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Richtiges Atmen: Stress und Müdigkeit wirksam bekämpfen

Richtiges Atmen: Stress und Müdigkeit wirksam bekämpfen

Jeden Tag Stress, immer in Eile – ein typisches Los von Eltern! Richtiges Atmen kann der Schlüssel zum Erfolg sein. Zeit durchzuatmen und Energie zu tanken – das ist es was wir in diesen hektischen Zeiten brauchen. Das klappt mit wenigen gezielten Übungen.

Voraussichtliche Lesedauer: 7 Minuten



Richtiges Atmen


Richtiges Atmen – Der Atem: Die Superkraft aus der Natur

Fehlatmungen können viele Leiden und Schmerzen verursachen. Kopfschmerzen, Stress, Rückenschmerzen und Schlafstörungen sind da nur einige Beispiele. Richtiges Atmen kann auch bei psychischen Problemen wie Depressionen oder Antriebslosigkeit helfen. (Vgl.: Eyssen/Reichenberger 2023: 13)

„Wir atmen zu schnell, zu flach, zu hektisch, wir halten den Atem an oder geben der Lunge nicht genug Platz, um ausreichend Luft aufnehmen zu können.“

(Eyssen/Rechenberger 2023: 13)

Die fünf Atmungsformen

#1 Die Mundatmung

Die Luft strömt über den Mund- und Rachenraum direkt in die Lunge. Sie wird nicht so stark erwärmt wie bei der Nasenatmung – enthält dafür aber mehr Pollen, Bakterien, Viren, etc.

#2 Die Nasenatmung

Die Luft wird durch die Schleimhaut gereinigt und angewärmt.

#3 Hochatmung

Diese Atmung ist extrem anstrengend, weil sich der Brustkorb nicht bewegt und nach außen wölbt – die Lunge muss sich daher nach oben hin Platz verschaffen. Bei dieser Atmung gelangt viel zu wenig Luft in die Lunge.

#4 Brustatmung

Die Lungenflügel haben durch das Zusammenziehen der Zwischenrippenmuskulatur genug Platz um sich auszuweiten. Die Brustatmung benutzen wir meist unbewusst, wenn wir gestresst sind oder uns körperlich anstrengen müssen.

#5 Bauchatmung

Das Zwerchfell zieht sich beim Einatmen zusammen, die Eingeweide werden nach unten gedrückt und der Bauch wölbt sich vor. Diese Atmung nutzen oft Sänger, Schauspieler etc., weil man seinen Atem so besser kontrollieren kann und Luft als Reserve zurückhalten kann.


Richtiges Atmen durch die Nase oder durch den Mund?

Beide Atmungsformen haben ihre Vor- und Nachteile. Durch den Mund gelangt mehr Luft in die Lunge. Strengt man sich an – z.B. beim Sport – ist das natürlich wichtig und sinnvoll. Zu schnelles Atmen durch den Mund kann aber auch zur Hyperventilation führen – Herzrasen, Zittern, Luftnot oder Kribbeln in Fingerspitzen und Füßen sind das nicht wünschenswerte Ergebnis. Im Winter ist das Atmen durch die Nase vorzuziehen, weil die Luft besser gereinigt und auch erwärmt wird. (Vgl.: Eyssen/Reichenberger 2023: 14-15)


Richtig atmen

Atmen – Nutze deine Superkraft! Mit einfachen Techniken Migräne, Schnarchen und Rückenschmerzen wegatmen.

60-80 Prozent unserer Erkrankungen haben mit Fehlatmungen zu tun! Leider weist uns nur selten jemand auf diese Möglichkeit hin.

Mit gezielten Übungen kann man viele Beschwerden bekämpfen oder lindern. In diesem Buch gibt es nach einem ganz kurzen theoretischen Einblick viele einfach erklärte Atemübungen, die man ganz leicht in den Alltag einbauen kann. Dazu Tipps zu Ernährung, Bewegung und vieles mehr.

Praktisch ist die Einteilung des Buches, weil man ganz gezielt nach seinem eigenen Problem suchen kann und sofort einen Lösungsvorschlag und eine einfach erklärte und mit Grafiken und Bildern vorgezeigte Übung findet. Das Thema klingt „langatmig“ – dieses Buch ist es aber definitiv nicht. Buchempfehlung für die Hausapotheke!!!


Richtiges Atmen für mehr Energie

Wir stehen alle unter einem großen Druck. Arbeit, Haushalt, Kinder, Familie, Freunde – da bleibt wenig Zeit zum Entspannen. Ganz dürfen wir unser Wohlbefinden aber nicht hinten anstellen – sonst droht irgendwann ein Burnout-Syndrom und damit ist dann wirklich niemandem geholfen. Atmen wir stressbedingt zu flach und zu schnell führt das zu Müdigkeit, Erschöpfung und Konzentrationsschwächen. Unsere Organe und unser Gehirn brauchen ausreichend Luft in der Lunge – sonst funktionieren sie nicht mehr richtig.

Atemübung für mehr Energie

  • Stelle dich aufrecht hin, die Füße stehen locker nebeneinander.
  • Lege die Zungenspitze während der Übung ohne Druck hinter die oberen Schneidezähne. Lege die rechte Handinnenseite auf den Bauch, über den Bauchnabel, und die linke Handinnenfläche darüber.
  • Atme langsam und tief ein und spüre, wie die unteren Bauchmuskeln sich entspannen und der Unterbauch sich weitet. Achte darauf, dass due die aufrechte Haltung des Oberkörpers beibehältst und dich nicht verspannst.
  • Beim Ausatmen zieht sich der Bauch unterhalb des Nabels sanft nach innen, die linke Hand über dem Bauchnabel sollte sich dabei möglichst nicht bewegen. Auch hier ist es wichtig, dass du entspannt bleibst und deine aufrechte Haltung beibehältst. Atme so lange ein und aus, bis du dich besser fühlst. Du kannst diese Übung auch im Sitzen machen.

Als zusätzliche Wachmacher empfehlen Eyssen und Reichenberger Avocado, Äpfel, Blaubeeren, Grünkohl, Matcha und Macadamianüsse!


Richtiges Atmen für die Entspannung

Für Entspannung – sozusagen auf Knopfdruck – empfehlen Eyssen und Rechenberger zwei Übungen:

Die magische Kraft der Vorstellung

  • Suche dir einen ruhigen und gemütlichen Platz. Schließe die Augen und streiche mehrmals mit Daumen und Zeigefinger über den Nasenrücken.
  • Schicke deine Gedanken nacheinander zur Stirn, zu den Augen, den Lippen, dem Kiefer und dann zur Nase. Entspanne dabei die jeweilige Region, bevor du zum nächsten Punkt gehst. Entspanne also die Stirn bevor du zu den Augen übergehst. Atme dabei langsam und tief ein und aus.
  • Wenn du alle Bereiche entspannt hast, atme ein und stelle dir dabei vor, dass du einen – dir lieben – Duft einatmest. Es sollte ein Duft sein, den du mit Frische verbindest z.B. Limette, Mandarine, Minze, Rosmarin oder Eukalyptus.

Beschwingt atmen

  • Die Füße stehen ca. hüftbreit auseinander, die Arme hängen locker an den Seiten, die Knie sind leicht gebeugt.
  • Beim Einatmen die Knie beugen, den Oberkörper in einer fließenden Bewegung nach vorne beugen und beide Arme nach hinten schwingen. Beim Ausatmen den Oberkörper aufrichten, die Beine gebeugt lassen und die Arme nach vorne schwingen.
  • Wieder einatmen und dabei den Oberkörper in einer fließenden Bewegung nach vorne beugen und beide Arme nach hinten schwingen. Und so weiter.
  • Die Bewegungen sollen fließend und schwungvoll sein, als ob du auf einer Schaukel sitzt. Lass dir Zeit dabei, du sollst nicht aus der Puste kommen. Die Atemschaukel kannst du so häufig wiederholen, bis es dir wieder gut geht.

Extratipps:

  • Klassische Musik hören
  • Walnüsse knabbern
  • Ohrmassage (Einfach mit Daumen und Zeigefinger die Ohrläppchen von oben nach unten mehrmals hintereinander massieren. Am Schluss mehrmals an den Ohrläppchen ziehen.)

Oft sind es wirklich nur kleine Routinen, kleine Übungen und kurze Momente für uns, die unserer Gesundheit und unserem Wohlbefinden so richtig gut tun. Richtiges Atmen und gezielte Atemübungen sind eine tolle Möglichkeit etwas für sich zu tun. Und das Tolle: In wenigen Minuten ist das erledigt – das kann wirklich jeder abzwacken!!


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Christine, chaotische Mama von 4 Kids berichtet hier als Co-Bloggerin vom Leben zwischen Babybrei und Vorpubertät! Der Social-Media Name "Die lauten Nachbarn" ist hier täglich Programm. Folgt uns gerne auch auf Instagram und Facebook!

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