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Motivation ist alles – ein paar Anregungen für Eltern

“Ich kann das nicht!”, bekomme ich in den letzten Monaten in verschiedensten Situation immer wieder und das recht häufig zu hören – beim Aufräumen, beim Schuhe anziehen … Obwohl – korrekterweise müsste es heißen: “Ich will das nicht!”. Aber nicht-können klingt einfach viel dramatischer, das versteh ich schon. Wie also kann man Kinder motivieren? 

Der Elternbrief vom 13.04.2011 von elternwissen.com bringt ein paar hervorragende Anregungen – ein kurzer Auszug folgt weiter unten. Außerdem durfte ich den Motivationskalender von Paestro testen. Der Motivationskalender funktioniert im Prinzip wie ein Adventkalender (hier darf man die Türchen aber erst öffnen, wenn die vereinbarte Aufgabe – wie z.B. Zimmer aufräumen – erledigt wurde) und arbeitet mit der Neugier der Kinder und mit dem Prinzip Belohnung. Zu den zehn Belohnungen in der Ausführung für “Kiddies” gehören: Wir gehen in den Zoo, wir machen einen Ausflug, Eis essen, eine Stunde länger wach bleiben usw. Freilich kann man sich sowas auch ganz leicht selbst basteln –  aber für weniger bastelfreudige Mütter oder solche in Zeitnot ist der Kalender eine tolle Alternative: nett gestaltet und mit gut überlegten Belohnungen (wohlweislich: nicht beigepackt, da immateriell!)

Tipps zur Motivation von “faulen” und übellaunigen Klein- und Vorschulkindern:

  • Das Besondere herausstellen, mit dem “Reiz des Verbotenen” spielen. Offen zweifeln, ob das Kind einen „Auftrag“ überhaupt ausführen kann – dass es nur etwas für “große Kinder” ist. Gut möglich, dass das Kind dann das Gegenteil beweisen will. Oder mit einem Ansporn, dass niemand diese Sache so gut kann wie das Kind (wie es das in der Vergangenheit schon bewiesen hat).
  • Spaßfaktor erhöhen: Aufräumen mit Musik (hab früher schon mal Singen beim Aufräumen empfohlen: Aufräumen mit Kindern); geheimnisvolle Sachen aus alltäglichen Dingen machen (unsichtbare Zauberschuhe, die beim Weitergehen helfen), sinnvolle Belohnungen …
  • Vorteile klarmachen: Wenn sich das Kind selbst anzieht, darf es selbst das T-Shirt wählen. Wenn alle beim Aufräumen helfen, bleibt mehr Zeit für eine lange Geschichte.
  • Logische Folgen: Wenn das Kind die Konsequenzen seines Verhaltens selbst tragen muss, klappt vieles schon nach kurzer Zeit besser. Leider nicht immer ganz einfach.

Der außerdem empfohlene Rollentausch erhöht bei uns lediglich den Frustfaktor …

Ein Wort noch zu Belohnung: Wie in vielen Dingen des Lebens gilt es hier den goldenen Mittelweg zu treffen, denn zu viel Belohnung kann langfristig in die Hose gehen. Das ist das Gute an dem beschriebenen Kalender: Man kann sowohl das Ziel (die vereinbarte Handlung, z.B. Zimmer aufräumen) und das Maß (wann darf das Türchen geöffnet werden) selbst bestimmen. Wir werden das z.B. so machen: Für jedes Mal Zimmer aufräumen gibt es einen Stern. Nach 10 Sternen darf ein Türchen geöffnet werden.

Muttis Nähkästchen

Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter. Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

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