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Supportive Leadership in der Erziehung

Supportive Leadership in der Erziehung

Hand aufs Herz: Lasst ihr euch gerne herumkommandieren?
Aber wenn wir uns mal kritisch zuhören – was tun wir mit unseren Kindern?
Herumkommandieren.
Und wenn wir ehrlich sind: mit mäßigem Erfolg …
Wie wir unsere Kinder verderben (inkl. versöhnlicher Entwarnung), wie Supportive Leadership funktioniert und wie es sich in der Erziehung anwenden lässt:

Erst kürzlich habe ich einen hochinteressanten Vortrag vom bekannten Hirnforscher Gerald Hüther gehört. Erst war ich skeptisch, denn der gute Hüther wird durch die Gazetten gezerrt und hat zu fast jedem Thema Expertise auf Lager. ABER: Der Vortrag war höchst inspirierend! Und gleichermaßen wegweisend für Führungskräfte wie auch für Eltern.

Teil 1: Wie wir unsere Kinder verderben

In Zukunft werden viele herkömmliche Jobs verschwinden. Eines wird aber immer gefragt bleiben:

Menschen mit Kreativität und der Lust, sich einzubringen.

Immer gefragt: Kreativ vorstellen und Wollen

Klingt banal, ist es aber nicht.
Denn heute wird zwar viel gearbeitet für viel Geld. Für diese Leistung wollen sich die Leute etwas gönnen. Der Rest ist den Leuten aber scheißegal! (Zitat Hüther)

Und gleichzeitig versauen wir die nächste Generation

Energiesparmeister Gehirn

Der Grund liegt in der Grundstruktur des Gehirns: es will Energie sparen. Alles, nur nicht anstrengen! Darum geht es schnell in die Verdrängung, will seicht unterhalten werden, will abgelenkt werden …
Das bringt uns nicht weiter – aber erstmal Ruhe in die Birne. (Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum Formate wie diese so gut funktionieren … leider.)

Energiesparmeister Gehirn: Ablenken, verdrängen, unterhalten lassen

Schule als Kreativitätsfalle

Außerdem gewöhnen wir unseren Kindern die Kreativität und das Wollen gewissenhaft ab: Im Brei der Gleichaltrigen fördern wir Konkurrenz statt Gemeinsamkeit. Altersgemischte Gruppen würden hingegen Kooperation vorantreiben. Hüther spricht sich ferner dafür aus, dass Lehrer nicht bewerten sollten:

Schule sollte wie die Fahrschule funktionieren. Der Fahrlehrer erarbeitet mit dem Schüler alle Themen, für die Prüfung kommt aber eine externe Person.

Blöde Mama! Wie wir uns gegenseitig zum Objekt machen.

Kleine Kinder erleben sich erstmal wie den Nabel der Welt. Sie wachsen förmlich über sich selbst hinaus. Aber dann ist Schluss mit Weltentdeckung:

Ich-Bewusstsein

Das Kind wird vom Subjekt zum Objekt. Mama und Papa sagen ihm, wo’s lang geht. So geht das! So musst du das! Und so weiter.

Das Kindlein kann darauf auf zwei mögliche Arten reagieren:

  1. Blöde Mama!
    Du machst mich zum Objekt [deiner Anweisung], also mach ich dich auch zum Objekt [meiner Bewertung]: Zieh die Schuhe an! – Blöde Mama!
    Quasi: Auf eine “Beleidigung” folgt die Retourkutsche.
    Oder aber:
  2. Ich bin blöd!
    Ich mach mich selbst zum Objekt: Ich bin nicht gut genug, ich weiß nichts, ich kann das nicht, ich bin nicht schön, nicht liebenswert. Und so weiter und so fort …
    Und wer Probleme mit sich selbst hat, hat auch Probleme mit anderen.

Diese angelernten Reaktionsmuster bleiben uns bis ins Erwachsenenalter erhalten. Manche entwickeln einen starken Fokus auf eine Reaktion. Ratet mal, was Donald  Trump wohl als Kindlein gesagt hat … Andere wechseln hurtig und unberechenbar zwischen den beiden Polen hin und her.

Aber, alles halb so schlimm!
Hier kommt die Entwarnung:

Das Hirn kann sich jederzeit verändern

Das Hirn kann sich jederzeit verändern!
Und es beginnt mit einem Lächeln!

Weiterlesen:
Teil 2: So funktioniert Supportive Leadership



Dieser Ansatz klingt interessant?
Dann ist das auch etwas für dich: Nudging: Erfolgreiche Erziehungstricks aus der Verhaltenspsychologie

Bücher von Gerald Hüther:


Supportive Leadership in der Erziehung

Weitere Eltern-Tricks gefällig? Da hab ich noch was für euch, bittesehr: 14 Geheimrezepte in Sachen Erziehung, die jede Mutter kennen sollte

Mit der Zeit hab ich mir einige Erziehungstipps und -tricks angeeignet, die mir im Familienalltag enorm helfen. Hier entlang: Muttis Eltern-Tipps

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Muttis Nähkästchen

Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter (aka. Rabenmutter). Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

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