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Alltag mit Kind: Warum das Wort WARUM ein Fall für den Mülleimer ist

Alltag mit Kind: Warum das Wort WARUM ein Fall für den Mülleimer ist

Warum, warum, warum … Ein Wörtchen, das in Familien typischerweise sehr oft fällt. Während Kinder damit ihrer natürlichen Wissbegierde nachkommen, sollten wir Eltern das Fragewort WARUM aus unserem Sprachschatz streichen.
Warum?
Darum: Weil lösungsorientierte Fragen zielführender sind.



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Ja, ja, das Kindlein nervt uns dann und wann mit bohrenden Fragen nach dem WARUM. Aber – Hand auf’s Herz – wir tun das auch! Wir nerven unsere Kinder mit Fragen nach dem WARUM. Sinnloserweise …

Warum, warum, warum …

Kennt ihr das? (Bitte sagt ja!) Schon wieder hat das Kindlein “vergessen”, seine Schmutzwäsche in den Wäschekorb zu legen … Das Badezimmer oder wahlweise das Kinderzimmer ist reichlich dekoriert mit Stinkesocken und sonstigen achtlos abgestreiften, müffelnden Kleidungsstücken. Mutters genervte Reaktion:

WARUM lässt du deine Schmutzwäsche immer überall liegen?
[
Oft noch zusätzlich garniert mit weiterem Geschwaller, wie z.B.: “Wie oft muss ich dir noch sagen, dass die Schmutzwäsche in den Wäschekorb gehört?!?”]

Oder das: Hausaufgaaaaaaben ziehen sich wie ein Kauuuuuugummmmmmmmiiiii. Das Kind trödelt herum, es geht nichts weiter, schon seit Stunden brütet es über den Hausaufgaben. Mutter fragt nach:

WARUM konzentrierst du dich nicht ordentlich auf die Hausübung? Wo liegt das Problem?
[
Oft gefolgt von elterlichem Zusatz-Weisheiten: “Wenn du es gleich und rasch erledigst, dann hast du es hinter dir und kannst den restlichen Tag unbeschwert genießen! Immer muss ich dich erinnern und nachfragen. Etc.pp.”]

Jede Menge weitere dieser brennenden Eltern-Fragen hab ich hier schon mal verbloggt – aber Vorsicht! Regt zum Lachen an: Warum …? Brennende Fragen einer genervten Mutter

Und jetzt bitte ehrlich sein: Was bringt’s?
Nichts. GAR NICHTS.

Übrigens: Kleine Abhilfeprogramme bei oben genannten Problematiken – sollen ja anscheinend in mehreren Familien vorkommen:

 

Warum ist WARUM dumm

Weil es schlichtweg nichts bringt. Es bearbeitet einfach nur ein vorhandenes Problem immer und immer wieder neu. Das führt meist zu negativen Gefühlen und Beziehungsproblemen

Zielführender sind lösungsorientierte Fragen – dafür ist jedoch ein Umdenken erforderlich:

Alltag mit Kind: Warum das Wort WARUM ein Fall für den Mülleimer ist

Lösungsorientierte Fragen

Zielführender als die Frage nach dem Warum sind folgende Fragen:



  • Wann ist es in der Vergangenheit gelungen, die Hausübung gut und flott zu erledigen?
  • Welche Umgebung oder Materialien brauchst du, um Hausübungen effektiv zu bearbeiten?

Lösungsorientiertes Fragen bedeutet eine Haltungsänderung: Denn das Bearbeiten von Problemen mit Warum-Fragen führt meist zu negativen Gefühlen und Beziehungsproblemen – und nicht zur Lösung des Problems. Wenn das Gesprächsverhalten jedoch auf die Lösung ausgerichtet wird, können neue Perspektiven entstehen. weil ich darauf achte, was ich selbst oder andere für Ressourcen zur Lösung des Problems mitbringen. Um diese Ressourcen herauszufinden, braucht es eine bestimmte Art von Fragen:

Beispiele für ziel‐ und lösungsorientiertes Fragen

  • Was ist dein Problem? Was hast du vor, was ist dein Ziel?
  • Wer ist beteiligt und wie kannst du zur Veränderung beitragen?
  • In welcher Form merkst du das Problem? Woran wirst du merken, dass du dein Ziel erreicht hast?
  • Was könnte die Ursache des Problems sein? Was hast du schon ausprobiert? Gibt es erste kleine Erfolge?
  • Hast du in der Vergangenheit schon ähnliche Erlebnisse gehabt?
  • Wie hast du dich in der Vergangenheit verhalten?
  • Wie könntest du dich in Zukunft anders verhalten?
  • Womit hast du bereits Erfolg gehabt? Was könntest du weglassen?
  • Was brauchst du, damit es dir in Zukunft besser gelingt, was würde dir helfen?

Quelle:  Familie macht stark − Impulse setzen, Stärken entdecken. Ein Praxis‐Handbuch mit Anregungen von Carina Imser und Florian Schmid (ÖZBF – Österreichisches Zentrum für Begabtenförderung und Begabungsforschung). Online verfügbar: oezbf.at/publikationen

Aus dieser Publikation siehe auch: Wie Eltern die Interessen und Stärken von Kindern fördern können

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Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter. Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

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