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Haustiere: Warum jedes Kind ein Haustier haben sollte

Bildquelle: Depositphotos

Haustiere: Warum jedes Kind ein Haustier haben sollte

Ich bin selbst mit Katzen aufgewachsen – und habe immer Wert darauf gelegt, dass meine Kinder ebenfalls die Möglichkeit dazu haben. Warum Tiere für Kinder gut sind und warum ich auf Katzen schwöre, lest ihr hier:

Oft ist zu lesen, dass sich Kinder, die mit Tieren aufwachsen, positiver entwickeln als Kinder ohne Tierkontakte. Sie sind sozialer, weniger aggressiv usw. Auch werden Menschen mit Tieren angeblich seltener krank und leiden weniger an Allergien.

Wolfgang Schmidbauer, einer der bekanntesten Psychoanalytiker Deutschlands, empfiehlt:

Wünscht sich Ihr Kind ein Tier, erfüllen Sie ihm nach Möglichkeit diesen Wunsch. Beim Versuch des Kindes, sich neben seinen Eltern in die perfektionistische Gesellschaft einzufügen, macht ein Tier nicht mit. Denn Hund oder Katze sind keine Perfektionisten. Und das ist eine Wohltat!


Warum Kinder Haustiere haben sollten: Freundschaft, Verantwortung und Entwicklung

Haustiere sind weit mehr als nur niedliche Begleiter auf vier Pfoten oder mit weichem Fell. Für Kinder können sie wahre Lehrmeister und treue Freund:innen sein – und das in vielerlei Hinsicht. Ob Hund, Katze, Kaninchen oder Meerschweinchen: Ein Tier im Haushalt bringt nicht nur Freude, sondern auch zahlreiche Vorteile für die Entwicklung von Kindern mit sich.

#1 Verantwortungsbewusstsein fördern

Ein Haustier braucht täglich Futter, Pflege und Zuwendung. Wenn Kinder – ihrem Alter entsprechend – Aufgaben im Umgang mit dem Tier übernehmen, lernen sie frühzeitig, Verantwortung zu tragen. Sie erfahren, dass ein anderes Lebewesen auf sie angewiesen ist und dass Zuverlässigkeit wichtig ist. Das stärkt das Selbstbewusstsein und die soziale Kompetenz.

#2 Empathie und Mitgefühl entwickeln

Kinder, die mit Tieren aufwachsen, lernen, sich in andere Lebewesen hineinzuversetzen. Sie beobachten, wann das Tier glücklich, müde, hungrig oder gestresst ist – und lernen, darauf einzugehen. Diese Fähigkeiten der Empathie lassen sich auch auf den Umgang mit Mitmenschen übertragen und tragen zu einer emotionalen Reifung bei.

#3 Körperliche und psychische Gesundheit stärken

Zahlreiche Studien zeigen: Kinder, die regelmäßig Zeit mit Haustieren verbringen, sind häufig ausgeglichener, stressresistenter und sogar körperlich aktiver – insbesondere bei Tieren, mit denen sie spazieren gehen können. Der Umgang mit Tieren kann beruhigend wirken, Ängste lindern und ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit vermitteln.

#4 Soziale Kompetenzen fördern

Haustiere können gerade schüchternen oder introvertierten Kindern dabei helfen, soziale Brücken zu schlagen. Im Park oder auf dem Spielplatz kommt man mit anderen Tierhalter:innen schnell ins Gespräch. Auch in der Schule bieten Erlebnisse mit dem Haustier Gesprächsstoff und helfen, Freundschaften zu knüpfen.

#5 Tägliche Routinen und Struktur

Tiere brauchen einen geregelten Tagesablauf – und genau das hilft auch Kindern, eine gewisse Struktur in ihrem Alltag zu entwickeln. Die Fütterung, Spaziergänge oder das Säubern des Käfigs werden zu festen Bestandteilen im Tagesplan und geben Orientierung.

#6 Lernen durch Beobachtung

Gerade kleinere Kinder beobachten ihr Haustier mit großer Faszination. Sie lernen dabei nicht nur biologische Zusammenhänge (z. B. Fortbewegung, Ernährung, Verhalten), sondern auch den respektvollen Umgang mit Lebewesen. Das fördert Neugier, Achtsamkeit und Verantwortungsgefühl.

#7 Ein Freund fürs Leben

Nicht zuletzt ist ein Haustier oft ein treuer Gefährte – besonders in schwierigen Phasen. Ein Tier urteilt nicht, es hört zu (auch wenn es nichts sagt), spendet Trost und ist immer da. Diese Form der bedingungslosen Zuneigung kann für Kinder sehr wertvoll sein.


Fazit: Ein Haustier ist kein Spielzeug – aber eine große Bereicherung

Natürlich bedeutet ein Haustier auch Arbeit, Kosten und Verantwortung für die gesamte Familie. Es sollte gut überlegt sein, welches Tier zur Lebenssituation passt und wie die Aufgaben aufgeteilt werden können. Doch wenn all das stimmt, kann ein Haustier eine wunderbare Bereicherung für jedes Kind sein – emotional, sozial und entwicklungspsychologisch.

Tipp für Erziehende und Bezugspersonen: Beziehen Sie Ihr Kind in die Entscheidung für ein Haustier ein, sprechen Sie über die Bedürfnisse des Tieres und beginnen Sie eventuell mit kleinen Aufgaben, um das Verantwortungsbewusstsein zu fördern.


Warum gerade Katzen als Haustier?

  • Katzen sind Individualisten und lassen sich nicht dressieren.
    Das ist herrlich, denn so lernen Kinder, dass die Tiere ihre eigenen Bedürfnisse haben, dass sie auch nicht immer spielen und eben auch mal in Ruhe gelassen werden möchten. Sie sind aber immerhin so gelehrig, dass sie einfache Regeln wie „Das Bett ist tabu“ mit der Zeit kapieren.
  • Katzen müssen nicht in einem Käfig gehalten werden.
    Das erspart viel Arbeit und auch viel Mitleid. Und wenn die Mieze auch nach draußen darf, dann wird oft sogar das Katzenkisterl überflüssig.
  • Katzen sind wehrhaft, aber nicht bedrohlich.
    Zumindest hab ich noch nie gehört, dass jemand von einer Katze zu Tode gebissen wurde. Wenn’s ihnen zu bunt wird, dann fahren sie schon mal die Krallen aus – das kommt vor, ist aber zu verschmerzen (und oft auch recht lehrreich, gerade bei kleinen Kindern).
  • Katzen kuschelig und schnurren.
    Man bekommt also direktes Feedback, wenn sich die Katze wohlfühlt. Das gefällt den Großen wie den Kleinen.
  • Katzen stinken nicht.
    Sie sind zumeist recht reinlich. Zumindest zumeist …

Schon mal im Tierheim vorbeigeschaut?

Diese Tiere sind bereits sterilisiert, geimpft und meist stubenrein. Und recht dankbar, wenn man sie aus dem Heim rausholt. Wir haben zwei Mietzen vor dem Tierheim bewahrt und sie sind herzallerliebst. Auch mit Kindern können sie gut, obwohl sie ursprünglich keine Kinder gewöhnt waren. Nur auf die Ankunft des zweiten Kindes reagierten sie doch sehr eifersüchtig.



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Birgit

Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter. Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

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