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Beeinflusst meine eigene Kindheit meine Elternschaft?

Beeinflusst meine eigene Kindheit meine Elternschaft?

Warum haben unsere Kinder die unheimliche Fähigkeit, uns mit absoluter Treffsicherheit auf die Palme zu bringen? Sie triggern uns, fordern uns heraus und bringen manchmal sehr unschöne Seiten an uns ans Tageslicht.
Weil unsere eigene Kindheit auch unser Eltern-sein beeinflusst. Aber das zu erkennen, ist schon die halbe Miete!
Wie unsere Erfahrungen unsere Reaktionen beeinflussen:


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Birgit und Christine von Muttis Nähkästchen

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Voraussichtliche Lesedauer: 6 Minuten


Wie die eigene Kindheit die Erziehung der eigenen Kinder beeinflusst


Warum wir reagieren, wie wir reagieren

Warum behalten manche Eltern selbst in herausfordernden Situationen ihren Sinn für Humor? Und warum fahren andere komplett aus der Haut? Warum quälen sich manche Eltern mit Kritik, Sorgen und Zweifeln? Und andere sind eher in der Lage, sich einfach zu entspannen und ihre Kinder zu genießen?

Der Grund dafür kann freilich im jeweiligen Stresslevel liegen. Hier gilt der Grundsatz: je stressiger die Gesamtsituation, desto ungeduldiger und dünnhäutiger der Mensch. Aber oft sind es auch unsere Gedanken und Einstellungen, das heißt, wie wir eine Situation interpretieren. Und hier kommen unsere ureigensten Überzeugungen ins Spiel.


Wie unsere Erfahrungen unsere Reaktionen beeinflussen

Unsere Überzeugungen sind normalerweise unbewusst und werden oft in der frühen Kindheit geformt. Zum Beispiel:

Ärger und Aufreger

Wenn unsere Eltern heftig reagierten, als wir uns aufregten, sind wir vielleicht zu dem Schluss gekommen, dass es ein Notfall ist, sich zu ärgern. Daher gehen wir in den Kampf oder die Flucht, wenn sich unser Kind aufregt. Der Haken daran ist: Wenn wir „kämpfen“, sieht unser Kind wie der Feind aus.

Mangelnder Respekt

Wenn wir in unserer Jugend nicht mit Respekt behandelt wurden, werden wir zu Erwachsenen, die andere als respektlos empfinden. Das führt dazu, dass wir mit Wut auf die geringste Respektlosigkeit reagieren – selbst wenn der vermeintlich Respektlose erst drei Jahre alt ist.

Das Gefühl, nicht gut genug zu sein

Wenn wir als Kind den Eindruck hatten, einfach nicht gut genug zu sein, dann werden wir höchstwahrscheinlich unglaublich hohe Standards an uns selbst setzen und uns mit Selbstkritik quälen. Schlimmer noch: dieser Perfektionismus sabotiert die bedingungslose Liebe, die unsere Kinder so dringend brauchen. Und sie spüren es immer, wenn wir sie nicht so akzeptieren, wie sie eben sind.

Mobbing und soziale Ächtung

Wenn wir selbst gemobbt oder sozial geächtet wurden, können wir getriggert werden, wenn unser Kind in soziale Schwierigkeiten gerät. Das macht es schwieriger, ihm konstruktiv zu helfen.


Wenn Erinnerungen zu aufregend sind

Egal wie liebevoll und ansprechbar unsere Eltern auch waren, die meisten von uns haben aus unseren Kindheitserlebnissen Schlussfolgerungen gezogen, die uns nicht dienlich sind. Und es gab Zeiten, in denen Sie etwas erlebt haben, das für Sie überwältigend war.

Weil es so überwältigend war, konnte das Gehirn diese Erfahrung nicht so verarbeiten, wie wir normalerweise Erfahrungen verarbeiten. Normalerweise werden, wenn wir im Schlaf Erinnerungen verarbeiten, die mit der Erinnerung verbundenen Emotionen entfernt. Wenn wir also ein paar Nächte über etwas schlafen, verblasst üblicherweise der Ärger.

Aber jedes Mal, wenn die Erinnerung so aufregend war, dass das Gehirn diese Erinnerung nicht wie üblich verarbeiten konnte, wurde die Erinnerung unbearbeitet gespeichert – mit all den Emotionen, die wir damals fühlten.

Und wenn wir nun etwas Ähnliches erleben – vielleicht nicht inhaltlich, aber vom Gefühl her -, werden wir plötzlich von Körperempfindungen überschwemmt.


Eine klare Überreaktion!

Denn diese Gefühle stammen gar nicht aus der gegenwärtigen Erfahrung!

Unsere Psyche tut dies jedoch nicht ohne Grund!

Wenn wir in der Kindheit schlechte Erfahrungen mit einer Schlange gemacht haben, werden wir wahrscheinlich später im Leben am Leben bleiben, wenn wir uns an diese Erfahrung mit all der empfundenen Angst erinnern. Dieses Abspeichern von Erfahrungen samt Emotionen kann also durchaus für das Überleben von Nutzen sein.

Dies funktioniert jedoch nicht so gut, wenn wir zum Beispiel die Erfahrung gemacht haben, von einem Lehrer/einer Lehrerin gedemütigt zu werden. Das kann einen zum Beben bringen! Zum Beispiel, wenn man sich bei einer Versammlung in der Arbeitsstätte melden muss …

Am schlimmsten ist es, wenn die ursprüngliche Erfahrung von einem Elternteil stammt: wenn man angeschrien oder von einem Elternteil getroffen wurde. Wenn diese Erinnerungen unverarbeitet gespeichert wurden, löst das Kind alle Gefühle der Angst und des Opfer-seins aus, die man als Kind empfunden hat. Man kann nicht klar denken. Man friert ein oder schlägt ums ich – verbal oder körperlich …

Die meisten von uns haben einige derartige unverarbeitete Emotionen aus der Kindheit. Diese unverarbeiteten Gefühle und Erinnerungen schleppen wir sprichwörtlich in unseren emotionalen Rucksäcken herum. Dieses unbewusste „Gepäck“ wird unvermeidlich ausgelöst, wenn wir durch das Leben gehen. Es schickt uns direkt in unser Unbewusstes.

Das bedeutet, dass wir Dinge tun und sagen, die wir niemals tun würden, wenn wir vollständig gegenwärtig und bewusst wären.

Und weil dies Kindheitserfahrungen sind, haben unsere Kinder eine unheimliche Fähigkeit, diese Trigger uns auszulösen!


Mehr zum Thema Erziehung


Wie die eigene Kindheit die Erziehung der eigenen Kinder beeinflusst

Quelle: de.psy.co


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Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter. Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Wir lieben Ihre Artikel. Ihre Meinung darüber, wie sich unsere Kindheit auf die Elternschaft auswirkt, ist sehr interessant. Vielen Dank)

    1. Liebes MatchOffice!
      Vielen lieben Dank für eure positive Rückmeldung!
      lg Birgit

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