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Unsere Familiengesetze

Unsere Familiengesetze

In unserer Familie gibt es “ALTE FAMILIENGESETZE” – wenn Sie Huber heißen, dann wären das die “alten Hubergesetze”, analog “alte Müllergesetze” wenn Sie Müller heißen und so weiter. Wir sind die Familie “Nähkästchen” – daher heißen unsere alten Familiengesetze folgerichtig: Altes Nähkästchengesetz!

Und das funktioniert prima:

Grundbedingungen für Familiengesetze:

  • “Alt” sind sie deshalb, um ihre Bedeutung und Ehrwürdigkeit noch hervorzuheben.
  • Die Verknüpfung mit dem Nachnamen verdeutlicht zudem, dass es in einer anderen Familie durchaus andere Gesetze geben kann.
  • Sollte es die Situation verlangen, können jederzeit “neue Gesetze” formuliert werden, die dann mit der Zeit zu “alten Gesetzen” mutieren.

Vorbild für unsere alten Gesetze sind Pumuckls “alte Koboldgesetze” – und die sind schließlich auch unumstößlich! Die Idee stammt aus dem immer wieder genialen Buch Ein Löffelchen voll Zucker… und was bitter ist, wird süß! Das Mary Poppins-Prinzip

Ein paar Beispiele:

  • “Verbotene Wörter”:
    Das Nachbarkind war zu Besuch und gebrauchte Schimpfwörter im großen Stil. Mit Verweis auf unsere “alten Nähkästchengesetze” stellte ich klar, dass derlei Wörter in unserem Haus nicht erwünscht, ja sogar verboten sind. Das amüsierte das Kind, denn in seiner Familie gäbe es keine derartigen Gesetze. ABER: Das Nachbarkind akzeptierte die Regeln fortan sang- und klanglos.
    Auch als Oma mal jenes Wort, das mit Sch… beginnt und mit …eiße aufhört, verwendete, wurde sie von meinem 3,5 Jahre alten Kind zurechtgewiesen:
    “Sowas sagt man bei uns nicht. Altes Nähkästchengesetz!”
  • Über den Umgang mit anderen Leuten:
    Ein neues Nähkästchengesetz wurde erforderlich, als unser großes Kind immer wieder lästig an Babys Ohr manipulierte (genannt “ürscheln”). Daraus folgte das Gesetz “Ürscheln unerwünscht”. Seither gibt es keine Probleme mehr damit. Ähnliches gilt auch für anderen Personen ins Ohr blasen oder schreien.

Wie immer im Umgang mit kleinen Kindern gilt auch für die Familiengesetze: Kein Allheilmittel, aber sie wirken (meistens).

Nachtrag 2015:
Als die Kinder dann größer wurden, wurden auch andere bzw. neue Gesetze erforderlich, zum Beispiel:

Neue Anwendungsfälle:

  • Nach dem Essen nimmt jeder seinen Teller und trägt ihn in die Küche.
    Altes Nähkästchengesetz.
    !
    Das half gegen die Situation, dass das Kind immer wieder vom Essen aufsprang, spielen ging, dann zum Tisch zurückkehrte und sich wieder etwas in den Mund stopfte, dann sogleich wieder spielen ging … usw. … Resultat: Brösel waren omnipräsent, ebenso Abdrücke von kleinen fettigen Fingern und Essensresten. Der abgeräumte Teller macht jedoch ganz ohne Worte klar: Wer vom Tisch aufsteht, ist mit dem Essen fertig.
  • PPZ – Pöppa, Pyjama, Zähne:
    Auch unser Abendritual wurde zu einem “Alten Nähkästchengesetz” – denn das ist schlichtweg die Mindestanforderung, da fährt der Zug drüber: Zumindest untenrum waschen am Bidet (“Pöppa” ist eine Erfindung meines Kindes und bedeutet Popo), Pyjama anziehen und Zähneputzen. Das MUSS sein. Das ist Gesetz. (Und seit es ein Gesetz ist, wird es auch von niemandem mehr infrage gestellt.)

Nachtrag 2017:

Eine wahre Geschichte:

Kindermund: Samstag frühmorgens steht das Kind am Bett

Aus gegebenem Anlass haben wir ein neues Familiengesetz:

  • Am Wochenende darf das Elternschlafzimmer nicht vor 07:30 Uhr betreten werden!
    Ausnahme ist nur ein absoluter Notfall. Und Computerspielen ist kein Notfall.

Klarer Fall, DAS ist schon länger Gesetz bei uns:

  • Computerspielen am Wochenende erst NACHDEM man sich angezogen und etwas für die Familie getan hat.
    Beispiele für “etwas für die Familie tun”: Frische Weckerl vom Bäcker holen. Oder Frühstück hübsch herrichten. (Das Wörtchen “hübsch” ist enorm wichtig, weil’s die Kinder sonst immer nur “gerotzt” haben.) Müll raustragen. Katze füttern. Katzenkistl säubern (ha! DAS haben die Kids noch NIE gemacht!) …

Oft reicht der Hinweis “Nähkästchengesetz!” – Und die Kinder wissen, was damit gemeint ist.
Das erspart mir jede Menge Erziehungsblabla!

Nur Nachahmung empfohlen!

 



Muttis Erziehungstricks: Familiengesetze


Mit der Zeit hab ich mir einige Erziehungstipps und -tricks angeeignet, die mir im Familienalltag enorm helfen.
Hier entlang: Muttis Eltern-Tipps

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Muttis Nähkästchen

Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter. Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. hallo hattest du die Familiengesetz Regeln irgendwo ausgedruckt und hingehangen?

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