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Familienurlaub mit Erlebnisfaktor: 11 Ideen abseits von Strand und Hotelbunker

Familienurlaub mit Erlebnisfaktor: 11 Ideen abseits von Strand und Hotelbunker

Strand, Pool, Buffet – kann schön sein. Aber die Urlaube, über die wir Jahre später noch sprechen, sehen meistens anders aus: mit dem Hausboot durch Schottland, im Nachtzug nach Rom, im Wohnwagen durch Norwegen, auf Roadtrip durch halb Europa oder mit ordentlich Adrenalin im Freizeitpark. Hier kommen 11 Ideen für Familienurlaub mit echtem Erlebnisfaktor – abwechslungsreich, überraschend und garantiert alles außer Hotelbunker.

Strand. Pool. Buffet. Kinderclub. Repeat.
Kann schön sein. Wirklich! Und manchmal ist genau das der Urlaub, den alle Beteiligten dringend brauchen. Aber seien wir ehrlich: An welche Reisen erinnern wir uns Jahre später noch ganz genau?

Bei uns sind es erstaunlich oft jene Urlaube, bei denen nicht alles bequem vor der Hoteltür lag. Reisen, bei denen wir unterwegs waren, improvisieren mussten, Neues ausprobiert haben oder plötzlich Dinge taten, die wir uns vorher selbst nicht so recht zugetraut hätten.

Mit einem fast 18 Meter langen Narrowboat durch Schottland fahren zum Beispiel. Mit dem Nachtzug nach Rom. Mit einem fremden Wohnwagen quer durch Norwegen. In Island einmal um die Insel. Oder mit den Kindern Kultururlaub machen – und feststellen: Huch! Denen gefällt das ja!

Unser Europa-Reisearchiv ist mittlerweile ziemlich gut gefüllt. Höchste Zeit also für einen Überblick über Erlebnisurlaub mit Familie. Für alle, die im nächsten Urlaub vielleicht einmal etwas anderes wollen als Strandliege und Hotelbunker.


Urlaub mit Erlebnisfaktor: 11 Ideen abseits von Strand und Hotelbunker


#1 Auf einem Hausboot wohnen – und selbst zum Kapitän werden

Hausboot-Abenteuer mit Familie: mit dem Narrowboat „Patsy“ durch Schottland

Das ist vermutlich momentan unser Paradebeispiel für „Urlaub mal ganz anders“. Vier österreichische Landratten ohne nennenswerte Skipper-Erfahrung, ein fast 18 Meter langes Narrowboat und ein paar Tage auf schottischen Kanälen: Was sollte da schon schiefgehen? Erstaunlich wenig, wie sich herausstellte.

Nach der Einschulung wurde aus uns ziemlich schnell eine Schiffscrew. Einer steuerte, einer hielt Ausschau, beim Anlegen mussten sowieso alle ran. Dazu kamen Tunnel, Schleusen, das spektakuläre Falkirk Wheel und ein Aquädukt in luftiger Höhe. Und plötzlich waren zehn Kilometer Strecke ein ordentliches Tagesprogramm.

Genau DAS ist Erlebnisurlaub: Die Unterkunft ist nicht bloß der Ort, an den man nach einem aufregenden Tag zurückkehrt. Die Unterkunft IST das Abenteuer. Alle Erfahrungen, Kosten und Tipps gibt es hier: Hausboot-Abenteuer mit Familie in Schottland: Erfahrungen & Tipps


#2 Roadtrip statt eine Woche am selben Fleck

Road-Trip

Eine andere Sache, die bei uns zuverlässig für Urlaubsgefühl mit Erlebnisfaktor sorgt: weiterziehen.

Bei unserem herbstlichen Roadtrip durch Slowenien, Italien und Kroatien hatten wir beispielsweise keinen bis ins letzte Detail festgezurrten Zwei-Wochen-Plan. Das Wetter durfte mitentscheiden. Über den Predil-Pass ins Soča-Tal, weiter nach Gorizia und Nova Gorica, Triest, eine ziemlich abenteuerliche Eisenbahnfahrt, Lovran, Senj und schließlich die Plitvicer Seen – drei Länder und jede Menge unterschiedliche Eindrücke. Gerade in der Nebensaison konnten wir flexibel bleiben und die nächste Station kurzfristig auswählen.

Und genau das kann mit größeren Kindern und Teenagern richtig gut funktionieren: Alle dürfen ihre Wunschziele auf einer gemeinsamen Karte markieren – und unterwegs wird entschieden: Unser Familien-Roadtrip durch Slowenien, Italien & Kroatien


#3 Einmal rund um Island: Naturkino statt Animation

Island mit Kindern: Ringstraße Süden: Svartifoss
Svartifoss

Wer beim Wort „Familienurlaub“ nicht automatisch an 30 Grad und Sandstrand denkt, sollte Island definitiv auf die Bucket List schreiben. Unsere Tour entlang der Ringstraße war praktisch ein einziges Naturkino: Wasserfälle, Geysire, Gletscher, Vulkanlandschaften, Naturpools, Whale Watching und Landschaften, bei denen man regelmäßig einfach nur WOW! denkt.

Und das Schöne daran: Viele der Sehenswürdigkeiten sind selbst schon das Erlebnis. Da braucht es kein Animationsprogramm, um die Kinder bei Laune zu halten. Wir waren insgesamt drei Wochen in Island und kombinierten Haustausch in Reykjavík mit einer mehrtägigen Rundreise – inklusive Tauschauto. Details findet ihr u.a. hier: Island mit Kind: Familien-Roadtrip entlang der Ringstraße


#4 Camping-Newbies in Norwegen & Kanada

Camping muss man können? Offensichtlich nicht. Man braucht auch kein eigenes Wohnmobil oder keinen eigenen Wohnwagen. Ja, und noch nichtmal einen LKW-Führerschein!

Wir hatten vor unserem Norwegen-Trip nämlich null Wohnwagen-Erfahrung. Trotzdem haben wir uns einen Wohnwagen privat ausgeliehen und sind damit fast drei Wochen durch Skandinavien gezogen. Und genau dieses „Wir probieren das jetzt einfach einmal“ macht für mich einen großen Teil des Erlebnisfaktors aus.

Schon die Route war Urlaub: über Schweden Richtung Norwegen, Fjällbacka und die Kungsklyftan, Telemarkskanalen, die Stabkirche Heddal, Flekkefjord und jede Menge Natur dazwischen. Dazu natürlich auch ein paar Hoppalas – denn die gehören zu den Geschichten, die man nachher am häufigsten erzählt. Die ganze Geschichte könnt ihr hier nachlesen: Norwegen mit Familie im Leih-Wohnwagen – unser Erfahrungsbericht

In Ost-Kanada haben wir Camping sogar eine Nummer größer aufgezogen: mit einem rund zehn Meter langen Campingmobil. Vier Personen, 14 Tage RV und eine Route, die wir bewusst nur mit einigen Fixpunkten geplant haben, damit wir unterwegs auf Wetter, freie Stellplätze und spontane Ideen reagieren konnten. Von Toronto aus ging es unter anderem zu Wasserfällen, durch Provincial Parks, nach Québec, zu den Thousand Islands und zu den Niagara Falls. Und ja: Mit so einem Riesending zu fahren, zu parken, Wasser nachzufüllen und Grey- und Black-Water-Tanks zu entleeren, bringt durchaus seinen eigenen Erlebnisfaktor mit sich. Genau deshalb war aber auch hier nicht nur das Ziel spannend – das Unterwegssein selbst war ein wesentlicher Teil des Abenteuers. Unsere komplette Route inklusive Aktivitäten, Camping-Learnings, Stolpersteinen und Kosten gibt’s hier: Familien-Roadtrip durch Ost-Kanada: Reiseroute, Aktivitäten & Kosten

Fazit: Man muss kein Camping-Profi sein, um einen großartigen Roadtrip auf vier Rädern hinzubekommen. Eine gewisse Bereitschaft zu improvisieren hilft allerdings enorm. Und spätestens wenn man zum ersten Mal ein zehn Meter langes Wohnmobil auf einem normalen Parkplatz verstaut oder sich mit dem Black-Water-Tank auseinandersetzt, hat man definitiv Stoff für die Familienchronik.


#5 Die Anreise zum Abenteuer machen: mit dem Nachtzug durch Europa

Nachtzug mit Kind

Warum muss der Urlaub eigentlich erst am Ziel beginnen? Mit dem Nachtzug wird schon die Anreise zum Erlebnis. Abends einsteigen, Abteil beziehen, Betten herrichten, irgendwie versuchen zu schlafen – und am nächsten Morgen wacht man plötzlich in einer anderen europäischen Stadt auf.

Wir waren mit den Kindern unter anderem auf den Strecken Salzburg–Paris, München–Hamburg und Salzburg–Rom unterwegs. Und auch wenn Nachtzugfahren ein paar Eigenheiten hat: Für Familien ist diese Art des Reisens durchaus spannend – und ganz nebenbei spart man sich eine Hotelnacht am Ziel bzw. einen ganzen Reisetag: Nachtzug mit Kindern: Unsere Erfahrungen, Tipps und Tricks

Besonders schön lässt sich das übrigens mit einem Städtetrip verbinden. Bei unserer Bretagne-Reise kombinierten wir beispielsweise Nachtzug, öffentliche Verkehrsmittel und Tauschauto.


#6 Haustausch: leben wie die Einheimischen

Haustausch © dpa
© dpa

Eine unserer liebsten Urlaubsformen begleitet uns schon seit vielen Jahren: Haustausch. Statt Hotelzimmer gibt es ein echtes Zuhause. Statt Frühstücksbuffet den Supermarkt ums Eck. Statt Touristenanlage wohnt man plötzlich mitten in einem ganz normalen Wohnviertel. Das verändert eine Reise erstaunlich stark.

Unsere Haustausche haben uns unter anderem nach Island, Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich und Großbritannien gebracht. Und nebenbei ermöglicht diese Reiseform gerade Familien längere Aufenthalte, weil für die Unterkunft oft keine klassischen Übernachtungskosten anfallen.

Schon unser früher Erfahrungsbericht brachte die Grundidee wunderbar auf den Punkt: Es muss eben nicht immer Bettenburg, Touristenhotel und Mietauto sein: Urlaub in fremden Betten: Unser Haustausch-Erfahrungsbericht


#7 Bretagne: lieber Menhire, Paddeln und kleine Orte als nur Strand

Bretagne mit Familie: Aktivitäten, Ausflüge und Wow-Momente mit Kids & Teens
Bildquelle: Depositphotos

Ja, die Bretagne hat wunderschöne Strände. Aber dort drei Wochen lang nur am Meer herumzuliegen, wäre wirklich schade. Wir haben Menhire entdeckt, mittelalterliche Orte erkundet, sind gepaddelt, Zug gefahren, haben Saint-Malo, Rennes, Quimper, Nantes und Carnac besucht und neben den bekannten Sehenswürdigkeiten auch einige Orte abseits der klassischen Touristenrouten gefunden.

Gerade mit Teens funktioniert diese Mischung hervorragend: Ein bisschen Stadt, ein bisschen Natur, ein bisschen Action – und natürlich darf zwischendurch trotzdem einmal Strand sein. Denn „Erlebnisurlaub“ bedeutet ja nicht, dass man sich niemals auf eine Liege legen darf: Bretagne mit Familie: Wow-Momente mit Kids & Teens


#8 Städtetrip als Quest: Kuriositäten statt Pflichtprogramm

Rom mit Kind

„Wir schauen uns heute acht Kirchen und vier Museen an!“ Damit gewinnt man bei den meisten Kindern vermutlich keinen Beliebtheitspreis. Aber Stadtbesichtigungen kann man auch anders aufziehen.

In Rom haben wir daraus beispielsweise eine Quest nach Kuriositäten und Wow-Momenten gemacht. Warum gibt es dort so viele Obelisken? Was hat es mit bestimmten seltsamen Sehenswürdigkeiten auf sich? Und wo findet man bitte eine Eisdiele mit unfassbar vielen Eissorten? Schon wird Sightseeing zur Entdeckungsreise: Rom mit Kindern: Kuriositäten und Wow-Momente entdecken

Dasselbe funktioniert in Venedig: Statt die Kinder einfach von Markusplatz zu Rialtobrücke zu schleppen, kann man nach geheimnisvollen Details suchen – etwa dem Briefkasten der ehemaligen Geheimpolizei, ungewöhnlichen Brücken oder den Geschichten hinter den berühmten Gebäuden. Bei uns hat dabei nicht einmal das Pubertier gemurrt: Venedig mit Kind: Die kuriosen Seiten der Lagunenstadt


#9 Aktivurlaub – aber bitte ohne Familienmeuterei

Familien-Radtour: Tauern-Radweg

Aktivurlaub klingt super. Bis man den Teenagern erklärt, dass sie heute mit dem Rad 800 Höhenmeter überwinden sollen. Darum lautet unsere Devise: Das Abenteuer muss zum Können und zur Motivation der Familie passen.

Unsere Lösung fürs Radfahren in den Alpen: Strecken aussuchen, die hauptsächlich BERGAB führen. Das erhöht die allgemeine Begeisterung ungemein. Wir haben beispielsweise Touren von Mariazell nach St. Pölten, von Hochfilzen nach Bad Reichenhall und vom Brenner nach Brixen ausprobiert. Praktischerweise lassen sich Start oder Rückfahrt jeweils mit dem Zug kombinieren: Familien-Radtouren: Mit Fahrrad und Zug durch die Alpen


#10 Kultururlaub funktioniert tatsächlich auch mit Kindern

Eine Erfahrung zieht sich durch viele unserer Reisen: Kinder haben viel weniger gegen Kultur und Sightseeing, als Erwachsene oft glauben. Man muss nur die Dosierung richtig hinbekommen.

Unsere Reise nach Thüringen sorgte vorab beispielsweise für große Augen: „Waaaas? Ihr macht Kultururlaub?“ Zwei Wochen später war klar, dass zwischen Weimar, Erfurt und Jena, Burgen, Parks, Paddeln und Freizeitpark überhaupt keine Langeweile aufkommen musste: Thüringen mit Kind: Familientaugliche Ausflüge und Aktivitäten

Noch deutlicher wurde das in der Toskana. Nach vielen Jahren klassischem Badeurlaub wagten wir den Versuch, wieder mehr Sightseeing in den Familienurlaub einzubauen. Die Lösung war nicht „entweder Kultur oder Kinderprogramm“, sondern Abwechslung: Stadt anschauen, wieder baden, Rollerfahren auf Luccas Stadtmauer, schnorcheln, Eis essen, mittelalterliche Gassen erkunden, Hochseilgarten, Pool – und dann die nächste Stadt.

Das Ergebnis? Ausgerechnet die Kinder bezeichneten die Reise als einen ihrer schönsten Urlaube: Toskana mit Kindern: So gefällt es der ganzen Familie


#11 Freizeitpark: Ein Tag Vollgas muss sein

Skylinepark Allgäu: Achterbahn

Erlebnisurlaub muss nicht immer bedeuten, dass wir tagelang durch die Wildnis paddeln, mit dem Rad über Alpenpässe rollen oder uns auf einem Hausboot als Hobby-Kapitäne versuchen. Manchmal reicht auch: ein Tag Freizeitpark.

Wir gehören nämlich definitiv zur Kategorie: Wir LIEBEN Freizeitparks. Und obwohl ich Menschenmassen, Warteschlangen und überteuerte Snacks durchaus kritisch sehe, muss ich zugeben: Ein richtig guter Freizeitpark kann ein echtes Urlaubshighlight sein.

Vor allem gefällt mir daran, dass sich so ein Tag wunderbar mit ganz anderen Urlaubsformen kombinieren lässt. Kultururlaub plus Achterbahn? Funktioniert. Roadtrip plus Freizeitpark? Sowieso. Städtetrip mit einem Tag Adrenalin als Gegenprogramm? Hervorragend.

Für Adrenalinjunkies: Allgäu Skyline Park

Wir dachten eigentlich, wir hätten in Sachen Freizeitpark schon ziemlich viel erlebt. Bis wir im Allgäu Skyline Park gelandet sind. Dort wurde selbst uns erfahrenen „Freizeitparkstern“ an einigen Stellen ordentlich der Boden unter den Füßen weggezogen. Wer in der Familie also auf Geschwindigkeit, Höhe und Nervenkitzel steht, bekommt hier eine ordentliche Portion Erlebnisfaktor: Freizeitpark im Test: Allgäu Skyline Park

Freizeitpark als Kontrastprogramm zum Kultururlaub

Dass Freizeitpark und Kultururlaub hervorragend zusammenpassen, haben wir in Thüringen ausprobiert. Weimar, Erfurt, Jena, Burgen und jede Menge Kultur – und als bewusster Kontrapunkt ein Besuch im BELANTIS bei Leipzig.

Genau diese Mischung hat sich bei uns bewährt: Nicht jeden Tag dasselbe Programm, sondern unterschiedliche Interessen bedienen. Heute Goethe und Schiller, morgen Achterbahn: Thüringen mit Kind: Familientaugliche Ausflüge und Aktivitäten

Gardasee: Baden UND Gardaland

Dasselbe Prinzip funktioniert am Gardasee. Natürlich kann man dort wunderbar baden, Eis essen und Dolce Vita genießen. Aber mit Kindern darf zwischendurch ruhig etwas mehr Action sein.

Das Gardaland lässt sich perfekt als Tagesausflug in einen Gardasee-Urlaub einbauen. So wird aus dem klassischen Badeurlaub ganz schnell eine abwechslungsreiche Mischung aus Wasser, Landschaft, italienischem Lebensgefühl – und Achterbahn: Gardasee mit Kind: Tipps und Ausflüge inklusive Gardaland

Plopsaland: Freizeitpark als Zwischenstopp auf Reisen

Auch das Plopsaland De Panne an der belgischen Küste zeigt schön, dass ein Freizeitpark nicht unbedingt das alleinige Urlaubsziel sein muss.

Wer ohnehin in Belgien oder an der Nordseeküste unterwegs ist, kann daraus einfach einen besonderen Urlaubstag machen. Für Fans von Biene Maja & Co. sowieso – aber tatsächlich funktioniert der Park auch weit über die klassische Kleinkind-Zielgruppe hinaus: Freizeitpark im Test: Plopsaland De Panne

Paris: Disneyland oder Parc Astérix?

Ein Städtetrip nach Paris mit Kindern ist ohnehin schon aufregend. Und dann stellt sich natürlich die große Frage: Disneyland oder Parc Astérix? Wir haben beides ausprobiert und festgestellt: Ein Freizeitparktag kann ein wirklich guter Gegenpol zu Louvre, Eiffelturm und kilometerlangen Stadtspaziergängen sein.

Unsere Erfahrungen und die Entscheidungshilfe gibt es hier: Paris mit Kind: Kindertaugliche Ziele und Spartipps – inklusive Disneyland vs. Parc Astérix

Und für alle, die sich für Disney entscheiden: Disneyland Paris: 10 Tipps für Familien


Für jüngere Kinder: Familypark, Ravensburger Spieleland & LEGOLAND

Nicht jede Familie braucht Loopings und freien Fall. Gerade mit kleineren Kindern haben wir auch sehr gute Erfahrungen mit Parks gemacht, bei denen das gemeinsame Erleben stärker im Vordergrund steht.

Der Familypark im Burgenland hat uns beispielsweise positiv überrascht – gerade weil ich bei Vergnügungsparks normalerweise schnell das Gefühl bekomme: zu viele Menschen auf zu wenig Raum: Familypark: Österreichs größter Freizeitpark

Auch das Ravensburger Spieleland haben wir ausführlich unter die Lupe genommen: Ravensburger Spieleland: Wie familienfreundlich ist der Themenpark wirklich?

Und dann wäre da natürlich noch LEGOLAND. Mittlerweile kennen wir nicht nur LEGOLAND Deutschland, sondern auch Windsor und Billund. Gerade weil ein Besuch ordentlich ins Geld gehen kann, lohnt sich dort ein bisschen Vorbereitung bei Tickets und Planung: LEGOLAND: Unsere Tipps für Familien

Mein Fazit zu Freizeitparks im Familienurlaub

Ich würde einen Freizeitpark gar nicht unbedingt als „Freizeitparkurlaub“ planen. Viel spannender finde ich ihn als Joker im Reiseprogramm. Nach zwei Tagen Kultur freuen sich manche Familien über Achterbahnen. Nach mehreren Tagen Roadtrip ist ein Tag, an dem niemand navigieren oder die nächste Sehenswürdigkeit suchen muss, äußerst willkommen. Und auch im Badeurlaub kann ein Freizeitpark genau jener Programmpunkt sein, über den die Kinder noch Jahre später sprechen.

Denn Erlebnisurlaub bedeutet für mich nicht, dass jeder Urlaubstag pädagogisch wertvoll, besonders individuell oder maximal authentisch sein muss. Manchmal darf Erlebnisurlaub einfach bedeuten: AAAAAAAAAH!
Und dann fährt die Achterbahn los.


Was macht einen Familienurlaub eigentlich zum Erlebnisurlaub?

Nach all diesen Reisen würde ich sagen: Es braucht gar kein extremes Abenteuer. Wir müssen nicht mit dem Rucksack den Himalaya überqueren und unsere Kinder müssen auch nicht jeden Morgen um sechs Uhr begeistert die Wanderschuhe schnüren.

Oft reichen ein paar Zutaten:

  • Die Unterkunft darf Teil des Erlebnisses sein:
    Hausboot, Wohnwagen, Mobilehome oder Haustausch statt klassischem Hotelzimmer.
  • Nicht nur ankommen – unterwegs sein:
    Roadtrip, Zugreise, Fahrrad oder Boot verändern die Perspektive.
  • Kinder mitplanen lassen:
    Jeder markiert Orte und Aktivitäten, die ihn interessieren.
  • Sightseeing spielerischer machen:
    Rätsel, Kuriositäten, Geschichten und kleine Challenges funktionieren besser als Pflichtprogramm.
  • Abwechslung einplanen:
    Nach Kultur darf Pool kommen. Nach Wandern Eis. Nach Stadtbesichtigung Strand.
  • Nicht alles durchplanen:
    Einige unserer besten Reisegeschichten entstanden genau dann, wenn Wetter oder Umstände den ursprünglichen Plan über den Haufen warfen.

Und vielleicht ist das überhaupt der größte Unterschied zum Hotelbunker: Beim Erlebnisurlaub konsumiert man den Urlaub nicht nur. Man gestaltet ihn gemeinsam.

Am Ende erinnern wir uns schließlich selten daran, an welcher Liege wir am dritten Urlaubstag gelegen sind. Aber daran, wie wir zum ersten Mal ein fast 18 Meter langes Hausboot durch einen dunklen Tunnel gesteuert haben? Wie wir in Island vor einem tosenden Wasserfall standen? Wie die Kinder plötzlich freiwillig durch mittelalterliche Gassen nach Vampiren suchten?
Ziemlich sicher! Und genau dafür lohnt es sich manchmal, die Komfortzone – und den Hotelbunker – zu verlassen.


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Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter. Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

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