UnMensch Mutter!
Gerade wenn du auch noch berufstätig bist, dann spielst du zahlreiche Rollen in Personalunion: Erzieherin, Ehefrau, Bürokauffrau, Putzfrau, Gärtnerin, Einkäuferin, Köchin, Haushälterin … Und was ist mit „MIR“? Wo bleibt das „Ich-Ich“?
Geht’s euch auch so? Mütter haben sooo viele verschiedene Aufgaben, so viele verschiedene Rollen. Ja, die Liste ist laaang:

Die vielen verschiedenen Rollen einer Frau
Als Mutter:
- Erzieherin, Entscheidungsträgerin
siehe auch 14 Geheimrezepte in Sachen Erziehung, die jede Mutter kennen sollte - Legislativ-, Judikativ- und Exekutiv-Beamtin in einem
nix da mit Gewaltentrennung; vgl. Unsere Familiengesetze - Erste-Hilfe-Leisterin/Krankenschwester/Medizinfrau
vor dem Gang zum Arzt erstmal in die eigene Trickkiste greifen – siehe hier: Gesundheit
- „Ship-Counselor“
frei nach Deanna Troi aus Star Trek: The Next Generation – heißt:
Ansprechperson/Psychologin bei allen möglichen Wehwehchen; im Beruf genauso wie im Privatleben, Mentaltrainerin, Händchen-Halterin/Profi-Trösterin - Krisen-Managerin/Mediatorin
insbesondere bei Geschwisterstreit - Freizeitpädagogin/Animateurin
obwohl ich mich für letzteres immer weniger zuständig fühle … - Reiseveranstalterin/Event-Managerin
Urlaube – insbesondere unser jährlicher Haustausch sind meine Aufgabe, Kindergeburtstage und so … - Sicherheitsfachfrau, Grenzbeamte:
wegen der viel besprochenen Grenzen in der Erziehung, allerdings ohne Helikopter wohlgemerkt! - Taxifahrerin/Shuttle-Dienst/Begleitservice
mit Auto, Rad, Roller, an der Hand …
- Nachhilfe-Fachfrau/Hausübungsbeaufsichtigungsbeauftragte
Ich sage nur: Latein.
Und für alle, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen:Latein: Vokabel nachhaltig lernen, Lernstrategien und Hilfsmittel
- Motivatorin
speziell was die Hausaufgaben betrifft … die alte Leier … - Elternbeiratsvorsitzende
Im Haushalt:
- Haushaltsmanagerin
siehe auch Ressort Club Hotel Mama ***** All inclusive; Das bisschen Haushalt … - Ernährungsberaterin, Einkäuferin, Köchin
ein paar erprobte Rezepte gibt es hier
- Servierkraft, Tellerwäscherin
aber ohne Zahlkellnerin — auweia!
- Reinigungsfachfrau, Hygienebeauftragte
- Zeugwart
Wäscheeinsammlerin, Waschmaschinen-Beauftragte, Trocknungs- und Sortierexpertin, Partnerschaftsinstitut für Socken, Schrankmanagerin; nur das Bügeln und das Zurückdrehen von verkehrten Socken des Göttergatten verweigere ich standhaft
- Gärtnerin, Rasenmäher-Erinnerungsfachkraft
lässt sich immer öfter outsourcen
- Einrichtungs-Expertin, Raumgestalterin
Spezialgebiete: Kinderzimmer und neuerdings Jugendzimmer
- Reparaturwerkstatt
für zerbrochenes Spielzeug und kleinere Gebrechen im Haushalt (mein Bosch IXO Akkuschrauber
wurde anfangs als Mädchen-Werkzeug belächelt – mittlerweile ist er das erste Mittel der Wahl auch für den Ehemann.)
Im Job:
- Angestellte/Kollegin/Chefin, PR-Fachfrau, Qualitätsmanagerin/Auditorin, Sicherheitsvertrauensperson
und das alles in einem Unternehmen. Tatsache. - Freiberuflerin/Bloggerin/Journalistin
Last but not least:
- Ehefrau/Partnerin
- Nachbarin
- Freundin
- Mitstreiterin
- …
Nochwas? Ach, ja: ICH!
Und dann stolperte ich auch noch über dieses Lied – und wie es jemand als das schönste Liebeslied seit langem bezeichnet hat.
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Liebeslied? Vielleicht.
Anfänglich. Wenn noch alles rosarot und Wolke 7 ist.
ABER, mal ehrlich: Das kann doch nicht auf Dauer gut gehen!
Je älter ich werde, desto mehr werde ich meiner eigenen Bedürfnisse bewusst. Ich kann mich nicht immer verbiegen! Ich kann nicht immer nach der Pfeife der anderen tanzen. Und ich muss mich auch meinem ureigensten Naturell entsprechend verhalten (dürfen); ich muss mir (auch) selbst treu bleiben.
Sonst brenn ich aus!
ICH DARF/SOLL/MUSS MIR ETWAS GÖNNEN!
Zeit für mich. Lesen. Eine Massage – aaah! Mal nix tun. In Ruhe bloggen und mir die Last von der Seele schreiben. Laufen gehen. Alleine sein. Mal nur für mich selbst verantwortlich sein.
Wie geht’s euch mit den verschiedenen Rollen?
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