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Hilfe, es wächst! Unkrautvernichtung ganz ohne Gift

Hilfe, es wächst! Unkrautvernichtung ganz ohne Gift

Überall sprießt und blüht es … Wunderschön – aber nicht überall. Auf unserem mit Kopfsteinpflaster aus Granit gestalteten Vorplatz ist Löwenzahl ein oft, aber nicht gerne gesehener Gast. Jetzt habe ich die perfekte Unkrautvernichtungsmethode gefunden – geht rasch, ist mit wenig Aufwand verbunden, man hat alle Zutaten immer zuhause und es ist absolut natürlich.

Jeder dritte Mensch hat Pestizide im Blut

Gift ist eben nicht wurscht: hunderte verschiedene Giftstoffe werden jährlich auf die Felder gekippt: Getreide, Gewürze, Gemüse und Obst soll vor Insekten, Unkräutern und Pilzen geschützt werden. Aber: Die Giftstoffe reichern sich im Boden, in Gewässern und nicht zuletzt in den Lebensmitteln an.

PAN, das Aktionsnetzwerk gegen Pestizide (ein Zusammenschluss von über 600, vor allen aus dem Umweltbereich stammende, Organisationen) ließ 40 verschiedene Rotweine untersuchen. Das Ergebnis: in 35 wurden Pestizidrückstände nachgewiesen. Darunter waren fünf Substanzen, die als krebserregend gelten bzw. das Erbgut verändern können. In Frankreich wird der Zusammenhang von Pestiziden und Parkinson bei Landarbeitern anerkannt.

Ein breit eingesetztes Total- und Breitbandherbizid ist Glyphosphat. Viele Menschen kommen damit ständig in Berührung – ohne es zu wissen: es wird nicht nur in der Landwirtschaft verwendet, sondern auch auf Spielplätzen und anderen öffentlichen Flächen, Bahndämmen und in privaten Gärten.

Global 2000 und der europäische Dachverband “Friends of the Earth” haben Urinproben in 18 europäischen Ländern genommen: In manchen Ländern hatten 90 Prozent der Menschen, in Österreich immerhin jeder Dritte Glyphosphat oder dessen Abbauprodukt im Körper. Glyphosphat war im Tierversuch hormonell wirksam und kann Krebs auslösen. Das Verflixte daran: Bei hormonell wirksamen Stoffen reichen kleinste Mengen, um Schaden anzurichten.

Noch Fragen? Zurück zum Garten:

Rezept für nachhaltige Unkrautentfernung:

Der Löwenzahn hat sich in jeder noch so kleinen Ritze breit gemacht. Wie soll man den da ohne Chemie-Einsatz jemals wieder rauskriegen? Jede Maßnahme scheint schon nach kurzer Zeit für die Katz, weil man gerade beim Löwenzahn die lange Pfahlwurzel erwischen muss. Aber so geht’s ganz unkompliziert:

Kochend heißes Wasser drauf – und fertig.

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Schon am nächsten Tag ist das Unkraut kaum mehr als solches erkennbar, weil komplett ausgedörrt. Je jünger der Löwenzahn ist, desto besser funktioniert’s. Und wenn er wieder kommt? Wartet schon die nächste Heißwasser-Dusche.

Auf die Idee bin ich übrigens gekommen, weil wir in unserer Stadt erfolgreich den Einsatz von RoundUp® (Glyphosphat-haltig) von Monsanto beendet haben. Die Alternative zum Gift: heißer Wasserdampf.
Nach einer kurzen Internet-Recherche bin ich auf Erfahrungsberichte gestoßen, wonach heißes Wasser sogar besser funktioniert als so manches Hausmittel (z.B. Essig, Natron u.ä.).

Im Rasen hilft diese Methode freilich nicht, weil man auch das Gras mit verbrühen würde. Da bleibt nur das altbekannte Ausstechen. P.S.: Den Löwenzahn am besten aufessen bzw. schlürfen:



Foto: beeki/Dirk Schumacher, PublicDomainPictures, Pixabay

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Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter. Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Der Tipp mit dem kochenden Wasser funktioniert einwandfrei. Zumindest im Beet. Für den Rasen verwende ich einen Unkrautstecher mit Teleskop-Stab – dann ist das Bücken nicht so anstrengend :D

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