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Guter Kindergarten, schlechter Kindergarten

Mit der Kinderbetreuung steht es hierzulande im Argen – “Katastrophengebiet Kindergarten” titelt das aktuelle Profil. “Kindergarten- und Hortplätze sind in Österreich eher ein Privileg als eine Selbstverständlichkeit.” Ein paar traurige Wahrheiten daraus:

“Einen Fixplatz im Kindergarten haben […] nur Fünfjährige, für die ab nächsten Herbst das Jahr vor der Einschulung ohnehin verpflichtend ist. Da es einen dramatischen Versorgungsengpass für alle Kinder gibt, haben jüngere Kinder das Nachsehen.” Das kann ich persönlich bestätigen. Bei uns “am Land” platzen Kindergärten trotz geburtenschwacher Jahrgänge aus allen Nähten. Auf  Nachfrage einer Bekannten, wie man denn nächstes Jahr mit dem Pflichtjahr für Schulanfänger umgehen wird, hieß es: Das wird zu Lasten der unter 3-Jährigen gehen.

“Abgesehen davon, dass so für viele Frauen die berufliche Perspektive beschränkt wird, betrachten immer mehr Bildungs- und Entwicklungsforscher die Vernachlässigung von qualitativen Kinderbetreuungseinrichtungen als fahrlässig. […] Nie wieder lernt der Mensch so viel derart mühelos in so kurzer Zeit wie bis zum sechsten Lebensjahr. […] In der Schulzeit fällt die Schadensbegrenzung wesentlich schwieriger und langwieriger aus.”

Und noch zwei Zitate für jene, die glauben, daheim bei Muttern wären die Kinder sowieso besser aufgehoben: “Ganz abgesehen von der Qualität, wirkt sich alleine die Tatsache, dass ein Kind einen Kindergarten besucht hat, positiv auf den Schulerfolg aus.” Und: “Auch die beste Mutter kann andere Kinder nicht ersetzen.” (Remo Largo)

Kritisiert wird unter anderem auch der Betreuungsschlüssel und die Ausbildung der PädagogInnen. Für Details dazu siehe den gesamten Profil-Artikel.

Ein Paradoxon spricht Bände: Vielfach muss frau einen Arbeitsplatz nachweisen, um einen Kinderbetreuungsplatz zu bekommen. Andererseits vergibt das AMS Arbeitsstellen nur an Personen, die einen Betreuungsplatz vorweisen können. Ein klassisches Henne-Ei-Problem …

Dabei zahlt sich die Investition in den frühen Lebensjahren aus: “Jeder investierte Euro kommt bis zum Vierfachen zurück.” Siehe dazu auch: Der fiskalische Wert eines Kindes

Mein Fazit: Ein Grund mehr, warum ich

  • mich persönlich im Kindergarten engagiere,
  • viel vorlese,
  • auf die Interessen meiner Kinder eingehe und
  • klug und gezielt ausgewählte Förderung, die allen Spaß macht, für SEHR sinnvoll erachte. Siehe auch: Musikkurse für die Kleinsten

Bei diesem Thema drängt sich natürlich ein anderes förmlich auf: Sinn und Unsinn von Förderung im Kleinkindalter – aber das ist einen separaten Artikel wert! Hier ist er: Sinn und Unsinn von Förderung im Kleinkindalter


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Muttis Nähkästchen

Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter. Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

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