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Mit 230 km/h auf Schiene: Unser besonderes Mutter-Sohn-Erlebnis

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Mit 230 km/h auf Schiene: Unser besonderes Mutter-Sohn-Erlebnis

Das letzte Wochenende war ein ganz besonderes. Wir hatten ein ganz und gar nicht alltägliches Erlebnis für Mutter und Sohn: Wir durften im Railjet, dem Hochgeschwindigkeitszug der ÖBB, ganz vorne im Führerstand mitfahren. Wir haben Triebwagenführer Otto nach Strich und Faden ausgequetscht und sind mit Tempo 230 durch die Landschaft und so manchen Tunnel gerauscht.



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Aha-Erlebnis inklusive:

Ja, manchmal tut es wirklich sehr gut, die Familie mal aufzuteilen. Und so fuhr ich mit meinem “Großen” nach Wien. Nur wir zwei. Der Herr Papa und der Kleine blieben daheim. (Keine Sorge, denen wurde auch nicht fad!)

Das Spezialgebiet meines 10-jährigen Sohnes ist alles, was auf Schienen fährt: U-Bahnen, Straßenbahnen und Züge.

In seinem ersten Deutsch-Referat in der 4. Klasse hat er z.B. ganz souverän das U-Bahn-System von Wien und Berlin verglichen. Tja, liebe Berliner – ihr könnt baden gehen … bei den Fahrgastzahlen hat Wien ganz klar die Nase vorn!

Und da war es klarerweise aufgelegt, dass wir mit dem Zug fahren. Aaaaber: Hinten mitfahren kann jeder. Wir sind die gesamte Stecke von Salzburg nach Wien im Railjet vorne im Führerstand mitgefahren. Der Herr Sohn konnte hervorragend mit Triebwagenfahrer Otto fachsimpeln – schließlich hat er am Computer schon oft mit den ICE gesteuert.

Die Bilder sprechen Bände … der Sohn war im siebten Himmel. Die Patzer auf den Bildern sind übrigens ehemalige Insekten – obwohl die Scheiben in jedem Bahnhof gereinigt wurden, waren sie rasch wieder da.

Der Railjet gehört zu den schnellsten mit Lokomotiven bespannten Zügen der Welt. Höchstgeschwindigkeit ist 230 km/h – und die sind wir natürlich auch gefahren. Die Strecke Salzburg-Wien verfügt bereits über einige Abschnitte mit dem European Train Control System (ETCS) – da geht das. Wir haben aber auch eine zugseitige ETCS-Störung miterlebt, aufgrund der Otto dann “wieder selbst das Steuer übernahm” und statt 230 nur 160 fahren durfte. Die anderen Fahrgäste haben das wohl gar nicht mitbekommen.

Besonders beeindruckend war der letzte Teil der Strecke kurz vor Wien. Seit nämlich alle ÖBB-Züge den neuen Wiener Hauptbahnhof (und nicht mehr Wien Westbahnhof) anfahren, geht’s etwa 20 Kilometer unterirdisch dahin. In den Wienerwald-Tunnel “kracht” der Zug dann auch ganz ungeniert mit 230 km/h rein – das soll mal eine U-Bahn nachmachen! Nach der Weichenhalle Hadersdorf geht es gleich weiter – ganz ohne Tageslicht-Kontakt – in den Lainzer Tunnel. In dem sind die Schienen schwimmend verlegt, um die Anrainer darüber – angeblich auch die eine oder andere Politiker-Villa – vor Vibrationen zu schützen.

Ihr seht, wir können uns wirklich für dieses Thema begeistern!

 




Pssst! Auch ihr könnt mal vorne mitfahren: Die Erlaubniskarte wird von der ÖBB Produktion GmbH ausgestellt. Anfragen entweder telefonisch im Kundenservice unter 05 17 17 oder mittels Kontaktformular oder einfach auf Facebook posten.


Und das Aha-Erlebnis?

Tja, ich kann’s echt nicht anders ausdrücken, die Individualzeit mit nur einem Kind hat mir vor Augen geführt:

EIN Kind ist was für Warmduscher!

Sorry, liebe Einzelkind-Eltern … Oder vielleicht sollte ich euch besser beglückwünschen? Denn die Abwesenheit des Bruders bedeutet auch Abwesenheit von ungefähr 100 Prozent Konfliktpotenzial … Und dieses Geschwister-Gezänk ist mir so gar nicht abgegangen.

Fazit: So ein Mutter-Sohn-Wochenende machen wir wieder mal!
Mal sehen, was es noch so Spannendes zu entdecken gibt. Vielleicht klopfen wir mal bei den Wiener Linien an. Oder bei Siemens? Die haben den Railjet schließlich gebaut. Außerdem bauen die auch Straßenbahnen. Und U-Bahnen. Hmmm … :-)

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Vielen Dank an die Österreichischen Bundesbahnen für die Ermöglichung dieser Fahrt.


Muttis Nähkästchen

Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter. Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare

  1. Das ist ja super! Ich wusste gar nicht, dass man das machen kann. Danke für den Tipp, wird bestimmt spannend werden ;-)

  2. Das tönt ja nach viel Spass und Mutter-Kind Zeit. Und wie ich dich verstehe, dass es easy-going ist mit nur einem Kind. Bei unserem Jüngsten (10) wurde gerade letzte Woche – endlich – die Diagnose Asperger gestellt und wir sind erleichtert. Er ist auch der Typ, der Eisenbahnen, Loks und Streckenpläne LIEBT!
    Danke für deine Bücherliste, drei sind schon bestellt. Herzlichst Smaragd

  3. Da strahlt er richtig. Das.man das bei der ÖBB machen kann, wusste ich auch nicht. Finde es aber super
    Liebe Grüße

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