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Spießig – oder nicht: Warum unsere Kinder fragen müssen, ehe sie vom Tisch aufstehen

Einer der ersten Kommentare eines Erwachsenen, nachdem wir diese neue Regel eingeführt hatten: Wie spießig! Warum ich in diesem Fall gerne spießig bin: Weil diese Regel einen guten Grund hat und auch hervorragend funktioniert: 

Irgendwie hat es sich bei uns eingeschlichen, dass am Tisch viel Unruhe entstanden ist. Immer wieder springt wer auf. Keine Ahnung wie es dazu kommen konnte. Vielleicht weil wir Großen auch immer wieder aufstehen, um noch etwas zu holen. Jedenfalls turnten auch die Kinder bei Tisch herum, mussten mal schnell noch im Wohnzimmer was erledigen, gingen quasi zwischendurch spielen.

Jetzt bin ich ja nicht der Verfechter davon, dass die Kinder sitzen bleiben müssen, bis alle Leute fertig gegessen haben. Ganz im Gegenteil – oft bin ich sogar froh, wenn die Kinder spielen gehen, damit wir noch in Ruhe essen können. Zwar haben wir immer darauf geachtet, dass sich die Kinder nach dem Essen die Hände und den Mund waschen, damit nicht alles am Sofa und sonstwo klebt. Aber das war ein Kommen und Gehen – das ging eindeutig zu weit.

Daher gilt bei uns jetzt folgendes Ritual: Wer fertig ist mit essen, spricht: “Ich bin fertig, darf ich bitte aufstehen?” Und hier kommt der Grund: Mit diesem Satz verinnerlichen die Kinder auch für sich selbst: Ich bin fertig, ich stehe jetzt auf. Und nochmal retour und nochwas in den Mund stopfen, gibt’s nicht.

Spießig?

Wie handhabt ihr das?

Foto: Peter Galbraith

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Muttis Nähkästchen

Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter. Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Hallo,
    nach der Überschrift dachte ich ob es kleinlich ist. Nach dem Beitrag kann ich es gut verstehen, denn das Problem des ran an den Tisch, weg vom Tisch kennen wir auch.
    Bei uns läuft es mittlerweile so, dass wenn die Kinder fertig sind und aufstehen, sie Ihren Teller mit Besteck in die Küche bringen. Sie brauchen aber nicht zu fragen, ob sie aufstehen dürfen. Mit dem Abräumen des eigenen Geschirrs realisieren sie ebenfalls, nun ist das Essen für mich vorbei. Außerdem übernehmen sie Verantwortung für die Sachen, die sie benutzt haben.
    Ich finde es immer bereichernd, wie andere den Alltag handhaben. Danke für Deine Darstellung dazu.

  2. Schön, dass es auch noch andere Familien gibt, wo das so gehandhabt wird.

    Bei uns ist das “Danke ich habe genug, darf ich bitte aufstehen” schon immer usus und bei drei Kindern muss man schon schauen, dass alles “unter Kontrolle” bleibt ;)

    Für mich ist es ganz normal und für meine Kinder auch, aber wenn wir Besuch haben ist dieser schon immer sehr beeindruckt von so wohlerzogenen Kindern, was mich auch immer wieder mit Stolz erfüllt.

    Man kann alles übertreiben, aber gutes Benehmen ist doch wirklich nicht “kleinlich”

    Liebe Grüße
    BioBella

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