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Geburt eines Sternenkindes: Wie mit der tiefen Trauer umgehen?

Geburt eines Sternenkindes: Wie mit der tiefen Trauer umgehen?

Ein Sternenkind zu bekommen, ist ein extrem harter Prozess. Wie können betroffene Eltern trauern und mit der Geburt des Sternenkindes umgehen? Letztendlich gibt es kein Richtig oder Falsch, wenn es um die Trauer eines so harten Verlustes geht. Daher handelt es sich im Folgenden nur um Inspiration, die euch hoffentlich in dieser schwierigen Lebenslage etwas Hilfe und Halt bieten kann.
Tipps für betroffene Eltern zum Umgang mit der Trauer bei der Geburt eines Sternenkindes.


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Voraussichtliche Lesedauer: 7 Minuten


Geburt eines Sternenkindes: Tipps zum Umgang mit der tiefen Trauer


Tipps zum Umgang mit der Trauer #1:
Schafft Erinnerungen

Es ist herzzerreißend, dass die Zeit mit eurem kleinen Wunder von so kurzer Dauer ist, und leider nur in wenigen Augenblicken Erinnerungen geschaffen werden können. Dennoch möchtet ihr euren Engel niemals vergessen! Gerade wenn der erste Schmerz überwunden ist und der Schock nicht mehr über euch hängt wie eine düstere Wolke, genau dann wird es Momente geben, in denen ihr euch bestimmt erinnern wollt.

Es gibt verschiedene Wege, um Erinnerungen zu kreieren, die ihr dann letztendlich hoffentlich mit mehr verbinden könnt als mit grenzenloser Trauer:

Fotoshooting mit Sternenkind

Ihr könnt ein Foto-Shooting mit dem Kind machen. Das klingt vielleicht zunächst etwas ungewöhnlich, aber es hat schon vielen Sternenkind-Eltern helfen können. Es gibt eine Stiftung, die solche Foto-Shootings für euch kostenlos organisiert. Rund 600 Fotografinnen und Fotografen sind an dieser Stiftung beteiligt und würden sich freuen, euch in dieser schwierigen Phase zumindest ein bisschen helfen zu können. Das gibt euch eine Erinnerung, die euch niemand mehr nehmen kann. So könnt ihr den viel zu frühen Abschied zumindest für immer visuell festhalten.
Einblick in die Arbeit von Sternenkind-Fotograf*innen: Sternenkind-Fotografie: Wertvolle Erinnerung für trauernde Eltern

Erinnerungskiste

Eine weitere Möglichkeit ist es, eine Erinnerungskiste zusammenzustellen. In diese könntet ihr einen Fußabdruck, Ultraschallbilder, den ersten gekauft Schnuller und alles, was euch an euren kleinen Engel erinnert, hineinlegen. Wann immer euch die Trauer überkommt, könnt ihr durch die Kiste stöbern und euch eurem Kind so etwas näher fühlen.


Tipps zum Umgang mit der Trauer #2:
Abschied nehmen

Für viele Trauernde ist das Abschiednehmen ein wichtiger Teil des Prozesses. Auch die Verinnerlichung, dass die Zukunft, die ihr euch mit diesem Kind vorgestellt habt, so nie passieren wird. Wenn es Geschwisterchen gibt, dann kann es auch wichtig sein, diese Kinder mit in den Prozess einzubeziehen.
Siehe dazu auch: Kinder sollten bei Trauerfeiern unbedingt dabei sein! Interview mit einer Trauerrednerin

Zeremonie zum Abschied

Es könnte euch auch helfen eine Zeremonie zu planen, um Abschied zu nehmen und den Menschen in eurem Leben auch einen Moment zu geben, um Abschied von der geplanten Zukunft zu nehmen. Gerade wenn es Geschwister gibt, kann es schön sein, diese am Prozess der Planung dieser Zeremonie teilhaben zu lassen. Sie könnten etwas basteln, das dann dem Grab beigelegt wird.

Sarg oder Urne bemalen

Eine Möglichkeit ist es, den Sarg oder die Urne zu bemalen. Die kreative Abschiednahme hilft, die Gefühle und Gedanken ausleben zu können. Alles, wofür ihr oder die Kinder keine Worte finden, kann mit Farben, Stiften und Pinseln ausgedrückt werden. Auch die Möglichkeit der Gestaltung einer individuellen Fotourne ist eine schöne Art und Weise, Abschied zu nehmen. Alles, was euch und eurer Familie hilft, sollte im Bereich des Möglichen sein.

Den Kreis klein halten

Bei der Beerdigung hilft es vielen, den Kreis klein zu halten. Eben weil noch nicht viele Menschen die Möglichkeit hatten, eine Bindung zu dem Kind aufzubauen. Andere brauchen alle Menschen um sich, die ihnen wichtig sind, um sich besonders unterstützt zu fühlen. Auch hier gibt es kein richtig oder falsch – was auch immer sich für euch anfühlt, als wäre es der richtige Weg, das ist der richtige Weg für euch.


Tipps zum Umgang mit der Trauer #3:
Redet über den Verlust

Als letzten Tipp wollen wir euch mit auf den Weg geben, dass ihr über den Verlust reden solltet. Das kann bei der Verarbeitung des Verlustes ungemein helfen.

  • Redet mit dem Partner bzw. der Partnerin. Jeder soll die Chance bekommen, offen zu trauern, das Geschlecht sollte dabei außenvor stehen. Auch Männer dürfen den Verlust des eigenen Kindes betrauern – und zwar auch sehr, sehr offenkundig!
  • Redet mit eurer Familie, redet mit euren Freunden!
  • Redet mit anderen Betroffenen! Es kann auch helfen, sich Menschen zu suchen, die ebenfalls ein Sternenkind zur Welt gebracht haben. Hier werden Sie Menschen treffen, die Sie genau verstehen und das kann sehr hilfreich sein. Es gibt auch (Selbsthilfe-)Gruppen von Betroffenen, denen Sie beitreten können, um sich auszutauschen und Beistand zu leisten.

Stellt euch auf eine intensive Trauerzeit ein, und scheut euch auch nicht davor, euch einen Therapieplatz zu besorgen. Vielen hilft das bei der Trauerbewältigung. Ihr verdient jede Art von Hilfe!


Tipps zum Umgang mit der Trauer #4:
Ihr seid nicht allein!

Es ist sehr wichtig, nicht zu vergessen, dass ihr nicht allein seid! Es gibt Menschen, die einen ähnlich schrecklichen Verlust durchmachen mussten wie ihr. Sieh dazu zum Beispiel: Sternenkinder: Eine Sternenmama erzählt

Nehmt euch die Zeit zum Trauern und versucht euch zu erlauben, euch zu erinnern!

Alles Gute und viel Kraft!
Unser Mitgefühl ist bei euch!


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Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter. Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

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