen: Vorbereitung

  • Gute Vorbereitung:
    Laufrad und Roller trainieren das Gleichgewichtsgefühl. Aber auch Dreirad und Bobbycar sind nicht zu unterschätzen: mit ihnen lernt das Kind koordinatorische Fähigkeiten.
  • Richtiger Zeitpunkt:
    Wenn das Kind längere Zeit auf einem Bein stehen kann, kann es auch Fahrrad lernen. Die einen nennen das Grundschulalter ideal als Einstieg, andere schon den Kindergarten.

Ausrüstung

  • Das optimale Kinderfahrrad:

    Das erste Rad sollte nicht zu klein und auf keinen Fall zu groß sein – das würde das Kind überfordern. Wichtig sind: dicke Reifen, geschlossener Kettenschutz, Aufprallschutz am Lenker. Von Stützrädern wird inzwischen abgeraten. Radfahr-Anfänger brauchen nicht viele Gänge, sondern ein Fahrrad, das einfach zu bedienen ist. Daher: Für Kinder bis etwa 7 Jahre besser keine Gangschaltung. Komplizierte Gangschaltungen überfordern und lenken ab. Kinder bis 7 Jahre tun sich außerdem mit einer Rücktrittbremse deutlich leichter.

  • Immer mit Helm:

    Schlaue schützen ihr Köpfchen!
    Achtung! In Österreich gilt für Kinder bis 12 Jahre Helmpflicht!

Fahrrad fahren lernen:
Übung macht den Meister

  • Tipps für Eltern: Fahrrad fahren lernen mit Kindern, Radfahren lernen, Tipps zur Vorbereitung, Ausrüstung, das optimale Kinderfahrrad, Übungen, Tipps für den StraßenverkehrGuter Übungsplatz:
    Eine verkehrsberuhigte Straße, Hofeinfahrt oder ein leerer Parkplatz sind ideal für Anfänger.
  • Zuerst nur auf- und absteigen üben:
    Der Sitz sollte dabei in einer Höhe sein, dass das Kind auf dem Sattel sitzend mit beiden Füßen den Boden erreichen kann.
  • Nach vorne schauen:
    Für optimales Gleichgewicht sollten Oberkörper, Kopf und Blick immer nach vorne schauen.
  • Rollen üben:
    Anfahren, Gleichgewicht halten, treten und bremsen ist zu viel für das erste Mal! Daher anfangs nur rollen – mit ausgestreckten Beinen über dem Boden. Eine leicht abschüssige Strecke hilft dabei. Wenn das Rollen klappt, kommt das Treten (fast) von ganz allein.
  • Bremsen üben:
    Noch bevor das Kind allzu flott auf dem Weg ist, sollten alle Bremsmöglichkeiten ausprobiert und geübt werden. Am besten immer das Hinterrad (ev. mit Rücktritt) bremsen bzw. beide Räder gleichzeitig bremsen. Wenn nur das Vorderrad gebremst wird, besteht Überschlagungsgefahr!
  • Anfahren – der schwierigste Teil:
    Aufsteigen, treten, Gleichgewicht halten, nach vorne schauen – alles zur gleichen Zeit.
    Bevor’s losgeht, die Pedale richtig vorbereiten:
  • Die richtige Pedalstellung:
    Das Pedal des starken Fußes (lässt sich ganz leicht beobachten: mit dem das Kind immer von selbst lostreten will bzw. mit dem es einen Fußball schießt) soll nach vorne und leicht nach oben zeigen. Das starke Bein auf dieses Pedal stellen, das andere bleibt am Boden. Beim Losfahren stößt sich das (schwächere) Bein vom Boden ab und das andere tritt das Pedal nach unten.
    Und bei all dem: nach vorne schauen!
  • Unterstützendes Halten:
    Erwachsene sollten das Fahrrad halten, während das Kind diesen Bewegungsablauf einübt. Für den Schwung ruhig etwas anschieben – aber nicht mitlaufen, denn das lenkt die Aufmerksamkeit nach hinten.
    Niemals den Lenker halten!

Wichtig!
Geduldig bleiben. Und keine oberlehrerhaften Erklärungen – Übung macht den Meister!

Generell gilt: Pause, wenn das Kind nicht mehr will!
Und nie mehr als 15 Minuten am Stück üben!

Siehe auch:
Ratgeber für Eltern: Kleine Radprofis – Vorbereitung auf das sichere Radfahren im Straßenverkehr

Ab auf die Straße

Kinder unter 12 Jahren dürfen nur mit einer Begleitperson (Mindestalter: 16 Jahre) im Straßenverkehr fahren.
Ausnahme: Bei bestandener, freiwilliger Fahrradprüfung dürfen Kinder schon ab 10 Jahre alleine auf der Straße radeln. Sie auch: Rechtstipp: Scooter, Skateboard, Longboard – das sagt die Straßenverkehrsordnung

  • Verkehrsregeln besprechen:
    Ehe es ab auf die Straße geht, sollten Eltern die wichtigsten Verkehrsregeln mit dem Kind besprechen.
  • Wichtig:
    Mit Kindern üben: auf Haltelinien stehen bleiben und das Tempo vor Kreuzungen rechtzeitig drosseln.
  • Wer fährt hinten, wer fährt vorne?
    Sind beide Elternteile mit von der Partie ist die Sache klar: Das Kind fährt am besten in der Mitte.
    Ist jedoch nur ein Elternteil mit dem Kind am Fahrrad unterwegs dann gilt: Der Erwachsene fährt am besten hinter den Kind. Nur bei schwierigen Stellen vorne.

Das Wichtigste zum Schluss:

Kinder lernen von den Erwachsenen!
Daher sollten wir immer auf korrektes Verhalten im Straßenverkehr achten

Quellen: vnr.de, kindundgesundheit.de, wikibooks.org


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Birgit

Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter. Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare

  1. Schöne Anleitung, vielen Dank!

    Im Prinzip haben wir unseren beiden Kids das Fahren auch genau auf diese Art beigebracht. Kann also nur beipflichten, dass es so ganz gut funktioniert. Hat bei uns nur ein paar Stunden gedauert!

  2. Vielen Dank für den Beitrag. Wir wollen uns nun auch bald neue Fahrräder kaufen und haben nun überlegt ob wir auch gleich ein Fahrrad für unsere Tochter mitkaufen. Damit kann sie dann im Frühjahr Fahrradfahren lernen.

  3. Eine schöne Anleitung, vielen Dank dafür!
    Ich fragte mich gerade, ob es tatsächlich schon mal ein Kind geschafft hat mit der Vorderradbremse einen Überschlag zu machen. Theoretisch kann das passieren, aber praktisch kann ich mir das gar nicht vorstellen. Meine Tochter hat es nicht geschafft, und die ist für so etwas eigentlich Experte…

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