Muttis Nähkästchen | Familienblog seit 2009 | Impressum | Datenschutz
Die kreativste Strafe für Kinder – ich habe Tränen gelacht!

Die kreativste Strafe für Kinder – ich habe Tränen gelacht!

Manchmal muss Maßregelung sein, manchmal ist eine klare Konsequenz gefordert.
Die kreativste Bestrafung, von der ich je gehört habe, haben mir meine Kinder zugetragen.
Und ich haben Tränen gelacht!
Und trotzdem ist die Strafe genauso wirkungsvoll wie amüsant:

Gleich vorweg: Ja, klar, logische Konsequenzen sind pädagogisch bedeutend wertvoller.
Aber manchmal fällt einem beim besten Willen keine passende Konsequenz ein …
Mir geht’s zumindest so.
(Tja, vielleicht liegt’s auch daran, dass ich eine geoutete Rabenmutter bin, kann sein …)
Und wenn es sich dann auch noch um eine wirklich harmlose Strafe, wie diese handelt:

Die kreative Strafe

Die Strafe stammt aus unserem hiesigen Hort, in dem über 70 Kinder auf – leider – relativ kleinem Raum miteinander auskommen müssen. Und da ist wohl öfter mal deutliches Grenzen-setzen angesagt. Wer nicht hören will, bekommt diese “drakonische Strafe” aufgebrummt:

  • Jungs müssen ein Hello-Kitty-Ausmalbild anmalen – und zwar so schön, dass es der Pädagogin auch wirklich gefällt.
    Bevorzugte Farben: rosa und lila.
    Autsch! Das tut weh!
  • Mädels müssen umgekehrt ein Bild aus Star Wars oder ähnliches ausmalen.

Das ist doch mal eine Strafe!
Ich habe jedenfalls Tränen gelacht, als meine Kinder davon erzählten. Und auch meine Jungs mussten schmunzeln, als sie mir das Ausmalbild unter die Nase hielten. Hello Kitty gilt ja zumindest bei meinen Kindern als Feindbild Nr. 1, knapp gefolgt von Prinzession Lillifee und den Farben rosa und lila.

Disclaimer:

Leute, ich hab echt keine Ahnung, warum dieser Uralt-Beitrag in letzter Zeit so dermaßen viele Zugriffe erhält …Vielleicht wollt ihr lieber bedeutend wertvolleren Inhalt lesen. Da hätte ich ein paar Empfehlungen für euch:

Supportive Leadership in der Erziehung

14 Geheimrezepte in Sachen Erziehung, die jede Mutter kennen sollte

25 Dinge, die ich meinen Söhnen vermitteln möchte

Und ja, natürlich dürfen meine Jungs auch rosa und lila tragen und mit Puppen spielen. Aber sie WOLLEN es schlichtweg nicht! Oma hat meinem Sohn einen Puppenwagen mit Puppe geschenkt – alles im Sinne einer genderneutralen Erziehung. Und was hat er gemacht? Er hat sich der Puppe entledigt und hat Steine mit dem Puppenwagen transportiert. So sind sie eben, die Jungs: Typisch Jungs: 12 Fakten über das Leben mit Sohn

Ich finde, wir müssen nicht alles der Genderneutralität unterordnen. Jungs sollen Jungs sein dürfen!
Siehe auch: Der kleine Unterschied: Jungen gezielt fördern
Und da reicht dann schon die bloße Erwähnung von Lillifee oder Hello Kitty und Konsorten …

Buchempfehlungen zum Thema Jungs:

Glückliche und entspannte Jungs


Mit der Zeit hab ich mir einige Erziehungstipps und -tricks angeeignet, die mir im Familienalltag enorm helfen.
Hier entlang: Muttis Eltern-Tipps

 



Ausmalbilder und Malvorlagen findet man zuhauf und kostenlos im Internet. Hier werdet ihr fündig:

Kostenlose Ausmalbilder und Malvorlagen:

Foto: AlexanderStein, Pixabay


Like it? Bitte folge mir:


Datenschutzhinweis: Mit Klick auf den Link verlässt du diese Seite. Es gelten die Datenschutzerklärungen der jeweiligen Plattformen.



Muttis Nähkästchen

Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter (aka. Rabenmutter). Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

Dieser Beitrag hat 21 Kommentare

  1. Aktuell liebt meine Tochter Hello Kitty UND Star Wars… Aber der Ansatz ist gut ;)

  2. Ich finde das total bescheuert!! Das sind keine strafen sondern typische klischees!! Warum sollen jungs kein hello kitty malen dürfen oder mädchen star wars?? Ich arbeite in einer kita und die kinder dürfen malen was sie wollen und wie sie wollen (egal ob ein junge eine prinzessin in rosa und ein mädchen ein auto in blau malt). Diese strafe beinhaltet für mich nur die klischees dass nur mädchen hello kitty und rosa nehmen und jungs nur star wars (oder ähnliches, wie auch immer). Das ist sowas von altbacken und nicht mehr aktuell, dass es mich graust!!

    1. Jeder darf malen, was er oder sie will. Aber rate mal: Meine Jungs WOLLEN nicht rosa und Einhörner und Kitty und Co. In diesem Sinne ist das mehr als wirksam. Und sie können auch darüber lachen – schließlich beschädigt niemand damit ihre Psyche.

  3. So ein unprofessioneller Wuatsch. Strafen sollen etwas mit dem Anlass zu tun haben, wegen dem sie verhängt werden. Als Konsequenz für das schädliche Verhalten und zum Wiedergutmachen eines angerichteten Schadens. Etwas kaputt gemacht …. reparieren oder ersetzen. Jemanden gekränkt … ihm etwas Gutes tun. Nur so gibt wine sogenannte Strafe dem Kind die Chance sich weiter zu entwickeln.

    1. Danke für dein Feedback! Ist natürlich pädagogisch korrekter. Aber was wäre die logische Konsequenz für: Stuhl in die Ecke gehauen – Stuhl aus der Ecke puhlen? Nach der 10. Ermahnung immer noch nicht gehört – Ohren spitzen?
      Ich hab da durchaus Verständnis, wenn sie im Hort auch mal auf Pauschal-“Strafen” setzen – vor allem wenn es sich um so harmlose Dinge wie unbeliebte Motive ausmalen handelt. Schließlich haben es dort 4 Erwachsene mit über 70 Kindern zu tun. Und mein Sohn hat selbst geschmunzelt, als er mit dem Hello Kitty-Bild nach Hause gekommen ist. Die Kleinen wissen haargenau, was und warum.

  4. Ich „fördere“ mein erstes Kind (18 Monate) auch genderneutral: Uromas Puppenwagen transportiert seit 3 Monaten den Bagger.
    Ich wollte auch kein Klischees und hab als Spielsachen nur „pädagogisch“ wertvolles zum freien Spiel angeboten.
    Sein erstes Wort war Auto!
    Genderneutral ist wichtig! Nur mein Sohn weiß das noch nicht mit 18 Monaten ?

  5. Bitte lest mal das Buch von Alfie Kohn: „Liebe und Eigenständigkeit“. Dann erfährt ihr, wie schwachsinnig und demütigend Strafen sein können und welche bitteren Folgen das für die Entwicklung und die Psyche eines Kindes hat. Dieser o.g. Beitrag hat für mich nichts Konstruktives. Sorry…

  6. Haha, da kommen sie wieder mit dem erhobenen Zeigefingern aus ihren perfekten kleinen Nischen gekrochen.
    Die perfekten Übermuttis.

    Ich finde es witzig!

    1. Sehe ich genauso…. echt lustig wie die übermuttis sich hier wieder überschlagen mit ihrem bescheuerten geschwafel…..

  7. Sexistische Sch***

  8. Hallo,

    Danke für diesen erfrischenden und einmal etwas anderen Beitrag. Auch wenn diese Technik bei meiner Tochter (5j.) ganz klar nicht von Erfolg gekrönt wäre. Die würde sich höchst wahrscheinlich sogar freuen wenn sie StarWars und Co. ausmahlen dürfte. Aber die Idee ist schon echt toll. (Schade das ich sie nicht selbst umsetzen kann.)

    In diesem Sinne
    Liebe Grüße
    Andrea

    Lese- und Hörspielgeschichten für Kinder und ihre Eltern.
    https://wolken-sternchen.com/2018/01/01/wolken-sternchen/

    1. Danke für dein Feedback. Meistens werde ich ja von der anonymen Erziehungs- und Genderpolizei für derlei Artikel verbal gesteinigt … Tja.

  9. Ich als unperfekte Mama mit vielen Fehlern finde die Idee super witzig. Allerdings müsste man meinen Großen ganz andere Sachen malen lassen.
    Das Ganze dient ja dazu die angespannten Nerven zu entspannen und sich auf etwas Neues zu konzentrieren. Strafen sollten immer entweder eine direkte Konsequenz sein oder der Beruhigung/ Ablenkung dienen (oder was wäre die logische Konsequenz fürs Hauen? Zurück hauen sicher nicht – oder gar jemandem etwas Gutes tun auf den man in diesem Moment sauer ist? Das können schon Erwachsene kaum, wie also sollen das Kinder mit ihren überschwemmenden Emotionen können?) Da bleibt nur noch Ablenken. Und Bilder malen, kann super dazu dienen.
    Und für alle „Mein Kind wird total genderneutral erzogen“- Eltern: Ja, Kinder sollten wertfrei erzogen werden und sich frei entfalten dürfen. Dennoch sind Jungs immernoch Jungs und Mädchen immernoch Mädchen. Solange sich alle wertschätzen und man nicht auf das, was wir Erwachsenen als geschlechterspezifisch „schwächer und stärker“ betrachten, rumhackt, kann man Jungs mit Hello Kitty „strafen“ und Mädchen mit „Autos“. Ich schätze meine beiden Jungs wert und sie bekommen die Dinge, die für sie wichtig sind. Der Große bevorzugt Puppen und rosa und der Kleine Bälle und blau. Aber habe ich sie genderneutral erzogen? Nein, denn ich achte auf meine Kinder und nicht auf sogenannte Klischees.
    Also ein tolles Beispiel um unter stressigen Situationen nicht am Kind vorbei zu „strafen“.
    Und jetzt dürfen alle mit anderen Erziehungsstilen gerne auf mich einschimpfen 😉

  10. Ich hab so gelacht 😀 super Beitrag und die Kommentare hier kann ich einfach nicht verstehen. Von diesem ganzen Gender Scheiß wird mir ganz schlecht!
    Es ist mir unbegreiflich, wie man Gender überhaupt mit Kindern in verbrindung bringt. Und dann noch so altklug! Ihr habt auf jeden Fall den Stuhl in der Ecke verdient und am besten steht ihr nie wieder auf

  11. Ich finde die Idee sau lustig, weil ich weiß, wieviele Jungs sie hassen würden. (Mit einer pädagogischen Strafe hat das nichts zutun, schon klar.)

    Gleichzeitig darf hier wirklich niemals eine allgemeine und offizielle Strafe für alle draus werden.

    Warum? Na, weil ein Junge, der HelloKitty, rosa oder lila mag, doch wahrscheinlich sowieso schon seit seinem 3. Lebensjahr immer wieder vermittelt bekommt, dass mit ihm was nicht stimmt. (Umgekehrz: Mädchen/StarWars!)
    Leider.

    Wenn die Erzieherinnen als “normale” Haltung antizipieren, dass ein Bub StarWars HelloKitty vorzieht, wird ihm mal wieder gezeigt, dass er “anders” ist als sein Geschlecht und das verunsichert ihn.

    Es gibt schon genug Leid, weil Mädchen zart und hübsch und Jungs stark und aktiv sein “müssen”…

    Als Lehrerin sehe ich in jeder Klasse auch die verträumten Jungs, die gerne (und teilweise supergut!) Tierchen zeichnen, die wilderen Mädchen, die sich nicht fur Kleidung interessieren, … ach, bereits meine Geschreibe beinhaltet so viele Stereotypen, dass es wehtut. Und meist haben es diese tollen Kinder so viel schwerer als andere.
    Da müssen nicht noch die Padagogen vorgeben, was “normal” ist.

    Ich würde dem Ganzen nichtmal den Namen “genderneutrale Erziehung” geben! Eher “Schubladen-erstmal-zulassen”.
    Jeden sein lassen, wie er ist – und keine starren Erwartungen schüren, was ein Junge oder Mädchen mögen soll. (“ihr Jungs findet ja alle HelloKitty blöd, stimmt’s?”

    Ich denke, liebe Blogschreiberin, dies ist eine Kritik, die du durchaus annehmen kannst und die dich einlädt, das Thema mal anders zu betrachten.

  12. “Aber was wäre die logische Konsequenz für: Stuhl in die Ecke gehauen – Stuhl aus der Ecke puhlen?
    Nach der 10. Ermahnung immer noch nicht gehört – Ohren spitzen”

    Naja, eine pädagogische Strafe soll ja den “Schaden” aufheben oder die allgemeine Regel betonen.

    Zum Beispiel: Stuhl in die Ecke gehauen (was bedeutet das, geworfen?)

    Warum ist das verkehrt:
    Weil der Stuhl kaputt geht?
    -> kaputten Stuhl raussuchen und “reparieren” helfen
    -> etwas anderes “reparieren” helfen, das kaputt ist
    -> alle Stühle sauber aufstuhlen

    Weil es laut ist?
    -> nochmal leise üben
    -> Stille-Ritual besonders gut machen
    -> kurze Auszeit, “stille Zeit” neben der Gruppe
    -> neben der Erzieherin sitzen, um ihr zu zeigen, dass er die Stilleregeln super kann
    -> eine halbe Stunde der Lautstärke-Wächter sein

    Weil es nicht seiner ist und er fremdes Eigentum nicht respektiert?
    -> Kita-Sigentum besonders pflegen, Blumen gießen, Spiele sortieren, eben etwas, dass der Kita gehört abwischen, oder aufräumen

    etc. Da kann man ja gut kreativ sein. Natürlich kann man nicht immer was geeignetes haben, und das ergab nur mein schnelles Brainstorming – da gibts sicher noch Kreativeres und Wirksameres.
    Geschlechtsabhängige Ausmalbilder gehören aber nicht dazu. (wenngleich sie lustig sind.)

    Die hasserfüllten, unreflektierten Kommentare hier machen mich übrigens trauriger als der Ausgangspost.

  13. Hello Kitty ist eine Katze. Mir erschließt sich aktuell nicht warum Jungs die Jungs sein dürfen, das nicht mögen sollen. Ich arbeite auch im Kindergarten, und es sind sehr oft Jungs im familienspielbereich und kümmern sich um die Puppen, sofern ihnen niemand eintrichtert dass sei nicht normal. Und ja, mein erstes Wort als Mädchen war auch Auto, hat mich aber später zum spielen nie gereizt. Vielleicht ist es einfach ein Wort welches die Babys oft hören und leicht für sie zum aussprechen ist…. Ich habe nämlich bis heute kein Auto 🙂

Kommentar verfassen

Menü schließen