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Für Schienenfreaks: Hier werden Züge für die ganze Welt gebaut

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Für Schienenfreaks: Hier werden Züge für die ganze Welt gebaut

Herr Sohn ist ein Schienenfreak – er liebt alles, das auf Schienen fährt: Straßenbahnen, U-Bahnen, Züge … als Spielzeug und im echten Leben noch viel mehr.

Dem aufmerksamen Zugfahrer – so wie er einer ist – fällt da schnell ein Name auf: Siemens.
Wir durften hinter die Kulissen schauen und aus nächster Nähe entdecken, wo und wie die Schienenfahrzeuge gebaut werden: in Wien für die ganze Welt.
Und ihr könnt das auch:

Das Siemens-Werk in Wien-Simmering ist einer der größten Fertigungsstandorte für U-Bahnen, Reisezug-Wagen, Straßenbahnen, E-Busse und vollautomatisierte “People Mover”. Letzteres sind so selbstfahrende Dinger, die euch z.B. an großen Flughäfen von einem Terminal zum anderen bringen. Rund 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fertigen bis zu 450 Wagen pro Jahr. Dort wurde und wird u.a. gebaut:

  • Straßenbahnen für Wien, Den Haag, Doha, Ulm, München, Potsdam …
  • U-Bahnen für Wien, München, Riad, Oslo, Warschau, Südkorea, Nürnberg, Sofia, Bangkok, Kuala Lumpur …
  • Reisezugwagen: Railjet für die ÖBB und die tschechische Staatsbahn, Komfort-Schlafwagen für die russische Staatsbahn RZD, Wagen für den Rhein-Ruhr-Express …

Der Sohnemann’sche Experten-Blick hat sofort den Railjet, die Wiener U-Bahn und die Wiener Straßenbahn identifiziert. Und zwar auch, wenn gerade mal das Gerüst zu sehen war. Die U-Bahn der Wiener Linien hat eben eine sehr einzigartige Form.

Beeindruckende Einblicke

In den Werkshallen gibt es beeindruckende Einblicke: tonnenschwere Wagons schweben da auf einem Luftkissenwagen in der Montagehalle von einem Platz zum nächsten. Der Railjet erhält eine ordentliche Portion “Antidröhnschicht“. Jetzt weiß ich auch, warum mir dort im Gegensatz zu anderen Zuggarnituren bei über 200 km/h die Ohren eben nicht wehtun. In einem dreiteiligen Zug sind 5 bis 6 Tonnen Kabel verbaut. Grund dafür ist neben so mancher Convience auch die redundante Ausführung.

So ein Waggon braucht etwa einen Monat im Rohbau, einen weiteren Monat in der Montage. Anschließend geht’s ab in die Beauty-Abteilung. So ein Railjet hat immerhin 7 verschiedene Farben. Heißt: siebenmal maskieren (und demaskieren), siebenmal sprühen (vollautomatisch übrigens), siebenmal im Backofen trocknen. Dauert: etwa 3 Wochen. Anschließend stehen noch diverse Prüfungen am Plan, ehe es raus auf die Schiene geht. Weil das Werk über Liefergleise direkt ans Netz der Wiener Linien und der ÖBB angeschlossen ist, geht das ohne Reibungsverluste vonstatten.

Den ULF der Wiener Linien haben wir anschließend sofort im Einsatz getestet – und selbstverständlich für gut befunden. Sehr schöne, sehr bequeme Straßenbahn.
Übrigens: Als Wien-Fans haben wir selbstverständlich auch hinter die Kulissen der Wiener Linien geblickt. Und mit dem Railjet durften wir schon mal im Führerstand mitfahren.

Tipp: Kostenlose Führungen durch das Siemens Weltkompetenzzentrum für Urban Transport

Siemens fertigt in Wien U-Bahnen, Straßenbahnen und Reisezugwagen für die ganze Welt. An diesem Standort ist das Know-how der gesamten Logistik- und Prozesskette von Forschung, Entwicklung, Engineering, Fertigung, Endmontage bis zur Inbetriebsetzung und Service gebündelt. Die Gesamtfläche des Werks beträgt 140.000 m2, die Produktionsfläche 84.000 m2.

Auch ihr könnt das besichtigen!

Achtung! Kinder ab 10 Jahre und nur in Begleitung von Erwachsenen!

Werksbesichtigung: Kompetenzzentrum für Urban Transport

Tipp: Rechtzeitig einen Termin reservieren, denn die Nachfrage ist hoch und viele Termine sind ausgebucht!

 



Noch ein Tipp!

Einen Tipp hab ich abschließend noch: Wer ähnlich gerne auf Schienen unterwegs ist wie mein Sohn, dem sei dieser Blog ans Herz gelegt: schienenreisen.com. Mein geschätzter Bloggerkollege Gerhard hat dort eine umwerfende Sammlung an Reiseerlebnissen per Bahn auf der ganzen Welt zusammengetragen. Klickt doch mal rein!

Alle Bilder: © Siemens Österreich

Ausflugstipps für Schienenfreaks: Siemens Wien Werksbesichtigung

Herzlichen Dank an SIEMENS Österreich für die Einladung nach Wien sowie das exklusive Bildmaterial.
Denn im Werk ist normalerweise fotografieren verboten!


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Muttis Nähkästchen

Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter (aka. Rabenmutter). Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Das hört sich ja nach einem sehr spannenden Erlebnis für Deinen Sohn und Dich an. Das stelle ich mir toll vor, wenn man “live” miterleben kann, wie Waggons & Co gebaut werden. Tja… und ich reise dann irgendwo auf der Welt in so einem Waggon. Demnächst wieder z.B. in der U-Bahn in Bangkok. Wenn ich durch den Untergrund der Thailändischen Hauptstadt flitze denke ich an Euch beiden. Versprochen! Danke für Eure liebe Erwähnung!

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