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Windel ade: Rezept für’s Sauber werden

1016503_toilet_paperMein persönliches Rezept für’s Sauber werden lautet:

Geduld, Geduld, Geduld.
Und alles, nur kein Druck.

Und das ist sehr, sehr schwer. Schwerer, als es klingt.

Ich habe mich vom Kindergarten unter Druck setzen lassen, ich habe mich selbst unter Druck gesetzt.
Es war DAS Thema, das unsere Familie wochen- wenn nicht sogar monatelang in Atem gehalten hat.

Und was hat’s gebracht? NIX.

Wir haben auf das Kind eingeredet.

Wir haben Bücher angeschaut (z.B. Moritz Moppelpo braucht keine Windel mehr oder Der kleine Klo-König) – das hat mein Kind in der Theorie zwar recht interessiert, an der Praxis hat sich jedoch nichts geändert.

Regelmäßig wurde das Kind auf’s Töpfchen gesetzt. Manchmal hat’s auch tatsächlich funktioniert – das wurde dann ausgiebig gewundert und beklatscht.

Belohnungen wurden versprochen.

Wir haben “Vorbilder” (Kinder im gleichen Alter) bewundert … (Eine ansich übrigens recht vielversprechende Methode: Nudging: Erfolgreiche Erziehungstricks aus der Verhaltenspsychologie)

Aber …

… alles für die Katz.



Erschwerte Situation: Geburt des Geschwisterchens

Die Situation wurde zusätzlich verschärft, da zu dieser Zeit auch noch das kleine Geschwisterchen zur Welt kam. Und in diesem Zusammenhang hab ich einen großen Fehler gemacht:

Ich wollte meinem Großen einreden, dass wir die Windeln dann dem Baby geben könnten. Das war natürlich genau das Verkehrte. Denn durch das Geschwisterchen wollte das große Kind auch wieder Baby sein – und gab die Windel erst recht nicht her.

Rezept für’s Sauber werden: Druck bringt gar nichts

Irgendwann wurde mir klar, dass mit Druck gar nichts zu erreichen war.

Ich habe dem Kind dann gesagt:

Ich würde mich freuen, wenn du keine Windel mehr brauchst.
Sag mir einfach, wenn du dafür bereit bist.

Wir haben es dann immerhin geschafft, dass wir den Kindergarten zur “windelfreien Zone” erklärt haben. Und dann? Gar nicht so viel später hat’s ganz von selbst geklappt: Windelfrei! Auch in der Nacht!

Übrigens:

Töpfchentraining und Co bringen meiner Meinung nach nichts.

Ganz im Gegenteil – Sauberkeitserziehung kann auch ordentlich nach hinten losgehen.

Sauber werden: Diese Methode funktioniert, Töpfchentraining, Potty Training, Sauberkeitserziehung, Windeln abgewöhnen, Abschied von der Windel


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Muttis Nähkästchen

Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter. Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

Dieser Beitrag hat 6 Kommentare

  1. Ertappe mich auch immer wieder dabei, wie ich meinen Kindern Dinge beibringen will, die sie kurz darauf ganz ohne Druck meinerseits lernen. Sehr oft merke ich dann aber, dass ich Druck an meine Kinder weitergegeben habe, den mir irgend ein “Experte”, eine andere Mutter oder ein doofer Kommentar eines Fremden gemacht hat.

    1. Du sprichst mir aus der Seele! Geduld und Vertrauen auf die eigene Intuition sind eine der wichtigsten – aber auch schwersten – Tugenden einer Mutter (oder eines Vaters).

      1. Manchmal leichter gesagt als getan mit der Geduld,wenn so starker Druck von aussen kommt.Familie: Mensch der Junge ist 4 der MUSS schon längst sauber sein,früher gabs sowas nicht,da haste was falsch gemacht.Freunde die selber Kinder haben der kleine ist knapp zwei und fast sauber,prahlen: Also meiner der ist schon sauber der geht aufs klo,das dann noch so hinstellen das das Kind ja so intelligent ist weils schon sauber ist.Dann sitzt man da verfällt in Depressionen die man eh schon wegen andren Sachen hat und (leider selber ertappt) den Frust dann am Kind auslässt weil man denkt versagt zu haben.Aber gut zu wissen das es diese Seite gibt,am besten ausdrucken und solchen achso schlauen mal unter die nase halten sollte.

  2. Dieser Druck ist fatal. Jedes Kind braucht Zeit.
    Mein Sohn hat „erst“ mit 1.5 Jahren laufen gelernt, dafür kann er mit, jetzt 2 Jahren, fast perfekt reden. manche Kinder brauchen mehr und manche weniger Zeit.
    Dieses „Norm“-gehabe macht alle Verrückt und die Kinder furchtbar unsicher und kaputt.
    Solange die Kinder glücklich sind sollte man zufrieden sein. Das ist schließlich die Hauptsache.

    Lg

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