Wie gesund sind eigentlich die Produkte, die unsere Kinder täglich essen und trinken? Das Max Rubner-Institut (MRI), eine Forschungseinrichtung des Bundes für Ernährung und Lebensmittel, hat das im aktuellen Produktmonitoring genauer untersucht. Über 7.000 Fertigprodukte aus dem Supermarkt wurden analysiert – darunter viele, die gezielt Kinder ansprechen.
Die wichtigsten Ergebnisse für Familien und Eltern – verständlich zusammengefasst:
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Inhaltsverzeichnis
- Zucker in Kinderprodukten – ein gemischtes Bild
- Produkte mit Kinderoptik – bunt, aber nicht immer gesund
- WHO-Vorgaben? Die meisten Kinderprodukte fallen durch
- Jodmangel bei Kindern? Fertigprodukte helfen kaum
- Fazit für Eltern: Weniger Zucker ist gut – aber wir müssen weiter genau hinschauen
- Was Eltern tun können
- #1 Zuckerfalle erkennen: Zutatenliste lesen statt nur auf Werbung achten
- #2 Bewusste Auswahl: Nicht alles verbieten, aber besser kombinieren
- #3 Einkaufsroutine überdenken: Gemeinsam auswählen – und bewusst planen
- #4 Jodversorgung sichern: Aktiv gegen Mangel vorbeugen
- #5 Getränke hinterfragen: Nicht alles, was „leicht“ klingt, ist besser
- #6 Medien & Werbung bewusst thematisieren

Zucker in Kinderprodukten – ein gemischtes Bild
Besonders im Fokus standen Feingebäck, kalte Soßen, Fleischersatzprodukte und Erfrischungsgetränke. Bei den zuckerhaltigen Produkten zeigt sich:
Es gibt Verbesserungen, aber keine durchgängige Entwarnung.
- Feingebäck (z. B. Kekse, kleine Kuchen) enthält im Durchschnitt etwas weniger Zucker als noch 2016 – rund 6 Prozent weniger.
- Auch bei Erfrischungsgetränken ist der durchschnittliche Zuckergehalt um 9 Prozent gesunken seit 2018.
- Aber: Besonders gut verkaufte gesüßte Getränke enthalten im Schnitt mehr Zucker als weniger populäre Produkte.
Was heißt das für Eltern?
Die Produkte, die Kinder besonders oft und gerne trinken, sind tendenziell nicht die gesündesten.
Produkte mit Kinderoptik – bunt, aber nicht immer gesund
Das MRI hat gezielt Produkte unter die Lupe genommen, die mit Kindermotiven, Comicfiguren oder bunter Verpackung gestaltet sind. Dabei zeigte sich:
- 12,5 Prozent der Feingebäck-Produkte richten sich optisch an Kinder.
- Diese Produkte enthalten nicht automatisch mehr Zucker oder Fett – im Gegenteil: Oft sind sie vergleichbar oder sogar leicht besser.
- Aber Achtung: Bei bestimmten Produktarten wie ungefüllten Keksen oder gesüßten Getränken mit Kinderoptik sind Fett- und Zuckergehalte gestiegen.
Für Eltern bedeutet das:
Bunte Verpackung ist kein Verlass – ein Blick auf die Nährwerttabelle lohnt sich immer.
WHO-Vorgaben? Die meisten Kinderprodukte fallen durch
Das MRI hat geprüft, wie Kinderprodukte im Vergleich zum WHO-Nährwertprofilmodell 2023 abschneiden – einem internationalen Standard für gesunde Kinderernährung. Das Ergebnis ist deutlich:
- Nur 18 Prozent der Kinder-Erfrischungsgetränke erfüllen die WHO-Kriterien.
- Bei Feingebäck und Soßen für Kinder erfüllt kein einziges Produkt die Vorgaben.
Was heißt das konkret? Viele Produkte, die sich an Kinder richten, enthalten zu viel Zucker, Fett oder Salz, um aus ernährungswissenschaftlicher Sicht empfohlen zu werden.
Jodmangel bei Kindern? Fertigprodukte helfen kaum
Das Monitoring hat auch untersucht, ob in Fertigprodukten jodiertes Salz verwendet wird – wichtig für die Schilddrüsenfunktion und besonders bei Kindern entscheidend.
- In kalten Soßen wurde nur in 1,3 Prozent der Fälle Jodsalz verwendet.
- Bei Fleischersatzprodukten waren es 5,7 Prozent, bei Bio-Produkten sogar nur 3,4 Prozent.
- Der Anteil ist gegenüber früheren Jahren gesunken.
Eltern-Tipp: Jodsalz aktiv beim Kochen verwenden und auf eine ausreichende Versorgung achten – besonders bei vegetarischer oder veganer Ernährung.
Fazit für Eltern: Weniger Zucker ist gut – aber wir müssen weiter genau hinschauen
Das Produktmonitoring 2024 zeigt: Einige Hersteller bemühen sich, den Zuckergehalt in Kinderprodukten zu senken. Doch es bleibt viel zu tun – vor allem bei beliebten Getränken und stark beworbenen Kinderartikeln.
Eltern sollten daher:
- Nährwertangaben checken – besonders bei Getränken und Snacks.
- Abwechslung anbieten: Frisches Obst, Wasser und selbstgemachte Snacks sind oft die bessere Wahl.
- Sich nicht von Kinderoptik blenden lassen – bunte Verpackung heißt nicht automatisch gesund.
- Auf Jod achten, besonders bei vegetarischer Ernährung.
Was Eltern tun können
#1 Zuckerfalle erkennen: Zutatenliste lesen statt nur auf Werbung achten
Viele Produkte, die gezielt an Kinder vermarktet werden, sehen auf den ersten Blick harmlos oder sogar gesund aus – durch bunte Verpackung, fruchtige Namen oder den Zusatz „mit Vitaminen“. Doch ein Blick auf die Zutatenliste und die Nährwerttabelle zeigt oft ein anderes Bild.
- Zucker hat viele Namen: z. B. Glukosesirup, Fruktose, Dextrose, Malzextrakt.
- Tipp: Wenn Zucker unter den ersten drei Zutaten steht, ist das Produkt meist zuckerreich.
- Bei Getränken: Ein Vergleich lohnt sich! Einige Schorlen enthalten kaum Zucker, andere fast so viel wie Cola.
Tipp für Kinder ab 1 Jahr:
Wasser und ungesüßter Tee sind ideale Durstlöscher – auch wenn sie nicht im Superhelden-Design daherkommen.
#2 Bewusste Auswahl: Nicht alles verbieten, aber besser kombinieren
Kinder dürfen auch mal naschen – es geht nicht um Verbote, sondern um das richtige Maß und gute Kombinationen:
- Lieber ein kleines Stück Kuchen zum Obst als eine ganze Packung Kekse ohne Sättigungsbeilage.
- Sättigung durch Ballaststoffe: Vollkornbrot, Gemüse-Sticks oder Nüsse helfen, den Heißhunger auf Süßes zu reduzieren.
- Statt süßer Brotaufstriche häufiger mal herzhafte Alternativen wie Frischkäse oder Hummus ausprobieren.
Elternregel:
Es muss nicht alles „perfekt gesund“ sein – aber das gesunde Angebot sollte überwiegen.
#3 Einkaufsroutine überdenken: Gemeinsam auswählen – und bewusst planen
Kinder beim Einkauf mitentscheiden zu lassen, kann helfen, ein besseres Verständnis für Lebensmittel zu entwickeln – aber mit klaren Regeln:
- Vor dem Einkauf gemeinsam eine kleine Auswahl „OK-Produkte“ festlegen (z. B. ein süßer Joghurt pro Woche).
- Gemeinsam die Zutatenliste lesen – das fördert die Medien- und Ernährungskompetenz schon bei Vorschulkindern.
- Weniger Fertigprodukte einkaufen = weniger Versuchung zu Hause.
Tipp:
Wer beim Wocheneinkauf schon möglichst viele frische Zutaten einplant, hat automatisch weniger Platz für Zuckerfallen im Einkaufswagen.
#4 Jodversorgung sichern: Aktiv gegen Mangel vorbeugen
Das Produktmonitoring zeigt, dass Fertigprodukte kaum noch jodiertes Salz enthalten – besonders in Bio-Produkten. Für die Entwicklung von Kindern ist Jod aber essenziell, vor allem für die Schilddrüse.
- Beim Kochen bewusst jodiertes Speisesalz verwenden.
- Milch, Eier und Meeresfisch enthalten natürlicherweise Jod – regelmäßig (aber nicht übermäßig) in den Speiseplan integrieren.
- Bei vegetarischer oder veganer Ernährung evtl. mit Kinderärzt:in oder Ernährungsfachkraft Rücksprache halten.
#5 Getränke hinterfragen: Nicht alles, was „leicht“ klingt, ist besser
Viele sogenannte Kindergetränke oder Fruchtschorlen enthalten mehr Zucker als vermutet – oft fast so viel wie eine Limo.
- Selbst gemischte Schorlen (z. B. 1/3 Saft + 2/3 Wasser) sind eine einfache und deutlich zuckerärmere Alternative.
- Wasser peppig machen: mit ein paar Beeren, Minze oder Zitronenscheiben wird es für Kinder interessanter.
- Vermeide es, ständig süße Getränke anzubieten – das fördert langfristig die Vorliebe für Süßes.
Faustregel:
Was Erwachsene als „Wasser mit Geschmack“ trinken, ist für Kinder oft schon zu süß.
#6 Medien & Werbung bewusst thematisieren
Kinder sind sehr empfänglich für Werbung – vor allem wenn diese mit Comicfiguren, Apps oder Spielen verbunden ist. Daher:
- Sprecht offen über Werbetricks und bunte Verpackungen.
- Macht deutlich, dass „bunt“ nicht gleich „besser“ ist.
- Nutzt kindgerechte Bücher, Apps oder Filme, um das Thema Ernährung spielerisch zu vermitteln.
Erziehungsalltag-Tipp:
Kinder brauchen keine „Perfektion“, sondern Vorbilder, die mit Freude und Bewusstsein mit Lebensmitteln umgehen.
Kurz gesagt: Wer gesunde Entscheidungen für Kinder treffen will, braucht einen wachen Blick – und manchmal etwas mehr Zeit beim Einkaufen. Aber es lohnt sich: für die Gesundheit unserer Kinder.
Zum aktuellen Produktmonitoring: mri.bund.de
Quelle: idw-online.de
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