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“Ich hasse meine Kinder”

oder “Ich liebe meine Kinder nicht” … das waren Suchanfragen, mit der in letzter Zeit dieser Blog überraschend oft gefunden wurde. Aus diesem Anlass möchte ich euch für solche Fälle etwas ans Herz legen: 

Zugegeben: Gut, wenn die Bande abends im Bett ist – so wie jetzt gerade … oder besser gesagt: bis grad eben … grrr … ich komm gleich wieder …

Zugegeben: Kinder zu haben ist oftmals kein Zuckerschlecken. Wenn das eine Kind zwischen “selber machen” und “kann nicht” von einer Emotion in die nächste schlittert, wenn man täglich mehrere verbale wie brachiale Entgleisungen ignorieren bzw. eindämmen soll, wenn das große Kind das kleine aufstachelt (oder umgekehrt), wenn einer wieder vom anderen eine auf die Rübe kriegt, wenn ein Kind sich permanent immer und überall durch “querulantisches” Benehmen abgrenzen will – koste es was es wolle -, wenn einer will, will, will, kreisch, heul, brüll … wenn … wenn … argh!

… dann … dann, ja, dann gehen gerne mal die Nerven flöten. Kenn ich gut. Kennen wir wahrscheinlich alle. Und mit den Nerven verkrümelt sich dann auch die empfundene Liebe.

In solchen Situationen kann ich nur empfehlen:

  • Atmen, Auszeiten und Vitamin B sowie
  • Lektüre dieses Buches: vier minus drei. Das bringt einen ganz rasch (und tränenreich) zurück auf den Boden der Tatsachen. Und dort erkennen wir, wie unbeschreiblich gut es uns doch geht. Probiert es aus!

Du hast das Gefühl, diese Tipps greifen zu kurz? Dann möchte ich dir allerwärmstens folgendes ans Herz legen:

  • Hol dir Hilfe! Wirklich tun! Ich weiß, die Überwindung ist groß. Aber es hilft wirklich. Wirklich!

P.S.: Irgendwo hab ich unlängst gelesen, dass es der Fluch unserer Zeit ist, die Wahl zu haben – dass wir uns ganz verkopft und ganz bewusst für Kinder entscheiden. Und dann kann man so eine Entscheidung eben auch bereuen. Früher hatte man keine Wahl, da war es eben einfach so wie es war. Ich mein, ich kenne “das Früher” jetzt nicht persönlich, aber ich finde: Da könnte durchaus was dran sein …

Foto: george Crux

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Muttis Nähkästchen

Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter (aka. Rabenmutter). Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Ach ja, ich vergaß die Steigerungsstufe schlechthin: Das vor Wut und Frustration rasende Kind weckt sein Geschwisterchen durch sein Gebrüll viel zu früh auf. Und dann gibt’s heulendes Elend im Doppelpack. Und der Vater ist auf Dienstreise.

  2. Und noch eine Steigerung: Beide Geschwisterchen und die Mama haben Brechdurchfall und Kotzen mitten in der Nacht alles incl. Betten und Schlafsäcken voll und der Vater muß Schicht arbeiten und ist wütend, dass er aufgeweckt wird.

    Nein, ich habe sie nicht gehasst, nur wütend war ich, aber egal. Meine Mutter hat mich gehasst. Warum? Ich weiß nicht, ich kann es nur vermuten.
    1. Meine Geburt war für sie traumatisch
    2. Ich war zu früh gekommen und bin ihr gleich weggenommen worden und in ein Wärmebett gekommen. Sie hat mich erst nach 14 Tagen aus dem Krankenhaus geholt.
    Gar kein Wunder, dass sie keine Bindung zu mir herstellen konnte.
    3. Sie hat mich natürlich auch nicht gestillt, denn erst mal war das damals “out”, und dann war es auch nach 14 Tagen nicht mehr möglich.

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