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Das tägliche Drama – Tipp zur Vermeidung von Konflikten bei Hausaufgaben

Das tägliche Drama – Tipp zur Vermeidung von Konflikten bei Hausaufgaben

2. Klasse Grundschule – der Unterricht endet um 11:30 Uhr, kurz darauf steht das Kind vor der Tür. Und dann will es erst mal nichts mehr wissen von Schule & Co. – Hausaufgaben (oder wie’s in unseren Breiten so schön heißt: Hausübungen) sind ein rotes Tuch.

Resultat: Mutti fragt jede halbe Stunde, ob die Aufgaben nun schon erledigt wurden und ob es denn nicht endlich … blah-blah-blah. Und so weiter und so fort – kennt das irgendwer? Das nervt das Kind, das nervt aber auch das Elternteil! Und wie! Wir arbeiten seit einigen Wochen erfolgreich mit folgender Methode:

Und ewig stresst die Hausübung … Ich geb’s ja zu: Ich bin heilfroh, dass mein Kind montags bis mittwochs im Hort ist und am späteren Nachmittag mit erledigten Aufgaben nach Hause kommt. Dort funktioniert das ganz prima. Gott sei Dank beschränkt sich bei uns das tägliche Hausübungs-Drama nur auf zwei Tage. Die haben’s aber in sich …

Gegen meinen Vorschlag, die Aufgabe GLEICH zu erledigen, weil man dann ja den restlichen Tag Ruhe hat, ist mein Kind aus unerfindlichen Gründen immun. Auch das Argument, dass das Schulkind da noch in Ruhe arbeiten könne ehe das Geschwisterkind aus dem Kindergarten kommt, zieht nicht (mehr). Also was tun?

Unsere Lösung: Der “Vertrag”

Unsere Lösung zur Vermeidung von Konflikten bei Hausaufgaben/der HausübungIm Zuge von so manchen Herausforderungen in der Schule (siehe u.a.: Hilfe, mein Kind macht Probleme in der Schule! Von Beratungslehrern und Schulpsychologen und “Schwierige” Kinder begleiten: konkrete Tipps für Eltern & Pädagogen + Buchempfehlung) habe ich herausgefunden, dass es bei meinem Kind wichtig ist, möglichst viel Raum für eigene Entscheidungen zu lassen.

Also biete ich dem Kind den möglichen Zeitrahmen an und lasse das Kind selbst entscheiden, wann es mit der Hausarbeit beginnen möchte.

Die jeweilige Entscheidung halten wir schriftlich in einem “Vertrag” fest, unterschreiben beide und hängen ihn gut sichtbar auf.

Und?

Funktioniert!
(Bis dato jedenfalls.)

Das Kind behält eigenständig die Uhr im Auge und beginnt selbständig – meist sogar einige Minuten vor der Zeit – mit den Hausaufgaben. Weiteres mütterliches Blah-blah war nicht mehr erforderlich.

Mündliche Verträge funktionieren bei uns übrigens weniger gut. Nur Niedergeschriebenes hat die Wirkung, auch wirklich bindend zu sein.

Link-Tipp:
Siehe auch: Ratgeber zur täglichen Hausübungssituation




Verträge funktionieren übrigens auch schon bei Kleinkindern: siehe Kompromisse mit Kleinkindern: Der Vertrag

Mit der Zeit hab ich mir einige Erziehungstipps und -tricks angeeignet, die mir im Familienalltag enorm helfen.
Hier entlang: Muttis Eltern-Tipps

Muttis Nähkästchen

Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter. Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

Dieser Beitrag hat 8 Kommentare

  1. Da freuen wir uns schon auf die bevor stehennde Schulzeit. Den Tip mit dem Vertrag werde ich mir merken :-) LG Julia

  2. Das mit dem Vertrag haben wir auch ausprobiert. Inzwischen erklärt uns unser Sohn ganz lapidar, das sei gar nicht seine Unterschrift und außerdem veraltet! Was macht man denn bei sowas?

    1. Grenzgenial! Da hilft nur: Zeugen bei der Unterzeichnung hinzuziehen und Gültigkeit festlegen.

      Wir haben bei einem Vertrag sogar Rücktrittsklauseln für alle Beteiligten eingefügt. OK, da ging’s aber wirklich um was – nämlich, dass das Kind früher vom Hort nach Hause gehen darf, obwohl noch niemand sonst zuhause ist. Das Kind durfte vom Vertrag zurücktreten, falls es doch nicht glücklich mit der neuen Situation ist. Wir durften zurücktreten, falls die vereinbarten Rahmenbedingungen (Aufgaben erledigt, keine Beschwerden der Lehrerin) nicht eingehalten werden.
      Das war vor etwa einem Jahr. Niemand hat vom Rücktrittsrecht gebraucht gemacht. :-)

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