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Harmonie in der Familie: Die Rolle der richtigen Sitzordnung bei Tisch

Harmonie in der Familie: Die Rolle der richtigen Sitzordnung bei Tisch

Das Familienleben ist herausfordernd – speziell, wenn die Familiensituation über das klassische Vater-Mutter-Kind-Modell hinaus wächst. Da ist Harmonie in der Familie manchmal Mangelware …
Ein einfacher Tipp speziell für Mehrkindfamilien und Patchworkfamilien aus der psychologischen Praxis:

Essenszeit – Familienzeit. Wäre da nur nicht diese Disharmonie … Geschwister-Rivalität, Machtkämpfe, Missverständnisse. Gerade Familien mit mehr als einem Kind können ein Lied davon singen, Patchwork-Familien erst recht. Psychologin Stefanie Zauchner-Mimra empfiehlt eine spezielle Sitzordnung bei Tisch – das so genannte Königshaus.

Die richtige Sitzordnung für Familien

Warum ist die Sitzordnung in Familien wichtig?

Es gibt eine Ordnung bei Tisch, die Frieden in eine Familie bringt: das „Königshaus“. Aus meiner jahrelangen psychologischen Praxis kann ich erstaunliche Erfolge allein durch die Einführung einer neuen Sitzordnung berichten.

In welchen Familiensituationen sollten Eltern auf die Sitzordnung bei Tisch achten?

Die Sitzordnung hilft besonders in Familien mit großer Rivalität oder Eifersucht zwischen Geschwistern. Mehrkindfamilien und Patchwork-Situationen sind prädestiniert dafür. Speziell in Patchworkfamilien sitzen die Familienmitglieder oft auf abwechselnden Plätzen bei Tisch. Manchmal nimmt ein Sohn den Platz eines neuen Partners ein – oder umgekehrt. Die Sitzordnung ist immer dann wichtig, wenn einzelne Familienmitglieder „ihren Platz“ noch nicht gefunden haben. Das kann ein neuer Partner sein oder ein Kind, das „König“ spielt.

Die Sitzordnung macht den Unterschied! Harmonie in der Familie: Besseres Familienklima mit Hilfe der richtigen Sitzordnung bei Tisch, ein Tipp aus der psychologischen Praxis



Zauberformel Königshaus – wie funktioniert das?

Mutter und Vater (oder Stiefmutter bzw. Stiefvater) sind „König“ und „Königin“ und sollten miteinander einen Konsens finden, welche Plätze sie am Tisch einnehmen wollen. Die Königin sollte dabei an der linken Seite – der Herzseite – des Königs sitzen.
Links neben der Mutter sitzt der/die Erstgeborene – der erstgeborene Prinz bzw. die erstgeborene Prinzessin. Dann folgt der/die zweitgeborene Prinz bzw. Prinzessin usw. Dabei ist es gleichgültig, ob es sich um das leibliche oder ein Pflege-, Stief- oder Adoptivkind handelt.

Ist ein Kind oder Partner abwesend, bleibt der Platz frei. Braucht ein kleines Kind noch Hilfe beim Essen, darf es zwischen den Eltern sitzen. Sobald es groß genug ist, um alleine zu essen, nimmt es den Platz in der Geschwisterreihe ein.
Kommen später Partner der Kinder hinzu, sollten sie direkt neben ihrem Partner sitzen – Frauen immer an der Herzseite des Mannes (links neben dem Mann).

Und das funktioniert wirklich?

Ja, und wie! Eine Frau kam mit ihrem neuen Partner in die Beratung. Der neue Partner hatte heftige Konflikte mit dem 14-jährigen Sohn der Frau. Der Sohn saß rechts von der Mutter, der neue Partner auf der linken Seite. Ich riet dem Paar, die Sitzordnung zu verändern. Die Wirkung war verblüffend. Der Vater fühlte sich gestärkt, der Sohn wurde seiner „Prinzenrolle“ gerecht.

Eine andere Mutter klagte über die große Eifersucht des älteren Sohnes auf den jüngeren Bruder. Der Kindergarten empfahl aufgrund der großen Aggression des Erstgeborenen ein Gespräch mit einer Psychologin. Die Sitzplatzanalyse zeigte, dass König und Königin richtig saßen – die Prinzen jedoch nicht: Der jüngere Sohn hatte den Platz des Erstgeborenen. Der zweitgeborene Sohn war nicht einverstanden mit dem Sitzplatzwechsel und kämpfte noch lange um den alten Platz. Der Erstgeborene fühlte sich sofort wohl. Er wurde ruhig, war nicht mehr aggressiv und brauchten keine psychologische Hilfe.

Warum wirkt die Sitzplatzordnung?

Warum diese Ordnung so gut wirkt, kann ich nicht sagen. Ich beobachte, dass viele Familien intuitiv richtig sitzen. In konfliktgeladenen (Patchwork-)Familien fehlt jedoch eine derartige Tischordnung.

Es kann sein, das Kinder zu Beginn Widerstand leisten, wenn sie ihren Platz tauschen sollen. Sind sich die Eltern in ihrer Entscheidung sicher, nehmen alle Kinder nach kurzer Zeit die neuen Plätze gerne ein.




Dieser Tipp stammt aus dem genialen Buch „Mentikamente von A – Z für Ihre mentale Hausapotheke“ von Stefanie Zauchner-Mimra. Auch diesen Tipp durfte ich mit freundlicher Genehmigung der Autorin bereits mit euch teilen:

Portrait Psychologin Stefanie Zauchner-MimraMag. Stefanie Zauchner-Mimra ist eine 52-jährige Frau, Mutter eines „Schmetterlingskindes“, verheiratet, klinische- und Gesundheitspsychologin am Krankenhaus Oberndorf (Österreich) und hat als Heilpraktikerin für Psychotherapie eine eigene Praxis in Laufen (Deutschland).
Zwei ihrer Träume hat sie sich verwirklicht: ein Buch zu schreiben und als Kabarettistin auf der Bühne zu stehen. Das nächste Mal ist sie am 30.6.2018 gemeinsam mit ihrem Sohn mit dem Programm „Symptomgeflüster“ in Werfen und am 20.10. 2018 mit „Steile Nacht, eilige Nacht“ in Lamprechtshausen. Nähere Infos dazu unter www.zauchner-mimra.info

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Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter (aka. Rabenmutter). Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

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