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Lesemuffel zum Lesen bringen: 6 Tipps

Lesemuffel zum Lesen bringen: 6 Tipps

Die meisten Eltern trifft es irgendwann: Das Kind will einfach nicht – oder nicht mehr – lesen. Wir alle wissen aber, dass es einfach sehr wichtig für die sprachliche Entwicklung, die Rechtschreibung, die Fantasie und nicht zuletzt den schulischen Erfolg ist. Außerdem ist es einfach ein unglaublich tolles Hobby und man wünscht sich, dass auch das eigene Kind in einem Buch versinken und in eine andere Welt eintauchen kann. Was kann man also tun, wenn diese Leselust einfach nicht in Gang kommen will und sich das Kind zum Lesemuffel entwickelt?

Wir kannten dieses Problem lange nicht. Unser Sohn war als Erstleser ganz besessen von den tollen Franz Geschichten von Christine Nöstlinger und dann ein wahrer Harry Potter Freak. Der Abend konnte gar nicht lange genug dauern. Unser Bücherwurm konnte stundenlang im Reich seiner Bücher verweilen. Nach Harry Potter fand er aber plötzlich alles andere langweilig und wir suchten – letztendlich erfolgreich – nach Strategien um ihm die Lesefreude wieder zurückzubringen.

Tipps um Lesemuffel zum Lesen zu bringen

 

 

#1 E-Reader für digital-verseuchte Lesemuffel

Viele Kids sind es heute leider gewohnt sich von elektronischen Geräten berieseln zu lassen. Wenn das schon der Fall sein sollte, kann man diese Tatsache auch gut nutzen. E-Reader gibt es schon relativ günstig zu kaufen und das Kind hat eher das Gefühl etwas richtig Cooles zu machen. Immerhin sitzt es vor einer Art Tablet. Wo und wie das Kind liest ist ja egal. Mir als Liebhaber des klassischen Buches bricht es zwar das Herz, aber egal – Hauptsache das Kind liest und fühlt sich auch noch gut dabei.

 

#2 Interaktive Bücher

Eine spannende Alternative sind auch Bücher, in denen man selbst entscheidet wie und wo es weitergeht. So hat man Spiel, Spannung und das verhasste Lesen in Einem. Genial. Besonders passend sind hier Escape Game Bücher, weil man sich beim Lesen von Raum zu Raum raten muss. Mehr Infos dazu findet ihr hier: Escape Game Bücher: Offline-Abenteuer für Online-Junkies ab 9 Jahren |

 



#3 Comics für Lesemuffel – wenig Text zum Einstieg

Als Lückenfüller liest unser Sohn oft Comics. Klassische Comics funktionieren irgendwie immer. Das lustige Taschenbuch ist wohl jedermann ein Begriff und trifft den Geschmack der Kids von heute noch genauso wie unseren vor – naja – einigen Jahren. Aber auch Klassiker wie Asterix und Obelix, Spiderman, etc. bieten sich wunderbar an. Wenig Lesezeit – viel Fortschritt. Das motiviert ungemein.

Der nächste Schritt sind dann schon Bücher mit mehr Text und Comicelementen – also immer wieder Illustrationen im Comicstil dazwischen. Das motiviert Comicfans auch einmal etwas mehr zu lesen. Besonders gelungen finden wir folgendes Buch:

Hilfe ich habe meinen Bruder im Internet getauschtHilfe, ich habe meinen Bruder im Internet getauscht

Dieses Buch ist wirklich empfehlenswert. Inhaltlich beschäftigt es sich auf lustige Art und Weise mit dem Thema Geschwisterstreit und Versöhnung. Außerdem ist es einfach zu lesen und beinhaltet immer wieder witzige Illustrationen im Comicstil.

Jonny ist wütend auf seinen älteren Bruder Ted und will ihn auf der Website: www.geschwistertausch.com eintauschen. Allerdings erhält er äußerst merkwürdige Tauschgeschwister: Ein Meerjunge, ein von einem Erdmännchen aufgezogener Bruder, der sich wie eine Katze verhält und der Geist eines Königs aus dem 16. Jahrhundert kreuzen seinen Weg. Die Geschichte ist wirklich urkomisch und fesselt kleine Leser garantiert.

 

#4 Filme als Anreiz

Unser Sohn hat eigentlich nur deshalb mit der Harry Potter Reihe begonnen, weil wir ihm gesagt haben, dass er sonst die Filme nicht sehen darf. Eigentlich sind die Filme noch nicht für sein Alter und wir hätten im Traum nicht daran gedacht, dass er diese dicken Wälzer tatsächlich liest. Er wollte die Filme aber unbedingt sehen und hat sich dann so richtig in die Story verbissen. Irgendwann waren die Filme dann nur noch im Hinterkopf ein Wunsch und das Lesevergnügen stand im Vordergrund für unseren einstigen Lesemuffel. Derzeit versuchen wir das gleiche Experiment mit Percy Jackson. Auch hier gibt es als Lohn für ein Buch den Film an einem Filmabend. (Es gibt 5 Bücher und bisher 2 Filme.) Die Geschichte begeistert ihn schon und wir hoffen, dass der Anreiz Film wieder zu einer neuen Buchleidenschaft führt.

# 5 Lesemuffel brauchen ein Thema, das sie fesselt

Als unser Sohn keine Lust mehr aufs Lesen hatte, fuhren wir in die Bücherei und ließen uns von der Bibliothekarin beraten. Schon kamen Vorschläge, die perfekt zu ihm passten. Toll sind Buchreihen, weil sich die Geschichte auf vielen, vielen Seiten und im besten Fall einigen aufeinanderfolgen Büchern entwickelt und sich die Handlung immer weiter zuspitzt. Ist man erst einmal mittendrin – kann man meist nicht mehr aufhören.


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Tolle Reihen sind:

Unseren Sohn begeistern meist Fantasybücher und Kriminalfälle. Es muss also spannend sein. (Mehr dazu könnt ihr hier nachlesen: Sinnvolle Weihnachtsgeschenke für Kinder)

Unsere Tochter liebt Geschichten über Freundschaften und typische Mädchenträume. Man muss einfach das Richtige für sein eigenes Kind finden. Jeder tickt nun einmal anders.

Was wir gelernt haben:

Bei der Bücherauswahl darf man das Kind nicht über- aber auch nicht unterfordern!!!!!

Für unsere Leseanfängerin ist es wahnsinnig demotivierend, wenn sie ein Buch hat, bei dem sie andauernd um Hilfe bitten muss. Für sie ist wichtig, dass sie alles selbst lesen kann und auch versteht. Da nehmen wir lieber ein Buch für jüngere Kinder mit nach Hause als sie sinnloserweise zu überfordern.

Bei unserem Sohn hatten wir das gegenteilige Problem. Nach der Harry Potter Reihe erschien ihm die meiste Literatur für sein Alter als langweilig und zu kindisch geschrieben. Erst in der Bibliothek wurden wir darauf hingewiesen, dass wir doch in der Jugendabteilung suchen sollten und dort fühlte er sich gleich viel besser aufgehoben. Es ist zwar ein seltsames Gefühl, dass unser 8-Jähriger in der Abteilung ab 13 seine Bücher auswählt und man muss natürlich mehr auf die Inhalte achten, aber wenn es der Sache dienlich ist – bitte sehr.

#6 Vorbildwirkung für Lesemuffel

Wie in den meisten Erziehungsfragen gilt: Man kann den Kindern sagen, was man möchte – am Ende machen sie es einem so und so nach! Wenn die Eltern gerne und viel lesen und vor allem positiv und begeistert darüber sprechen, dann wird auch das Kind merken, dass Lesen etwas Tolles ist. Immerhin MÜSSEN die Eltern das ja nicht mehr für die Schule machen – tun es aber trotzdem! So schlimm kann es also nicht sein.

 

Vielleicht probiert ihr einige Tipps aus – falls ihr auch Lesemuffel zu hause habt. Was lesen Eure Kinder gerne?? Wir freuen uns immer über Buchtipps.



 

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Christine

Christine, chaotische Mama von 4 Kids berichtet hier als Co-Bloggerin vom Leben zwischen Babybrei und Vorpubertät! Der Social-Media Name "Die lauten Nachbarn" ist hier täglich Programm. Folgt uns gerne auch auf Instagram und Facebook!

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