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Furz, Kacka, Rülps & Co – Unsere Strategie gegen Fäkalworte

Fäkalworte, Schimpfworte, Kraftausdrücke. Was ist bloß so toll an diesen Wörtern? Ich kriege sie momentan von meinen Kindern eindeutig zu oft zu Ohren … Gott sei Dank sehe ich bei anderen Kindern, dass auch sie diese Wörter hervorragend beherrschen und provokant einsetzen. Wie soll man aber mit dieser Wortwahl am besten umgehen? 

Mein großes Kind (5 Jahre) rülpst leidenschaftlich gerne, außerdem tompetet es tagtäglich lautstark “Furz-Kacka”, “Popo”, “Lulli” und dergleichen in die Welt hinaus, adressiert sein Geschwisterchen (fast 3 Jahre alt) mit diesem Etikett, bezeichnet alles mögliche damit … Und das kleine Kind imitiert das Große mit großem Eifer …

Einfach ignorieren?

Schon, aber irgendwann ist das Maß ganz einfach voll. Und die Kinder wissen ganz genau, welche Knöpfe sie drücken müssen, um die Eltern auf 180 zu kriegen.

Unsere Strategie: Der Countdown

Unsere momentan erfolgreichste Strategie funktioniert so:

  1. Wir kommunizieren klar, wann unsere Grenze erreicht ist und wir es einfach nicht mehr ertragen können.
  2. Jedes Familienmitglied bekommt dann ein Kontingent für derlei Äußerungen – bei uns darf z.B. jeder (also auch die Erwachsenen) ab diesem Zeitpunkt das Wort nur noch 10x sagen.
  3. Countdown: Die Erwachsenen zählen laut mit – auch bei sich selbst (Achtung! Auch in der Diskussion darüber fallen die Worte!).
  4. Beim 11. Mal kriegt die betreffende Person eine Auszeit im eigenen Zimmer. Meistens kommt es aber gar nicht so weit – es gibt zwar lautstarke Beschwerden seitens der Kinder, aber sie bremsen sich tatsächlich ein.

Wichtig ist mir noch anzumerken: Das Kind wird nicht eingesperrt und darf nach eigenem Ermessen wieder zu uns stoßen. Meist bleibt das Kind freiwillig einige Minuten im Zimmer, beginnt mit etwas zu spielen. Und wenn es wieder runter kommt, ist es wie ausgewechselt!

In Wiederholungsfällen beginnt die Sache wieder von vorne.

Eine weitere Herangehensweise könnte diese sein: Das hilft gegen Schimpfwörter

Was ist euer “Geheimrezept” für solche Fälle?

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Mit der Zeit hab ich mir einige Erziehungstipps und -tricks angeeignet, die mir im Familienalltag enorm helfen.
Hier entlang: Muttis Eltern-Tipps

Muttis Nähkästchen

Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter. Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

Dieser Beitrag hat 5 Kommentare

  1. Witzigerweise haben wir das Problem nicht soooo massiv. Meine 2 (3 und 5) sind ja beide im Kindergarten. Und dort gibt es eine Regel: Wer ein Klo-Wort sagt, muss auf’s Klo!
    Das scheint zu wirken. Und in den wenigen Fällen, wo es doch mal auftaucht, ignoriere ich es einfach. Also ganz entspannt bei uns.
    LG, Tina

  2. Ich danke dir herzlich für diesen Eintrag. Und auch „typisch Jungs“ ist wunderbar zu lesen. Meine beiden sind noch nicht so alt mit einem halben und fast drei Jahren, aber ich ahne auch, dass es anders wird als ich das Leben mit meiner Schwester kenne ?
    Kurz und knapp und klar-so deine Texte und so kommt es anscheinend auch bei Jungs am besten an.
    Liebe Grüße und weiter so!
    Lu

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