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Hilfe bei Autismus – Die Rolle der Bakterien

Hilfe bei Autismus – Die Rolle der Bakterien

Ist eine gestörte Darmflora die Quelle für Funktionsstörungen im Autismus-Spektrum? Eine mehr als beachtenswerte Herangehensweise an das Thema Autismus – und eine höchst erstaunliche, aktuelle Erfahrung dazu:

Über folgende Sendung bin ich jüngst gestolpert:

Tatsächlich: Auch unser Asperger-Kind hatte im Kleinkindalter eine Mittelohrentzündung, die mit Antibiotika behandelt wurde.

Kann es sein, dass durch diese Behandlung viele positive Darmbakterien zerstört wurden? Und dass es dadurch zu einem Überschuss an den sehr resistenten Clostridien im Darm kam? Dass diese wiederum als Stoffwechselprodukt Propionsäure bilden, ein neurotoxisches Abbauprodukt, das die Hirnschranke passieren und Gehirnfunktionen beeinträchtigt und ev. sogar spezielle Gene (ev. jene, die für Autismus verantwortlich gemacht werden) an- bzw. abschalten kann?

Ergo – wie im Beitrag empfohlen: Probiotika für autistische (und andere “schwierige”?) Kinder!

Teil 2 der Geschichte:
Aktueller Anlass mit Aha-Effekt

Tja, und wie das Leben so spielt, bekam gerade unser jüngstes Kind aufgrund einer mehr als hartnäckigen Bronchitis ein Antibiotikum verschieben. Der Apotheker beruhigt: Alles halb so schlimm, wenn ich dem Kind während und nach der Antibiotika-Gabe ein Probiotikum verabreichen würde. Und nun lest, was auf der Packung des empfohlenen Produktes geschrieben steht:

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P.S.: Selbstverständlich ist das Probiotikum aus der eigenen Tasche zu berappen … Manchmal kann ich in puncto Gesundheitssystem einfach nur den Kopf schütteln :-/
Und ja, ich habe da so im Hinterkopf, dass mir ebengleicher Apotheker vor rund 7 Jahren denselben Rat schon einmal gegeben hat (bei der Mittelohrentzündung des ersten, nunmehr autistischen Kindes). Nur hab ich das damals als reine Geschäftstüchtigkeit des guten Mannes interpretiert und seinen Rat ignoriert …

Und quasi als Draufgabe: Propionsäure wird als Konservierungsmittel E 280 in zahlreichen Brot und Backwaren verwendet …
Siehe auch: E-Nummern: Wie bedenklich sind sie wirklich und welche Lebensmittel-Zusatzstoffe wirken sich negativ auf das Verhalten von Kindern aus

Wem’s gefällt: Clostridium difficile gibt’s auch als Kuscheltier: Giant Microbes C. Diff (Clostridium difficile) Plush Toy by Giant Microbes TOY

Foto: Clostridium difficile by CDC/ Lois S. Wiggs (PHIL #6260), 2004 (Wikimedia Commons)



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Muttis Nähkästchen

Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter. Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

Dieser Beitrag hat 8 Kommentare

  1. Hallo, vielen Dank für diesen Beitrag. Ein wirklich interessantes Thema! Können Sie zufällig noch sagen, wie das Probiotikum hieß? Fürchte meine Tochter muss auch erneut Antibiotika bekommen : (

    Vielen Dank für eine Antwort!

      1. Hallo

        Ich habe den Film auf Arte gesehen und er hat mich aufhorchen lassen.
        Das Problem bei der Behandlung von Clostridien ist, dass sie sich durch Antibiotikum einfach in die Dauerform (Sporen) verwandeln und nach Antibiotikumstopp wieder aktiv werden und Toxine produzieren.
        Als Heilpraktikerin mache ich Darmsanierungen nach Bach. Eventuell könnte das bezüglich Darmflora von autistischen Kindern interessant sein: Dr. Bach (Mikrobiologe) verabreichte chronisch Kranken nämlich die homöopathische Arznei aus der Bakterie, die in der jeweiligen Darmflora zuviel vorkam. Das führte dazu, dass dieser Bakterienstamm weniger wurde! (Ganz ohne Antibiotika). Bei Autisten wäre dieser Stamm der zuviel ist höchstwahrscheinlich Clostridium difficile.
        Gleichzeitig werden während der Darmsanierung die Bakterienstämme, welche zu wenig vorkommen eingenommen (Probiotika). Welche das sein sollen, wird anhand einer Stuhluntersuchung vorher bestimmt. Das finde ich sehr wichtig, da man so gezielt zuführt und nicht auf gut Glück.

        Ich habe noch nirgend gelesen, dass das über eine Clostridiennosode (homöopathische Arznei aus Clostridien) versucht wurde. Vielleicht hat man es versucht und es hat nicht geholfen. Ich denke es wäre auf jeden Fall einen Versuch wert!?

        Sollten Sie sich dafür interessieren, dann kontaktieren Sie mich einfach über
        http://www.homoeopathie-hamann.de

        Grüsse Tina

  2. Ich beschäftige mich als Privatperson und Antibiose-Geschädigter seit Jahren mit einer geeigneten Darmsanierung.
    Zunächst einmal sollte man klar haben, dass durch Antibiose alle “guten” Keime stärkstenst dezimiert werden (sonst bräuchte man ja auch keine Probiotics und Darmsanierung, oder?) oder sich, wie die clostridien inaktivieren. Damit ist die Gabe von probiotika während der Antibiose ausschließlich für den Apotheker von Vorteil. Aber auch nach der Antibiose, wenn man nicht etwas Grundlegendes beachtet. Also, wie wir oben Gelsen haben, zieht sich ein Teil der gefährlichen Keime zurück, um dann erneut wieder aufzutauchen nach der Antibiose. Aber nicht nur diese treiben dann Unheil, sondern die Antibiose schafft Platz im Darm für etwas sehr problematisches: Candida in all seinen Formen. Und der kann sich jetzt ungehindert ausbreiten. Kein bakterium hindert ihn. Und er macht auch nach der Antibiose nicht einfach wieder Platz. D.h. Letztendlich finde die probiotika nach der Antibiose kaum ausreichend Platz zur Verbreitung, weil der Platz besetzt ist durch candida (hauptsächlich) und clostridien. Studien beweisen, dass selbst nach einem halben Jahr die Darmflora nicht wieder in ihren Ausgangszustand zurückgekehrt ist und es voraussichtlich auch nicht mehr tun wird. Sie wird es nie wieder tun, denn die persönliche individuelle Darmflora ist weitgehend zerstört und wird es mit jeder Antibiose umso mehr und kann durch probiotika nur unzureichend wieder hergestellt werden.
    Was also tun? Candida so weit wie möglich medikamentös oder durch geeignete ätherische Naturöle zerstören (ernst gemeint, bloß nicht versuchen, ihn “auszuhungern”, schadet nur und funktioniert nicht). Und damit Platz schaffen für die notreparatur mit probiotika und präbiotika. Und in Zukunft kurzkettige Zucker, auch Weizen, vermeiden ( ersetzen durch Xucker und andere Getreidesorten). Ab und zu prophylaktisch ätherische Öle ( s.o.) nutzen, um eine erneute candidaausbreitung zu vermeiden. Und Antibiose nur im äußersten Notfall. Sonst geht die ganze Geschichte wieder von vorn los.
    Schlussbemerkung: es besteht der Verdacht, dass candida ebenso propionsäure produziert, vielleicht mehr als die clostridien. Käse und andere Nahrungsmittel werden übrigens mit propionsäure vorm schimmeln geschützt, wie gesagt, einem Gift, das der candida möglicherweise produziert, um sich selbst zu schützen.

    1. Welche ätherischen Öle kann man für diese Zwecke einsetzen. Und wie werden sie angewendet? Kannst du das noch ein wenig genauer erläutern, bitte! Das interessiert mich sehr!

      1. Dazu ein Link: http://heilpflanzen-info.ch/cms/blog/archive/2011/12/06/atherische-ole-gegen-hefepilze-candida-albicans.html
        Aber bitte keine billig-öle.
        Ich habe allerdings grapefruitkernöl benutzt, bioqualitat, die Tropfen in entsprechender Menge in einer Flasche Wasser aufgelöst und über den Tag getrunken.
        Am erfolgreichsten war ich allerdings mit candex n folgender Kombination:
        Menge/Artikel/Bezeichnung
        1/CMASU/Maximum Support Probiotic Formula
        1/CCNDX-120/Candex
        Von supplementa
        Dies ist auch eine Empfehlung für Autisten, weil es für sie zusamme wurde. Allerdings ziemlich teuer. Eine Kur rund 180 €

  3. Wir haben haben übrigens auch einen autistischen Sohn (7) und meine Frau ist ebenso Autistin.

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