Naturapotheke – das hört sich schwierig an! Muss es aber nicht sein. Gerade im Frühling und Sommer finden wir Heilkraft im eigenen Garten oder beim Spazierengehen. Nicht kompliziert, sondern ganz easy und man schwingt somit nicht immer sofort die Chemiekeule. Gut für uns und unsere Familie.
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Inhaltsverzeichnis
- Naturapotheke leicht gemacht
- Naturapotheke – Naturrezepte für Gesundheit und Wohlbefinden
- Landlust Naturapotheke: Naturrezepte für Gesundheit und Wohlbefinden – Band 2 Frühling und Sommer
- Das Gänseblümchen – unterschätzte Heilpflanze
- Die Brennnessel – kein lästiges Unkraut, sondern fester Bestandteil der Naturapotheke
- Pfefferminze – lecker und das perfekte Hausmittel
- Salbei – Naturapotheke in Reinform
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Naturapotheke leicht gemacht
Alles, was zu kompliziert – zu langwierig – zu teuer kommt, macht man meist nicht. Gerade bei uns Eltern muss es einfach, schnell und effizient sein.
Im Frühling und Sommer bietet es sich aber wirklich ganz extrem an auf Wild- und Gartenkräuter für unsere ganz persönliche Naturapotheke zurückzugreifen. Fast alles wächst nämlich einfach am Wegesrand, im eigenen Garten oder sogar am Balkon.
Wie oft gehen wir bei Brennnesseln, Gänseblümchen, Spitzwegerich oder auch unseren Küchenkräutern wie Petersilie, Pfefferminze, Salbei oder Thymian vorbei ohne sie für das zu nutzen für das sie neben gutem Geschmack noch gut sind.
Hier gibt es einige kleine Ideen, die wirklich sofort umsetzbar sind. Kein Extraaufwand, keine großartigen Zusatzausgaben und garantiert chemiefrei.
Naturapotheke – Naturrezepte für Gesundheit und Wohlbefinden
Natürlich gibt es unzählige Anwendungsmöglichkeiten von den unterschiedlichsten Kräutern und Gewächsen, die uns fast täglich irgendwo begegnen. Einige schnelle und einfache Rezepte darf ich euch hier verraten – sie stammen alle aus diesem genialen Buch, das ich euch wärmstens ans Herz legen möchte:

Landlust Naturapotheke: Naturrezepte für Gesundheit und Wohlbefinden – Band 2 Frühling und Sommer
Dieser zweite Band der der Landlust Naturapotheke ist noch genialer für Vielbeschäftigte, weil man die Zutaten wirklich alle vor der Haustüre findet und großteils einfach frisch gepflückt verwerten kann.
Stoffwechselbooster, Kräuter zum Entwässern, Kraftspender, Entspannungshelfer, Erkältungsbekämpfer, Hustenstopper und Hilfe bei Magen-Darm-Problemchen – hier findet man wirklich für jedes Wehwehchen einen natürlichen Helfer.
Gönnt euch dieses wunderschöne Buch – ihr werdet es nicht mehr missen wollen. Wirklich alltagstaugliche Naturmedizin mit wunderschönen Bildern, die Lust aufs Ausprobieren machen. Das durchdachte Inhaltsverzeichnis macht es ganz einfach die richtigen Kräuter für die unterschiedlichen Anwendungsbereiche zu finden.
Mehr Infos zu Band 1, der mich damals auch schon überzeugt hat, gibt es hier: Naturheilmittel für das Immunsystem: Mit der Naturapotheke durch die kalte Jahreszeit
Hier geht es direkt zu Band 1 – die perfekte Ergänzung und besonders nützlich im Herbst und Winter, wenn man sein Immunsystem wieder mehr stärken muss und seine Erkältungen natürlich behandeln will: Landlust Naturapotheke: Herbst und Winter
Das Gänseblümchen – unterschätzte Heilpflanze
Die süßen kleinen Blümchen, die unsere Kinder so oft pflücken, sind tatsächlich eine sehr vielseitig einsetzbare Heilpflanze. Husten, Frühjahrsmüdigkeit, Gelenkschmerzen und auch Hautprobleme – das Gänseblümchen ist ein echter Allrounder.
Gänseblümchentee – die einfachste Anwendungsmöglichkeit
2-4 TL frische (oder 1-2 TL getrocknete) Gänseblümchen mit 250ml heißem Wasser übergießen. 10 Minuten abgedeckt ziehen lassen und dann abseihen.
3 Tassen täglich trinken bei Husten, Frühjahrsmüdigkeit, zur Aktivierung des Stoffwechsels oder auch zur Appetitanregung. Man kann sich aber auch einen getränkten Umschlag machen und diesen bei Hautproblemen wie Juckreiz, Milchschorf oder Ekzemen, bei Prelllungen oder kleinen Wunden anwenden.
Einfacher geht es nicht, oder?
Die Brennnessel – kein lästiges Unkraut, sondern fester Bestandteil der Naturapotheke
Brennnesseln sind sehr vielseitig einsetzbar – also bitte nicht alles wegmähen. (Ganz abgesehen davon, dass viele Insekten Brennnesseln lieben und brauchen.) Sie regen unseren Stoffwechsel an und können sogar die Schmerzen bei Rheuma lindern.
Fast jeder hat schon einmal von Brennnesselblättertee gehört – man kann ihn nämlich natürlich auch fertig kaufen. Gerade im Frühjahr empfehlen viele Mediziner oder Apotheker eine Kur zur Blutreinigung und einfach auch zum „Durchspülen“ bei Hauterkrankungen, Rheuma, Gicht oder Nierenleiden. Man kann den Tee dafür auch ganz einfach günstig selbst zubereiten. Dafür einfach 2EL frische oder 1EL getrocknete Blätter mit 250ml heißem Wasser übergießen und 10 Minuten bedeckt ziehen lassen. Meist wird empfohlen eine Kur 3-4 Wochen durchzuführen – einfach täglich 2-3 Tassen trinken.
Wer die jungen Triebe im Frühling pflückt und trocknen lässt (in Bündeln aufgehängt oder liegend auf einem Baumwollstoff), kann daraus ein Brennnessel-Pulver zubereiten. Die getrockneten Blätter einfach mit dem Pürierstab fein pulverisieren und dann in einem Schraubglas aufbewahren. Einfach immer mal wieder in Dips, Suppen, Saucen oder Smoothies geben: Enthält essenzielle Aminosäuren, Mineralstoffe, Vitamine und Eisen – wichtig für die Entgiftung und Entschlackung!
Pfefferminze – lecker und das perfekte Hausmittel
Die Pfefferminze ist allseits beliebt, weil sie so frisch und besonders schmeckt. Das Aroma ist unverwechselbar und fast jeder liebt sie dafür. Auch als Hausmittel ist sie den meisten Menschen vertraut. Sie ist eine wichtige Heilpflanze für Magen und Darm, aber auch bei Erkältungen. (Achtung: Für jüngere Kinder verwendet man wegen des Menthols lieber krause Minze oder Wasserminze.)
Die einfachste Anwendungsmöglichkeit ist auch hier wieder der Pfefferminztee. 2 EL frische, grob zerkleinerte Blätter (oder 2TL getrocknete Blätter) mit 250ml siedendem Wasser übergießen und 10 Minuten abgedeckt ziehen lassen. Über den Tag verteilt 3 Tassen trinken bei Magen-Darm-Beschwerden wie Völlegefühl, Übelkeit oder einem leichten Infekt. Ist der Tee abgekühlt, kann man damit auch gurgeln z.B. bei Halsentzündungen. Achtung: Dieser Tee ist nicht für den täglichen Gebrauch gedacht. Trinkt ihn auch nicht vor dem Schlafengehen, in der Schwangerschaft oder bei Entzündungen der Magenschleimhaut.
Sehr praktisch ist, dass man für den Anbau von Pfefferminze nicht viel Platz braucht. Da reicht auch ein Blumentopf auf der Fensterbank oder am Balkon.
Salbei – Naturapotheke in Reinform
Salbei wächst im Garten oft wie Unkraut – behandelt ihn nur bloß nicht so. Er ist eine wahre Wunderwaffe bei Husten, Heiserkeit und auch bei starkem Schwitzen.
Schöner Spruch aus dem Buch:
„Hast du Salbei im Garten, müssen die Ärzte warten“ – das wussten die Menschen schon im Mittelalter.
Am besten kurz vor der Blütezeit ernten und trocknen lassen – dann hat man auch im Winter genug Vorrat! Frische Salbeiblätter kann man sogar einfrieren und einfach so haltbar machen.
Trinkt man täglich dreimal eine Tasse Salbeitee (2TL frische Blätter oder 1TL getrocknete Blätter je Tasse) hilft das wunderbar gegen Husten, Heiserkeit, Halsschmerzen, Entzündungen im Mund- und Rachenraum, Magen-Darm-Probleme, starkes Schwitzen und reguliert sogar den Blutzuckerspiegel (empfehlenswert vor allem bei Diabetes Typ II). Ein echter Alleskönner.
Besonders empfehlenswert: Hustenhonig
Frische Salbeiblätter klein schneiden und in ein Schraubglas geben. Mit Akazienhonig auffüllen, sodass die Pflanzenteile 2 Fingerbreit bedeckt sind, und verschließen. Lichtabgewandt 2-3 Wochen ziehen lassen, dabei täglich umrühren. Durch ein feines Teesieb abseihen und abfüllen. Dunkel gestellt etwa 1 Jahr haltbar. Also ruhig gleich nach der Ernte an den nächsten Herbst/Winter denken. 5- bis 8-mal täglich 1TL im Mund zergehen lassen bei Husten und Halsschmerzen. Zur Vorbeugung in der Erkältungssaison 1-2 TL täglich. Diesen süßen Hustensaft können auch Kinder ab 1 Jahr bedenkenlos zu sich nehmen.
Das hier war nur ein kleiner Einblick in die Vielseitigkeit und die wunderbaren Anwendungsmöglichkeiten der Wildkräuter, die uns Tag für Tag umgeben. Es lohnt sich einfach sich zumindest etwas mit der hauseigenen Naturapotheke zu beschäftigen. So kann man den Körper bei kleinen Wehwehchen ganz natürlich bei der Heilung unterstützen. So ein Ratgeber ist wirklich unerlässlich und hilft immer wieder durch den Alltag. (Übrigens: In diesem Moment trinkt mein Sohn einen Salbeiblättertee gegen seine Halsschmerzen!)
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