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Was glotzt ihr so, Kinder? Analyse der Fernsehnutzung

Was glotzt ihr so, Kinder? Analyse der Fernsehnutzung

KIKA, Super RTL, Nickelodeon und neuerdings auch Disney Channel – insgesamt stehen bereits vier deutschsprachige Vollprogramme im Free-TV für Kinder zur Verfügung. In Kabelnetzen und im PayTV sind es sogar noch viel mehr … Was, wie lange und wann hocken unsere Kinder vor der Glotze?
Zahlen, Daten, Fakten und Erstaunliches aus der Analyse der Fernsehnutzung der 3- bis 13-Jährigen:

Testbild

Sehdauer

  • 3-5 Jahre: 97 Minuten pro Tag
  • 6-9 Jahre: 91 Minuten pro Tag
  • 10-13 Jahre: 95 Minuten pro Tag

Kernfernsehzeit

Zu diesen Zeitpunkten sitzt zumindest jedes zehnte Kind vor der Glotze:

  • Kindergartenkinder (3-5 J.): 18:00-19:45 Uhr
  • Grundschulkinder (6-10J.): 17:45-21:30 Uhr (!)
  • 10-13 Jahre: 18:00-22:00 Uhr

Senderpräferenzen der Kinder

Deutliche Unterschiede gibt es bei Jungs und Mädels – Marktanteile verschiedener Programme:

Sender gesamt Jungs Mädchen
Super RTL 17,5 % 19,1 % 15,8 %
KIKA 15,4 % 12,0 % 19,1 %
RTL  7,6 % 7,0 % 8,3 %
Nickelodeon 7,5 % 9,3 % 5,6 %
Disney Channel 7,0 % 6,2 % 7,9 %
ProSieben 6,8 % 7,8 % 5,7%
Das Erste 5,0 % 5,4 % 4,6 %
Sat.1 4,9 % 4,5 % 5,3 %
ZDF 4,3 % 4,5% 3,9 %
RTL II 3,2 % 2,5 % 4,0 %
VOX 3,1 % 2,5 % 3,8 %

Die erfolgreichsten Kindersendungen 2014

Im WM-Jahr ist klar die ARD mit dem Finalspiel am 13. Juli 2014 die Sendung mit den meisten Zuschauern: 2,1 Mio. 3- bis 13-jährige saßen vor der TV-Gerät und drückten die Daumen.
Abgesehen von diesem Spezialevent liegen folgende Sendungen ganz vorne bei der Gunst der jüngsten Fernsehzuschauer:

  1. KIKA: Yakari
  2. ARD: Endspiel DFB-Pokal zwischen Bayern München und Borussia Dortmund
  3. KIKA: Unser Sandmännchen

 

Erstaunliche Fakten

  • Insgesamt sind unter den Top 100 der meist gesehenen Sendungen 2014 98 Sendungen von KIKA.
  • Sonntags ist um 11:30 Uhr ein “Sendung mit der Maus”-Peak eindeutig erkennbar – und er heißt in der Studie auch wirklich so! (Fernsehnutzung der Kinder im Tagesverlauf nach Wochentagen, alle Sender gesamt)
  • Nach wie vor glotzen die meisten Kinder live, also in Echtzeit. Bedeutet auch: Sie sehen jede Menge Werbebotschaften (gerade auf Super RTL und Disney Channel sind die Werbepausen wirklich abartig lang!).
  • Der Disney Channel (sendet seit Mitte Januar 2014) hat sich rasch bei den Kindern etabliert.

Und wir so?

Ganz klar umgrenzt auf lediglich zwei Fernsehprogramme und damit zwei Fernsehsender – meine Kids sind treue Fans:

  • Sendung mit der Maus (ARD)
  • Phineas und Ferb (Disney Channel)

Aber immer zeitversetzt (= Sendungen werden aufgezeichnet und später angeschaut), allerhöchstens noch zeitverzögert (Sendungen werden am gleichen Tag, aber zu einem anderen Zeitpunkt angeschaut) – denn so kann man den ganzen Werbewahnsinn überspringen. Außerdem bleiben die Kinder dadurch nicht bei anderen Serien hängen und zappen nicht durch die Kanäle. Gut so.

Quelle: Media Perspektiven 4/2015, alle Zahlen aus 2014
Bilder: Pixabay

Muttis Nähkästchen

Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter. Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare

  1. Bei uns geht es seit etwa zweieinhalb Jahren so: ca 60 Minuten abendlich KIKA. Zuerst Sandmännchen, dann Yakari oder Marco Polo oder was es so gerade gibt, dann Wissen macht Ah! oder was es so gerade gibt, dann Logo! Die Welt und ich. Dadurch verstehen alle drei Jungs problemlos deutsche Sprache und die zwei Älteren sprechen es auch ohne jegliche Hemmungen – oft etwas ungrammatisch, aber verständlich. Und die Kinder wissen über Dinge, von denen ich oft keine Ahnung habe, von Weltpolitik bis Wetterphenomena. Ich will an KIKA ein Dankesbrief senden, es ist echt schön, wie die Kinder lernen und es selbst gar nicht merken.
    Tja, es funktioniert natürlich nur bei nicht-deutschsprachigen Kindern, die kein muttersprachliches Fernsehen zu Hause haben. Regelmässig Sendungen auf einer anderen Sprache gucken hilft aber enorm beim Fremdsprachenlernen.

  2. Ich finde den Fernsehkonsum erschreckend!
    Unsere Kinder (3 und 5) gucken (natürlich) die Sendung mit der Maus und ansonsten hier und da mal etwas aufgezeichnetes (Conni, Sendung mit dem Elefanten) oder eine Konserve (Kleine Einsteins). Aber ich versuche, dass der tägliche Fernsehkonsum die 40 Minuten nicht übersteigt! Und nach 18 Uhr schon mal garnicht, da gibbet Abendessen und danach wird vorgelesen und es geht ab ins Bett.

    Und es gibt natürlich auch reichlich Tage ganz ohne Fernsehen!
    Die beiden hören auch gerne Hörspiele und malen dabei oder basteln/bauen … auch dabei vergeht die Zeit und Mama hat mal 30 Minuten Zeit zum Durchschnaufen.

    Ich glaube, weil wir SuperRTL und DisneyChannel bisher erfolgreich ignoriert haben, müssen wir uns auch noch keine elend langen Wunschlisten überflüssiger Spielzeige anhören :-)

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