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Von wegen Sauberkeitserziehung – und wie die auch nach hinten losgehen kann

Wie wird mein Kind sauber, wie kriegen wir die Windel los? Was muss ich tun, damit mein Kind endlich auf die Toilette/das Töpfchen geht? … Fragen, die uns um den wohlverdienten Schlaf bringen.

Meine Antwort: Wir können nur eines – dafür umso Essentielleres – tun: 

Geduld haben!
Und sonst gar nix.

Erfahrungsbericht: Sauberkeitserziehung

Meine Erfahrung ist: Jede Sauberkeitserziehung ist für die Katz und erzeugt nur Stress – bei Mutter UND Kind.
Denn wenn das Kind nicht will, ist jede “Erziehungsmethode” zum Scheitern verurteilt.
Und kann sogar nach hinten losgehen:

Mein Negativ-Beispiel

Beim ersten Kind machte ich mir einen Riesen-Stress. Und die Kindergarten-Pädagogin half kräftig mit:

“Wenn er von der Krabbelgruppe zu den Großen wechseln soll, dann muss die Windel weg!”

Und es war bitter an der Zeit – das Kind war mehr als reif für “die Großen”. Nur seine Windel war sein bester Freund. Ich hab’s im Guten versucht, mit Vorbild, mit Belohnung und Bestechung, mit Druck und leider auch mit sehr lauten Worten … geholfen hat das alles nichts, eher im Gegenteil. :-(
(Nachzulesen hier: Rezept für’s Sauber werden)

Ich habe daraus gelernt und mir geschworen, dass ich das so nicht wiederholen werde.

Mein Positiv-Beispiel

Und das positive Pendant: Nun ist auch das zweite Kind mit knapp 3 Jahren sauber geworden – ganz ohne Probleme und ohne ein Problem daraus zu machen. Die (andere) Kindergarten-Pädagogin war dabei äußerst hilfreich: Sie meinte immer, dass wir uns keine Gedanken machen sollen – das gehe meist ganz schnell und ganz von selbst. Und wenn er doch noch eine Windel braucht, dann ist das auch OK. (Vielen, vielen Dank, liebe G. für deinen Zuspruch!)

Ich habe dem Kind lediglich immer gesagt, dass ich mich freuen würde, wenn er das Töpfchen bzw. das Klo benutzt. Aber wenn er noch seine Windel braucht, dann  ist das auch in Ordnung. Und es ging wirklich ganz schnell und von ganz alleineweil das Kind das aus freien Stücken wollte. Und kurz darauf verkündete das damals knapp 3-jährige Kind dann, dass es auch nachts keine Windel mehr brauche. Als die Nachtwindel wochenlang trocken blieb konnten wir es endlich glauben. Und es gab auch keinen einzigen “Unfall”.



Sauberkeitserziehung: Wenn das Töpfchentraining nach hinten losgeht

Wie es nach hinten losgehen kann: Beim Großen haben wir es dann damals immerhin geschafft, den (Halbtags-)Kindergarten zur windelfreien Zone zu erklären. Das hat auch ganz gut geklappt, weil er sich dann eben alles verhalten hat. Zuhause war dann wieder die Windel angesagt.

Allerdings haben wir das mit dem Sauber-werden beim ersten Kind bis heute nicht 100%-ig im Griff: es gibt kaum einen Tag ohne nasse Hose. Der Kinderarzt hat uns nun mit der Diagnose Harnträufeln an eine Kinderurologin überwiesen. Mal sehen … Aber ich habe das starke Gefühl, dass wir da von Anfang an was verbockt haben …

In der Zwischenzeit versuchen wir mit viel Liebe und Verständnis, Cranberrys und einer spagyrischen Goldruten-Essenz der Sache zu begegnen.

Foto: Konstantinos Dafalias

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Muttis Nähkästchen

Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter. Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

Dieser Beitrag hat 7 Kommentare

  1. Hallo Mutti´s
    bitte den Psychomeridian nicht zu vergessen.
    (Schocklösung).
    Kannst ja schon testen.

    Liebe Grüße
    Edeltraud

  2. Blog Kommentar

    Hallo und vielen Dank für diese tollen Tipps.

    Die würden normalerweise sicherlich helfen, aber ich hatte das Problem dass meine Tochter (zwei Jahre alt) einfach nicht auf Töpfch wollte.
    Ich suchte unzählige Stunden im Internet nach Tipps und Tricks, wie die Kleine endlich aufs Töpfchen bringen könne.

    Nach vielen erfolglosen Versuchen erzählte mir meine beste Freundin, die selbst Mutter einer kleinen Tochter ist, wie sie es geschafft hat ihre Tochter aufs Töpfchen zu bringen.

    Sie empfahl mir ein Töpfchentraining welches sie im Internet fand und bei ihr sehr schnell zum Erfolg führte.
    Ich war am Beginn total skeptisch und konnte ihr nicht wirklich glauben, aber da sie meine beste Freundin ist und ich sah wie gut es bei ihr funktionierte besorgte ich mir dieses “Töpfchentraining” ebenfalls.

    Es war eine der besten Entscheidungen die ich als Mutter je getroffen habe. Mein kleiner Schatz geht jetzt schon seit 5 Tagen selbstständig aufs Töpfchen. Ich bin wirklich begeistert von den Informationen die selbst bei sturen Kindern, wie bei meiner kleinen Tochter wahre Wunder wirken.

    Ich möchte Euch deshalb dieses Töpfchentraining einfach nicht vorenthalten.
    https://goo.gl/SNzaZx

    Ich hoffe, dass ich damit einigen Eltern Helfen die gerade ein ähnliches Problem haben wie es bei mir war helfen kann.

    Liebe Grüße Anna

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