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Reisen mit Baby – ein No-Go? 6 Argumente gegen das Reisen mit Kind

Reisen mit Baby – ein No-Go? 6 Argumente gegen das Reisen mit Kind

Ich bin gerade auf eine hitzige Diskussion gestoßen: eine Alleinerziehende Mutter mit 8-monatigem Kind würde gerne reisen und bittet um Meinungen und Tipps. Neben jeder Menge Unterstützung erntet sie auch harsche Kritik – es wäre doch schlichtweg verantwortungslos, mit Baby zu reisen. 

Die Mutter, eine Vollblut-Travellerin, juckt es unter den Reiseschuhen. Zuhause fühlt sie sich deprimiert. Gleichzeitig möchte sie ihrem Kind keinen Schaden zufügen.

Die Argumente, warum eine junge Mutter auf keinen Fall reisen sollte, lesen sich so – ich zitiere:

  1. Das Kind wird wahrscheinlich weinerlich sein – und weder die Mutter, noch die Mitreisenden werden das wollen.
  2. Andere Leute werden sagen oder zumindest zu verstehen geben, dass es eine dumme Idee war zu reisen. Man kann nicht erwarten, dass andere die eigenen Probleme auf sich nehmen und Hilfe und Verständnis entgegen bringen.
  3. Wenn das Kind krank wird (was sehr wahrscheinlich ist, wenn es aus einer normalen Umgebung herausgerissen wird), kommt es viel schlimmer. Und die Mutter wird für alles verantwortlich gemacht. Niemand wird der Mutter Mitgefühl entgegen bringen – schon gar nicht die Ärzte.
  4. Reisen löst keine Probleme, man versucht nur, den eigenen Problemen davon zu laufen.
  5. Hauptziel sollten die Kinder sein – und die sind wichtiger als die eigenen Wünsche!
  6. Reisen mit kleinen Kindern ist unverantwortlich!

Na, bumm!

Meine Meinung:

Es gibt eine starke Verbindung zwischen Baby und Eltern: Geht’s der Mutter gut, geht’s auch dem Baby gut. Und umgekehrt.

Reisen (oder nicht) ist eine sehr individuelle Entscheidung und sollte nicht in Kategorien wie (un)verantwortlich ist, gute/schlechte Eltern beurteilt werden. Es gibt Menschen, denen die Decke auf den Kopf fällt, und andere, die gerne daheim sind – jeder ist anders, jede Mutter ist anders. Und das ist OK!

Mutter-sein bedeutet nicht, dass frau völlig aufhören muss, sie selbst zu sein – es gibt immer einen Weg dazwischen, einen vernünftigen Kompromiss. Solange das Baby bei Mutter/Vater/Eltern ist, wird es sich sicher und “zu Hause” fühlen.

Wir gaben das Reisen größtenteils auf, als wir kleine Kinder hatten. Aber wir waren absolut begeistert, als wir entdeckten, dass Reisen auch als Familie möglich und durchaus erschwinglich sein kann: Über Couchsurfing , Wohnungstausch und dergleichen.
Es müssen ja nicht immer exotische Länder sein – Europa hat so viel zu bieten, und es gibt viele Familien, die bereit sind andere  Familien in einer geeigneten Umgebung zu hosten.

Und der Blick über den eigenen Tellerrand hat noch niemandem geschadet!

Foto: Hans, Pixabay

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Muttis Nähkästchen

Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter. Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Wir sind seit der Geburt unserer Burschen mit dem Campingbus unterwegs (erste Reise mit 4 Monaten) und können es nur empfehlen. Unterwegs haben wir auch viele andere Familienreisende getroffen und alle mit Bus/Wohnmobil haben davon geschwärmt da die Kinder ganz entspannt waren und die Schlafumgebung die gleiche ist. Unsere Kinder sind schon immer am fragen, wann es endlich wieder losgeht!

    Bei Gesprächen mit “Hotelurlauber” hat sich der Wechsel der Schlafumgebung als Problem herausgestellt. Die mussten mindestens 4-5 Nächte an einem Platz bleiben.

    Ein schönes Urlaubsvideo einer Familie gibts auf

  2. Ich treffe auch immer wieder Eltern, die sich nicht mal eine Zugfahrt mit dem Nachwuchs zutrauen. Aber was soll das? Man gibt doch nicht sein komplettes Leben auf, nur weil man jetzt Kinder hat? Ich finde es schade, wenn man es nicht mal wenigstens versucht. Dann kann man ja immer noch zurückstecken, wenn man merkt, dass das nichts für einen ist.

    Klar, Fernreisen sind mit ganz kleinen Kindern vielleicht zu stressig – andererseits: so lange sie noch so klein sind, dass sie im Flieger in den Babykorb passen und sich noch nicht wegbewegen, ist es doch fast stressfreier als mit dem aktiven Kindergartenkind. Aber das muss jeder selbst entscheiden.

    Wir reisen nun auch viel in Europa, mit dem VW Bus oder in die Ferienwohnung/ ins Ferienhaus – da kann man sich dann auch zusammenschließen mit Freunden und mit denen unterwegs sein. Ist doch eh viel lustiger und die Kinder haben sich dann untereinander zum spielen. Für Städtetrips nutze ich auch supergerne Airbnb … in einer Wohnung hat man einfach mehr Platz als in einem Hotelzimmer, kann selbst kochen usw.

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