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Mit deiner neuen Brille mag dich keiner mehr!

Der Weisheit letzter Schluss in Sachen Dauer-Kopfweh bei meinem 5-jährigen Kind: eine Brille. Es dauerte keine drei Tage, bis die ersten Hänseleien deswegen eintraten. Da blutet das Mutterherz! Warum mein Kind eine Brille trägt und was gegen Hänseleien hilft, lest ihr hier:

Mein Kind hat anscheinend eine verborgene Winkelfehlsichtigkeit – heißt: seine Augen tendieren nach außen, er kann es aber mit eigener Kraft korrigieren. Aber das Korrigieren strengt an. Vielleicht hat er daher seit Monaten täglich Kopfschmerzen (siehe: Was hilft bei Kopfschmerzen?). Daher nun die Prismen-Brille. Ich hoffe sehr, dass das endlich hilft. Zusätzlich zu diesen Sorgen kommen jetzt noch Hänseleien …

Was hilft nun gegen Hänseleien? Der Elternwissen-Newsletter vom liefert wertvolle Hinweise – eine kurze Zusammenfassung mit Erweiterungen zur konkreten Situation von mir:

1. Freunde suchen und Freundschaften pflegen
Als Teil einer Gruppe hat Ihr Kind einen starken Rückhalt, der es vor Mobbing schützt: Die Freundschaften mit anderen bebrillten Kindern suchen.

2. Selbstbewusstsein stärken
Dem Kind helfen, seine Stärken zu entdecken: Sein Können und seine Erfolge oder Fortschritte hervorheben.  Aber: ehrlich bleiben und nicht übertreiben.

3. Den Anführer entwaffnen
Sehr wirksam ist es, den Rädelsführer bloßzustellen. Üben Sie in Rollenspielen, diesem Anführer etwas entgegenzusetzen. Eine mögliche Reaktion auf “Brillenschlange” könnte sein: dem anderen in die Augen sehen und zurückrufen: “Lieber Brille als dumm!”

4. Stärke zeigen
Das Kind muss lernen, solche verbalen Hänseleien möglichst gelassen hinzunehmen. Je betroffener und trauriger oder wütender es sich zeigt und je mehr es sich zurückzieht, desto interessanter wird es als Opfer. Auf eine Beleidigung, egal welcher Art, könnte das Kind gelassen antworten: “Wen willst du denn damit beeindrucken? Vielleicht lernst du mal lesen und findest einen intelligenteren Spruch.”

5. Als Eltern solange wie möglich aus der Situation heraus halten, damit Ihr Kind die Gelegenheit bekommt, das Problem allein zu lösen. Das Gefühl, eine schwierige Situation selbst gemeistert zu haben, wird Ihrem Kind in der Zukunft sehr viel Kraft und Stärke geben. Greifen Sie also nur im Notfall, also in Fällen von körperlichen oder seelischen Grausamkeiten, ein. Ihre Unterstützung sollte weit gehend darin bestehen, Ihrem Kind Rückhalt zu geben und seine Reaktionen in den akuten Situationen schon mal einzuüben.

Quelle: Elternwissen kompakt vom 16.09.2010

Foto: László Harri Németh


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Muttis Nähkästchen

Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter. Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Wow sehr schöner Artikel hätte ich mal früher finden sollen, dann hätte ich auch besser einer Kundin helfen können.
    Werde mir das mal ausdrucken damit ich bei Bedarf drauf zurückgreifen kann.

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