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Der fiskalische Wert eines Kindes

Der fiskalische Wert eines Kindes

Es klingt zwar etwas herb, ein Kind rein in Zahlen zu pressen und an seinem monetären Wert zu messen. Aber die Ausgaben-Einnahmen-Rechnung pro Kind fällt für den Staat überraschend klar aus:



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Das Buch Vereinbarkeit von Beruf und Familie: Modeerscheinung oder ökonomische Notwendigkeit? ermittelt eine interessante fiskalische Bilanz für jedes Kind. Heißt: Alle Ausgaben des Staates für ein Kind werden mit Einnahmen des Staates, die in der Folge durch dieses Kind entstehen, gegengerechnet.

Auf der Ausgabenseite stehen:

  • Leistungen für Kinderbetreuung und Bildung (öffentliche Ausgaben für Errichtung und Betrieb von Betreuungs-/Bildungseinrichtungen, Zuschüsse an privaten Einrichtungen, Unterstützung von Schülern und Studierenden, Stipendien …)
  • Familienpolitische Leistungen (Erziehungsgeld, Kindergeld, einkommenssteuerliche Kinderfreibeträge, Beitragsdifferenzierung in der sozialen Pflegeversicherung zwischen Eltern und Kinderlosen, Anrechnung von Erziehungszeiten im Rahmen der gesetzlichen Rentenversicherung)
  • Opportunitätskosten (entgangene Steuern und Sozialabgaben durch kinderbedingte Erwerbseinschränkung der Eltern)
  • Sonstige Leistungen (Pro-Kopf-Anteile für Verwaltung, Innere Sicherheit, Verteidigung, wirtschaftliche Angelegenheiten, Umweltschutz, Sport & Freizeit)

Auf der Einnahmenseite stehen:

  • gesetzliche Rentenversicherung
  • gesetzliche Krankenversicherung
  • Pflegeversicherung
  • Arbeitslosenversicherung
  • Einkommenssteuer
  • Verbrauchssteuer

Unterm Strich zeigt sich eine eindeutig positive fiskalische Bilanz. Der Staat steigt also mit einem saftigen Plus aus dieser Rechnung aus. Heißt: Familienförderung ist gewinnbringend, sie wirkt sich positiv auf die Staatskasse aus! Es ist also bestimmt keine uneigennützige Großzügigkeit, die der Staat in diesem Bereich an den Tag legt, sondern eine gute Investition in die Zukunft. Von Steuerverschwendung kann also keine Rede sein!
Die Zahlen im Buch beziehen sich auf die Bundesrepublik Deutschland. In Österreich sind viele Rahmenbedingungen ähnlich, daher gehe ich davon aus, dass das Resultat durchaus vergleichbar ist.

Da frag ich mich dann schon, warum …

  • … die jährliche Indexanpassung in allen Bereichen quasi Mindeststandard ist (bei Löhnen, bei Pensionen …) – nur die Familienbeihilfe und das Kinderbetreuungsgeld werden jedes Jahr “übersehen”!
  • … gerade im Bildungsbereich so gespart wird. Denn obiger fiskalischer Wert ist variabel: je höher die Ausbildung des Kindes, desto höher das spätere Einkommen > desto HÖHER das Plus für den Staat! Bildung zahlt sich aus!

Und letztendlich, bei allen Vorteilen des Staates, müssen wir so ehrlich sein – gerade in Bezug auf die Rente bzw. Pension:

Rente/Pension: Wer Kinder hat, ist selbst schuld!Rente/Pension: Wer Kinder hat, ist selbst schuld!

Lesen auf eigene Gefahr: Leben ohne Kinder: 28 Dinge, die sich Kinderlose ersparen

Der fiskalische Wert eines Kindes - so profitiert der Staat

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Muttis Nähkästchen

Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter. Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare

  1. Toller Bericht!!! Klingt im ersten Moment merkwürdig dass jemand so was nachrechnet, ist aber wohl mal notwendig!

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