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Theory of Mind: Wie Kinder lernen, andere wirklich zu verstehen

Theory of Mind: Wie Kinder lernen, andere wirklich zu verstehen

Kinder hören nicht nur Worte. Sie deuten Blicke, Stimmungen, Regeln und unausgesprochene Erwartungen. Eine neue Studie zeigt, wie diese Fähigkeit in der Grundschulzeit wächst und warum sie für Freundschaften, Streit und Familienalltag so wichtig ist. Denn diese Fähigkeit wirkt sich unmittelbar auf Geschwisterkonflikte, Schulerfolg und soziales Miteinander unter Gleichaltrigen aus!

Estimated reading time: 14 Minuten


Theory of Mind: Wie Kinder lernen, andere wirklich zu verstehen. Wie und warum Eltern das fördern können und sollten!


Wenn Kinder lernen, Gedanken zu lesen

Natürlich können Kinder keine Gedanken lesen. Und doch tun sie im Alltag etwas, das dem erstaunlich nahekommt. Sie überlegen, was andere wissen, glauben, fühlen oder erwarten. Sie merken, wenn jemand etwas nicht wörtlich meint. Sie spüren, wenn eine Bemerkung verletzend sein könnte. Sie lernen, dass zwei Menschen dieselbe Situation ganz unterschiedlich sehen können.

In der Entwicklungspsychologie wird diese Fähigkeit „Theory of Mind“ genannt. Gemeint ist damit die Fähigkeit, sich in mentale Zustände anderer hineinzuversetzen. Also zu verstehen: Jemand kann etwas denken, das ich nicht denke. Jemand kann etwas glauben, das gar nicht stimmt. Jemand kann etwas sagen und etwas anderes meinen.

Die aktuelle Studie „Reading between the lines: Universal structure and cultural variation in advanced theory of mind“ von Christopher Osterhaus, Shingo Uchinokura und Hiromi Tsuji untersucht genau diese fortgeschrittene Form der Theory of Mind bei Grundschulkindern in Japan und Deutschland. Die Forschenden nennen sie „advanced theory of mind“, kurz AToM. Sie meinen damit nicht nur einfache Perspektivübernahme, sondern komplexere soziale Denkfähigkeiten, die besonders in der mittleren Kindheit wichtig werden.


Warum diese Fähigkeit in der Grundschulzeit so wichtig wird

Viele Eltern kennen die klassischen Kleinkindfragen: Warum weint das andere Kind? Warum ist Papa sauer? Warum hat Oma sich gefreut? Doch im Grundschulalter werden soziale Situationen anspruchsvoller. Freundschaften werden komplizierter. Gruppenregeln spielen eine größere Rolle. Kinder vergleichen sich stärker. Sie verhandeln, streiten, versöhnen sich, schließen einander ein oder aus.

Genau hier wird fortgeschrittenes soziales Verstehen wichtig. Die Studie beschreibt, dass Advanced Theory of Mind Kindern hilft, indirekte Kommunikation zu verstehen, Missverständnisse einzuordnen, soziale Fehltritte zu erkennen und mit Mehrdeutigkeiten umzugehen. Sie ist außerdem mit Freundschaften, geringerer Einsamkeit, Beliebtheit unter Gleichaltrigen und sogar schulischen Leistungen in Bereichen wie Lesen, Mathematik und naturwissenschaftlichem Denken verbunden.

Für Familien bedeutet das: Wenn euer Kind nach einem Streit sagt „Die hat das extra gemacht“, steckt dahinter nicht nur ein einzelner Konflikt. Es geht auch darum, wie euer Kind Absichten deutet. Wenn ein Kind Ironie nicht versteht, muss das kein fehlender Humor sein. Vielleicht ist die Fähigkeit, indirekte Botschaften zu entschlüsseln, gerade noch mitten in der Entwicklung.


Drei Bausteine des sozialen Verstehens

Die Studie zeigt, dass fortgeschrittenes Gedankenverstehen nicht einfach eine einzige Fähigkeit ist, die immer stärker wird. Stattdessen fanden die Forschenden drei zusammenhängende, aber unterscheidbare Bereiche.

Soziales Schlussfolgern

Der erste Bereich ist soziales Schlussfolgern. Dazu gehört, dass Kinder verstehen können, was eine Person über die Gedanken einer anderen Person denkt. Ein Beispiel aus dem Alltag: Dein Kind überlegt nicht nur „Was glaubt mein Freund?“, sondern auch „Was glaubt mein Freund, was ich weiß?“ Genau solche verschachtelten Gedanken sind anspruchsvoll.

Erkennen sozialer Normen

Der zweite Bereich ist das Erkennen sozialer Normen. Kinder lernen, wann jemand unbeabsichtigt etwas Unpassendes sagt oder tut. In der Forschung wird dafür oft der Begriff Fauxpas verwendet. Ein Kind muss also erkennen: Diese Person hat etwas gesagt, das verletzend sein kann, aber vielleicht wusste sie gar nicht, dass es verletzend ist.

Umgang mit Mehrdeutigkeit

Der dritte Bereich ist der Umgang mit Mehrdeutigkeit. Kinder lernen, dass eine Situation, ein Bild oder eine Aussage mehrere mögliche Bedeutungen haben kann. Das ist im Familienalltag ständig relevant. Hat das Geschwisterkind wirklich „gemein geguckt“ oder war es nur müde? War die Nachricht kurz angebunden, weil jemand genervt war oder weil wenig Zeit war?

Die Studie fand Hinweise darauf, dass diese drei Bereiche bei Kindern in Deutschland und Japan als gemeinsame Grundstruktur vorhanden sind. Das spricht dafür, dass Kinder überall ähnliche Grundfähigkeiten entwickeln. Gleichzeitig zeigt sich: Kultur, Sprache und soziale Erwartungen beeinflussen, wann und wie stark einzelne Bereiche wachsen.


Was die Studie genau untersucht hat

In der ersten Untersuchung nahmen 401 japanische Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren teil. Sie bearbeiteten Aufgaben zu sozialem Schlussfolgern, Normerkennung und Mehrdeutigkeit. Die Aufgaben wurden in der Schule als Papier-und-Bleistift-Test durchgeführt. Die Kinder hörten Geschichten, sahen Bilder und sollten entscheiden, was Figuren wissen, glauben oder meinen.

In einer zweiten Untersuchung verglichen die Forschenden 148 japanische Kinder mit 148 deutschen Kindern. Die Gruppen wurden so ausgewählt, dass sie in wichtigen Merkmalen vergleichbar waren: Klassenstufe, Geschlecht, Migrationshintergrund beziehungsweise zuhause gesprochene Sprache und ein Maß für den sozioökonomischen Hintergrund, nämlich die Anzahl der Bücher zuhause.

Das ist wichtig, weil Unterschiede sonst leicht falsch gedeutet werden könnten. Wenn eine Gruppe älter wäre oder mehr Bildungsvorteile hätte, wären Ergebnisse schwer vergleichbar. Durch das Matching wollten die Forschenden genauer prüfen, ob sich Entwicklungswege tatsächlich zwischen den kulturellen Kontexten unterscheiden.


Deutschland und Japan: gleiche Grundfähigkeit, andere Wege

Ein zentrales Ergebnis lautet: Kinder in beiden Ländern zeigen dieselbe grundlegende dreiteilige Struktur des fortgeschrittenen sozialen Verstehens. Die Fähigkeit ist also nicht in Japan „anders“ als in Deutschland. Aber die Entwicklung verläuft unterschiedlich.

Deutsche Kinder schnitten in der Studie besonders bei rekursiver Theory of Mind und beim Erkennen sozialer Normverletzungen früher höher ab. Rekursive Theory of Mind bedeutet, dass Kinder Gedanken über Gedanken verstehen können, etwa: „Sie denkt, dass er glaubt, dass sie nichts weiß.“ Das klingt abstrakt, kommt aber im Alltag vor, wenn Kinder Geheimnisse, Überraschungen, Missverständnisse oder kleine Täuschungen verstehen.

Japanische Kinder zeigten dagegen eher langsamere, kontinuierlichere Fortschritte. Besonders interessant ist: In Japan spielte der Umgang mit Mehrdeutigkeit eine stärkere organisierende Rolle. Die Studie verweist darauf, dass japanische Kommunikation stärker von Kontext, Harmonie und indirekten Hinweisen geprägt sein kann. Kinder lernen dort stärker, Situationen aus feinen Signalen zu erschließen, also gewissermaßen „die Athmosphäre zu lesen“. In der Studie wird dafür der japanische Ausdruck „kuuki o yomu“ genannt, ungefähr vergleichbar mit „read the room“.

Für Eltern ist daran besonders spannend: Kinder lernen soziales Verstehen nicht nur durch Reife. Sie lernen es auch durch die Art, wie zuhause, in der Schule und im Umfeld über Gedanken, Gefühle, Absichten und Regeln gesprochen wird.


Was heißt das für euren Familienalltag?

Die Studie ist keine Erziehungsanleitung. Sie sagt nicht, dass ein kultureller Weg besser ist als der andere. Sie zeigt vielmehr: Kinder bringen eine gemeinsame menschliche Fähigkeit mit, aber ihr Umfeld beeinflusst, welche Teile davon wann besonders gestärkt werden.

Wenn ihr zuhause oft offen über Gedanken und Gefühle sprecht, kann das Kindern helfen, mentale Zustände ausdrücklich zu benennen. Sätze wie „Was glaubst du, warum sie das gesagt hat?“ oder „Was könnte er gedacht haben, als du weggegangen bist?“ unterstützen Kinder dabei, über Perspektiven nachzudenken.

Genauso wertvoll ist es, Mehrdeutigkeit auszuhalten. Nicht jede soziale Situation hat sofort eine eindeutige Erklärung. Ein Kind kann lernen, mehrere Möglichkeiten nebeneinander stehen zu lassen: Vielleicht war die andere Person absichtlich gemein. Vielleicht hat sie es nicht gemerkt. Vielleicht war sie selbst unsicher. Dieses Denken schützt vor vorschnellen Urteilen.

Gerade in Familien mit mehreren Kindern kann das entlastend sein. Statt sofort zu entscheiden, wer „schuld“ ist, könnt ihr gemeinsam rekonstruieren, was jede Person gesehen, gehört, gedacht und gefühlt haben könnte.

Warum Missverständnisse Lernmomente sind

Im Familienalltag wollen wir Konflikte oft schnell lösen. Das ist verständlich. Niemand möchte jeden Streit am Küchentisch psychologisch aufarbeiten. Aber kleine Missverständnisse sind gute Lernmomente.

Wenn ein Kind sagt „Er wusste genau, dass mich das ärgert“, könnt ihr nachfragen: „Woran hast du gemerkt, dass er es wusste?“ Oder: „Gibt es noch eine andere Möglichkeit?“ Solche Fragen helfen Kindern, zwischen Absicht, Wissen und Wirkung zu unterscheiden.

Denn das ist ein wichtiger Punkt: Jemand kann etwas Verletzendes tun, ohne die Wirkung vorher verstanden zu haben. Und jemand kann etwas gut meinen, das trotzdem nicht gut ankommt. Fortgeschrittenes soziales Verstehen heißt nicht, alles zu entschuldigen. Es heißt, genauer hinzuschauen.

Die Studie verbindet das Erkennen von Fauxpas genau mit dieser Fähigkeit: Kinder müssen verstehen, dass eine Person eine soziale Regel verletzt, ohne unbedingt böse Absicht zu haben.

Wie ihr Gespräche über Gedanken und Gefühle fördern könnt

Ihr müsst keine komplizierten Übungen einführen. Vieles passiert in normalen Gesprächen. Beim Vorlesen könnt ihr fragen, warum eine Figur etwas verschweigt. Nach einem Film könnt ihr überlegen, welche Figur etwas falsch verstanden hat. Nach einem Streit könnt ihr gemeinsam sortieren, wer was wusste und wer was nur vermutet hat.

Besonders hilfreich sind Fragen, die nicht sofort bewerten. Also weniger: „War das nett oder gemein?“ Sondern eher: „Was könnte sie gedacht haben?“ „Was hat er vielleicht nicht gewusst?“ „Warum hat die andere Person das anders verstanden?“ „Welche andere Erklärung könnte es geben?“

Solche Fragen trainieren nicht nur Einfühlung. Sie fördern auch sprachliches Denken, Aufmerksamkeit und die Fähigkeit, impulsive Deutungen zu bremsen. Die Studie zeigt, dass Sprache und Hemmung, also die Fähigkeit, spontane Reaktionen zu kontrollieren, mit Aspekten der Advanced Theory of Mind zusammenhängen.

Wenn Kinder Ironie, Andeutungen oder Regeln noch nicht sicher verstehen

Manche Kinder nehmen Aussagen lange sehr wörtlich. Andere erkennen soziale Fettnäpfchen früh. Wieder andere sind sehr sensibel für Stimmungen, können aber schwer erklären, was genau los ist. Die Studie macht deutlich: Diese Fähigkeiten entwickeln sich in der mittleren Kindheit weiter und nicht alle Teilbereiche wachsen gleich schnell.

Das kann Eltern entlasten. Wenn ein achtjähriges Kind eine indirekte Bemerkung nicht versteht, ist das nicht automatisch Unaufmerksamkeit. Wenn ein Kind bei mehrdeutigen Situationen schnell nur eine Erklärung sieht, kann das entwicklungsbedingt sein. Wenn ein Kind nicht erkennt, warum eine Bemerkung peinlich war, braucht es vielleicht noch Unterstützung, um Wissen, Absicht und Wirkung auseinanderzuhalten.

Wichtig ist, nicht zu beschämen. Ein ruhiger Satz wie „Ich glaube, das kam anders an, als du es gemeint hast“ hilft oft mehr als „Das sagt man doch nicht“.

Was Familien aus dem Kulturvergleich lernen können

Der Vergleich zwischen Japan und Deutschland ist für Familien nicht deshalb interessant, weil man daraus einfache nationale Schubladen ableiten sollte. Kinder sind verschieden, Familien sind verschieden und jede Kultur ist vielfältig. Spannend ist vielmehr die Grundidee: Soziales Verstehen wird im Alltag geübt.

In eher direkten Gesprächskulturen lernen Kinder vielleicht früher, Gedanken und Überzeugungen ausdrücklich zu benennen. In stärker kontextbezogenen Umfeldern lernen Kinder möglicherweise stärker, feine Hinweise, Mehrdeutigkeit und unausgesprochene Erwartungen wahrzunehmen.

Beides ist wertvoll. Kinder brauchen Worte für Gedanken und Gefühle. Und sie brauchen die Fähigkeit, Zwischentöne zu erkennen. Sie profitieren davon, wenn Erwachsene beides vormachen: klar aussprechen, was in ihnen vorgeht, und gleichzeitig anerkennen, dass Situationen mehrdeutig sein können.

Die wichtigste Botschaft: Nicht alles sofort festlegen

Für den Familienalltag könnte eine der wichtigsten Lehren sein: Lasst Raum für mehrere Perspektiven. Kinder müssen nicht nur lernen, „die richtige“ Interpretation zu finden. Sie müssen auch lernen, dass Menschen Situationen unterschiedlich erleben.

Das ist besonders wichtig in Geschwisterkonflikten. Ein Kind erlebt etwas als Provokation, das andere als Spaß. Ein Kind fühlt sich ausgeschlossen, das andere wollte nur kurz allein sein. Ein Kind denkt, die Eltern hätten etwas versprochen, die Eltern erinnern sich anders.

Hier könnt ihr modellieren, was Advanced Theory of Mind im Alltag bedeutet: „Du hast gedacht, er macht das extra. Er sagt, er hat es nicht gemerkt. Wir schauen jetzt gemeinsam, was passiert ist und was ihr beide daraus machen könnt.“

Warum das auch für Schule und Freundschaften zählt

Die Studie betont, dass Advanced Theory of Mind nicht nur für private Beziehungen wichtig ist. Sie spielt auch im Klassenzimmer eine Rolle. Wer Missverständnisse versteht, kann besser mit Gruppenarbeiten umgehen. Wer indirekte Sprache versteht, kann Erklärungen und Texte besser einordnen. Wer Perspektiven wechseln kann, versteht Geschichten, moralische Fragen und soziale Regeln tiefer.

Für Freundschaften ist diese Fähigkeit ebenso zentral. Kinder müssen erkennen, wann jemand ausgeschlossen wird, wann eine Entschuldigung nötig ist, wann ein Scherz kippt und wann eine andere Person etwas anders gemeint hat. Die Studie verweist darauf, dass individuelle Unterschiede in Advanced Theory of Mind mit Beliebtheit unter Gleichaltrigen, Freundschaftsfähigkeit und geringerer Einsamkeit verbunden sind.

Was du konkret mitnehmen kannst

Die Studie zeigt, dass Kinder zwischen 8 und 12 Jahren noch mitten in einer wichtigen Entwicklung stecken. Sie lernen nicht nur mehr Wörter, mehr Mathe und mehr Weltwissen. Sie lernen auch, soziale Situationen immer feiner zu verstehen.

Als Eltern oder Bezugspersonen könnt ihr diesen Prozess unterstützen, indem ihr Gedanken sichtbar macht. Nicht durch lange Vorträge, sondern durch gemeinsame Sprache: „Ich dachte, du meinst das so.“ „Du hast vielleicht gedacht, ich bin sauer.“ „Sie wusste wahrscheinlich nicht, dass dich das verletzt.“ „Es gibt mehrere Möglichkeiten, diese Situation zu verstehen.“

So lernt ein Kind: Menschen handeln nicht einfach nur. Sie denken, hoffen, irren sich, schämen sich, verschweigen etwas, wollen schützen, wollen dazugehören. Und manchmal sagt jemand etwas, das zwischen den Zeilen viel mehr bedeutet als im Satz selbst steht.


Fazit: Zwischen den Zeilen beginnt viel Familienleben

Kinder wachsen sozial nicht nur daran, dass wir ihnen Regeln erklären. Sie wachsen daran, dass wir gemeinsam mit ihnen Bedeutungen erforschen. Was hat jemand gemeint? Was wusste die andere Person? Was konnte sie nicht wissen? Welche Erklärung gibt es noch? Warum war das für dich verletzend, obwohl es vielleicht nicht so gemeint war?

Die Studie von Osterhaus, Uchinokura und Tsuji zeigt: Die Fähigkeit, Gedanken und soziale Situationen fortgeschritten zu verstehen, hat eine gemeinsame Grundstruktur über Kulturen hinweg. Aber ihr Entwicklungsweg wird durch Kommunikation, Umfeld und soziale Erwartungen geprägt.

Für euren Alltag heißt das: Jedes Gespräch über Missverständnisse, Gefühle, Absichten und mehrere mögliche Sichtweisen ist mehr als Konfliktlösung. Es ist ein kleines Training darin, andere Menschen besser zu verstehen.

Quelle: Osterhaus, Christopher, Uchinokura, Shingo, & Tsuji, Hiromi. (2026). Reading between the lines: Universal structure and cultural variation in advanced theory of mind. Child Development, 1–16. Published April 15, 2026. https://doi.org/10.1093/chidev/aacag051


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Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

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  2. Liebe Birgit, danke für diesen klaren Beitrag zur Theory of Mind – ich finde gerade die alltagsnahen Beispiele richtig hilfreich, weil sie das Thema aus der akademischen Ecke holen. Bei uns merke ich es vor allem in den kleinen Konfliktmomenten, wenn ein Kind plötzlich begreift, dass das Geschwisterkind „anders denkt“. Den Punkt mit der Geduld als Elternteil kann ich nur unterschreiben. Off-topic, aber thematisch verwandt: Ich verfolge auch, wie Kinder- und Familienkonten auf Instagram sich gegenseitig fördern, und nutze dafür InstaPV, weil ich anonym und ohne Login die letzten Following-Aktivitäten sehen kann – das zeigt überraschend zuverlässig, wer mit wem gerade kooperiert. Tools, die nach dem IG-Passwort fragen, sind dagegen reine Phishing-Kits und ein klares No-Go. InstaPV liest nur öffentliche Inhalte, ganz ohne Anmeldung. Liebe Grüße, Faye

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