Mal ganz ehrlich: Wie geht ihr mit eurer Wut um? Und wie machen das eure Kinder? Wut ist eine sehr starke Emotion und gehört einfach dazu zum Leben. Aber ein gutes Vorbild sind wir Eltern nicht immer. Ein paar brilliante Anregungen für Große und Kleine:
Zunächst: Wut kommt vor. Und wir sollten sie ausdrücken. Nicht runterschlucken, nicht grenzenlos und ungehemmt ausleben, aber eben ausdrücken – kanalisieren. Ansonsten kommen Leute zu Schaden – entweder wir selbst, weil es sich in uns staut, oder andere, weil wir in blinder Aggression zum Rundumschlag ausholen.
Daher ein paar wirklich brillante Anregungen, wie man Wut kanalisieren kann – als Eltern (und somit als Vorbilder), aber auch als Hilfsmittel, dass unsere Kinder ihre Wut adäquat ausdrücken können:
- Wut auf Papier bringen:
Stift in die Hand und loszeichnen, malen oder kritzeln. Das kann ungemein befreiend wirken, speziell, wenn man seine Wut (noch) nicht so gut in Worte fassen kann. Unbedingt nachher darüber sprechen! Wenn’s hilft kann die Zeichnung nachher gemeinsam vernichtet werden (die Wut verbrennt dann im Ofen oder landet zerrissen im Papierkorb). Funktioniert übrigens auch mit Angst. - Teddy ist wütend!
Manchmal hilft ein Ersatzobjekt beim Reden über die Wut. Das Kind muss nicht über seine eigene Wut sprechen, sondern berichtet darüber, was den Teddy oder die Puppe so wütend gemacht hat. - Nudelaug nimm’s du!
Vielleicht habt ihr ein „Nudelaug“ oder was auch immer (ein hässliches Stofftier, irgendein seltsamer Gegenstand; jedenfalls eine Art Sündenbock) daheim. Dann kann man dem die belastende Situation „übergeben“. Soll sich doch das „Nudelaug“ damit herumschlagen! - Wut- und Geduldsbarometer:
Drei Gesichter (lachend, ernst und wütend, am besten zusätzlich in Ampelfarben) werden auf einen Karton gezeichnet oder geklebt. Mit einem beweglichen Zeiger (z.B. auf einer Wäscheklammer) kann das Kind bzw. die Mutter/der Vater anzeigen, wie es um seine/ihre jeweilige emotionale Situation steht. - Wutball, Wutsack, Wutkissen o.ä.:
zum Reinboxen, Reinhauen, Treten o.ä. Von Zeit zu Zeit auslüften bzw. ausschütteln, damit die „gesammelte Wut“ im Objekt nicht überhand nimmt. Kinder mögen solche symbolische Rituale! - Wut kommunizieren:
„Ich bin wütend, weil …“ Manchmal ist das Gegenüber Auslöser der Wut, manchmal aber haben die Anwesenden aber gar nix mit der Wut zu tun (vielleicht hat dich im Büro etwas wütend gemacht …) – umso besser, wenn man sich mitteilt, dann wissen nämlich die anderen woran sie sind und kommen nicht unschuldig zum Handkuss. - Wut rauslüften:
Zu viel Wut hat sich im Raum angehäuft? Fenster auf und raus mit der Wut! Vielleicht kann man der Wut auch noch ein bissl nachschreien (hängt natürlich von der jeweiligen Wohn- und Nachbarschaftssituation ab). - Sternchenheft führen:
POSITIVE Erlebnisse mit dem Kind eintragen und am Abend gemeinsam rekapitulieren. Die entspannte Atmosphäre am Abend besser nicht zum Probleme wälzen verwenden!
(Quelle: Erwachsenenbildnerin in der Spielgruppe)
Mein Fazit:
Als Elternteil sollte man seine eigene Wut mitteilen und in den Aktionen vorhersehbar sein: Wenn ich immer zum Wutball greife und ihn ordentlich durchknete, dann wissen alle anderen, was Sache ist. Und sie werden es mir wahrscheinlich gleichtun.
Funktioniert übrigens auch mit Türen knallen, aber ich bin wenig begeistert, wenn meine Kinder ebenfalls zu knallen anfangen. Also: Kein Türenknallen mehr! (Hab das meinen Kindern übrigens so nähergebracht: In den alten Ritterburgen, die heute nurmehr Ruinen sind, haben wohl die Ritter zu viel mit den Türen geknallt!)
Symbole und Rituale sind wichtig für Kinder: Ersatzobjekte, eine Wutampel, Wut rauslüften und ähnliches kommen bei Kindern an, machen die Situation transparent und geben ihnen die Möglichkeit zum Ausdrücken. Siehe in diesem Zusammenhang übrigens auch: Gelbe Karte, rote Karte
Noch ein Artikel zum Thema Wut: Frustration, Wut und Weinen
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