Familienblog seit 2009 | Impressum | Datenschutz
Schottland mit Kindern – Teil 1: Von Edinburgh in die Highlands bis auf die Isle of Skye

Schottland mit Kindern – Teil 1: Von Edinburgh in die Highlands bis auf die Isle of Skye

Schottland mit Kindern ist einfach genial. 7 Monate sind seit unserer Reise vergangen und es vergeht keine Woche, in der wir nicht darüber sprechen. Besonders erlebnisreich war die Route von Edinburgh nach Inverness und weiter auf die Isle of Skye

Estimated reading time: 28 Minuten


Schottland mit Kindern


Schottland mit Kindern

Schottland ist perfekt für Abenteuerhungrige, für Geschichtsinteressierte, für Naturliebhaber und einfach alle, die gerne mehr wollen als den Strandurlaub in Italien!

Für unsere Kinder war diese Reise wohl das größte Abenteuer, das sie je erlebt haben und auch für mich war es die schönste Reise meines Lebens.


#1 Edinburgh, Stirling und viel Outlanderfeeling

Unsere Reise begann in Edinburgh und wir erkundeten tagelang die Stadt und die nähere Umgebung wie Stirling, Falkirk uvm.! Außerdem verbrachten wir viel Zeit damit bekannte Drehorte der Serie Outlander zu besichtigen und auf den Spuren von William Wallace zu wandeln.

Alle Infos dazu findet ihr in diesem gesonderten Beitrag:

Edinburgh und Umgebung mit Kindern: Outlander-Feeling und historische Kulissen


#2 Ab in die Highlands: Die wilde Seite von Schottland

Weiter ging es für uns Richtung Norden – die Highlands warteten auf uns und damit der am meisten ersehnte Punkt unserer Reise.

Schon die Fahrt war ein Erlebnis – über die Queensferry Bridge und dann vorbei an unglaublich schönen Landschaften. Trotz noch ungewohntem Linksverkehr einfach ein Genuss. Unser großes Glück: Unterwegs einige Highland Cows getroffen. Man durfte dort streicheln und füttern – ein großer Traum unserer Kids ging somit gleich auf der Fahrt in Erfüllung.


In der Nähe von Inverness hatten wir eine ganz besondere Unterkunft: Delny Glamping – Glamping in the Scottish Highlands

Wir hätten keine kinderfreundlichere Unterkunft finden können. Man kann hier in alten Whiskyfässern oder in kleinen Holzhütten übernachten. Für 6 Personen kam nur eine Holzhütte in Frage, aber das war ebenfalls einfach wunderbar. Die wenigen Hütten und Fässer sind locker in einer schönen Anlage mit Megaaussicht platziert, es gibt einen Streichelzoo (man darf dem netten Besitzer-Ehepaar beim Füttern helfen und jederzeit die Schweine, Ziegen, Ponys, Hasen uvm. streicheln und besuchen) und das Frühstück wird von der Besitzerin persönlich in einem kleinen Körbchen zur Hütte/dem Fass serviert. Es gibt einen öffentlichen Grillplatz und eine witzige Hütte für den Abwasch. Sehr familiär und man kommt mit Menschen aus den unterschiedlichsten Ecken dieser Welt zwangsläufig zum Quatschen.

Wir haben uns hier so wohl gefühlt, dass wir nach den zwei Nächten gar nicht weiter wollten. Unsere Kids sagen, dass es ihnen noch nie so gut gefallen hat in einer Unterkunft. Kein Luxus, sondern Authentizität und Freundlichkeit in einer extrem entspannten Atmosphäre.

Außerdem kann man von hier aus unglaublich viele Ausflüge machen bzw. Sehenswürdigkeiten erkunden. Zwei Nächte waren definitiv zu wenig.


Den ersten Nachmittag haben wir hier verbracht und einfach die Stille und Natur genossen. Nach den vielen Ausflügen und Edinburgh war das sehr wohltuend und die Kinder haben die Freiheit und die Freundlichkeit der Gastgeber genossen.

Abends ging es für uns dann in das nahegelegene Tucker’s Inn in Invergordon. Tolles Essen, schöne Aussicht, familienfreundlich und einfach kultig.


#3 Nessie, Mythen, Culloden und Geschichte zum Anfassen

Der nächste Tag begann für uns mit einer genialen Kreuzfahrt am Loch Ness. Für Kinder – und auch Erwachsene – ein MUSS! Gespannt wurde während der doch recht wilden Fahrt die Wasseroberfläche beobachtet – vielleicht zeigt sich Nessie ja!

Unbedingt eine Schifffahrt in Verbindung mit einer Besichtigung von Urquhart Castle buchen. So erreicht man diese geniale Ruine bequem mit dem Schiff und spart sich das lange Autofahren. (Das Loch Ness ist nicht unbedingt ein kleiner See – mit einem Kombiticket spart man Zeit und Nerven!)

Und: Man darf diese Ruine einer einst besonders mächtigen Burg auf keinen Fall einfach weglassen! Schon alleine die Lage mit einer gigantischen Aussicht über das Loch Ness ist einen Besuch wert. Einige Teile sind noch gut erhalten und man kann auf Schautafeln alle historischen Daten lesen und dann selbst die ganze Ruine erkunden. Für uns gab es sogar eine Einweisung in die Kampfkunst der Highlander damals – ganz schön schwer so ein Breitschwert!

Bucht eure Schifffahrt unbedingt bei Jacobite Cruises – am besten ab Clansman Harbour und achtet darauf, dass ihr am Urquhart Castle auch einen Aufenthalt habt und es nicht nur vom Loch aus seht. Wie gesagt: Das muss sein!


Nach so einem aufregenden Vormittag klopfte natürlich der Hunger an und wir fuhren nach Inverness! Pflichtprogramm, wenn man nur kurz in der Stadt ist: Sandwiches bei The Bakery und ein Spaziergang über die berühmte Wackelbrücke (Greig Street Bridge) – eine Hängebrücke aus dem 19. Jahrhundert über den River Ness. Und diese Brücke wackelt wirklich – schon ein Fußgänger reicht. Mit Kindern sehr lustig, weil man natürlich wie ein Gummiball darauf herumspringen muss! ;-) Bei dem Spaß sollte man nicht vergessen die einmalige Aussicht auf die schönen Kirchen zu genießen.


Culloden

Weiter ging es zum Culloden Battlefield. Schauplatz der großen und letzten Schlacht des Jakobitenaufstandes am 16.04.1746 im Culloden Moor. Schon beim Betreten des Visitor Centers und noch viel mehr beim Marsch über das Schlachtfeld wird einem ganz mulmig zumute. Nach Culloden war für sehr lange Zeit alles anders in Schottland und das hallt irgendwie noch immer nach.

Meine Kinder wollten nach diesem Tag übrigens keinesfalls mehr nach England weiterreisen. Sie waren nach dem Besuch hier sehr bedrückt. Dennoch bereuen wir den Ausflug nicht – Geschichte ist eben nicht immer schön. Schon bald konnten wir sie wieder aufmuntern und wir sehen es alle als besonders beeindruckendes Erlebnis, das man keinesfalls auslassen sollte. Das typische „Museums-Ermahnen“ wie „Bitte ruhig sein, bitte nicht laut lachen“ etc. kann man sich hier sparen – hier herrscht eine ganz besondere Stimmung vor und schon die Kleinsten spüren das und ehren diesen Ort.


Clava Cairns

Danach war es wieder an der Zeit für gute Laune und mystisches Schottland. Auf zu den Clava Cairns – nur wenige Fahrminuten von Culloden entfernt.

Man findet hier Hügelgräber und Steinkreise aus der Bronzezeit. Magisch, ein bisschen gruselig, interessant für Geschichtefans und ein Spaß für Outlander-Fans! (Spoiler: Keiner von uns konnte durch einen Stein in die Vergangenheit gelangen. ;-) )


Clootie Well

Nach diesem gemütlichen mystischen Programmpunkt begaben wir uns noch auf eine 5-Meilen-Rundwanderung entlang des Culloden Battlefield Trails zu einem berühmten Clootie Well – genauer St. Mary’s Well. Ein Clootie Well ist ein keltischer Kultort – ein Brauch, der in Schottland weiterpraktiziert wurde und noch immer wird. Man hängt ein Stück Stoff hier auf und verspricht sich dadurch Heilung, Glück und Segen. Das mussten wir natürlich ausprobieren. Etwas gruselig, aber sehr mystisch und ein Erlebnis über das man noch lange spricht.


#4 Isle of Skye: Schottland wie im Bilderbuch

Wir hatten tatsächlich überlegt Skye auszulassen – das wäre ein schwerer Fehler gewesen. Auf der Isle of Skye zeigt sich Schottland von seiner Schokoladenseite – jeder Blick ein Postkartenmotiv. Gut, dass wir zumindest eine Übernachtung auf Skye eingeplant haben.

Die Fahrt auf die Insel ist wirklich beeindruckend und ein kurzer Halt am Eilean Donan Castle ist Pflichtprogramm.


Unser Weg führte uns sofort zu den berühmten Fairy Pools – unsere Mädchen freuten sich schon seit Monaten auf diesen magischen Ort, wo es tatsächlich noch Feen gibt. Wir hatten Glück und beinahe 30 Grad (wirklich ein Glück in Schottland) und konnten in den Feenbecken tatsächlich baden! Wir haben hier fast den ganzen Nachmittag verbracht – man kann wandern, planschen und einfach staunen. Große Empfehlung – egal ob mit oder ohne Kindern!


Erfrischt und völlig bezaubert, fuhren wir in unsere wirklich geniale Unterkunft im Herzen von Skye: Das Sligachan Hotel ist zwar schon etwas in die Jahre gekommen – wir würden aber immer wieder dort übernachten. Die Lage ist unschlagbar – direkt an der berühmten Sligachan Bridge, das Pub direkt im Haus ist einfach kultig und die Umgebung ist atemberaubend. (Wir hatten die neu renovierte Pinnacle Suite – das war wunderbar – fragt also am besten nach einem renovierten Zimmer.)

Nach der Ankunft habe ich mich alleine auf den Weg gemacht und war 2 Stunden einfach ziellos wandern. Es war so traumhaft! Umzukehren fiel mir tatsächlich schwer. Skye ist auf jeden Fall ein Paradies für Wanderer – hier könnte ich definitiv mehr Zeit verbringen.

Ein wichtiger Punkt musste allerdings noch erledigt werden: Die Legende besagt, wer sein Gesicht unter der Sligachan Bridge für 7 Sekunden in das Wasser hält und das Wasser dann nicht abtrocknet, sondern an der Luft trocknen lässt, wird mit ewiger Jugend und Schönheit belohnt. Diese Chance konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Mal sehen, ob das tatsächlich hilft – auf jeden Fall war es ein sehr lustiges Erlebnis für die ganze Familie.

Gekrönt haben wir diesen Wahnsinnstag mit einem typisch schottischen Abendessen im hauseigenen Pub: Haggis, Stew, usw. Dazu ein kaltes Ale. Wir haben uns gefühlt wie „Gott in Schottland“! ;-)


Am nächsten Tag – nach einem fantastischen Full Scottish Breakfast – machten wir uns auf den Weg um die Insel zu erkunden. Wenn man sich Richtung Portree hält (und dann noch daran vorbei Richtung Norden), fährt man eine wunderschöne Panoramastraße und bleibt eigentlich alle 10 Minuten bei einem Vista Point stehen. Bleibt so oft es geht stehen und genießt auch die weniger berühmten Gebilde und Aussichten – Steilküsten, irre Felsformationen und das schönste Panorama, das ich je gesehen habe. Der Weg ist das Ziel!!

Unsere Must-Sees unterwegs waren an diesem Tag:

  • Old Man of Storr
  • Kilt Rock und Mealt Falls
  • Mittagessen und Spaziergang in Portree
  • Talisker Distillery

Nach diesen vielen unglaublichen Eindrücken ging es für uns wieder zurück aufs Festland.

Bald gibt es in einem gesonderten Beitrag den nächsten Teil unserer Reise mit vier Kindern durch Schottland – Fort William, Glencoe, Glasgow und vieles mehr – stay tuned!


Noch mehr Schottland mit Kind(ern)


Neueste Beiträge zum Thema Reisen mit Familie


Schottland mit Kindern


War dieser Beitrag informativ und/oder hilfreich?

Dann freuen wir uns, wenn du ihn teilst!

Du kannst unsere Inhalte auch unterstützen, indem du uns einen Kaffee spendierst oder uns folgst:

Um nichts zu verpassen, folgt uns doch bitte:

Muttis Pinterest
Muttis Facebook
Muttis LinkedIn
Muttis WhatsApp

NEU!

Muttis Instagram

Birgit @muttis_n
Christine @die.lauten.nachbarn

oder abonniert unseren Newsletter.

DANKE, dass ihr hier seid!

Birgit & Christine


Eigenwerbung!
Auf in Muttis Shop: muttis-blog.net/shop

Spreadshirt T-Shirt für Mütter
Spreadshirt Trinkglas
Spreadshirt T-Shirt für Kinder

Christine

Christine, chaotische Mama von 4 Kids berichtet hier als Co-Bloggerin vom Leben zwischen Grundschulkids und Pubertät! Der Social-Media Name "Die lauten Nachbarn" ist hier täglich Programm. Folgt uns gerne auch auf Instagram und Facebook!

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare

  1. Das hört sich wunderbar an! Zwei Fragen hätte ich: Ihr wart anscheinend im August dort. Wie voll war es denn so? Man hört ja oft Horrorgeschichten das gerade die typischen Reiseführer-Orte sehr voll sein sollen.
    Und: Wie sah es mit Mücken aus, die sollen ja manchmal eine echte Plage in den Highlands sein…

    1. Wir waren im Juli dort! Menschenmassen waren total okay! Mit den berühmten Midges haben wir nur einmal so richtig Bekanntschaft gemacht – abends vor unserem Hotel auf Skye. Ich sage nur „Tut weh und ist wirklich wie ein Überfall“ – nichts wie weg. Ansonsten hatten wir tatsächlich nie Probleme damit.

  2. Sehr cool! Wir haben für 2026 auch Schottland mit den Jungs geplant. Danke für diese traumhafte Beschreibung, die echt Lust aufs „Nachreisen“ macht!

Schreibe einen Kommentar

Menü schließen