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Wahr oder nicht? 10 Mythen rund um graue Haare

Wahr oder nicht? 10 Mythen rund um graue Haare

Ich färbe seit 2011 meine Haare nicht mehr: Mit 35 Jahren habe ich mich damals zu diesem Radikalschritt entschlossen und trage seither graue Haare. Und ich hab es keinen einzigen Tag bereut!
Immer wieder stoße ich auf verschiedene Mythen rund um graue Haare: sie machen Männer sexy und Frauen alt, sie sind immer ein Makel und ein Zeichen von Krankheit und so weiter. Doch sind diese Mythen wahr oder kompletter Humbug? Meine Erfahrung bestätigt einige und entkräftet andere:

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Wahr oder falsch? 10 Mythen über graue Haare

#1 Grundmythos graue Haare

Erstmal vorab: Graue Haare gibt es so nicht. Denn die Haare werden nicht grau – sie werden durch die fehlende Pigmentierung entweder weiß oder farblos. Grau wirkt es auf uns aufgrund der Mischung von pigmentierten und pigmentlosen Haaren am Kopf.


Mythos #2
Graues Haar macht Männer sexy und Frauen alt

Männer mit grauen Schläfen sind interessant, gelten als erfahren und begehrenswert. Frau denke nur an George Clooney, Pierce Brosnan, Richard Gere und andere ergraute Protagonisten.

Aber umgekehrt sieht es ganz anders aus – grauhaarige Frauen wirken einfach nur alt. Oder?
Also ich persönlich kann das ganz und gar nicht bestätigen! Ganz im Gegenteil! Ich finde, es macht sogar interessant! Siehe LINK Auch TV-Moderatorin Birgit Schrowange ist dieser Meinung: “Es sieht super aus. Und komischerweise macht es mich jünger und nicht älter.”


Mythos #3
Graue Haare sind ein Makel

Das liegt im Auge der Betrachterin! Ich finde, sie sind KEIN Makel. Jede Frau, die ihre grauen Haare mit Würde, Anmut und Selbstbewusstsein trägt, wird sie niemals als Makel empfinden.

Ich empfinde meine graue Mähne als i-Tüpfelchen! Sie sind Zeichen von Reife und Weis(s)heit ;-) – und das ist doch schön!


Mythos #4
Gefärbtes Haar ist immer schöner

Nope! Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit NICHT! Denn den optimalen Farbton zu finden, gelingt nicht immer allen Leuten. Bei manchen sieht die gefärbte Mähne aus wie ein „Helm“. Und dann erst der Nachwuchs! Schon nach wenigen Tagen blitzen im Scheitel und an den Schläfen die nachwachsenden Haare wieder hervor. Und die weißen sind dabei besonders auffällig! Auch nehmen weiße Haare die Haarfarbe nicht gleich gut auf wie pigmentierte Haare.


Mythos #5
Graue Haare sind ein Zeichen von Krankheit

Ob und wann frau graue Haare bekommt, ist vor allem eine Frage der Gene. Schaut also am besten mal euren eigenen Eltern und Großeltern auf die Haarpracht! Das ist ein guter Indikator, wie es um die eigenen Gene steht. Ist die eigene Mutter früh ergraut, stehen die Chancen gut, dass auch die ich früh grau werde.

Aber auch der Lebensstil, Stress und Krankheiten können das Ergrauen beeinflussen: Stress kann dazu führen, dass Haarwurzeln schlechter mit Nährstoffen versorgt werden. Und das schwächt wiederum die Melanin-Produktion. Außerdem gibt es Studien, die einen Zusammenhang zwischen Herzinfarkten oder einem höheren Osteoporose-Risiko herstellen. Belegt scheint: Östrogene haben einen Einfluss auf die Farbstoffbildung im Haar.


Mythos #6
Reißt man ein graues Haar aus, wachsen sieben neue nach

Also, nicht dass ich DAS schon mal ausprobiert hätte! Aber das fällt unter die Kategorie „urban legend“, also etwas, das sich die Leute weitererzählen – ohne dass es dafür valide Belege gibt. Fake News könnte frau auch sagen. Tatsache ist nur: Der Grund, warum neue graue Haare erscheinen, ist und bleibt schwer analysierbar.


Mythos #7
Man/frau kann nach einem Schock über Nacht ergrauen

Immer wieder wird kolportiert, dass ein Trauma das plötzliche Erscheinen von grauen Haaren bewirken kann. Aber das ist Blödsinn – Fake News. Ein absoluter Mythos über graue Haare! Es gibt zwar einen Bezug zwischen grauen Haaren und traumatischen Begebenheiten, die Auswirkungen sind jedoch allmählich, nicht plötzlich zu sehen.


Mythos #8
Mit Repigmentierung zurück zur Naturfarbe

Da muss ich euch leider enttäuschen: Sogenannte Repigmentierungs-Produkte können die Originalhaarfarbe nicht zurückholen. Mithilfe des Sauerstoffs in der Luft bilden diese Produkte naturähnliche Farbpigmente. Sie sind nur bei leicht grauem Haar eine Alternative. Bei ursprünglich hellblondem oder schwarzem Haar ist diese Methode gar nicht geeignet. Der Prozess braucht mehrere Anwendungen und muss kontinuierlich über einen Zeitraum von mehreren Tagen erfolgen. Und oft stellt sich nicht der gewünschte Effekt ein.


Mythos #9
Graues Haar ist immer spröde, trocken und glanzlos

Dieser Mythos über graue Haare ist leider wahr … durch den Alterungsprozess wird die Haardichte mit der Zeit geringer, das Haar wächst unregelmäßiger und Keratin, der Hauptzellstoff des Haares, wird schwächer. Somit wird das Haar dünner, trockener und empfindlicher. Es kann stumpf und matt wirken.

Aber es gibt „Gegenmittel“ – und die heißen Pflege, Pflege und nochmals Pflege:

  • Graue Haare brauchen viel Feuchtigkeit und kräftigende Kuren: Haarkuren mit Keratin oder Biotin bzw. spezielle Haaröle (oder auch Mandel- oder Kokosöl) für die Spitzen bringen Glanz.
  • Gegen den Gilb-Effekt (Gelbstich) helfen Silbershampoos oder Pflegeprodukte mit blauen Farbpigmenten. Violett ist die Komplementärfarbe zu Gelb. Das heißt: Diese Farben neutralisieren sich gegenseitig. Das Grau wird dadurch klarer, frischer und strahlender. Aber Vorsicht! Bei zu häufiger Anwendung bekommen die Haare einen Violettstich. Und das ist dann auch wieder nicht schön! Eine Anwendung pro Woche sollte reichen. Weil die Haarstruktur so unterschiedlich ist, kann es auch sein, dass das Silbershampoo gar nicht hilft. Sollte das Ergebnis nicht den Erwartungen entsprechen, könnt ihr so nachhelfen:
    • Ausreichende Einwirkzeit ist essenziell – mindestens fünf Minuten.
    • Das Shampoo nicht ins nasse, sondern ins trockene Haar massieren und mindestens zehn Minuten wirken lassen.
    • Nach dem Auftragen in die Sonne setzen: Durch die UV-Strahlung intensiviert sich der Effekt.
      Andererseits:
  • Sonnenschutz ist wichtig! Weißen Haaren fehlt das natürliche Haarfarbpigment Melanin, das wie ein UV-Filter wirkt und das Haar vor Schäden bei Sonneneinstrahlung schützt. Damit die grauen Haare keinen Lichtschaden davontragen, wird oft zu Pflegeprodukten mit UV-Filtern geraten. Noch wirkungsvoller ist es, ein Tuch oder einen Hut zu tragen.
  • Auch das gehört zur Pflege: regelmäßiges Spitzenschneiden – so bleibt die Frisur leicht und gepflegt. Denn auch das beste Pflegemittel hat gegen Spliss keine Chance. (Auch wenn uns die Werbung manchmal etwas Anderes weismachen will …)

Mythos #10
Graue Haare müssen kurz sein

Es gibt bei grauem Haar immer wieder die Empfehlung zur Kurzhaarfrisur. Denn Kurzhaarschnitte machen angeblich jünger. Aber das ist meines Erachtens kein Automatismus! Denn die Frisur sollte vielmehr zur jeweiligen Gesichtsform passen.

Ein sehr kurzer Kurzhaarschnitt wie z.B. der Pixie Cut mit weniger Volumen am Oberkopf wirkt bei einem runden Gesicht beispielsweise wenig schmeichelhaft. Daher: Auch langes Haar kann schmeichelhaft und jung wirken – vor allem, wenn es gepflegt ist!

Aber auch mit langen grauen Haaren kann man wunderbar arbeiten. Entweder ganz offen tragen oder mit Half Bun, wenn frau die Haare aus dem Gesicht haben will. Den Half Bun kann man dann auch noch mit Haarteilen, dies es mittlerweile auch in grau gibt, wunderbar aufpeppen. Der hohe Pferdeschwanz wirkt immer jung! Etwas zwiespältig bin ich nur beim Bun – egal ob messy oder nicht. Der sieht meiner Meinung nach mit sehr grauen Haare immer eher nach Oma aus …


Und ihr so?
Färbt ihr noch oder “graut” euch schon? ;-)
Oder anders und besser gefragt: Seid ihr stolze Silversisters?


Noch mehr über Muttis graue Haare


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Birgit

Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter. Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

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