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Allergien im Beikostalter vermeiden

Allergien im Beikostalter vermeiden

Im fünften Monat ist es so weit: Das Baby bekommt seine ersten Löffelchen Brei. Aber wie kann man die Entstehung von Allergien vermeiden? Und was macht man, wenn das Kind tatsächlich allergisch auf ein Lebensmittel reagiert und Allergien im Beikostalter entwickelt?


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Allergien im Beikostalter bereiten den meisten Eltern Kopfzerbrechen. Irgendwo hat man doch schon mal gelesen, dass man Kuhmilch weglassen soll, oder? Und wie war das mit Obst? Oder mit Eiern? Was darf ich denn nun füttern? Vermeidungsstrategie? Oder doch mit vielen Lebensmitteln konfrontieren? Die Antwort ist eigentlich ganz einfach!


Allergien im Beikostalter

Allergien im Beikostalter – Was ist das eigentlich?

Eine Allergie ist eine Fehlreaktion bzw. eine Überreaktion des Immunsystems auf normalerweise unschädliche Substanzen. Dazu zählen auch Nahrungsmittel. Meist handelt es sich dabei um Eiweißverbindungen – also Kuhmilch, Eier und manchmal auch Fisch, Soja, Weizen und Nüsse. Aber auch manche Obst- und Gemüsesorten können zu Allergien im Beikostalter führen.


Man erkennt Allergien meist an Hautausschlägen, Ekzemen, allergischen Schnupfen, Atembeschwerden, Bauchschmerzen, Übelkeit und Durchfall. Diese Reaktionen (eine oder mehrere davon) werden beim ersten Kontakt mit diesem fremden Eiweiß ausgelöst. Allerdings werden die meisten Allergene beim Kochen unschädlich gemacht. Oft ist also erst der Rohverzehr ein Problem. (Meine Tochter wurde beim Himbeeren-Naschen im Garten immer feuerrot im Gesicht – einen Himbeerkuchen oder Himbeermarmelade konnte sie aber immer problemlos essen!)


Was soll ich machen, wenn mein Kind allergiegefährdet ist?

Wenn irgendein Familienmitglied (Eltern oder Geschwister) an einer Allergie leidet, ist das Kind als allergiegefährdet einzustufen. Das bedeutet aber keineswegs, dass das Kind diese Allergie garantiert auch bekommt – es besteht aber ein höheres Risiko.


Babybrei

Babybrei: Der sichere Einstieg in die Beikost

Dieses Buch von Natalie Stadelmann sollte in keiner Jungfamilie fehlen. Auf wenigen Seiten erklärt sie alle grundsätzlichen Fakten – übersichtlich und nicht zu wissenschaftlich. Denn ganz ehrlich – wenn junge Eltern eines nicht haben, dann ist das viel Zeit! Nach 15 Minuten weiß man eigentlich alles, was man wissen muss und kann mit dem Abenteuer Beikost beginnen.


Nach den allgemeinen Tipps bietet das Buch viele tolle Rezepte für Babybreie – schön gegliedert in das richtige Alter und in der richtigen Reihenfolge. Da kann man nichts mehr falsch machen. Ein wunderschönes Buch, das sich auch gut als Geschenk für eine frischgebackene Mama eignet!


Auch alle Tipps zur Allergieprophylaxe in diesem Beitrag stammen aus diesem Buch! Echte Empfehlung!


#1 Nicht zu früh mit der Beikost starten

Ein zu früher Beikostbeginn vor dem fünften Monat kann eine Allergieentstehung fördern. Bei Säuglingen ist die Darmbarriere noch nicht so ausgereift, die später einen natürlichen Schutz gegen Allergene bildet.


#2 Stillen schützt vor Allergien

Muttermilch ist besonders wertvoll für den Aufbau dieser Darmbarriere und wichtig für die Allergieprophylaxe. Wenn möglichst, sollte man also auch während der Beikosteinführung weiter stillen.


#3 Einen Beikostplan führen

Nach der ersten Zeit, in der man nur gut verträgliche Nahrungsmittel füttert, kann ein Beikostplan sehr hilfreich sein. Man trägt Neuerungen (Einführung besonderer Lebensmittel) in den Plan ein und wartet mit der Einführung des nächsten Lebensmittels eine Zeit lang. Tritt dann eine allergische Reaktion auf, weiß man anhand des Plans ganz genau, was neu dazu gekommen ist und somit vermutlich zur Reaktion geführt hat. So kann man schneller darauf reagieren.


#4 Vielfalt erwünscht!

Vermeidungsstrategie war früher! Vergesst all diese Verbote.

„Heute dürfen und sollen Babys in der Beikost verschiedene Nahrungsmittel kennenlernen!“

(Stadelmann 2021: 17)

Das Immunsystem eines Babys profitiert davon, wenn es sich schon früh mit Allergenen auseinandersetzen muss. So lernt das Immunsystem diese Stoffe als unschädlich zu erkennen. Das gilt auch für Gluten und Kuhmilch. Im 1. Lebensjahr sollte man Kuhmilch zwar nicht als Getränk reichen, sie aber durchaus für die Zubereitung des Milch-Getreide-Breis verwenden. Dabei sollte man 200ml pro Tag nicht überschreiten. Ist das Kind 6 Monate alt, gibt es keinen Grund mehr auf Kuhmilch zu verzichten, wenn man sich an die oben erwähnten Richtlinien hält.


#5 Weitere Tipps gegen Allergien im Beikostalter

  • Sorgen Sie für ein gesundes, schadstofffreies Wohnklima.
  • Meiden Sie unbedingt Zigaretten in der Umgebung des Kindes.

Diese Punkte sollten generell selbstverständlich in Bezug auf Babys sein!


Wenn das Baby einen Brei wirklich nicht verträgt?

Bekommt ein Baby Symptome wie Hautausschläge sollte man unbedingt auch die Hautpflegeprodukte, die Kleidung und die allgemeinen Wohnumstände genauer betrachten. Ein wunder Po kommt oft von zu viel Säure im Obst. Bauchschmerzen können von Hefeteigwaren, Kohlarten oder Erbsen kommen. Hinter Bauchschmerzen steckt oft unreifes oder rohes Obst. Auch Kuhmilch kann zu Verdauungsbeschwerden führen. Man sollte hierbei auf die Qualität, die Menge und den Zeitpunkt des Verzehrs achten. Viele Babys vertragen den Milch-Getreide-Brei am Abend nicht – man könnte ihn stattdessen am Nachmittag füttern.


All diese Symptome bedeuten aber nicht, dass ein Kind tatsächlich allergisch ist, es handelt sich dabei vielleicht nur um vorübergehende Unverträglichkeiten. Am besten man schränkt diese Lebensmittel einfach vorübergehend ein oder streicht sie ganz aus dem Speiseplan. Nach einiger Zeit kann man es vorsichtig wieder versuchen.


Mein Baby hat tatsächlich Allergien im Beikostalter

Ist tatsächlich eine Allergie diagnostiziert worden, hilft nur das Lebensmittel gänzlich aus dem Speiseplan zu streichen. Die gute Nachricht: Die meisten Allergien verschwinden in Laufe des ersten Lebensjahres wieder!


WICHTIG:

„Lassen Sie sich im Falle einer Allergie auf jeden Fall von ihrem Kinderarzt, Ihrer Hebamme oder einer ausgebildeten Ernährungsfachkraft beraten, um Mangelerscheinungen von Anfang an vorzubeugen!“

(Stadelmann 2021: 19)

Allergien im Beikostalter vermeiden

Das Beikostalter ist eine spannende und wunderschöne Zeit. Man sollte sich einfach nicht all zu viele Gedanken machen und diese Phase genießen. Hält man sich an wenige Grundregeln kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Es gibt so viele verschiedene Wege.

Ich habe mich bei allen vier Kindern an einen Beikostplan gehalten, den ich dann natürlich je nach Jahreszeit geringfügig abgewandelt habe. So hatte ich einen schönen Überblick und ehrlich gesagt viel Freude am Ausprobieren!

Beikost leicht gemacht: Eine Übersicht


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Christine

Christine, chaotische Mama von 4 Kids berichtet hier als Co-Bloggerin vom Leben zwischen Babybrei und Vorpubertät! Der Social-Media Name "Die lauten Nachbarn" ist hier täglich Programm. Folgt uns gerne auch auf Instagram und Facebook!

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