Erwachsene ändern häufig ihre Ernährungsgewohnheiten. Man will gesünder, schlanker und fitter werden. In diese Ernährungsumstellungen beziehen wir unsere Kinder aber nur selten mit ein und die gesunde Ernährung für Kinder bleibt auf der Strecke.
Voraussichtliche Lesedauer: 5 Minuten
Kinder gesund zu ernähren, ist nicht immer so einfach wie man vielleicht denkt. Werbung und eingefahrene Verhaltensweisen sind dabei nicht hilfreich. Von Diäten und Modeerscheinungen in der Ernährungsweise sollte man aber auch Abstand nehmen. Wie kann man falsches Essverhalten schon früh ausgleichen?

Ernährung für Kinder: Warum läuft so viel schief?
Bei der Lektüre eines tollen Buches über gesunde Ernährung fiel es mir in einem Kapitel über Ernährung für Kinder wie Schuppen von den Augen. Ich achte seit einiger Zeit meist sehr genau auf meine Ernährung. Hauptsächlich aus Gewichtsgründen, weil ich sehr leicht zunehme. So sitze ich also schon mittags mit einem gegrillten Hühnerfleisch mit Zucchini neben meinen Kindern, die währenddessen Fischstäbchen, Pommes oder Pizza essen. Typisches „Kinderessen“ eben.
In unserem All-Inclusive-Urlaub gab es ein eigenes Kinderbuffet. Dieses bestand hauptsächlich aus Pommes, Nudeln, Pizza und diversen Süßspeisen. Im Restaurant gibt es eine eigene Kinderkarte. Was findet sich darauf? Burger, Pizza, Spaghetti und Fischstäbchen. In der Werbung im Fernsehen, im Radio oder im Social-Media-Bereich wird mit speziellen Puddings, Süßigkeiten und Soft-Drinks für Kinder geworben. Unsere Gesellschaft nimmt an, dass Kinder nur derartige Speisen zu sich nehmen. Ernährung für Kinder ist also ganz speziell. Fett- und zuckerhaltig, weil sonst schmeckt es den Kindern ja nicht und man will ihnen ja eine Freude machen. Leisten sie etwas werden sie mit Süßem belohnt, denn das mögen sie ja immerhin am liebsten.
Wer sagt, dass Ernährung für Kinder so aussehen muss?
Dieses Bild aus den Medien und der Gastronomie übernehmen wir. Kinder essen etwas anderes als wir, obwohl wir am selben Tisch sitzen. Wer sagt, dass meine Kinder nicht genau so gerne einen Salat oder mageres Fleisch essen würden? Mein Sohn ist 10 und lässt das Kinderbuffet im Urlaub teilweise links liegen. Viel lieber bedient er sich an der Salatbar der Erwachsenen. Meist ist er dort aber das einzige Kind. Oft fragen mich Verwandte ganz erstaunt, ob er das wirklich isst. Ja warum denn nicht? Wir essen das ja auch und es schmeckt uns. Warum soll jedes Kind grundsätzlich nur „Kinderessen“ mögen? Wie falsch ist unser System, wenn „Kinderessen“ gleichbedeutend mit „ungesundem Essen“ ist?
Ernährung für Kinder muss sich von unserer nicht unterscheiden!
Am einfachsten können wir unsere Kinder unterstützen indem wir ihnen ein gutes Vorbild sind. Das alleine reicht aber in Bezug auf Ernährung nicht aus, wenn wir weiterhin etwas anderes für sie kochen und selbst auf den „Mythos Kinderessen“ hereinfallen. Bei den meisten gesunden Lebensmitteln können wir sie doch einfach mitessen lassen.
Das heißt natürlich nicht, dass sie jetzt dauerhaft auf Pizza & Co. verzichten müssen. Aber es sollte wieder etwas Besonderes werden. Eine Ausnahme, bei der man sich bewusst ist, dass das jetzt nicht gesund ist und nicht jeden Tag am Speiseplan stehen sollte. Kein dauerhafter Verzicht, sondern bewusste Ausnahmen vom gesunden Alltag. Das wäre ein Essverhalten, das ich meinen Kindern für ihre eigene Zukunft wünsche.
Von modernen Diäten sollte man aber immer Abstand nehmen. Eine befreundete Ernährungsberaterin hat mir einmal erklärt, dass das scheinbare Allheilmittel „Abends keine Kohlehydrate“ für Kinder nicht gesund ist, weil sie diese in der Nacht für ihre Gehirn benötigen. Auch Intervallfasten, Mengenvorgaben und das Auslassen von Mahlzeiten sind nicht für Kinder geeignet. Kinder essen meist kleinere Portionen und daher mehrere Mahlzeiten – das ist ganz normal und für den Magen sogar bekömmlicher.
Gesunde Ernährung hat nichts mit Abnehmen zu tun
Gerade in Bezug auf Ernährung für Kinder ist es also wichtig, dass man GESUNDE Ernährung nicht mit ABNEHMEN verwechselt. Gesund heißt nicht immer kalorien- und fettreduziert, sondern nährstoff- und vitaminreich. So sind z.B. Nüsse sehr gesund und wichtig, aber natürlich alles andere als kalorienarm. Bei Kindern sollte man also stets ein Augenmerk auf Vitamine und Nährstoffe setzen und nicht unbedingt auf die Kalorienzufuhr.

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Was können wir sofort unternehmen?
Theoretisch wollen alle Eltern das Beste für ihre Kinder. Aber aus irgendeinem Grund erstrecken sich die guten Absichten nicht immer darauf, was ihre Kinder essen und trinken. Es ist schon schlimm genug, wenn die Eltern sich selbst miserabel ernähren. Aber wenn Eltern wissen, wie wichtig es ist, sich gesund zu ernähren, und dennoch zulassen, dass ihre Kinder sich schlecht ernähren, ist es noch schlimmer. Es ist so, als würde man mit dem Rauchen aufhören, seinen Kindern aber erlauben, zu rauchen.
Olien, 2021: 162)
Wir dürfen als Eltern einfach nicht zulassen, dass sich unsere Kinder mit „billigem Mist“ vollstopfen. Wir dürfen unsere Kinder nicht von unserem eigenen Essverhalten abgrenzen, sondern sollten sie mitnehmen in unsere Ernährung. Keine unterschiedlichen Gerichte an einem Tisch! Und wie immer besonders wichtig: Vorbild sein! Seinen eigenen Körper wertschätzen, Sport betreiben und sich gesund ernähren!

Natürlich spüren unsere Kinder nicht sofort den großen Unterschied. Gesunde Ernährung für Kinder zeigt ihre Auswirkungen oft erst viel später. Nach Jahrzehnten fettreicher und nährstoffarmer Ernährung kommt es zu Herzkreislauf-Problemen und Krebserkrankungen. Vorbeugen muss man von klein auf. Durch gute Vorbilder, einen gemeinsamen Familientisch und das Gespräch und die Auseinandersetzung mit dem Thema Ernährung können wir unseren Kids viel Wertvolles mit auf ihren Lebensweg geben.
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Daniela Luxi
9 Sep. 2021Ich danke euch so so so sehr für den Artikel und die Empfehlung des Buches. Das Buch ist das Beste über Ernährung und Lebensstil das ich in letzter Zeit gelesen hab. So viele wertvolle Infos zusammengestellt in einem Buch!!!!
Chris.
12 Sep. 2021Ich habe manchmal das Gefühl, mein Kind isst gesünder als ich. Es liebt rohes Snackgemüse, es darf aber niemals eine Soße oder Dressing drauf. Deshalb gibt es bei uns „Kindersalat“, sortiert und ohne Soße auf dem Teller und „Elternsalat“, alles durcheinander mit Soße :-)
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