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Picky Eater: Extrem wählerische Kinder trotzdem gesund ernähren

Picky Eater: Extrem wählerische Kinder trotzdem gesund ernähren

Unter meinem Dach wohnt ein kleiner Mensch mit äußerst wählerischem Geschmack. Am liebsten verspeist er Nudeln oder Reis – mit sonst nix. Ich wage sogar zu behaupten, er ist quasi allergisch auf alles Gemüsige! Er macht gewissenhafte und große Bögen um jedes noch so kleine Salatblatt, das sich zwecks Dekoration auf den Teller verirrt hat.
Aber wie können es Eltern schaffen, derartige wählerische Gemüse-Muffel dennoch gesund zu ernähren?
Ich hab da ein paar Tipps:


Zwischenruf in eigener Sache:

Liebe Leute!
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Birgit und Christine von Muttis Nähkästchen

Für alle, die uns noch nicht kennen: Hier plaudern Birgit und Christine aus dem Nähkästchen und schreiben über das (Über-)Leben mit Kindern. Wir bemühen uns um wertvolle Inhalte, die euch wirklich weiterhelfen. Außerdem haben wir immer wieder feine Sachen für euch zu verlosen.

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Voraussichtliche Lesedauer: 12 minutes

Extra kochen für den Picky Eater, den pingeligen kleinen Esser, der jede zweite Speisezutat verweigert? Also, ganz ehrlich – nicht mein Ding. Aber es gibt ein paar Tricks, wie man derart wählerischen Kids Gesundes auch mal unterjubeln kann.

Und seien wir ehrlich – auch wir haben als Kinder so manches Lebensmittel verschmäht und es hat uns nicht nachhaltig geschädigt. Und das Thema ist auch nicht neu – denkt doch nur an die Geschichte des Suppenkaspar … oder das Motto „Was der Bauer nicht kennt, das isst er nicht!“ Außerdem ist so ein gewisses Misstrauen gegenüber neuen Speisen auch evolutionär in uns angelegt. Es half beim Überleben, weil wir nicht wahllos potenziell unverträgliche oder giftige Dinge aßen. Also: Alles meist ganz normal!


Picky Eater: Extrem wählerische Kinder trozdem gesund ernähren - Tipps + Tricks für Eltern


Was ist ein Picky Eater

Picky Eater oder Kind mit sensorischer Nahrungsverweigerung sind Kinder, die ein sehr wählerisches und eingeschränktes Ess- und Trinkverhalten an den Tag legen.

Diese Kinder bevorzugen oft eine bestimmte Art von Nahrung und lehnen andere komplett ab. Kategorien und Gründe können sein:

  • Konsistenz: das Kind z.B. nur breiige oder weiche Speisen, lehnt harte Speisen oder Bestandteile ab (z.B. Brotrinde)
  • Geschmacksrichtung: das Kind isst z.B. nur süße Speisen
  • Temperatur: das Kind isst z.B. nur kalte Nahrung
  • und dergleichen mehr.

Ein derartiges einseitiges Essverhalten ist oft eine Phase und gibt sich mit der Zeit wieder. Aber es nicht ganz unproblematisch. Offensichtlich entgehen einem Picky Eater wichtige Vitamine und Mineralstoffe. Aber nicht nur das! So trainiert z.B. das Kauen von harten Nahrungsmitteln die Kiefermuskulatur, was Auswirkungen auch auf die Sprache und sogar Kopfschmerzempfinden haben kann!


Tipps & Tricks, um wählerische Kinder gesund zu ernähren

Um wählerische Kinder gesund zu ernähren und das Thema Essen nicht zum Machtkampf zu machen, müssen wir Eltern manchmal tief in die Trickkiste greifen! Hier ein paar Tipps und Tricks, wie man heikle Kinder für Gesundes gewinnen kann:

Picky Eater Tipp #1:
Probieren als Gebot der Stunde

Klar niemand MUSS etwas hinunterwürgen, das ihm oder ihr so überhaupt nicht schmeckt. ABER: Probieren ist Pflicht! Auch wenn ich weiß, dass das Kind keine Schwammerl mag, so soll es doch immer mal wieder von der Pilzsauce kosten. Vielleicht kommt es ja doch noch auf den Geschmack! Ich mochte als Kind auch keine Oliven – und heute liebe ich sie!


Picky Eater Tipp #2:
Sag niemals „gesund“!

Statt von „gesundem Essen“ solltet ihr lieber von „gutem Essen“ sprechen. Denn: Nomen est Omen! Weil „gesund“ kann doch gar nicht schmecken. Bei „gut“ sieht das schon ganz anders aus … Ausprobieren!


Picky Eater Tipp #3:
Unter fantasievollen Namen vorstellen

Ja, manchmal müssen wir Eltern eben wirklich kreativ sein und ganz tief in der Marketing-Schublade kramen. Und manchmal hilft schon eine alternative Bezeichung! Denn – wie oben: Nomen est Omen! Und wenn das Kind „Schnitzel“ partout ablehnt, dann isst es vielleicht „Fleisch im Knuspermantel“. Ich kenne tatsächlich so einen Fall persönlich! Gleicher Inhalt, andere „Verpackung“ – und plötzlich rutscht es den pingeligsten Hals hinunter und das Kind reibt sich den Bauch!


Picky Eater Tipp #4:
Vielleicht geht’s mit Rohkost!

Konsistenz und Geruch spielen eine große Rolle! Und tatsächlich isst mein Kind Gemüse in roher Form, das er in gekochter Form nichtmal probeweise unter seiner Nase durchreichen würde. Daher gilt: Immer wenn es Brotzeit/Jause gibt, muss auch ein ansprechender Teller mit geschnippeltem Gemüse her. Da greifen dann tatsächlich alle beherzt zu. Und je bunter, desto besser!

Und auch da hab ich einen Tipp, falls eure Kids Äpfel nicht so gerne mögen:

Apfelschneider in Aktion

Zugegeben, das Ding schaut verboten altmodisch aus – und anfangs dachte ich: „Wozu? Wieder so ein Ding, das nur herumsteht.“ Aber: Ich habe mich getäuscht. Dieser Apfelschäler & Apfelschneider macht wirklich Sinn! Während meine Kinder Äpfel in „Rohform“ – sprich rund und ganz – größtenteils verschmähen, wird Äpfel essen damit zum Erlebnis. Auch der Apfelstrudel ist auch flugs befüllt.

Die Kinder können selbst drehen, übrig bleibt nur das Mittelteil mit Kerngehäuse; der Rest besitzt eine spannende Spiralform, die sich – davon bin ich überzeugt – mit Sicherheit auf den Geschmack des Apfels positiv auswirkt, denn plötzlich mutiert der Apfel dadurch von „Wäääh!“ zu „Mmmmmh!“


Picky Eater Tipp #5:
Die Reihenfolge macht’s!

Bei sehr wählerischen Kindern solltet ihr zuerst die Gemüsebeilage auf dem Teller servieren – mit der Ausrede, dass die „Hauptzutat“ noch nicht ganz fertig ist. Wenn der Hunger groß ist, wird das Kindlein auch da schon mal etwas zugreifen. Wenn ihr es andersrum macht oder beides gleichzeitig serviert, dann haut sich das Kind den Magen mit dem voll, was es bevorzugt. Und dann behauptet es, es sei „voll“.

In dieser Manier könntet ihr auch schon mal den Salat auf den Tisch bringen, während das andere noch am Herd brutzelt. Oder ihr beginnt eine Mahlzeit immer mit einem kleinen Rohkost-Teller. Bei meiner Schwiegermutter gibt es zum Beispiel immer wieder eine Mischung aus geriebenen Karotten mit einem geriebenen Apfel als Vorspeise. Lecker! Und eine gute Idee!


Picky Eater Tipp #6:
Gemüse geschickt verstecken

Wenn sonst nichts hilft, dann müssen wir Eltern eben NOCH tiefer in die Küchen-Trickkiste greifen und das Gemüse clever „verstecken“. So bekommen die kleinen Gemüse-Skeptiker*innen gar nicht mit, dass sie dieses gefährlich-grün-gesunde Zeugs untergejubelt bekommen:

Gemüse verstecken: Grüne Smoothies

Grüne Smoothies für Picky Eater

Grüne Smoothies sind DIE Möglichkeit, um meinen Kindern Rohkost und Gemüse schmackhaft zu machen. Man braucht dazu eigentlich nur einen leistungsstarken Mixer (ich mach es mit meiner Küchenmaschine) und ein wenig Fantasie …

Unser Lieblingsrezept für grüne Smooties findet ihr hier: So schmeckt Gemüse: Grüne Smoothies


Gemüse verstecken: Klein, kleiner, unsichtbar

In Sachen Gemüse verstecken ist generell die Küchenmaschine oder dieser Gemüseschneider unsere besten Freunde. So landet Gesundes in Saucen und Suppen – und keiner merkt’s!


Gemüse verstecken: Fifty-Fifty

Bio-Fleisch aus Österreich, das zur Hälfte aus Gemüse besteht? Prima! Man munkelt, das Gemüse sei bei Rebel Meat (Werbung!) so gut versteckt, dass selbst die größten Gemüse-Skeptiker von diesen Nuggets & Bällchen nicht genug bekommen! Wir haben’s ausprobiert! Und tatsächlich! Das geht runter wie Öl! Dem Herrn Papa schmecken die Fleischbällchen ganz vorzüglich, der Jüngste mit der allergrößten „Gemüse-Allergie“ bevorzugt die Nuggets. Und der Mittlere hält fest: Omas Fleischlaibchen sind immer noch die besten! (Was er nicht weiß: Auch da lässt sich wunderbar 50:50-Faschiertes reinmischen – 50% Fleisch und 50% Veggie!)

Die Produkte bekommt man vor allem bei Billa Plus (österreichweit) und bei Gurkerl.at im Raum Wien. Die Listung variiert allerdings je nach Produkt. In Deutschland ist Rebel Meat bei Knuspr.de im Raum München erhältlich. An einer Ausweitung der Verfügbarkeit in Deutschland wird gearbeitet :)  
Mahlzeit!


Gemüse verstecken: Alltagstaugliche Gemüse-Rezepte

Ich hab mich vor längerer Zeit schon mal unter anderen Mama-Bloggerinnen umgehört und eine ganze Reihe an kreativen und vor allem alltags- und familientauglichen Rezepte speziell für Gemüse-Muffel gesammelt:
Gemüse für Gemüse-Muffel? Alltagstaugliche Familien-Rezepte


Picky Eater Tipp #7:
Schön herrichten

Zugegeben, das ist wohl eher nur was für Foodies und Mamas mit viel Zeit. Ich als Working Mom kann da nur sehr bedingt meine Liebe dafür entwickeln …

Aber klar: Wir essen auch mit den Augen!
Darum ist die Präsentation ein wichtiger Bestandteil des Essens. Ein paar Tipps hab ich hier schon mal gesammelt:

Gurken-Raupe

Gemüse klingt wie eine Drohung in den Ohren eurer Kinder?
Alles Gesunde ist per se höchst verdächtig und wird daher nur mittels größtmöglicher Umwege umgangen?
Dann seid ihr hier genau richtig. Ein paar Anregungen samt Buchempfehlung: Fun Food mit Gemüse und Obst: Kreative Rezepte für kindgerechte Snacks


karottenherzen

Noch eine Idee, wie man Gemüse unters Volk bringt – nicht nur für den Valentinstag: Karotten und/oder Pastinaken in Herzform schnippeln und in die Suppe oder Pasta-Sauce mischen. Und plötzlich gesellen sich Ahh! und Ohh! unter’s Essen und es wird augenblicklich „in“, Karotten en masse zu schmausen. 

Die Herzform ist ganz einfach erreicht: Die Karotte an einer Seite mit einem Messer einkerben und an den anderen beiden Seiten etwas abflachen. Meine Kinder erkannten die Herzen ohne Umwege – meinten allerdings zwischendurch, sie sähen teilweise wie Skischuhe aus. Naja, es soll Schlimmeres geben, nicht wahr?


Auch die Entwickler von Rebel Meat (siehe oben) haben kreative Ideen für die ansprechende Präsentation:


Und bei euch?
Habt ihr weitere Ideen, wie man Gesundes an die heiklen Kids bringt?
Dann bitte unbedingt her damit! Ich freue mich über eure Kommentare!


Mehr Tipps rund um gesunde Ernährung


Picky Eater: Extrem wählerische Kinder trozdem gesund ernähren - Tipps + Tricks für Eltern

Die Produkte von Rebel Meat wurden uns kostenfrei zum Testen zur Verfügung gestellt.


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Auch dein regionaler Handel bestellt die Produkte gerne für dich! Denn: Wenn der letzte Laden verschwunden ist, das letzte Café geschlossen hat und alle Stadtviertel verwaist sind, werdet ihr feststellen, dass Online-Shoppen doch nicht so toll war! Buy local!

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Birgit

Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter. Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Gemüse ist auch bei meinen Kindern ein schwieriges Thema. Ich hab fast alle diese Tricks schon probiert, aber sie lassen sich nicht wirklich austricksen. Am besten funktioniert’s bei uns mit Rohkost als Fingerfood. Die Smoothies werd ich irgendwann probieren, allerdings fehlt mir dazu noch das geeignete Gerät :)

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