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Fasching ohne Perfektion: Karnevalspaß leicht gemacht

Fotoaufnahme zeigt Protestverhalten (Durchstrecken) des Babys.

Fasching ohne Perfektion: Karnevalspaß leicht gemacht

Fasching hört sich lustig und bunt an – kann es ja auch sein. Für viele Eltern ist es aber nur ein weiterer Punkt auf der To-do-Liste, die ohnehin schon viel zu lang ist. Fasching ohne Perfektion ist angesagt. Das Ganze soll nämlich auch uns Spaß machen und keinen Stressfaktor darstellen!

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Fasching ohne Perfektion

Fasching ist bunt, laut und fröhlich – zumindest nach außen.

Für viele Familien bedeutet diese Zeit aber vor allem Organisation, Termine, Kostüme und Erwartungen. So kurz nach Weihnachten heißt es also wieder Stress, Besorgungen, hohe Extrakosten und es geht wahnsinnig viel Energie drauf in einer Jahreszeit, in der wir meist wenig Kraft haben und statt Partylärm eigentlich Wärme und Ruhe brauchen würden.

In den Corona-Jahren – als große Partys nicht möglich waren – habe ich gemerkt, dass es diesen Anspruch an Perfektion und die gigantischen teuren Feiern gar nicht braucht. Fasching darf auch ganz anders gehen: Ruhiger, einfacher und entspannter.

Seitdem darf jedes Kind nach dem Faschingfeiern in der Schule 1-2 Kinder mitnehmen – wir spielen 2-3 Spiele, essen Faschingskrapfen und dann ist es ein ganz normales Playdate. An so einem Tag sind die Kids oft schon so überdreht und erledigt, dass es ihnen sogar gut tut einfach in Ruhe mit der besten Freunden Playmobil oder ein Brettspiel zu spielen. Und ich bin somit am Faschingsdienstag nicht mehr völlig am Ende, weil ich mich einfach nicht komplett verausgaben musste – weder finanziell noch körperlich!


Perfektion macht müde und die Kinder nicht glücklicher

Perfekte Kostüme, selbstgebastelt und einzigartig. Buffets wie aus dem Magazin. Fotos, auf denen alle lachen.

Doch Kinder erinnern sich selten daran, wie aufwendig etwas war. Sie erinnern sich daran, wie es sich angefühlt hat. Ob ein Kostüm gekauft oder selbstgemacht ist, spielt für sie meist keine Rolle. Ob Mama oder Papa entspannt waren, schon.

Bestellt ein fertiges Kostüm oder tauscht Kostüme aus den Vorjahren, kauft fertige Faschingskrapfen und ein paar Packungen Chips, beschränkt euch auf 2-3 Partyspiele und lasst die Kinder dann machen, was sie wollen. Es muss keine Dauerbespaßung geben. Hängt 2-3 Girlanden ins Wohnzimmer und blast ein paar Luftballone auf, die die Kinder dann fürs Tanzen, Ballspielen und Sonstiges verwenden können. Und auch ihr selbst müsst kein besonderes Kostüm tragen. Zwei Zöpfe und ein paar Sommersprossen oder ein Piratenkopftuch und ein paar Bartstoppeln – schon seht ihr lustig aus und das genügt.

Weg von der Perfektion – hin zur Leichtigkeit! Eure Kinder werden es euch danken. Eine entspannte lustige Mama ist nämlich viel mehr wert als ein tolles Buffet und geniale Kostüme.


Gekaufte Kostüme sind kein Zeichen von Lieblosigkeit – gekaufte Krapfen schmecken so und so am besten

Wer gerne näht und bastelt – wunderbar! Wer gerne gesunde Krapfen bäckt – super! Wer das alles aber nicht gerne macht oder im Moment einfach keine Zeit für so etwas hat – ganz egal! Ganz ehrlich: Die wenigsten nähen und basteln so schön, dass es besser aussieht als gekauft und die fettigen Krapfen vom Bäcker schmecken einfach mega und es bringt niemanden um, wenn er die 1-2 mal im Jahr futtert. Also: Go for it! Mach’s dir leicht und kauf das Zeug, das du unbedingt brauchst! Kindern ist das völlig egal!

Ein gekauftes Kostüm bedeutet nicht weniger Liebe oder Mühe. Es bedeutet vielleicht einfach, dass gerade andere Dinge wichtiger sind: Zeit, Ruhe und Kraft. Manchmal ist das größte Geschenk an Kinder nicht das Besondere, das uns täglich auf Instagram & Co. gezeigt wird, sondern ein entspannter Familienalltag.


Fasching ohne Perfektion: auf die Bedürfnisse eurer Kinder achten!

Achtung: Nicht jedes Kind liebt diesen Trubel. Man nimmt das immer einfach an. Kinder lieben Partys und Feste, tanzen gerne mit 100 anderen quietschenden Kids vor einem gruselig verkleideten Clown und sind nur dann überglücklich, wenn es laut und bunt ist.

Das ist aber definitiv nicht so. Fasching ist nicht jedermanns Sache – das gilt auch für Kinder. Fasching wird oft als Pflichtprogramm gesehen: Umzug, Feier, Verkleidung, Gruppenfoto. Dabei gibt es Kinder, die genau das überfordert. Fasching ohne Perfektion heißt auch, die Bedürfnisse der Kinder ernst zu nehmen – und nicht alles gleich machen zu müssen. Wenn sich ein Kind gar nicht verkleiden will – auch gut! Man muss auch nicht zu großen Veranstaltungen gehen – zu dieser Jahreszeit holt man sich so und so mehr Killerviren als sonst etwas und für die Geldtasche ist es auch fein, wenn man im kleinen Rahmen oder gar nicht feiert – geht nämlich ganz schön ins Geld! Und wenn es auch für das Kind nur eine lästige Pflicht ist, ist das wirklich doppelt doof!


Alternativen finden: weniger Termine, mehr Fasching ohne Perfektion

Nicht jede Einladung muss angenommen werden. Nicht jede Feier braucht Anwesenheit. Ihr seid niemandem Rechenschaft schuldig.

Manchmal reicht ein Verkleidungstag zu Hause, ein Filmabend mit Popcorn oder ein kurzer normaler Besuch. Weniger Termine bedeuten oft mehr Leichtigkeit. Und das tut allen gut. Vielleicht geht ihr an diesem Tag auch einfach bewusst in die Natur oder macht einen schönen Ausflug. Oder ihr macht einfach NICHTS! Im Kindergarten und in der Schule wird gefeiert – vielleicht reicht das auch einfach mal?!


Fasching darf leicht sein – auch für Erwachsene

Wir müssen nicht alles besonders machen. Wir dürfen auch sagen: Das reicht. Wir dürfen NEIN sagen zum 10. Partyspiel, zur großen Party mit 20 Gästen oder zum Faschingsumzug im Nachbardorf. Unsere Gesundheit – auch mental – geht einfach vor. Zu jeder Zeit. Basta!

Ein bisschen Glitzer, ein bisschen Lachen und ganz viel Gelassenheit. Am Ende geht es nicht um Perfektion, sondern um gemeinsame Erinnerungen und die schafft man keinesfalls, wenn man sich widerwillig irgendwohin schleppt oder ein schlechtes Gewissen hat, weil man zu viel Geld ausgegeben hat.

Eine Idee wäre ein kleiner Familienrat! Was ist jedem Familienmitglied wichtig? Worauf will man nicht verzichten? Und dann offen darüber reden: Wie lassen sich diese Wünsche und Bedürfnisse unter einen Hut bringen? Ihr findet bestimmt Lösungen und könnt Kompromisse schließen und es kann für alle eine Zeit voller Leichtigkeit und Freude werden.


Tipps für Fasching ohne Perfektion in den eigenen vier Wänden

Weniger ist mehr

Wie gesagt – in Corona-Zeiten habe ich gelernt, dass es teilweise nicht einmal Gäste braucht um einen schönen lustigen Faschingsnachmittag zu verbringen. Gerade wenn man mehrere Kinder hat, kann es wahnsinnig lustig werden, wenn man einfach unter sich bleibt. Teilweise sind solche Traditionen bei uns sogar viel lustiger als es mit Gästen ist – keine hohen Erwartungen, keine Ansprüche – jeder kann so sein, wie er will.

Viele Tipps für einen Faschingsnachmittag im Kreise der Familie findet ihr hier: Fasching zuhause: 8 Tipps für eine lustige Feier ohne Gäste


Genuss ohne Reue

Vielleicht gibt es bei euch in der Familie aber auch gerade Gründe um sich nicht vollkommen der fettigen Völlerei hinzugeben. Dann kann ich euch unsere selbstgebackenen Faschingskrapfen aus dem Ofenrohr empfehlen. Bonus: Die Kids können beim Backen mithelfen. Und das alleine ist für viele Kinder ja schon ein Highlight! ;-)
Faschingskrapfen aus dem Backrohr: Genuss ohne Reue


Altersgerecht angepasst

Auch wenn man selbst gerade viel Energie und Partylaune hat – hat man Kleinkinder im Haus, sollte man generell etwas vom Gas gehen. Menschenmassen, dröhnende Musik und zu viel fettiges Essen wirft unsere Kleinen ganz schnell aus der Bahn und statt dem erhofften Spaß und den funkelnden Augen hat man plötzlich ein völlig überfordertes und weinendes Kleinkind am Arm. So soll das nicht sein, oder? Mit diesen Tipps gestaltet ihr den Fasching kleinkindfreundlich:
Fasching mit Kleinkind: 6 Tipps für eine altersgerechte Faschingsparty


Ohne jemandem auf die Füße zu steigen …

Ihr wollt mit den Kostümen eurer Kids niemandem vor den Kopf stoßen – hier gibt’s Ideen:

Fasching, Karneval & Halloween: Kinderkostüme ohne kulturelle Aneignung


Last-Minute-Verkleidung

Und wenn ihr selbst weder Zeit noch Geld in eine tolle Kostümierung für euch selbst stecken wollt, findet ihr vielleicht bei diesen Last-Minute-Tipps Inspiration:

Fasching: Originelle Last Minute DIY-Idee mit Lego

Ich habe einen kleinen Fundus zuhause, mit dem ich mich in Sekundenschnelle ausreichend für meine Kids verkleiden kann:

  • Schulmädchen: Zwei Zöpfe, bei Bedarf meine alte Schultasche, rosa-hellblaues Outfit, Sommersprossen und schwarzen Zahn (Zahnlücke) mit meinem ganz normalen Kajal
  • Pirat: Kariertes Hemd zur Jeans, Piratenkopftuch und mit Kajal Bartstoppeln und ein paar Narben ins Gesicht
  • Cowgirl: Kariertes Hemd zur Jeans, Cowboyhut, Bartstoppeln und evtl. eine kleine Spielzeugpistole
  • Halloweenkostüme nutzen: Snapes Umhang – schon ist man Lehrer aus Hogwarts, Hexenhut zu einem normalen schwarzen Kleid (plus ein paar Blitze mit Kajal) – das reicht als Hexe, usw.
  • Perücken: Hat man 1-2 lustige Perücken daheim ist man besonders schnell verkleidet. Eine pinke Perücke zu einem pinken Kleid und etwas Glitzer ins Gesicht – zack fertig.

Man darf es sich wirklich einfach machen. Die Kids wissen es zu schätzen, wenn man überhaupt etwas macht. Hauptsache man ist gut drauf – nur das zählt.


Natürlich kann man auch so richtig auf den Putz hauen – vorausgesetzt es macht allen Familienmitgliedern wirklich Spaß. Besonders toll sind natürlich Mottopartys. Ein großer Erfolg war z.B. unsere große Harry Potter Party – alle Infos findet ihr hier: Harry Potter Mottoparty: Deko, Spiele, Tipps

Weitere Mottoparty-Ideen, die wir teilweise an Geburtstagen hatten:


Egal ob ihr voll auf den Putz hauen oder es schlicht und einfach halten wollt: Fasching soll Spaß machen und das ist nun einmal sehr subjektiv und hängt auch von der derzeitigen Lebenssituation ab. Streicht den Wunsch nach Perfektion. Seid gut drauf, seid authentisch – eure Kinder brauchen keinen Perfektionismus, sondern Eltern, denen es gut geht – dann gefällt es auch den Kids!




Fasching ohne Perfektion


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Christine

Christine, chaotische Mama von 4 Kids berichtet hier als Co-Bloggerin vom Leben zwischen Babybrei und Vorpubertät! Der Social-Media Name "Die lauten Nachbarn" ist hier täglich Programm. Folgt uns gerne auch auf Instagram und Facebook!

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