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Wandern mit Kind: 10 unkonventionelle Survival-Tipps + Routen-Empfehlung
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Wandern mit Kind: 10 unkonventionelle Survival-Tipps + Routen-Empfehlung

Wandern mit Kindern – das kann KRÄFTIG in die Hose gehen.
Aber nicht, wenn ihr diese 10 Tipps beherzigt.
Tipp #9 ist höchst unkonventionell und gleichzeitig SEHR effektiv. Den habt ihr ganz bestimmt noch nirgends gelesen – versprochen.
Als Draufgabe gibt es eine Routenempfehlung für eine kindertaugliche Wanderung samt Übernachtungstipp in Großarl, Salzburger Land:

Wandern mit Kindern: 10 Tipps für Eltern

Meine Kinder, das sind astreine Faultiere.
So … jetzt ist es raus …
Aber wenn der Weg so richtig steil und schmal wird, dann erwachen die Berggämsen-Gene in ihren Adern. Aber selbst das gämsigste Berggen schützt nicht vor akuten Ich-kann-nicht-mehr-Attacken. Hier kommen meine “Überlebenstipps” für Eltern, die mit Kindern auf den Berg losziehen wollen:

#1 Die richtige Routenwahl

Das Um und Auf einer gelungenen Wandertour mit Kind ist die richtige Routenwahl.
Papa ist da ja prinzipiell ein bisschen zu ambitioniert …
Und jedes Kind ist anders.
Ihr kennt eure Kinder und deren Bergqualitäten am besten – danach solltet ihr euch richten. Da leisten uns diese Wanderführer für Familien sehr gute Dienste. Es gibt da sogar einen Wanderführer für Kinderwägen.


#2 Berg-Challenges ausrufen

Wer Phineas und Ferb kennt, weiß: Für gute Taten können sich die Pfadfinder-Mädels Abzeichen verdienen. Wir rufen am Berg virtuelle Abzeichen-Challenges aus:
Baum-Erkenner-Abzeichen – check!
Mama-überholen-Abzeichen – check!
Aus-einer-Quelle-trinken-Abzeichen – check!
Und so weiter …

Mist, mir fehlt noch das “Furzen-über-1.500m-Abzeichen”!

Tja, mehr sag ich nicht … (außer, dass es wirkt!)
Und mit Rülpsen gibt’s das auch.
… war die Idee unserer Jungs.
Was sonst …


#3 Herzerl-Steine sammeln

Wandern mit Kindern: Herz-Steine sammeln

Die Berge lieben uns. Und wir lieben die Berge.
Wir zeigen uns das gegenseitig durch Herzerl-Steine. Viele haben wir schon gesammelt, von keiner Bergtour kommen wir ohne Stein nach Hause. Sie springen uns förmlich ins Auge.
Und es ist eine wunderbare Beschäftigung für den Weg hinauf.
Und nicht zuletzt ist es eine schöne und kostengünstige und vor allem individuelle Deko für daheim.


#4 Berg-Etappen als (Zwischen-)Ziele

Wenn das Ziel nur eine Gehstunde entfernt ist, hält sich der “Jammeri” in Grenzen. Und bei der Hütte angekommen, ist jede noch so bleierne Müdigkeit aus den Kindesbeinen wie weggeblasen. Dann lassen sich Kinder leichter überreden, noch zur nächsten Hütte weiter zu gehen – anstatt gleich retour ins Tal.


#5 Pausen einplanen

Aber auch vor den (Zwischen-)Zielen sollten genügend Pausen eingeplant werden. Müsliriegel, Traubenzucker und Salami-Sticks helfen gegen akute, kindliche “Ich-kann-nicht-mehr-Anfälle”. Eltern, die wissen, wo das nächste Bankerl zum Pausieren zu finden ist, sind klar im Vorteil. (Tipp: Die kostenlosen Oruxmaps helfen weiter!).


#6 Nie ohne Pflaster

Wandern ohne Blasenpflaster?
Ganz schlechte Idee!
Vor allem müssen schwer lädierte Füße die richtige Hinwendung bekommen. Und da ist ein gutes Blasenpflaster jeden Cent wert. Gilt auch für nicht ganz so ernsthaft mitgenommene Zecherl – da reicht dann ein normales Pflaster. Denn Pflaster wirken manchmal auch als Plazebo.


#7 Nie mit neuen Schuhen

Gutes Schuhwerk ist ein Muss.
(Obwohl ich auch schon Leute mit Birkenstock-Schlapfen im hochalpinen Gelände angetroffen habe … aber da kann ich als “Eingeborene” nur den Kopf schütteln …)
Hinzu kommt: Die Wanderschuhe dürfen auf keinen Fall neu sein. Sonst wird #6 wichtiger denn je …


#8 Nie ohne Pediküre

Nur mit hübsch lackierten Zehennägeln auf den Berg?
Jetzt bin ich wohl völlig durchgeknallt …
Aber nein, das meine ich nicht.
Es geht vielmehr um die Länge der Zehennägel.
Spätestens beim Abstieg werdet ihr wissen, warum.
Darum: Abschneiden!


#9 Nie ohne Luftpumpe

Wie bitte?
Wandern mit Luftpumpe?
Jawohl, richtig gelesen: Mit Luftpumpe.

Und das kam so: Vati ist gerne mit dem Mountainbike unterwegs. Darum war von der letzten Tour noch eine kleine Luftpumpe im Rucksack. Was haben wir gelacht, als wir sie bei einer Rast gefunden haben. Wer geht schon mit Luftpumpe wandern? Aber wir haben sofort eine sehr hilfreiche Anwendungsmöglichkeit gefunden:

Alle Kinder, bei denen “die Luft draußen ist”, werden damit sofort wieder aufgepumpt. Einfach Luftpumpe an das Kind ranhalten und lospumpen.

Zaubert garantiert Humor in die Situation. Und die Luft reicht bis zur nächsten Rast.
Dann einfach nachpumpen – oder einen der anderen Tipps anwenden.


#10 Einer mault immer …

Ich kaaaaaann nicht mehr!

Da hilft nur Gelassenheit. Und positiver Zuspruch und Muttis Zauberhand: Ich gebe meinem “völlig erschöpften” Kind die Hand und erkläre, dass ich ihm Energie schicke. Jetzt sofort springt diese Energie von meiner Handfläche in seine. Wirkt! Und wenn alle Stricke reißen, ist ja auch noch die Luftpumpe.




Ihr wollt diese tatsächlich höchst hilfreichen Wandertipps sofort in der Realität testen? Bittesehr: Hier kommt unsere höchstpersönlich getestete Wanderroute im Salzburger Land:

Wandertipp im Großarltal:
Almentour zur Filzmoosalm und zur Loosbühelalm

Eine wunderbar kindertaugliche Wanderung im Salzburger Land. 1. Etappenziel ist die Filzmoosalm (1.710m). Los geht’s beim Parkplatz Grund im Ellmautal (Seitental des Großarltals). Der Aufstieg dauert eine gute Stunde. Ihr könnt entweder entlang der Forststraße raufgehen (faaad! und viele Mountainbiker …) oder den schönen Wanderweg Nr. 57, 720. Am Weg gibt es viele Bächlein zum Verweilen und Plantschen. Auf der Filzmoosalm gibt es das beste Käsebrot aller Zeiten (mit selbstgemachtem Käse, versteht sich) und erfrischende Erdbeermolke.

Dann entweder wieder auf gleichem Weg wieder retour. Oder ihr könnt die Kids für eine weitere Alm erwärmen – es zahlt sich aus!

Der direkte Weg Nr. 63 zur Loosbühelalm dauert eine schlappe 3/4 Stunde. Ihr solltet aber trittsicher sein, denn der Weg wird schmal und abenteuerlich. Wer gut zu Fuß ist kann auch den Weg weiter oben über die Gipfeltour nehmen. Bei der Loosbühelalm gibt’s leckeren Kaiserschmarrn und einen spitzenmäßigen Kinderspielplatz samt rutschenden Ziegen. Von da könnt ihr noch zu weiteren zwei Almen in Sichtweite (Weißalm, Ellmaualm, je 1/2 Std. Gehzeit) oder hinunter zum Parkplatz Grund.

Und weil nicht alle vor Ort wohnen, gibt’s hier noch einen 1A-Übernachtungsipp:

So geht Urlaub: Chillen in den Holzleb’n Chalets

Was wäre besser, als nach der Wanderung in der Sauna zu schwitzen und im Anschluss in der Wanne zu chillen? Noch besser ist es, wenn es sich um die eigene Privatsauna handelt und die Badewanne draußen im Garten steht. Und das allerbeste ist: Die Kinder sind gut beschäftigt, während Mama und Papa fein schwitzen: Am Spielplatz oder bei den Hasen oder bei den Ziegen oder bei den Ponys …

Wir wollten gar nicht mehr nach Hause fahren …

Buchtipp: Wander- und Hüttenurlaub. Trekking für ALLE in Bayern, Österreich und Südtirol: Von Hütte zu Hütte – mit der ganzen Familie auf traumhaften Wegen. 32 Mehrtagestouren

Wandern mit Kindern: 10 unkonventionelle Survival-Tipps für Eltern | Wandern mit Familie

Der Aufenthalt im Holzleb’n Chalet wurde uns im Rahmen einer Recherchereise via littletravelsociety.de ermöglicht.  Hüpft mal rüber und lest, was die über das Holzleb’n schreiben!

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Denn: Wenn der letzte Laden verschwunden ist, das letzte Café geschlossen hat und alle Stadtviertel verwaist sind, werdet ihr feststellen, dass Online-Shoppen doch nicht so toll war! Buy local!


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Muttis Nähkästchen

Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter (aka. Rabenmutter). Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Liebe Birgit, danke dir für diese Tipps. Wir wollen diesen Sommer mit unseren Lütten wandern gehen. In Schladming, mit Übernachtung auf der Hütte. Mal gucken, wie das wird. Die Pumpe werde ich mitnehmen, das finde ich sehr cool. Wir haben immer noch ein Seil dabei, damit sich alle mal bissl anhängen können, wenns nicht mehr weitergeht… Und Mama ist der Skilift.
    Einen schönen Sommer euch. Herzlich, Sandra von der Lieblingsbande.

  2. Einen wunderschönen Vormittag allerseits! Allein der Start in den Tag verspricht schon, dass dieser Tag super wird. Warum? Die Urlaubsplanungen laufen auf Hochtouren und die Vorfreude aller Familienmitglieder steigt ins Unendliche. Wir befinden uns ja wie allgemein bekannt in den Sommerferien und wollen diese Zeit auch nutzen, um ein bisschen weiter weg zu fahren. Obwohl ein Wanderurlaub mir auch enorm viel Spaß gemacht hätte. Nächstes Jahr werden sich bestimmt weitere Möglichkeiten ergeben, ansonsten in den Herbstferien. Warum nicht?

    Das schöne an den Tipps, die ich als wirklich sensationell hilfreich empfinde, ist die Tatsache, dass sie auch auf andere Urlaube und Reisen anwendbar sind. Pflaster beispielsweise sollten immer dabei sein. Wie schnell ist ein Kind hingefallen und hat sich den Ellbogen aufgerascht? Da wissen die Mütter unter den Lesern sofort was ich meine. Auf jeden Fall sind wir dieses Mal aufgeregter als sonst. Denn zum ersten Mal werden wir als Familie Urlaub außerhalb von Deutschland machen. Um den Stressfaktor und Sorgnisfaktor so niedrig wie möglich zu halten, haben wir uns für eine zusätzliche Reiseversicherung entschieden. Denn sicher ist sicher! Die Kinder sind noch klein und wir wollen einfach keine bösen Überraschungen. Und in diesem Zuge hat sich mein Mann auch für eine neue Privathaftpflicht ( https://www.basler.de/privatkunden/haftpflicht-recht/haftpflicht/privathaftpflicht.html ) entschieden, denn mit Kindern (das ist garantiert) passiert immer was. Aber dafür lieben wir unsere Kinder ja auch. Wir waren in dem Alter genauso.

    Tipp Nummer 9 mit der Luftpumpe ist wahrlich unkonventionell, aber hat bestimmt eine Erfolgsgarantie. Kinder müssen manchmal nur ein bisschen aufgeheitert werden und dann geht es wieder. Aber eine wirklich tolle Idee. Das werde ich mir auf jeden Fall merken.

    An dieser Stelle vielen Dank für die großartigen Tipps. Eine tolle Übersicht, anschauliche Struktur, top!

    Ganz freundliche Grüße, eure Maria.

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