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Rituale für Kinder: Mehr Sicherheit und Beständigkeit im Familienleben

Rituale für Kinder: Mehr Sicherheit und Beständigkeit im Familienleben

Kinder brauchen Rituale! Routinen und Bräuche verzaubern den Alltag, machen Feste erst so richtig schön und geben Sicherheit. Aber wie kann man Rituale für Kinder in das Familienleben integrieren und welche Routinen und Traditionen gibt es eigentlich? Unser Erfahrungsbericht mit vielen zusätzlichen Tipps.


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Birgit und Christine von Muttis Nähkästchen

Für alle, die uns noch nicht kennen: Hier plaudern Birgit und Christine aus dem Nähkästchen und schreiben über das (Über-)Leben mit Kindern.

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Voraussichtliche Lesedauer: 19 Minuten



Rituale für Kinder


Rituale für Kinder

Unser Leben besteht aus mehr Ritualen als uns eigentlich bewusst ist. Nach dem Aufstehen eine Tasse Kaffee oder zuerst eine heiße Dusche. Vor dem Schlafengehen ein paar Seiten in einem Buch oder eine Folge der Lieblingsserie. Oder auch die Kaffeepause täglich um 10:00 Uhr mit der Lieblingskollegin. Wir wiederholen bestimmte Vorgänge immer wieder, weil es uns einfach gut tut und unser Leben dadurch einen sinnvollen Rahmen erhält.

Kinder brauchen diese Sicherheit noch mehr damit sie sich im Familienleben, an einzelnen Tagen, in der Woche und im Jahreskreis zurechtfinden. Sie brauchen das Wiederkehrende – egal ob im Alltag oder zu besonderen Anlässen. Wir können unseren Kindern damit aber auch zeigen, was uns wichtig ist im Leben – im gemeinsamen Familienleben. Sei es das Beten am Abend oder das Zelebrieren besonderer Feierlichkeiten.


#1 Was bringen Rituale für Kinder eigentlich?

  • Sie helfen Krisenzeiten zu bewältigen (Auch wenn die Welt Kopf steht – unsere Rituale bleiben bestehen.)
  • Rituale unterstützen in Zeiten des Wandels (z.B. Umzug, neuer Kindergarten, etc.)
  • Sie schaffen Orientierung (Kinder finden sich durch Fixpunkte besser zurecht – an einzelnen Tagen und im Jahreskreis)
  • Sie bringen Rhythmus und Struktur ins Leben
  • Rituale fördern die Gemeinschaft (in der Familie – aber auch in Betreuungseinrichtungen z.B. der tägliche Singkreis in der KITA)
  • Durch Rituale lassen sich Werte vermitteln (Achtsamkeit, Freude und Dankbarkeit)
  • Gewisse Rituale fördern Erfahrungen mit dem eigenen Körper und mit der Natur
  • Rituale stärken die soziale Kompetenz (z.B. Rituale beim Aufräumen oder beim gemeinsamen Vorbereiten eines Festes)
  • Beständigkeit und Sicherheit werden gegeben
  • Rituale schaffen auch Freiräume – durch eine Struktur im Leben hat man mehr Freizeit, weil man keine Zeit dafür verschwendet täglich alles neu auszuverhandeln oder neu zu überdenken.
  • Besondere Anlässe werden durch feste Rituale noch schöner! Die Vorfreude ist größer, wenn man weiß, was einen erwartet.

(vgl.: Kinder lieben Rituale, 2008, S 6-7)


#2 Welche Rituale möchte ich einführen?

Wenn das erste Kind zur Welt kommt, merkt man meist schnell, dass ein fester Rhythmus her muss. Das tut allen Familienmitgliedern gut. Im Laufe der Zeit erweitern sich die täglichen Aufgaben und man feiert im Laufe eines Jahres viele verschiedene besondere Anlässe (Geburtstage, Jahreszeiten generell, Weihnachten, Ostern, usw.). Wie findet man also das Richtige für sich und seine eigene Familie?

  • Ruhig in der eigenen Schatzkiste wühlen! Welche Rituale aus meiner eigenen Kindheit möchte ich in meiner Familie fortführen? Was hat mir immer gut gefallen? Rituale und Bräuche prägen uns sehr stark – denkt man an bestimmte Szenen seiner Kindheit weiß man sofort, was man auch für seine eigenen Kinder möchte! Hat man bei der Erinnerung daran ein unangenehmes Gefühl – Finger weg davon – man muss nicht alles aus seiner eigenen Kindheit übernehmen
  • Recherchieren! Was machen andere Familien? Gibt es vielleicht andere und evtl. bessere Ideen z.B. für ein Abendritual oder das Geburtstagsfrühstück? Tauscht euch mit anderen Eltern aus, googelt oder lest Bücher (Tipps am Ende des Beitrags) – vielleicht ergeben sich ganz tolle und völlig neue Bräuche für eure eigene Familie.
  • Welche Rituale brauchen und wollen wir? In welchen Situationen brauchen wir mehr Struktur? Welche Anlässe möchten wir noch mehr verzaubern? Was lässt sich in der Realität wirklich umsetzen?
  • Ältere Kinder mitentscheiden lassen! Rituale verändern sich natürlich im Laufe der Jahre! Gibt es etwas, das die Kinder gar nicht mehr möchten oder wünschen sie sich jetzt etwas ganz anderes z.B. an ihrem Geburtstag? (Das Abendritual der Kleinen machen meine Großen z.B. nicht mehr mit.)
  • Wie kann ich meine kulturellen (oder auch religiösen) Wertvorstellungen durch Rituale vermitteln?

(vgl.: Kinder lieben Rituale, 2008, S 8-9)


#3 Rituale vor und nach den Schlafenszeiten

Das Aufwachen und das Schlafengehen sind besonders sensible Zeiten. Mit festen Ritualen fällt das Begrüßen eines neuen Tages bzw. der Übergang in die Nacht leichter.


Den neuen Tag begrüßen

Der Morgen ist oft hektisch. Man hat es eilig und muss pünktlich aus dem Haus. Welche Schuhe, welche Jacke, ist alles in der Schultasche, ist die Jause im Kindergartenrucksack,… das stresst auch unsere Kinder. (Btw. Eine gute Vorbereitung am Vorabend ist die halbe Miete: Ein Morgen in der Großfamilie: Ohne Teamwork geht es nicht)

Um diese Zeit etwas zu „entstressen“, gibt es bei uns einen festen Ablauf. Zuerst wird Kind Nr. 3 geweckt und noch etwas im Bett gekuschelt. Sie darf dann Kind Nr. 4 wecken und die Zwei dürfen noch wenige Minuten kuscheln. Dann geht es nach oben ins Bad. Der Große will mit Musik geweckt werden: „Alexa spiel … z.B. Guten Morgen Sonnenschein, etc.“ – noch ein Küßchen und dann darf er noch das Lied im Bett fertighören. Nr. 2 wird von ihren Schwestern wachgekuschelt und kommt dann eigentlich recht zackig in die Gänge. Nach dem Zähneputzen und Anziehen geht es zum gemeinsamen Frühstück. Hier wird kurz der Tagesablauf für jedes Kind durchbesprochen. So weiß jedes Kind noch einmal ganz aktuell, was heute ansteht, wann es heimkommt, etc.!

Während die Kids noch etwas spielen oder auf der Couch gammeln, richte ich für jedes Kind ein „Häufchen“ mit Schultasche (Kindergartenrucksack), Jacke, Schuhe und evtl. Mütze. So geht das Anziehen dann recht schnell. Auch die Abfahrt ist fix geregelt – man Mann nimmt die Schulkinder mit – ich das Kindergartenkind.


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Am Wochenende läuft das Ganze natürlich anders ab. Die Kinder kommen zu uns ins Bett und wir sehen noch gemütlich fern, lesen Bücher, spielen und kuscheln. Erst nach 1-2 gemütlichen Stunden machen wir uns ans Zubereiten des Frühstücks und genießen dann einen langen Brunch. Das hebt das Wochenende deutlich von den Wochentagen ab.


Kinder in die Nacht begleiten

Auch unser Abend verläuft immer nach dem gleichen Schema. Das ist besonders wichtig, damit sich die Kinder schon darauf einstellen können, dass der Tag nun zu Ende geht und sie schon etwas ruhiger werden.

Beim gemeinsamen Abendessen erzählt jedes Kind von seinem Tag (was es beim Mittagessen noch nicht losgeworden ist) und man spricht schon über den nächsten Tag oder die nächsten Tage. Danach gehts in die Badewanne/Dusche. Die großen Kinder dürfen (müssen ;-) ) dann noch jeder für sich in ihrem Zimmer lesen oder etwas für die Schule üben (z.B. das Einmaleins). Dabei ist es aber schon ruhig im Haus. Lesen macht übrigens wunderbar müde!

Die zwei Kleinen kontrollieren dann immer, ob alle Türen zugesperrt sind. (Ohne dieser Sicherheit können sie tatsächlich nicht einschlafen – also wurde auch dieses Ritual mit aufgenommen.) Mit den Kleinen kuschle ich mich dann gemeinsam ins Bett und lese ihnen ein Buch vor. Immer abwechselnd dürfen sie sich dafür ein Buch aussuchen. (So kommt kein Streit auf.) Danach wird gebetet und ein Gutenachtlied gesungen. Sie lieben dieses Ritual. Meine Tochter wünscht sich dann einen Gutenachtkuss, der so lange dauert wie das Intro bei ihrer Schlafgeschichte auf der Toniebox. Danach ist sie so zufrieden, dass sie beim Hören ihrer Geschichte (täglich die gleiche Geschichte) binnen weniger Minuten alleine einschläft. Man sieht – Kinder fordern ihre Rituale ja sogar ganz selbstständig ein.

Bei unserer Jüngsten kommt ebenso die täglich gleiche Geschichte zum Einsatz. Sie braucht noch meine Anwesenheit zum Einschlafen und das ist auch okay so.

In den Ferien läuft das bei uns natürlich oft anders und tatsächlich schlafen die Kinder dann wesentlich schlechter ein. Rituale für Kinder sind beim Einschlafen also wirklich unerlässlich. Mit dieser Sicherheit – mit diesem gewohnten Ablauf schlafen sie wirklich besser und schneller.

Andere mögliche Rituale zur Vorbereitung auf das Schlafen:

  • Gemeinsam aufräumen
  • Die richtigen Stofftiere bereitlegen
  • Streicheln, Kuscheln, …
  • Monster vertreiben (z.B. mit selbstgemachtem Anti-Monsterspray)
  • Den Tag kurz besprechen (Was war heute schön? Was war heute nicht so schön?)
  • Nachtlicht
  • Musik oder Geschichte
  • Gedichte
  • Traumreisen
  • Meditationen

#4 Tages- und Wochenablauf

Auch tagsüber tun Kindern feste Strukturen und Rituale gut. Wenn wir nachhause kommen, beginne ich zu kochen. Die Kleinen spielen – Nr. 2 macht bei mir in der Küche gleich ihre Hausübung. Danach wird gegessen und dann geht es an die Hausübung von Nr. 3. Der Älteste kümmert sich meist schon selbst um seine Aufgaben – hat dabei aber auch seinen festen Ablauf. Er braucht nach dem Mittagessen einfach eine halbe Stunde Pause bevor er wieder loslegen kann. Der Nachmittag sieht natürlich immer anders aus. Wenn es zum Aufräumen kommt, wissen die Kinder, dass der Nachmittag langsam zu Ende geht. Die Hasen werden versorgt und eingesperrt und wir schließen die Vorhänge bzw. Rollläden.

Durch Kurse und Freizeitaktivitäten sind auch die Nachmittage fest geregelt und die Kinder entwickeln ein Gespür für die Wochentage und wann was ansteht. Am Freitag gibt es bei uns immer ein spezielles Frühstück und auch eine spezielle Jause. Das wissen sie schon ganz genau und es läutet für sie das Wochenend-Feeling ein.

In der Schule und im Kindergarten werden die Wochentage meist auch durch Rituale zur Gewohnheit und die Kinder können sich schon darauf freuen. Der Morgenkreis (auch ein tägliches Ritual) ist vielleicht an jedem Wochentag etwas anders, am Dienstag ist Yoga, am Freitag ist Spielzeugtag, am Montag ist Kochtag, etc.! Pädagogen arbeiten meist mit sehr vielen Ritualen und Bräuchen.

Schon Kindergartenkinder wissen dadurch ganz genau welcher Wochentag gerade ist und was das bedeutet. Am Freitag stürmt mir zu Mittag beim Abholen schon das Kindergartenkind mit den Worten „Hoch die Hände – Wochenende!“ entgegen. :-)

Am Wochenende müssen die Kinder abends nicht lesen, sondern dürfen lange spielen. Samstags ist unser Abend mit den Großen alleine. Da werden Brettspiele gespielt oder Filme angesehen, die mit den Kleinen noch nicht möglich sind. Auch das sind Fixpunkte in der Woche, die nicht mehr wegzudenken sind.


#5 Mahlzeiten nutzen

Wie erwähnt bieten sich gemeinsame Mahlzeiten an um Familienzeit zu verbringen und Alltägliches zu besprechen. Hier kann jeder erzählen und hier wird jeder gehört.

Ein Ritual ist hier das Erstellen des Wochenplans. Jedes Kind darf sich ein Leibgericht für die kommende Woche wünschen. Darauf können sie sich freuen. Am Dienstag ist bei uns seit vielen Jahren der „Süße Dienstag“ – ein Brauch, den ich nicht mehr einfach aufhören könnte. Die Kinder bestehen darauf, dass wir am Dienstag ein süßes Mittagessen essen.

Bei besonderen Anlässen spielt das Essen natürlich eine besonders große Rolle. Was wäre der Geburtstag ohne Torte? Was wäre Silvester ohne Raclette? Oder der Weihnachtsabend ohne Rindssuppe mit Würstln? Die Kinder lieben es, dass wir hier unsere Traditionen leben. Um nichts in der Welt würden sie die Weihnachtssuppe durch ihr eigentliches Lieblingsessen ersetzen wollen – das gehört sich so. Es ist für mich sehr schön mitanzusehen, wie sehr sie die Traditionen lieben, die schon ich als Kind geliebt habe.

Auch das klassische Tischgebet kann ein sehr schönes Ritual vor dem Essen sein und gleichzeitig kann man Werte wie Dankbarkeit und Zusammenhalt vermitteln.


#6 Rituale im Jahreskreis

Jede Jahreszeit hat ihre Besonderheiten, auf die sich Kinder freuen können! Eine große Rolle spielt bei uns die Dekoration, auf die sich die Kids mindestens immer genau so freuen wie ich. Eine neue Jahreszeit läuten wir also immer damit ein, dass wir passende Türkränze aufhängen und die Deko im Haus verändern. Wenn man Platz hat, ist ein Jahreszeitentisch eine tolle Sache. Bei uns wird die Marmorplatte vor dem Kamin umdekoriert. Man kann dafür auch jede Kommode verwenden.


Frühling

Wir kümmern uns um den Garten, holen uns Blumen ins Haus, die Deko wird pastellig, luftig und leicht. Und ganz wichtig: Bald kommt der Osterhase. Jetzt dürfen auch Küken und Osterhasen an die Fenster geklebt werden. Davor werden die Fenster natürlich geputzt – Stichwort Frühjahrsputz. Auch das kann ein Ritual sein.

Vor Ostern fasten wir nicht streng – wer das möchte, kann daraus aber einen schönen Brauch zur Vorfreude auf das Osterfest gestalten. Wir halten uns nur am Gründonnerstag und am Karfreitag an die religiösen Vorgaben. Auch das gehört für die Kinder schon dazu und muss auch für sie sein. Spinat am Gründonnerstag darf hier nicht fehlen.

Das Osterfest selbst ist unbewusst voller Rituale. Das Osternest suchen gleich in der Früh, danach das Osterfrühstück, der Besuch der Familie am Nachmittag zu einem Stück Karottenkuchen und bei uns das Ostereier-Weitrollen als Familienspiel.


Sommer

Der Sommer steht natürlich für Ferien, Urlaub, Baden und viel Freizeit. Der Sommer beginnt mit dem Putzen und Einlassen des Pools, dem Umräumen der Kleiderschränke und der Gartengestaltung.

Hier kann man viele kleine Rituale einbauen, die man jeden Sommer wiederholt: Freiluftkino, Zelten im Garten, Eis als Abendessen im Garten, besondere Thementage, uvm.

Auch das Abfahren in den Urlaub folgt bei uns stets dem gleichen Ablauf – wir machen alles fix und fertig und tragen die Kinder dann im Pyjama samt ihren Bettdecken mitten in der Nacht ins Auto. Sie lieben das und sprechen davon schon Wochen vor dem Urlaubsstart. Danach gibt es Frühstück im Auto.

Tipps und Ideen für Aktivitäten im Sommer:


Herbst

Der Herbst lässt sich besonders schön gestalten. Igel, Hexen, Kürbisse, Kuscheldecken, Regenwetterprogramm, Basteln, Herbstlieder – das Erntedankfest, das Martinsfest, Halloween. Eine tolle Jahreszeiten, die nur so nach der Magie von Ritualen schreit.

Viele Herbsttipps mit Ritualen für ein Erntedankfest, Martinsfest und Halloween gibt es hier:


Winter

Der Advent ist wohl die Hauptzeit für Rituale. Die Deko wird üppig und die Adventskalender an den Wänden lassen Kinderherzen höher schlagen.

Unsere wichtigsten Rituale im Advent:

  • Jeden Abend nach dem Essen zünden wir die jeweilige Kerzenanzahl am Adventskranz an (jeden Adventssonntag kommt eine neue Kerze dazu) und singen Weihnachtslieder. Reihum darf sich jedes Familienmitglied ein Lied wünschen. Wir machen das wirklich täglich und die Kinder fordern das auch ein.
  • Jedes Kind hat hier zwei Adventskalender – einen selbstgefüllten mit Süßigkeiten – der wird gleich nach dem Frühstück geöffnet – und einen Gekauften nach Wahl (Lego, Schleich, Playmobil, etc.) – der wird nach dem Heimkommen von Schule/Kindergarten geöffnet.
  • Im Advent sind auch die Fenster in den Kinderzimmern dekoriert damit auch dort Weihnachtsstimmung herrscht.
  • Vor der Türe brennt ab dem späten Nachmittag in einer großen Laterne eine Kerze. Im Garten schimmert die Weihnachtsbeleuchtung und unser Nussbaum bekommt jedes Jahr große rote Weihnachtskugeln verpasst.
  • Am ersten Adventssonntag ist hier Bratwurstsonntag – da gibt es traditionellerweise Bratwurst mit Sauerkraut und Kartoffeln.
  • Kekse backen, Likör für Erwachsene und für Kinder zubereiten, Weihnachtsbasteleien, Aufgaben von kreativen Adventskalendern erfüllen,…
  • Wenn der Nikolaus kommt, gibt es für die ganze Familie einen Lebkuchengewürz-Kuchen
  • Im Advent kommt fast täglich ein Weihnachtskeks als Nachspeise in die Jausenbox.
  • Abends wird jetzt natürlich täglich ein Weihnachtsbuch vorgelesen.
  • Wir haben eine feste Liste an Weihnachtsfilmen, die wir wirklich jedes Jahr ansehen – eine Liste für alle, eine Liste nur für uns Erwachsenen und die großen Kinder am Filmabend jeden Samstag.
  • Wir hören jeden Advent die gleichen CD´s bzw. Playlists – und das bei jeder Gelegenheit.
  • Am 24. frühstücken wir auswärts und niemand darf das Wohnzimmer betreten. Die Türe ist verschlossen. Abends gibt es wie erwähnt die Würstlsuppe.
  • Am 25. und am 26.12. sind Familientage. Die Verwandtschaft kommt zum Mittagessen, bleibt zum Nachmittagskaffee und dann auch noch zum Abendessen.
  • In den Rauhnächten führen wir ein Rauhnachtsritual durch. Wir notieren unsere Wünsche fürs neue Jahr auf kleinen Zetteln und verbrennen in jeder Rauhnacht einen Zettel ohne ihn anzusehen. Nach der letzten Rauhnacht bleibt ein Zettel übrig. Um diesen Wunsch muss man sich selbst kümmern – um die anderen Wünsche kümmert sich das Universum. (Idee von Christine Karall)
  • An Silvester gehen wir immer Schlittenfahren. Immer die gleiche Strecke. Vorschläge einmal zu verreisen oder etwas anderes zu unternehmen, wurden von den Kindern immer abgelehnt – sie wollen bei der Tradition bleiben.
  • Abends gibt es am 31.12. immer ein Raclette und wir laden teilweise Gäste ein.
  • Am 01.01. gibt es dann als Abschluss der Festlichkeiten ein „Glücksschwein“ bei der Oma – das traditionelle Schweinsbratenessen mit der Familie.

Man erkennt: Die Adventszeit besteht eigentlich nur aus Ritualen – das macht diese Zeit so magisch und zauberhaft. Und das waren nur Beispiele aus der Familie. In der Schule und im Kindergarten wird diese Zeit ja ebenso zelebriert – Wichteln, Klassenadventskalender, Weihnachtsfeiern, Nikolausfeiern, uvm.! Einfach wunderbar.


Weitere Ideen für die Adventszeit:


#7 Besondere Ereignisse mit Ritualen zelebrieren

Besondere Ereignisse werden durch Rituale erst so richtig schön. Der Geburtstag startet bei uns immer mit einem gigantischen Geburtstagsfrühstück, danach sehen wir uns immer das Babyalbum des Geburtstagskindes an, es gibt eine Feier mit der Familie und eine Feier mit den Freunden.

Partyideen gesucht:


Es gibt aber auch viele andere besondere Ereignisse im Leben eines Kindes, das wir feiern und durch Bräuche besser begleiten können.


#8 Buchtipps

Kinder lieben Rituale

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2013 gekauft und noch immer heiß geliebt: Unser Favorit. Hier findet man wirklich für jede Situation schöne Rituale und Bräuche. Auch für schwierige Situationen und große Umstellungen im Leben gibt es hier Unterstützung.

Ein tolles Buch für Eltern, aber auch für PädagogInnen. Man findet nämlich auch viele Ideen und Inspirationen für Gemeinschaftseinrichtungen, Spielgruppen, etc.

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Weitere Bücher zum Thema:


Natürlich besteht unser aller Leben noch aus vielen weiteren Ritualen – wie gehen wir mit der Trauer um, wenn z.B. ein lieber Mensch oder auch ein Haustier verstirbt, wie gehen wir mit Wutausbrüchen um (lesen wir z.B. immer das gleiche Buch an solchen Abenden), mit welchem Alter bekommt man ein Handy, wann sind unsere Medienzeiten, uvm.

Mit Traditionen, Bräuchen und Ritualen verzaubern und erleichtern wir unser Leben. Ich bin froh, dass unsere Kinder das genauso lieben wie wir. Sie erwarten jede Jahreszeit und jeden Festtag mit festen Vorstellungen und können sich auch darauf verlassen, dass alles genau so passiert, wie sie es möchten. Das tut uns allen sehr gut und gibt uns die Sicherheit, die wir in diesen stürmischen Zeiten brauchen.


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Kinder brauchen Rituale


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Queen Mama Klar bin ich peinlich Gesichtsmaske Nicht von schlechten Eltern

Christine

Christine, chaotische Mama von 4 Kids berichtet hier als Co-Bloggerin vom Leben zwischen Babybrei und Vorpubertät! Der Social-Media Name "Die lauten Nachbarn" ist hier täglich Programm. Folgt uns gerne auch auf Instagram und Facebook!

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