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Geschwister: Ohne Chaos geht es nicht

Geschwister: Ohne Chaos geht es nicht

Eben noch friedlichst miteinander gespielt, im nächsten Moment ist absolute Explosionsgefahr. Schnell und unberechenbar. Laut und nervenaufreibend. Immer wieder. Wegen Kleinigkeiten.

Geschwister.

Kennt ihr das?

Ich kenne das zur Genüge. ES STEHT MIR BIS DA! (Anm. d. Red.: Mutti zeigt dahin, wo hoffentlich nie ein Doppelkinn entsteht.)

Aber es ist auch ganz normal, denn: Ohne Chaos geht es nicht.

Wenn die Kinder wieder mal aufs grauslichste aufeinander losgehen, dann sinken meine Nerven in die Knie. Sie brüllen, hauen, beflegeln sich auf unterstem Niveau. Und der Auslöser war wieder einmal eine Kleinigkeit.
STRESS FÜR MUTTI!
Dann passiert es schon mal, dass ich solche Artikel schreibe: Warum ich nie wieder mit meinen Kindern auf Urlaub fahre

Und auf Facebook krieg ich dann bei den Kommentaren zu lesen:

“Ich behaupte einmal,da hat es an entsprechender Erziehung gemangelt. Oder sind die Kids “überbehütet und überversorgt”? Dann bitte auch nicht wundern über das verhalten der Kinder.Ich finde es schon sehr lustig, wenn “Mama” mit dem 2-jährigen Plagen im Supermarkt diskutiert, was eingekauft wird und was nicht. DAS sind die echten Versager im Leben!”

Der Alltag ist gnadenlos!

Ein Mantra hab ich mir in der Zwischenzeit zugelegt, das ich mir selbst in solchen Situationen vormurmle:

Das Kind lernt Frustrationstoleranz. Das Kind lernt Frustrationstoleranz. Das Kind lernt Frustrationstoleranz.

… und Mutti auch …

Aber der erfahrene Familienvater und -berater Jan-Uwe Rogge gibt mir recht: Nein, wir müssen nicht alles perfekt machen, können auch mal Fünfe grade sein lassen. Denn: Ohne Chaos geht es nicht!

Alle Geschwisterkinder streiten

Egal wie alt, egal welche Geschlechterkonstellation. Sogar der Altersunterschied ist größtenteils unerheblich.



Ergo: Kühlen Kopf bewahren!

Chaos ist das halbe Leben, und keine Familie ist perfekt.”

Und Kinder kommen damit viel besser klar, als ihre besorgten Eltern annehmen. Und nicht vergessen:

Das Kind lernt Frustrationstoleranz. Das Kind lernt Frustrationstoleranz. Das Kind lernt Frustrationstoleranz.

Nicht reinziehen lassen

Ich lasse mich mittlerweile nicht mehr in die Streitigkeiten hineinziehen. Denn es ist schon was Wahres dran:

Zum Streiten gehören immer zwei!

Wenn der eine kommt und petzt, was der andere nicht wieder Abartiges mit ihm angestellt habe (gehaut, gezwickt, getreten …), frage ich meist zurück: “Und du? Was hast du getan?”
Da kommt dann fast immer und promt: “Nix!
Aber ich lass nicht locker: “Denk mal nach. Hast du was Gemeines gesagt? Oder vielleicht auch schon geschubst, getreten, gehaut?”
Und dann rücken sie meist mit der Wahrheit heraus – wohlweislich mit folgendem Nachsatz: “Aber nicht so fest wie er!



Tja, auch Worte können verletzen.
Handgreiflich werden ist nicht OK – aber gemeine Worte sagen auch nicht!

Und dazwischen murmle ich mir zu:

Das Kind lernt Frustrationstoleranz. Das Kind lernt Frustrationstoleranz. Das Kind lernt Frustrationstoleranz.

Buchtipp:

Das Buch ist bei weitem nicht neu (erschien 2001), aber immer noch von gnadenloser Gültigkeit: Es ist ein Plädoyer für die «Kunst des Durchwurstelns» in der Erziehung: Ohne Chaos geht es nicht: 13 Überlebenstipps für Familien
Erwartet euch keine konkreten Tipps (denn kaum eine Situation lässt sich verallgemeinern), sondern vielmehr  Haltungen, die wir beherzigen sollten.

Kinder lernen voneinander – da gehört Auseinandersetzung, das Fluchen, das Hassen eben dazu. (Jan-Uwe Rogge)”

Streiten gehört zur Entwicklung dazu. Neben oben genannter Frustrationstoleranz lernen die Kinder auch den Umgang mit Neid und sich auch mit anderen freuen zu können. Empathie, nennt man das, glaub ich.

Es geht uns allen ähnlich …

Ach, und es ist doch immer wieder beruhigend zu hören bzw. zu lesen, dass es anderen Eltern sehr, sehr ähnlich geht. Und Vati sagt:

Es gibt keine Erziehungsmethode, die kleine Brüder davon abhält, ordentlich miteinander zu streiten. Wer das Gegenteil behauptet und eine geeignete und erprobte Methode auf Lager hat, könnte VIEL Geld verdienen.

… und er möge sich bitte umgehend bei uns melden! :-)

Ich hab schon früher mal über dieses Thema gebloggt: Vielleicht sollte ich mir meine eigenen Blogbeiträge wieder mal  zu Gemüte führen – ich hab da ein paar sehr konkrete Lösungsansätze zusammengeschrieben:

Wie geht ihr mit Geschwisterstreit um?

Geschwisterstreit: Ohne Chaos geht es nicht. Tipps für gelassene Eltern beim Streit zwischen Geschwistern

Enthält Affiliate-Links

Auch dein regionaler Buchhandel bestellt das Buch gerne für dich! Denn: Wenn der letzte Laden verschwunden ist, das letzte Café geschlossen hat und alle Stadtviertel verwaist sind, werdet ihr feststellen, dass Online-Shoppen doch nicht so toll war! Buy local!

 


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Muttis Nähkästchen

Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter (aka. Rabenmutter). Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

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