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Freundschaft unter Kindern: Wenn sich Kinder nur noch an Gleichaltrigen orientieren!

Freundschaft unter Kindern: Wenn sich Kinder nur noch an Gleichaltrigen orientieren!

Uns Eltern ist es meist viel wichtiger, dass unsere Kinder viele Freunde haben als es den Kindern selbst ist. Müssen wir uns um die Freundschaft unter Kindern kümmern oder können wir dieses Thema ruhig vernachlässigen? Gibt es überhaupt echte Freundschaft unter Kindern? Und was machen wir, wenn sich unsere Kinder plötzlich nur noch an Gleichaltrigen orientieren?


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Voraussichtliche Lesedauer: 9 Minuten



Freundschaft unter Kindern


Freundschaft unter Kindern

Schon im Baby- und Kleinkindalter bemühen wir uns darum, dass unsere Kinder mit Gleichaltrigen spielen und sich „echte Freundschaften“ entwickeln. Aber gibt es im Kindesalter überhaupt „echte Freundschaften“? Wie wichtig sind sie wirklich für die kindliche Entwicklung?


Freunde sind nicht das, was unsere Kinder brauchen!

Ein wahrer Freund unterstützt uns und unsere Entwicklung – in guten und in schlechten Zeiten. Man respektiert sich selbst und sein Gegenüber. Wahre Freundschaft kann erst entstehen, wenn ein gewisses Maß an Reife und eine Fähigkeit zur sozialen Integration erreicht wurden. Bei (jüngeren) Kindern ist das einfach noch nicht der Fall. Kinder brauchen also im Grunde noch keine Freunde, sondern einfach tiefe Bindungen, auf die sie sich verlassen können. Im Normalfall ist das die Bindung zur eigenen Familie (bzw. sonstigen Personen, die Verantwortung für das Kind tragen).

Viel wichtiger wäre es also sich um mehr Bindung in der Familie zu bemühen – Freundschaften unter Kindern haben weit weniger Bedeutung und entstehen später, wenn die Kinder reif genug dafür sind.


Wenn Gleichaltrige die Eltern ersetzen

Oft drängen wir unsere Kinder durch unser Verhalten und unsere Erwartungen dazu uns Eltern durch Gleichaltrige zu ersetzen. Freunde können aber nie ein ausreichender Ersatz für erwachsene Bezugspersonen sein. Wenn Freunde die Beziehung zu den Eltern ersetzen, kann das zu allerhand Problemen in der Entwicklung und im Zusammenleben führen.

Von Treffen mit Gleichaltrigen erwarten wir Eltern, dass uns gewisse Dinge abgenommen werden bzw. denken, dass es für ein „schönes Aufwachsen“ notwendig sei. Dem ist aber definitiv nicht so.


Die häufigsten Irrglauben:

  • Gleichaltrige sind die Lösung für Langeweile (Füllen wir die „Leere“ immer nur mit Gleichaltrigen lernt ein Kind nie sich selbst zu beschäftigen, selbst neugierig auf das Leben zu sein. Kinder mit einer starken Bindung zu ihrer Familie fühlen weniger Langeweile und benötigen nicht immer Gleichaltrige zum Auffüllen der Leere.)
  • Gleichaltrige sind die Lösung für „Exzentrizität“ (Leider streben wir alle immer danach „normal“ zu sein. Freundschaften unter Kindern sollen das Abschleifen der ungeliebten Ecken und Kanten für uns übernehmen. Leider erfahren Kinder hier oft tatsächlich viel Intoleranz gegenüber ihren Besonderheiten. Unter Kindern passt sich das Kind an – will gefallen und verliert vielleicht wirklich seine Einzigartigkeit. Wichtiger wäre eine erwachsene Bezugsperson, die es zulässt, dass sich das Kind frei entfalten kann.)
  • Gleichaltrige stärken ganz automatisch das Selbstwertgefühl eines Kindes (Wir denken, dass unsere Kinder viele Freunde brauchen bei denen sie so richtig beliebt sind – dann entwickeln sie ein starkes Selbstwertgefühl. Natürlich spielt die Meinung Gleichaltriger für unsere Kids LEIDER eine große Rolle. Echtes Selbstwertgefühl ist aber etwas anderes – es ist eine von den Urteilen anderer unabhängige Selbsteinschätzung. „Du bist gut, genauso wie du bist. Du musst dich nicht anpassen und es niemandem recht machen. Du darfst besonders sein.“ Solche Sätze muss man zuhause hören – das machen Gleichaltrige in der Regel nicht!)
  • Gleichaltrige sind ein Ersatz für Geschwister! (Geschwister sind einfach mehr als Spielkameraden. Sie haben denselben Orientierungspunkt – nämlich ihre Eltern. Diese Bindung kann man nicht mit Freundschaften unter Kindern vergleichen.)

Freundschaft unter Kindern: Wie viel Kontakt zu Gleichaltrigen tut unseren Kindern gut?

Natürlich soll man seinen Kindern nicht verbieten sich mit Gleichaltrigen zu treffen – das wäre völlig unnatürlich und auch unmöglich. Es ist aber ein Unterschied, ob Kinder mit anderen Kindern spielen oder ob sie sich plötzlich komplett an Gleichaltrigen orientieren! Wenn wir eine starke Bindung zu unseren Kindern haben, müssen wir davor auch keine Angst haben. Schön ist es, wenn unsere Kinder offen in die Welt hinausgehen und Abenteuer erleben, dann aber immer wieder zu uns in den „sicheren Hafen“ zurückkehren – in ihre Basis. Sind die Gleichaltrigen, mit denen sich unsere Kinder treffen ebenso fest in eine Familie verankert, besteht auch kaum Gefahr, dass sie sich nur noch aneinander orientieren. Ist das nicht der Fall kann man auch die Freunde ermuntern sich an uns zu binden und generell präsent sein. So werden die Kinder nicht sich selbst überlassen und können sich immer noch an erwachsenen Bezugspersonen orientieren.

Wenn wir betrachten, wieviel Zeit unsere Kinder in der Kita, der Schule, dem Hort und diversen Kursen mit anderen Kindern verbringen, können wir uns beim Vereinbaren von zusätzlichen Spieledates ruhig zurücklehnen – das muss nicht sein! Ganz im Gegenteil – wir tun ihnen damit sogar gar nichts Gutes! Die wenige freie Zeit sollten wir lieber in unsere innerfamiliären Beziehungen investieren! Und vor allem sollten wir einfach nicht zu viel von kindlichen Freundschaften erwarten – sie regeln und ersetzen nicht unsere Erziehungs- und Bindungsarbeit.


Was ist so schlimm daran, wenn sich Kinder ausschließlich an Gleichaltrigen orientieren?

Kinder und Jugendliche orientieren sich einfach zunehmend an Gleichaltrigen. Es zählen nur noch deren Werte, deren Identität wird kopiert und ihre Verhaltensregeln werden angenommen. „Cool-Sein“ ist alles, was zählt. Diese „Peer-Orientierung“ stört den Familienzusammenhalt und beeinträchtigt eine gesunde Entwicklung unserer Kinder.

Dieses „Cool-Sein-Müssen“ macht etwas mit unseren Kindern. Eigentlich sind wir Menschen verletzlich – uns ist nicht alles egal. Manche Kinder und Jugendliche spielen diese Unverletzlichkeit einfach vor um dazuzugehören. Manche sind aber wirklich nicht mehr in der Lage zu fühlen bzw. ihre Gefühle zu zeigen bzw. sie sich selbst einzugestehen.


Gleichaltrigen-orientierte Kinder haben meist den Schutzschild der elterlichen Bindung verloren und sie sind somit abhängig von der Bindung zu Gleichaltrigen. Zeigt ein Kind dann doch seine Verletzlichkeit und trifft dabei auf Kinder, die ebenso keine elterliche Bindung verspüren, wird diese Verletzlichkeit meist schamlos ausgenutzt und für einen Angriff genutzt. Kinder, die ihre Gefühle zeigen werden von solchen Gleichaltrigen dann oft lächerlich gemacht. Ein Teufelskreis – denn das Kind reagiert darauf meist natürlich mit ebensolcher emotionaler Abschottung.


Die Bindung zu Erwachsenen fördern

Gleichaltrigenbeziehungen sind immer etwas unsicher. Eine Bindung zu Freunden kann daher nie dieselbe Sicherheit und den selben Rückhalt geben wie eine enge Bindung zu Erwachsenen – zu den eigenen Eltern. „Die Liebe, Aufmerksamkeit und Sicherheit, die nur Erwachsene ihnen geben können, befreien Kinder von dem Bedürfnis, sich unverletzlich zu machen, und geben ihnen jenes Potenzial für das Leben und für Abenteuer zurück, das ihnen riskante Aktivitäten, Extremsportarten oder Drogen niemals geben können. Ohne diese Sicherheit sind unsere Kinder gezwungen, ihre Fähigkeit zu opfern, psychisch zu wachsen und zu reifen, sinnvolle Beziehungen einzugehen und ihrem tiefsten und stärksten Drang nach Selbstentfaltung zu folgen. Letztendlich ist die Flucht vor der Verletzlichkeit eine Flucht vor dem eigenen Selbst. Wenn wir nicht für eine enge Bindung zu unseren Kindern sorgen, ist letztlich der Verlust ihrer Fähigkeit, an ihrem ureigenen wahren Selbst festzuhalten, der Preis dafür.“ (Neufeld/Maté, 2022: 127)


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Dr. Neufeld und Dr. Maté räumen hier mit vielen gängigen Meinungen auf und helfen Eltern wieder den richtigen Weg für die Familie einzuschlagen. Fesselnd und höchstinteressant für alle Mütter und Väter von kleineren und schon etwas größeren Kindern.


Die Kernaussagen dieser Theorien und dieses Buches sind also: Erwartet nicht zu viel von Freundschaften unter Kindern. Bindung, Sicherheit und Halt müssen vom Elternhaus ausgehen. Nur so kann ein junger Mensch psychisch gesund aufwachsen. Also lassen wir doch das Vereinbaren des nächsten Spieldates einfach aus und kümmern wir uns lieber um die tiefe Bindung unserer Kinder an uns Eltern. Befreiend und beängstigend zugleich, oder?


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Christine

Christine, chaotische Mama von 4 Kids berichtet hier als Co-Bloggerin vom Leben zwischen Babybrei und Vorpubertät! Der Social-Media Name "Die lauten Nachbarn" ist hier täglich Programm. Folgt uns gerne auch auf Instagram und Facebook!

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