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Trösten statt schimpfen: Unkonventionell reagieren bei Geschwisterstreit

Trösten statt schimpfen: Unkonventionell reagieren bei Geschwisterstreit

Streit unter Geschwistern ist eine riesengroße Herausforderung für das Nervenkostüm der Eltern. Jetzt bin ich auf eine hervorragende Methode gestoßen, die ich euch nicht vorenthalten will: Trösten statt schimpfen.
Hier kommen die Details:

Eltern schimpfen meist instinktiv mit dem Kind, das – ihrer Meinung nach – angefangen hat, das dem anderen etwas weggenommen oder es verletzt hat. Oft lässt sich die “Täterschaft” aber nicht eindeutig rekonstruieren. Das geschimpfte Kind fühlt sich ungerecht behandelt.

Und wenn immer nur dem größeren Kind die Schuld in die Schuhe geschoben wird, weil sich das kleinere ja noch nicht so gut wehren könne, kocht schnell die Eifersucht hoch! Daher die Empfehlung für die “unkonventionelle Tröster-Methode”:

Trösten statt schimpfen

Diese Methode ist definitiv einen Versuch wert:

Wenn sich zwei streiten, dann nicht mit dem Angreifer schimpfen, sondern das Opfer trösten.
Das Opfer, dem weh getan wurde oder dem das Spielzeug weggenommen wurde, bekommt intensive Aufmerksamkeit:

  • Handelt es sich um eine kleine Verletzung, wenn das Kind z.B. gehauen oder geschubst wurde, kann man das Kind in den Arm nehmen und zärtlich drücken. Gemeinsam geht man dann zum Kühlschrank, um die Verletzung zu kühlen. Auch ein
  • Wurde dem Kind etwas weggenommen, bekommt das Kind etwas als Ersatz. Vielleicht etwas, das es sonst nicht haben darf.

Das andere Kind bekommt hingegen keine Aufmerksamkeit – außer es braucht ebenfalls Trost. In einem Nebensatz könnte man erwähnen, dass das Kind eben noch lernen müsse. Lernen, dass man schubst, haut oder beißt.



Aggressives Verhalten zahlt sich nicht aus

Der kleine Angreifer lernt daraus, dass sich aggressives Verhalten nicht auszahlt. Denn das Opfer bekommt die ungeteilte Aufmerksamkeit von den Eltern. Für das andere Kind hat sich der Streit hingegen überhaupt nicht gelohnt: kein Aufruhr, keine brüllende Mutter, keine Aufmerksamkeit. Ganz im Gegenteil: Es profitiert das Geschwister-Kind vom Streit.

(Quelle: Elternwissen kompakt 7.5.2010, Newsletter der immer wieder genialen Seite elternwissen.com)

Nachsatz: Aber Vorsicht!

Diese Methode kann auch kräftig nach hinten losgehen. Denn kleine Kinder lernen schnell, das zu ihrem Vorteil in Szene zu setzen. Dann wird potenziell das kleinere Geschwisterkind zum “Schwalben-Meister”. Wie die Fußballer im Strafraum – Hauptsache am Ende gibt es Elfmeter. Wir hatten jedenfalls einen sehr wehleidigen kleinen Bruder im Haus, der die Krokodilstränen perfektioniert hat.

Vielleicht könnte das weiterhelfen – auf diesen Tipp bin ich kürzlich gestoßen: Harmonie in der Familie: Die Rolle der richtigen Sitzordnung bei Tisch. Wir sitzen jetzt anders bei Tisch … und ich wage zu behaupten, es hilft!

Vielleicht steckt in diesen Artikeln eine für euch zielführende Lösung – klickt mal rein:

Artikel zum Thema Geschwisterstreit:

Bild: Muttis Nähkästchen/Pixabay



Apropos Geschwister – weil Einzelkind-Eltern gar nicht wissen, was sie sich alles ersparen: 12 Einsichten, die Einzelkind-Eltern niemals haben werden


Weitere Eltern-Tricks gefällig? Da hab ich noch was für euch, bittesehr: 14 Geheimrezepte in Sachen Erziehung, die jede Mutter kennen sollte

Mit der Zeit hab ich mir einige Erziehungstipps und -tricks angeeignet, die mir im Familienalltag enorm helfen. Hier entlang: Muttis Eltern-Tipps

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Muttis Nähkästchen

Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter (aka. Rabenmutter). Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

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