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Mit dem Auto an die Adria: Kindertaugliche Zwischenstopps entlang der Autobahn

Bildquelle: Depositphotos

Mit dem Auto an die Adria: Kindertaugliche Zwischenstopps entlang der Autobahn

Stundenlang stillsitzen, Stau und die immer dringlichere Frage „Wann sind wir endlich da?“: Die Fahrt von Deutschland an die italienische Adriaküste kann für Familien zur Geduldsprobe werden. Mit den richtigen Zwischenstopps wird jedoch bereits die Anreise zum Urlaubserlebnis. Manche Pausen kosten kaum mehr als 20 Minuten, andere sind so schön, dass sich sogar eine Übernachtung lohnt.


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Die Strecke von Deutschland über Salzburg und Villach nach Italien bis zur nördlichen Adriaküste führt über die deutsche A8, die österreichische A10 und anschließend über die italienische A23 und A4 oder über regionale Straßen weiter nach Grado, Lignano Sabbiadoro, Bibione, Caorle oder Jesolo.

Auf der Karte sieht die Route überschaubar aus. In der Realität kommen Baustellen, dichter Reiseverkehr, Mautstellen, Tunnel und die Bedürfnisse der Kinder dazu. Deshalb lohnt es sich, Pausen nicht erst dann einzulegen, wenn die Stimmung bereits kippt. Plant lieber mehrere mögliche Stopps und entscheidet unterwegs, welcher gerade am besten passt.

Inhaltsverzeichnis


Mit dem Auto an die Adria: Kindertaugliche Zwischenstopps entlang der Autobahn


Zwischenstopp oder Mini-Ausflug: Wie viel Pause braucht eure Familie?

Nicht jede Familie reist gleich. Manche Kinder schlafen mehrere Stunden im Auto, andere brauchen spätestens nach 90 Minuten Bewegung. Auch das Alter spielt eine Rolle. Für Kleinkinder genügt häufig ein Spielplatz direkt an der Raststätte. Schulkinder lassen sich eher mit einer Burg, einem Wasserfall oder der Aussicht auf ein italienisches Eis motivieren.

Für die Planung haben sich drei Arten von Stopps bewährt:

  • Eine kurze Bewegungspause dauert etwa 15 bis 30 Minuten. Dafür eignen sich Raststätten mit Spielplatz, ein kleiner Park oder ein kurzer Spazierweg nahe der Autobahn.
  • Bei einer Genusspause von 45 bis 90 Minuten könnt ihr am See picknicken, durch einen Ort spazieren oder einen einfachen Naturweg erkunden.
  • Ein richtiger Zwischenstopp von mehreren Stunden oder über Nacht nimmt den Druck aus der gesamten Reise. Salzburg, Werfen, der Katschberg oder der Millstätter See teilen die Strecke in familienfreundliche Etappen.

Die folgenden Ziele sind von Norden nach Süden geordnet. Ihr könnt euch also bereits vor der Abfahrt passende Favoriten markieren und unterwegs flexibel bleiben.


Good to know: Maut, Vignette, Tunnel, Tanken

Maut in Österreich

Für die österreichischen Autobahnen benötigt ihr grundsätzlich eine gültige Vignette (mittlerweile nur mehr digital). Die 1-Tages-Vignette und 10-Tages-Vignette könnt ihr mit sofortiger Gültigkeit kaufen. Die 2-Monats-Vignette und Jahres-Vignette sind beim Kauf als Konsument:in erst ab dem 18. Tag gültig.

Zusätzlich fällt für den Abschnitt mit Tauern- und Katschbergtunnel eine Streckenmaut an. Dieser Sondermautabschnitt wird separat abgerechnet.
Tipp für die Streckenmaut Tauern- und Katschbergtunnel: Wenn ihr euch vorab für die Digitale Streckenmaut FLEX registriert, dann zahlt ihr immer den günstigsten Preis und habt keine Wartezeiten an der Mautstelle, weil ihr ohne Anhalten an der grün markierten Spur durchfahren könnt.

Maut in Italien

In Italien bezahlt ihr die Autobahnmaut in der Regel streckenabhängig. Haltet eine funktionierende Zahlungskarte bereit und ordnet euch nicht versehentlich in eine ausschließlich für Telepass vorgesehene Spur ein. Bei der Auffahrt zieht ihr an der Station ein Ticket, auf dem der Einstiegsort gespeichert ist. Bei der Ausfahrt gebt ihr dieses Ticket ab und bezahlt die Strecke zwischen Ein- und Ausfahrt. Die Höhe hängt nicht nur von den Kilometern ab. Berücksichtigt werden auch die Fahrzeugklasse, die jeweilige Autobahn, der betreibende Konzessionär und die Art der Strecke. Bergstrecken mit vielen Tunneln und Viadukten können pro Kilometer teurer sein als flache Abschnitte.

Tanken auf dem Weg nach Italien: Wo ist es am günstigsten?

Grundsätzlich ist das Tanken an Autobahnraststätten in allen drei Ländern teuerer als abseits der Autobahn. Im Länder-Vergleich punktet eindeutig Österreich mit den Spritpreisen. Für mehr Transparenz hilft der offizielle Spritpreisrechner mit dem Echtzeit-Preisvergleich in Österreich.

Die beste Strategie für die Fahrt lautet: Startet mit ausreichend Kraftstoff, meidet deutsche und österreichische Autobahnraststätten für eine vollständige Tankfüllung und füllt den Tank spätestens im Raum Spittal oder Villach an einer Station abseits der Autobahn. Fahrt aber nicht mit fast leerem Tank auf der Suche nach einer minimalen Ersparnis durch die Alpen. Staus vor den Tunneln können länger dauern als erwartet, und nicht jede Ausfahrt ist während der sommerlichen A10-Abfahrtssperren für eine reine Tank- oder Umfahrungsfahrt problemlos nutzbar.


Die besten Zwischenstopps an der A8 zwischen München und Salzburg

Irschenberg: Erste Alpenblicke statt erster Reisekrise

Der Irschenberg liegt nur etwa 50 Kilometer südöstlich von München. Wer schon vor München lange unterwegs war oder im morgendlichen Berufsverkehr feststeckte, bekommt hier eine unkomplizierte erste Pause. Rund um die Autobahnausfahrt findet ihr gastronomische Angebote, Tankmöglichkeiten und Aussichtspunkte auf das Alpenvorland. Bereits wenige Minuten an der frischen Luft helfen, damit sich die Kinder anschließend wieder besser auf die Fahrt einlassen.
Der Irschenberg eignet sich vor allem für ein Frühstück, einen Toilettenstopp oder einen Fahrerwechsel. Als längerer Ausflug ist er weniger interessant als der nahe Chiemsee.


Samerberg Süd: Schnelle Pause direkt an der Autobahn

Die Rastanlage Samerberg Süd liegt an der A8 in Fahrtrichtung Salzburg. Sie eignet sich für Familien, die ohne Umweg anhalten möchten und vor allem Toiletten, Verpflegung und eine sichere Gelegenheit zum Beinevertreten suchen. Ein solcher Halt ist praktisch, wenn die Kinder gerade erst aufgewacht sind oder nur kurz aus dem Sitz möchten. Für eine ausgedehnte Bewegungspause bietet der Chiemsee allerdings deutlich mehr Platz.


Chiemseepark Feldwies: Spielen, laufen und Wasser schauen

Einer der schönsten familienfreundlichen Stopps zwischen München und Salzburg liegt bei der Ausfahrt Übersee. Von der Autobahn sind es nur wenige Minuten bis zum Chiemseepark Feldwies. Direkt am See befindet sich ein frei zugänglicher Spielplatz für Kinder bis etwa zwölf Jahre. Zur Ausstattung gehören unter anderem Rutsche, Schaukeln, Kletterelemente, Balanciermöglichkeiten und eine Babyschaukel. Schatten, Toiletten und gastronomische Angebote in der Umgebung machen den Platz auch für eine etwas längere Pause geeignet. Während die Kinder klettern, könnt ihr den Blick über den Chiemsee genießen. Anschließend reicht oft schon ein kurzer Spaziergang an der Promenade, um die nächste Fahretappe wesentlich entspannter zu beginnen.

Zeitbedarf: mindestens 30 Minuten, besser 60 bis 90 Minuten
Umweg: wenige Kilometer ab der A8
Gut geeignet für: Kleinkinder, Schulkinder, Picknickpausen und heiße Reisetage


Raststätte Hochfelln Süd: Praktisch bei schlechtem Wetter

Wenn es regnet oder ihr keine Zeit für einen Abstecher zum See habt, bietet sich die Raststätte Hochfelln Süd an. Sie liegt in Fahrtrichtung Salzburg und verfügt laut Standortangaben unter anderem über einen Wickelraum, kindgerechte Toiletten und eine Spielecke. Eine Spielecke ersetzt zwar keinen ausgedehnten Lauf im Freien, kann aber bei Dauerregen sehr hilfreich sein. Besonders mit Babys und Kleinkindern sind ein sauberer Wickelbereich und passende Sanitäranlagen oft wichtiger als ein spektakuläres Ausflugsziel.


Traunstein: Stadtplatz, Eis und kurze Wege

Falls ihr lieber abseits der Raststätte pausiert, könnt ihr bei Traunstein abfahren. Die historische Innenstadt liegt nicht direkt an der Autobahn, ist aber noch nah genug für einen längeren Mittagsstopp. Ein kleiner Rundgang über den Stadtplatz, ein Eis und etwas Bewegung reichen häufig aus. Rechnet allerdings mit Parkplatzsuche und innerstädtischem Verkehr. Für eine Pause unter 45 Minuten ist der Abstecher daher weniger sinnvoll als Übersee oder eine Rastanlage.


Salzburg als Zwischenstopp

Salzburg liegt ungefähr auf halber Strecke zwischen München und dem Katschberg und bietet sich sowohl für einige Stunden als auch für eine Übernachtung an. Mit Festung, Altstadt, Gärten, Spielplätzen und gutem öffentlichem Verkehr könnt ihr hier leicht einen ganzen Tag verbringen.
Ausführliche Ideen jenseits der üblichen Touristenpfade findet ihr im Beitrag Salzburg mit Kindern: Insidertipps von Einheimischen.

Achtung! Durchfahrtssperre in der Salzburger Innenstadt

Vom 1. Juli bis 31. August 2026 gilt in Salzburg eine neue Sommerregelung. Sie soll unnötigen Durchzugsverkehr im stark belasteten Zentrum reduzieren. Tagesgäste können in dieser Zeit nicht einfach mit dem Auto durch den Innenstadtbereich rund um die Altstadt fahren. Betroffen sind unter anderem zentrale Zufahrten über das Neutor, den Müllner Hügel sowie Bereiche an der Imbergstraße und Schwarzstraße.
Plant Salzburg daher nicht als spontane Durchfahrt zum schnellen Fotografieren ein. Nutzt stattdessen einen Park-and-Ride-Platz und fahrt mit dem öffentlichen Verkehr ins Zentrum. Dadurch umgeht ihr die Parkplatzsuche und geratet nicht versehentlich in einen gesperrten Bereich. Ein Besuch bleibt selbstverständlich möglich. Die neue Regelung richtet sich vor allem gegen das Durchqueren der Innenstadt mit dem Auto, nicht gegen Familien, die Salzburg tatsächlich als Reiseziel besuchen.

Zeitbedarf: mindestens drei Stunden, besser ein halber oder ganzer Tag
Besonders sinnvoll: als Übernachtungsstopp
2026 beachten: Auto außerhalb des Zentrums abstellen


Familienpausen an der A10 zwischen Salzburg und dem Tauerntunnel

Südlich von Salzburg beginnt der landschaftlich besonders eindrucksvolle, verkehrstechnisch aber oft anspruchsvolle Abschnitt. Die A10 führt durch das Salzachtal, über zahlreiche Brücken und durch mehrere Tunnel bis zum Alpenhauptkamm. Gerade an starken Reisetagen solltet ihr nicht warten, bis ihr unmittelbar vor dem Tauerntunnel im Stau steht. Legt die längere Pause lieber vorher ein.

Achtung! Abfahrtssperren!

Achtet im Sommer unbedingt auf die geltenden Abfahrtssperren für den Transitverkehr – meist von Anfang Juli bis Mitte September. Betroffen sind zahlreiche Anschlussstellen zwischen Puch-Urstein und Zederhaus, darunter Hallein, Kuchl, Golling-Abtenau, Werfen, Pfarrwerfen-Werfen, Knoten Pongau, Eben, Altenmarkt, Flachau, Flachauwinkel und Zederhaus.

Die Sperren sollen verhindern, dass der Reiseverkehr bei Stau von der Autobahn abfährt und durch Gemeinden ausweicht. Denn in den Gemeinden entlang der Autobahn geht sonst auch für die Einheimischen oft stundenlang gar nichts mehr – und nicht mal die Rettung kommt durch!

Ziel- und Quellverkehr in Österreich ist ausgenommen. Ihr dürft also grundsätzlich zu einer Unterkunft, einem gebuchten Ausflugsziel oder einem tatsächlichen Aufenthaltsort in Österreich fahren. Eine Abfahrt mit dem alleinigen Zweck, den Stau zu umfahren und weiter südlich wieder auf die A10 aufzufahren, ist dagegen nicht erlaubt.

Für eure Pausenplanung bedeutet das: Wählt an Tagen mit aktiven Sperren bevorzugt Rastanlagen direkt an der A10. Möchtet ihr Salzburg, Hohenwerfen, eine Klamm oder ein anderes österreichisches Ziel besuchen, speichert die Adresse und habt gegebenenfalls die Reservierung griffbereit. Folgt außerdem immer der Beschilderung und nicht blind einer vorgeschlagenen Navi-Umfahrung.


Mit Kinderspielplatz: Raststation Golling West

Laut Rastanlagensuche der ASFINAG gibt’s dort auch einen Spielplatz.


Golling: Wasserfall und Natur mit überschaubarem Umweg

Golling liegt direkt an der A10. Schon ein kurzer Aufenthalt im Ort eignet sich für eine Mittagspause oder einen Spaziergang. Für einen richtigen Naturstopp bietet sich der Gollinger Wasserfall an, der rund 75 Meter über zwei Fallstufen hinabstürzt. Vom Parkplatz führt ein Weg zum Wasserfall. Der Ausflug ist allerdings kein zehnminütiger Toilettenstopp. Mit Kindern, Fotopausen und Rückweg solltet ihr ausreichend Zeit einplanen. Nach starkem Regen können Wege rutschig sein, während ein Kinderwagen je nach Modell und Wegzustand nicht für alle Abschnitte ideal ist.

Details zu diesem und mehr spektakuläre Naturziele entlang und nahe der Strecke findet ihr in unserem Beitrag Klammen und Wasserfälle: Spektakuläre Ausflüge mit Kind in Salzburg.

Solche Ausflüge eignen sich besonders, wenn ihr die Anreise bewusst als ersten Urlaubstag gestaltet oder in der Region übernachtet. Als spontane Stauumfahrung solltet ihr sie 2026 dagegen nicht betrachten.


Salzachöfen am Pass Lueg: Kurzer Blick in eine wilde Schlucht

Zwischen Golling und Werfen zwängt sich die Salzach durch eine enge Schlucht. Die Salzachöfen am Pass Lueg vermitteln einen eindrucksvollen Blick auf die Kraft des Wassers und die umgebenden Felswände.
Dieser Stopp braucht etwas mehr Vorbereitung als eine Raststätte. Prüft vorab Zugänglichkeit, Öffnungszeiten und Wetterlage. Bei Nässe können Stufen und Wege anspruchsvoller sein. Für Familien mit trittsicheren Schulkindern ist der Ort spannender als für einen schnellen Halt mit Baby und Kinderwagen.

Details zu diesem und mehr spektakuläre Naturziele entlang und nahe der Strecke findet ihr in unserem Beitrag Klammen und Wasserfälle: Spektakuläre Ausflüge mit Kind in Salzburg.


Werfen: Burgabenteuer statt Autobahnfrust

Schon von der A10 ist sie kaum zu übersehen: Die Erlebnisburg Hohenwerfen thront hoch über dem Salzachtal. Von der Autobahn erreicht ihr Werfen schnell, doch für die Burg solltet ihr mindestens mehrere Stunden reservieren. Oben warten mächtige Mauern, Ausstellungen, Türme und der historische Landesfalkenhof. Die Burg zählt zu den beliebtesten Familienattraktionen im Salzburger Land. Welche Gänsehautmomente, Greifvögel und mittelalterlichen Erlebnisse euch dort erwarten, lest ihr im ausführlichen Erfahrungsbericht Gänsehaut und Gänsegeier: Mittelalter pur auf der Burg Hohenwerfen.

Die Burg ist ideal, wenn ihr früh in München startet, Werfen als Hauptpause nutzt und erst am späten Nachmittag weiterfahrt. Alternativ könnt ihr in der Region übernachten. Für eine nur halbstündige Pause lohnt der Eintritt dagegen nicht.

Zeitbedarf: etwa drei bis fünf Stunden
Gut geeignet für: Kindergartenkinder, Schulkinder und Mittelalterfans
Nicht ideal für: eine schnelle Rast oder knappe Anreisetage

Tipp: In Werfen könnt ihr auf der anderen Seite der Autobahn außerdem die Eisriesenwelt Werfen, die größte Eishöhle der Welt, besuchen. Geöffnet äglich von 8:30 – 15:00 Uhr. Online-Ticket mit zeitlicher Reservierung erforderlich.

Mit dem Auto an die Adria: Kindertaugliche Zwischenstopps entlang der Autobahn

Pfarrwerfen: Spazieren und picknicken ohne großes Programm

Werfen und Pfarrwerfen bieten auch ohne Burgbesuch eine gute Möglichkeit, das Auto für eine Weile stehen zu lassen. Ein kurzer Spaziergang an der Salzach oder eine Jause mit Bergblick kann genau richtig sein, wenn die Familie Bewegung braucht, aber keine weitere Attraktion mehr aufnehmen möchte. Beachtet jedoch bitte eventuell gültige Abfahrtssperren für den Transitverkehr!


Eben im Pongau: Raststation statt riskanter Stauumfahrung

Die Raststationen Eben Nord und Eben Süd liegen direkt an der A10. In Fahrtrichtung Italien ist Eben Süd die naheliegende Anlage. Dort könnt ihr essen, tanken und eine reguläre Pause einlegen, ohne das regionale Straßennetz zu belasten. Die Landzeit-Standorte befinden sich unmittelbar an der Tauernautobahn. Eben eignet sich gut als strategischer Halt vor Flachau und dem Tauerntunnel. Prüft noch einmal den Tankstand, besucht die Toilette und gebt den Kindern Zeit zum Bewegen. Bei starkem Reiseverkehr kann es bis zur nächsten entspannten Gelegenheit deutlich länger dauern als vom Navi zunächst berechnet.


Tauernalm bei Flachau: Letzte große Pause vor dem Tauerntunnel

Die Raststation Tauernalm liegt bei Flachauwinkl direkt an der A10. Sie bietet Restaurant, Hotel und Versorgungsmöglichkeiten in unmittelbarer Autobahnnähe. Ein kleiner Spielplatz wird ebenfalls als Teil der Anlage geführt. Durch ihre Lage kurz vor der Tunnelstrecke eignet sich die Tauernalm besonders für Familien. Hier könnt ihr noch einmal essen, wickeln und euch bewegen, bevor der Abschnitt durch den Tauerntunnel und weiter in den Lungau beginnt.

Bei vorhergesagtem starkem Reiseverkehr solltet ihr diese Pause lieber etwas zu früh als zu spät einlegen. Ein Kind, das gerade erst gegessen hat und sich austoben konnte, erträgt langsamen Verkehr meist besser als eines, das seit Stunden auf die nächste Raststätte wartet.


Zwischen Tauerntunnel und Kärnten: Pause im Lungau

Der höchstgelegene Punkt der Tauernautobahn A10 ist der südliche Eingang des Tauerntunnels. Er befindet sich auf einer Höhe von 1.340 m.


Zederhaus: Bergluft und Bewegung nach dem Tunnel

Nach der Durchfahrt durch den Tauerntunnel erreicht ihr den Salzburger Lungau. Zederhaus ist die erste Möglichkeit, wieder länger im Freien durchzuatmen. Der Ort eignet sich für einen Spaziergang, eine Jause oder einen Besuch des Naturparks Riedingtal, sofern ihr mehrere Stunden Zeit habt. Als kurzer Zwischenstopp genügt häufig schon eine Runde im Tal, bevor es Richtung Katschbergtunnel weitergeht.
Achtung: Auch hier greifen im Sommer die Abfahrtssperren, wenn ihr lediglich den Autobahnstau umfahren möchtet. Zederhaus muss also ein tatsächliches Ziel eurer Pause sein.


Mit Spielplatz: Raststation Lanschütz

Eine Raststation, bei der wir auf der Rückreise selbst gerne einen kleinen Zwischenstopp mit Kaffee und Klopause einlegen, ist Autogrill Lanschütz. Leider ist er nur Richtung Salzburg erreichbar. Laut Rastanlagensuche der ASFINAG gibt’s dort auch einen Spielplatz.


St. Michael im Lungau: Essen, einkaufen und Beine vertreten

St. Michael – bei den Einheimischen im lungauer Dialekt „Michee“ genannt – liegt zwischen Tauern- und Katschbergtunnel. Der Ort bietet sich an, wenn ihr eine richtige Mahlzeit braucht oder noch Proviant besorgen möchtet. Mit Kindern ist eine Pause zwischen den beiden langen Tunnelabschnitten oft besonders sinnvoll. Selbst wenn niemand ausdrücklich danach verlangt, helfen frische Luft und Bewegung gegen Müdigkeit und Unruhe.


Katschberg: Hier darf die Anreise auch enden

Der Katschberg liegt direkt an der Grenze zwischen Salzburg und Kärnten und eignet sich hervorragend für eine Zwischenübernachtung. Statt die gesamte Strecke bis zur Adria an einem Tag durchzufahren, könnt ihr am Nachmittag einchecken, die Kinder draußen spielen lassen und am nächsten Morgen erholt weiterreisen.

Gerade Familien mit kleinen Kindern profitieren von dieser Aufteilung. Die erste Etappe bis zum Katschberg bleibt überschaubar. Am zweiten Tag sind es je nach Ziel an der Adria meist nur noch wenige Stunden. Wie angenehm eine solche Unterbrechung sein kann, zeigt unser Erfahrungsbericht mit jeder Menge Things to do über Chalet-Familienurlaub am Katschberg mit Abstand und Komfort.

Der Katschberg ist kein kurzer Rastplatz, sondern ein bewusstes Zwischenziel. Dafür beginnt der Urlaub bereits in den Bergen und nicht erst am Strand.

Achtung! Die Katschbergbundesstraße B99 ist vor und nach dem Ort Katschberg sehr steil! Für Wohnwagen-Gespanne und ggf. Wohnmobile nur bedingt geeignet! Und der Ort Katschberg liegt sehr hoch! Wir wurden hier schon mal zu Pfingsten (!) mit einer rutschigen Schneefahrbahn überrascht!


Familienfreundliche Stopps an der A10 zwischen Katschbergtunnel und Villach

Da ist für alle was dabei: Raststation Rosehill Foodpark Eisentratten

Der Rosehill Foodpark Eisentratten ist ein unkomplizierter Zwischenstopp für Familien. Die moderne Raststation liegt direkt an der A10 und bietet durch das Multimarken-Konzept eine große Auswahl an Speisen, sodass meist alle Familienmitglieder etwas Passendes finden. Dort findet ihr Burger King, Nordsee und weitere Marken kompakt in einer Raststation.


Gmünd in Kärnten: Kleine Altstadt mit großer Wirkung

Nach dem Katschbergtunnel führt die A10 durch das Liesertal. Gmünd liegt nur wenige Minuten von der Autobahn entfernt und besitzt eine kompakte historische Altstadt. Für Familien ist der Ort angenehm, weil ihr keinen großen Besichtigungsplan braucht. Parkt, spaziert durch die Gassen, holt euch ein Eis und lasst die Kinder auf einem geeigneten Platz etwas laufen. Nach 45 bis 90 Minuten könnt ihr weiterfahren, ohne dass die Pause selbst anstrengend wird.

Wer sich für Autos interessiert, kann den Aufenthalt rund um das Porsche-Automuseum verlängern. Außerdem gibt es in Gmünd das Pankratium: Museum des Staunens. Und wenn ihr noch etwas weiterfahren, dann kann ich den Eselpark im Maltatal empfehlen. (Ja, Malta liegt auch in Kärnten!) Noch etwas weiter ins Maltatal rein warten weitere Highlights: der Fallbachfall, Österreichs höchster frei fallender Wasserfall und ganz am Ende die Kölnbreinsperre mit dem massiven Stausee. Dort wird enorm viel Strom für ganz Österreich produziert.


Millstätter See: Füße ins Wasser, Kopf wieder frei

Beim Knoten Spittal/Millstätter See könnt ihr von der A10 abfahren und in Richtung See weiterfahren. Der Millstätter See gehört zu den größten und tiefsten Seen Kärntens. Die Region bietet Strandbäder, Spazierwege und zahlreiche familiengeeignete Freizeitmöglichkeiten. Für einen kurzen Stopp solltet ihr einen Uferzugang wählen, der von der Autobahnseite gut erreichbar ist. Im Hochsommer können Parkplätze und Strandbäder stark ausgelastet sein. Plant deshalb nicht zu knapp.

Eine Stunde am Wasser wirkt besonders nach dem langen Tunnelabschnitt wie ein kleiner Urlaub im Urlaub. Zum Beispiel eignet sich der frei zugängliche Klingerpark in Seeboden: schöner Schattiger Park mit Sitzgelegenheiten, Spielplatz und Kneippbecken. Auch Hunde sind erlaubt


Mit Kinderspielplatz: Raststation Feistritz an der Drau

Laut Rastanlagensuche der ASFINAG gibt’s dort auch einen Spielplatz.


Villach und Drau: Letzte große Österreich-Pause

Villach markiert das Ende der A10. Von hier geht es über die A2 und anschließend Richtung Italien weiter. Wer noch eine längere Pause braucht, findet in und rund um Villach zahlreiche Möglichkeiten. Ein Spaziergang an der Drau bringt Bewegung, ohne dass ihr ein Eintrittsticket oder festes Zeitfenster benötigt. Für einen großen Ausflug bieten sich der Affenberg Landskron oder andere Familienziele der Region an. Der Affenberg liegt bei der Burg Landskron und ermöglicht die Beobachtung von Japanmakaken in einem weitläufigen Gehege. Dafür solltet ihr mehrere Stunden einplanen. An Villach grenzt außerdem der Ossiacher See. Einen sehr leichten Zwischenstopp mit guter Parksituation könnt ihr zum Beispiel im Seepark Annenheim machen. In Ossiach gibt’s auch eine Sommerrodelbahn.


Willkommen in Italien: Stopps an der A23 Richtung Udine

Sobald ihr die Grenze bei Arnoldstein und Tarvisio passiert habt, verändert sich die Landschaft. Die A23 führt durch das Kanaltal, vorbei an steilen Bergen und über eindrucksvolle Brücken Richtung Udine. Auch wenn das Meer schon näher rückt, lohnt sich eine Pause. Der italienische Abschnitt kann durch Hitze und dichten Verkehr noch einmal anstrengend werden.

Achtung: Eine Pause außerhalb der Autobahn ist in Italien problemlos möglich. Sie beendet jedoch den jeweiligen mautpflichtigen Fahrtabschnitt. Beim erneuten Auffahren beginnt eine neue Abrechnung. In der Regel wird die Reise dadurch nicht wesentlich teurer, kleine Preisunterschiede durch getrennte Rundungen sind aber möglich.

Von Österreich kommend ist der Abschnitt der A23 vom Staatsgrenzübergang bis zur Anschlussstelle Ugovizza-Malborghetto noch mautfrei. Für einen Zwischenstopp in Tarvisio oder Malborghetto fahrt ihr dort von der Autobahn ab, ohne zuvor ein Mautticket gezogen oder italienische Streckenmaut bezahlt zu haben.


Tarvisio: Erste italienische Pause mit Espresso und Bergblick

Tarvisio liegt kurz hinter der Grenze. Der Ort eignet sich hervorragend, wenn ihr Italien nicht nur an der Tankstellenanzeige bemerken möchtet. Ihr könnt durch den Ortskern spazieren, einen Espresso trinken oder das erste italienische Eis der Reise kaufen. Der Abstecher bleibt überschaubar und vermittelt trotzdem sofort Urlaubsgefühl.

Wer mehr Zeit hat, fährt zu den Weißenfelser Seen, den Laghi di Fusine. Die Bergseen liegen südlich von Tarvisio in spektakulärer Alpenkulisse. Dieser Ausflug dauert jedoch deutlich länger und sollte nicht als spontane 20-Minuten-Pause geplant werden.


Malborghetto: Ein kleines Dorf für eine ruhige Pause

Malborghetto liegt im Kanaltal nahe der A23 und gehört zu jenen Stopps, die kaum jemand bei der Reiseplanung auf dem Radar hat. Gerade das macht den Ort angenehm. Ein kurzer Spaziergang durch das Dorf, eine Pause auf einer Bank und etwas Bewegung reichen aus. Große Attraktionen braucht es nicht immer. Nach Stunden auf Autobahnen kann ein stiller Ort deutlich erholsamer sein als eine überfüllte Raststätte.


Resiutta: Flusslandschaft statt Asphalt

Bei Resiutta öffnet sich das Tal. Die Umgebung gehört zum Naturraum der Julischen Voralpen und eignet sich für eine Naturpause. Je nach gewähltem Platz könnt ihr nahe des Flusses spazieren oder einen Teil des Alpe-Adria-Radwegs erkunden. Bleibt bei kurzen Pausen auf einfachen, gut zugänglichen Wegen. Die Berge und Schluchten der Region laden zwar zum Erkunden ein, doch anspruchsvollere Touren brauchen Vorbereitung und passende Ausrüstung.


Venzone: Mittelalterliche Mauern und italienisches Eis

Venzone ist einer der lohnendsten Zwischenstopps auf dem italienischen Streckenabschnitt. Der mittelalterlich geprägte Ort liegt nahe der A23 und wird vollständig von einer historischen Stadtmauer umgeben. Ein Rundgang durch die kompakte Altstadt dauert nicht lange. Kinder können sich bewegen, während Erwachsene die Gebäude und Bergkulisse genießen. Anschließend gibt es ein Eis oder eine kleine Jause.


Gemona del Friuli: Viel Platz für eine längere Pause

Einige Kilometer südlich von Venzone liegt Gemona del Friuli. Der historische Ort wurde nach dem schweren Erdbeben von 1976 wiederaufgebaut und gilt als Symbol des Wiederaufbaus der Region. Gemona eignet sich als Alternative, wenn Venzone voll ist oder ihr etwas länger pausieren möchtet. Ein Spaziergang durch den Ort lässt sich mit Essen und einem Spielplatzbesuch verbinden. Die genaue Auswahl solltet ihr vorab über eine Karten-App treffen, damit ihr nicht unnötig durch enge Straßen sucht.


Von Udine bis zur Adriaküste

Südlich von Udine teilt sich die Route je nach Ferienort. Für Grado fahrt ihr Richtung Palmanova und Aquileia. Nach Lignano oder Bibione geht es über die A4 beziehungsweise die regionalen Zufahrtsstraßen. Caorle und Jesolo liegen noch weiter westlich.

Gerade auf den letzten Kilometern steigt die Ungeduld. Dabei können dichter Verkehr, Kreisverkehre und stockende Zufahrtsstraßen die Ankunft verzögern. Eine letzte geplante Pause ist deshalb oft klüger, als erschöpft bis zum Hotelparkplatz durchzuhalten.


Palmanova: Sternförmige Festungsstadt zum Beinevertreten

Palmanova wurde als Festungsstadt in Form eines neunzackigen Sterns angelegt und gehört zum UNESCO-Welterbe. Der große zentrale Platz bietet viel Raum und vermittelt sofort italienische Atmosphäre.
Vom Autobahnknoten ist die Stadt schnell erreichbar. Trotzdem solltet ihr genügend Zeit für Einfahrt und Parkplatzsuche einkalkulieren. Für Familien eignet sich Palmanova besonders als Essenspause vor der letzten Etappe. Der Ort liegt außerdem an der Alpe-Adria-Route und wird gemeinsam mit Aquileia als kulturhistorisch bedeutendes Ziel der Region genannt.


Aquileia: Römerpause auf dem Weg nach Grado

Wenn euer Ziel Grado ist, liegt Aquileia beinahe direkt auf der Strecke. Die bedeutende römische Ausgrabungsstätte und die Basilika machen den Ort zu einem echten Zwischenziel. Für einen vollständigen Besuch solltet ihr mehrere Stunden rechnen. Ein kurzer Blick auf ausgewählte Außenbereiche und eine Pause im Ort lassen sich jedoch auch in etwa einer Stunde unterbringen. Mit geschichtsinteressierten Schulkindern kann Aquileia einen spannenden Kontrast zur langen Autofahrt bieten. Kleinkinder interessieren sich möglicherweise stärker für freie Bewegungsflächen und die nächste Gelateria.


Welche Stopps passen zu welchem Reiseplan?

Für eine möglichst schnelle Fahrt mit wenigen Umwegen bieten sich Hochfelln Süd, Eben Süd, die Tauernalm und eine italienische Autobahnraststätte an. So bleibt ihr auf der Hauptroute und könnt trotzdem regelmäßig pausieren.

Möchtet ihr die Fahrt durch zwei schöne Naturstopps auflockern, kombiniert den Chiemseepark Feldwies mit dem Millstätter See. An heißen Tagen solltet ihr Wechselkleidung griffbereit halten.

Für eine Anreise, die bereits als Urlaubstag zählt, passen Hohenwerfen und Venzone besonders gut zusammen. Beide Orte bieten Geschichte, Bewegung und eine klare Abwechslung zur Autobahn.

Reist ihr mit Baby oder sehr kleinen Kindern, empfiehlt sich eine Zwischenübernachtung in Salzburg, am Katschberg oder bei Villach. Dadurch lassen sich Essens- und Schlafenszeiten leichter berücksichtigen.


So werden die Pausen wirklich erholsam

Packt eine kleine Pausentasche, die nicht unter dem gesamten Urlaubsgepäck verschwindet. Hinein gehören Wasser, Snacks, Feuchttücher, Sonnenschutz, Wechselkleidung und je nach Alter Ball, Straßenkreide oder ein kleines Bewegungsspiel.

Beim Halt sollten Kinder nicht nur essen und anschließend wieder einsteigen. Gebt ihnen zuerst Gelegenheit zum Laufen, Klettern oder Hüpfen. Danach folgen Toilette, Essen und Trinken. Diese Reihenfolge verhindert, dass frisch gestärkte Kinder sofort wieder mit vollem Bewegungsdrang im Sitz landen.

Siehe auch:

Und: Verlasst euch in Österreich während der Abfahrtssperren nicht auf spontane Navi-Vorschläge. Das Gerät berechnet zwar möglicherweise eine schnellere Nebenstrecke, berücksichtigt aber nicht immer alle temporären Fahrverbote oder deren genaue Ausnahmen.


Die Anreise darf Teil des Urlaubs sein

Eine Fahrt von München an die Adriaküste bleibt lang. Mit Kindern muss sie jedoch nicht aus stundenlangem Sitzen und hektischen Toilettenstopps bestehen.

Am Chiemsee können kleine Reisende klettern und aufs Wasser schauen. In Werfen wartet eine Burg hoch über dem Tal. Der Katschberg macht aus einer anstrengenden Tagesetappe zwei entspannte Reisetage. Hinter der italienischen Grenze sorgen Tarvisio, Venzone oder Palmanova schließlich dafür, dass das Urlaubsgefühl schon vor dem ersten Blick aufs Meer beginnt.

Plant nicht jeden Halt minutengenau. Sucht euch lieber mehrere Möglichkeiten entlang der Strecke aus und entscheidet nach Verkehr, Wetter und Stimmung. So wird aus der Frage „Wann sind wir endlich da?“ vielleicht sogar ein „Wo halten wir als Nächstes an?“

Quellen: Die wichtigsten aktuellen Angaben stammen von der Stadt Salzburg zur Sommerregelung 2026, dem Land Salzburg zu den A10-Abfahrtssperren, der ASFINAG-Rastanlagensuche, dem Chiemsee-Alpenland Tourismusverband, den Salzburger Burgen und Schlössern sowie den Tourismusinformationen von Friaul-Julisch Venetien und Kärnten.


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