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Studie: Wie Glaubenssätze den Geburtsverlauf beeinflussen

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Studie: Wie Glaubenssätze den Geburtsverlauf beeinflussen

Die Einstellungen und Glaubenssätze (Mindsets) von Schwangeren können den Geburtsverlauf beeinflussen. Das zeigt eine aktuelle Studie. Frauen, die eine Geburt als natürlichen Vorgang begreifen, benötigen etwa seltener Schmerzmittel oder einen Kaiserschnitt.


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Studie: Wie Glaubenssätze den Geburtsverlauf beeinflussen


Natürlicher Vorgang oder medizinisches Ereignis – das Mindset macht den Unterschied

Die Geburt kann eher als natürlicher Vorgang oder stärker als medizinisches Ereignis wahrgenommen werden – das hängt vom Mindset ab! Mindsets sind als eine Art mentale Brille zu verstehen, die die Wahrnehmung unserer Umwelt lenken und unser Verhalten beeinflussen können.

Konkret bedeutet das, dass die Entbindung entweder als Prozess gesehen wird, den die Gebärende bis auf wenige Ausnahmen ohne medizinische Hilfsmittel bewältigen kann. Oder aber, die Geburt erscheint vielmehr als risikobehafteter Vorgang, der der medizinischen Überwachung und Unterstützung etwa mit Kaiserschnitt, Schmerzlinderung und Dammschnitt bedarf.


Über die Studie mit 300 Frauen

In einer aktuellen Studie befragten Forschende der Universität Bonn rund 300 Frauen von der ersten Hälfte der Schwangerschaft bis sechs Monate nach der Geburt zu ihren Einstellungen, Annahmen und Erlebnissen:

  • Die Teilnehmerinnen der Studie wurden während der Schwangerschaft über ein Online-Tool zu ihren Persönlichkeitseigenschaften wie Ängstlichkeit, Selbstwert und Selbstwirksamkeit sowie ihrem Mindset befragt.
  • Einige Wochen vor der Geburt hakten die Forschenden außerdem nach, ob etwa Risiken zur Schwangerschaft aufgetreten waren und wo die Entbindung stattfinden sollte.
  • In der ersten Woche nach der Entbindung drehten sich die Fragen um das subjektive Erleben der Geburt und ob medizinische Eingriffe durchgeführt wurden.
  • Im Rahmen einer Tagebucherhebung füllten die Teilnehmerinnen zudem für einige Wochen täglich und anschließend wöchentlich einen kurzen Fragebogen per Handy aus, in dem es etwa um ihr Wohlbefinden und das Stillen ging.
  • Rund acht Wochen nach der Geburt lag der Fokus darauf, ob Symptome von Depression oder posttraumatischem Stress vorlagen. Sechs Monate nach der Entbindung kam es zur abschließenden Online-Befragung. Dabei stand die Mutter-Kind-Bindung im Mittelpunkt.

Ergebnisse: Psychologische Faktoren beeinflussen die Geburt

Die Studie zeigt die Bedeutung psychologischer Faktoren für die Geburt: Das Mindset der Schwangeren kann einen Effekt darauf haben, ob die Geburt später eher interventionsarm oder -reich verläuft.

Die Ergebnisse im Überblick:

Frauen, die die Entbindung als natürlichen Prozess ansehen, brauchten weniger medizinische Unterstützung bei der Geburt und hatten als Folge ein positiveres Erleben nach der Entbindung. Auch Wochen danach waren bei ihnen weniger Probleme mit Depressionen oder postraumatischem Stress zu beobachten.


Mehrere Schritte zu einem positiven Geburtserleben

Nach dem Modell der Psycholog:innen hat das Mindset einen Effekt auf den Geburtsverlauf. Wenn bei der Entbindung weniger medizinische Eingriffe stattfinden, hat dies ein positiveres Geburtserleben zur Folge. Dies hat wiederum Auswirkungen auf das Wohlbefinden von Mutter und Kind. Und alles zusammen kann bei einem positiven Verlauf zu einer sichereren Mutter-Kind-Bindung führen.

„Dies bedeutet jedoch nicht, dass es ein ‚gutes‘ (natürliches) und ein ’schlechtes‘ (medizinisches) Mindset gibt“, sind die Psycholog:innen überzeugt. Ziel sollte deshalb sein, Gebärende in ihren unterschiedlichen Mindsets zu unterstützen und ihnen ein positives und selbstbestimmtes Geburtserlebnis zu ermöglichen.


Quelle: Lisa Hoffmann, Norbert Hilger, Rainer Banse: The mindset of birth predicts birth outcomes: Evidence from a prospective longitudinal study, European Journal of Social Psychology, DOI: 10.1002/ejsp.2940


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