Ich wundere mich ja immer wieder über Mütter, die schon beim kleinsten Mucks (meist trotzdem recht laut und unhöflich) aufspringen, um dem Kind den jeweiligen Wunsch zu erfüllen. Hotel Mama hin oder her – ganz so einfach geht das bei uns nicht.
Unlängst war zu vernehmen: „Mama, Hunger!!!“ Und wie aus der Pistole geschossen kam Mutters Antwort: „Ja, sofort, mein Schatz!“
Schatz ist 5 Jahre alt und hätte bei mir schlechte Karten …
Vielleicht bin ich da altmodisch, aber ein bisschen Höflichkeit muss schon her. Wenn kein Bitte dabei ist, dann höre ich eben schlecht. Und wenn das ganze humorvoll als „Sittebehr und Schankedön“ verpackt ist, dann schmeckt es jedem Kind! Denn ein bisschen Blödeln darf sein. Und sogar mein 1,5-jähriges Kind kann mit Bravour „Bitte“ und „Bidsea“ sagen.
Auch bestehe ich darauf, dass mein Kind sich z.B. im Kindergarten mit Hand-geben von der Pädagogin verabschiedet – so viel Zeit muss sein.
Und am besten funktioniert die Geschichte, wenn Mama und Papa gute Vorbilder sind!
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muttis
20 Apr. 2010P.S.: Weil’s jemand gegoogled hat (ja, sowas seh ich in den Statistiken!): „Sittebehr und Schankedön“ ist ein Wortspiel und bedeutet „Bittesehr und Dankeschön“ – die Anfangsbuchstaben der zusammengesetzten Worte sind vertauscht.
Warum? Weil wir Spiele mit der Sprache lustig finden. Und weil es schlichtweg „Effekthascherei“ ist – wer wird nicht stutzig und damit auch aufmerksam, wenn er „Auf Siederwehen“ hört?
Gast
15 Sep. 2011Ob in Ginderkarten oder Schundgrule, Gand-heben und „Schittebön“ gehören einfach zu einer erantwortlichen Verziehung, sonst kichtet sich das Rind allzu bequem im Motel Hama ein. Eineswegs kaltmodisch!
muttis
19 Sep. 2011Freffend tormuliert, kein Mompliment!